Österreichisches Küstenland

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Österreichisches Küstenland (1897)

Das Österreichische Küstenland (auch bekannt als Litorale bzw. auf italienisch Litorale Austriaco) war vor 1918 die Bezeichnung für die Gemeinschaft der Kronländer Gefürstete Grafschaft Görz und Gradisca, Markgrafschaft Istrien und der Stadt Triest innerhalb Österreich-Ungarns. Alle drei Gebiete hatten jeweils eine eigene Selbstverwaltung, unterstanden aber gemeinsam dem kaiserlichen Statthalter in Triest.

Die einzelnen Länder und auch einzelne Landstriche waren zu ganz unterschiedlichen Zeiten zwischen 1382 (Triest) und 1797 (Westküste von Istrien) unter habsburgische Herrschaft gekommen und waren bis 1849 Teil des in nachnapoleonischer Zeit geschaffenen Königreiches Illyrien.

Das Küstenland hatte eine Größe von etwa 8.000 km² und rund 900.000 Einwohner (1910). Von den Einwohnern waren fast die Hälfte Italiener, ein Viertel Slowenen, ein Fünftel Kroaten und 5 % Deutsche.

Triest hatte als größter See- und Handelshafen der Donaumonarchie enorme wirtschaftliche Bedeutung für die Monarchie; die Eröffnung der Eisenbahnlinie Wien-Triest war entsprechend wichtig.

Aufgrund des aufkommenden Tourismus hatte die Küste von Görz und Istrien – nördlich und südlich von Triest sowie um Abbazia – den Beinamen Österreichische Riviera.

1918 ging das Küstenland an Italien. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel es (ohne Görz und Triest) an Jugoslawien.

Heute gehört Istrien zu Kroatien und die Nordhälfte zu Slowenien. Die Bezeichnung Küstenland lebt heute auch in der slowenischen Region Primorska („Küstenland“) weiter.

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