Żagań

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Żagań
Wappen von Żagań
Żagań (Polen)
DMS
Żagań
Żagań
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lebus
Landkreis: Żagań
Fläche: 39,92 km²
Geographische Lage: 51° 37′ N, 15° 19′ O51.616666666715.31666666677Koordinaten: 51° 37′ 0″ N, 15° 19′ 0″ O
Höhe: 100 m n.p.m
Einwohner: 26.481 (30. Juni 2008[1])
Postleitzahl: 68-100 bis 68-103
Telefonvorwahl: (+48) 68
Kfz-Kennzeichen: FZG
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Zielona GóraJelenia Góra
Schienenweg: BerlinBreslau
Nächster int. Flughafen: Flughafen Breslau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Sławomir Kowal
Adresse: pl. Słowiański 17
68-100 Żagań
Webpräsenz: www.um.zagan.pl

Żagań [ˈʒagaɲ] (deutsch Sagan) ist eine Stadt in Polen, in der Woiwodschaft Lebus, deren südlicher Teil einschließlich Sagan historisch zu Niederschlesien gehört. Sie liegt am Fluss Bober ungefähr in der Mitte zwischen Cottbus und Breslau.

Sagan hat rund 26.500 Einwohner. Sehenswert ist das Saganer Schloss, das um 1670 im Barockstil errichtet wurde. Bei der Stadt befinden sich große Truppenübungsplätze und Kasernen mit dem Kommando der 11. Panzerdivision der Polnischen Streitkräfte König Jan III. Sobieski.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Das Wallensteinsche Schloss
Der Plac Słowiański (früher Ludwigsplatz) mit der Stadtverwaltung (Barockpalais) und der Jesuitenkirche
Heilig-Grab-Kapelle
Der Ring mit Augustinerkirche

Sagan wurde 1202 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt um 1285 Stadtrecht. Die Stadt war lange Zeit Regierungssitz eines schlesischen Teilfürstentums. Nachdem der Ort seit 1252 zum Herzogtum Glogau gehörte, war es von 1413 bis 1472 Sitz eines selbständigen Fürstentums des Herrschergeschlechts der Piasten, genannt Herzogtum Sagan.

Das 1284 gegründete Augustiner-Chorherrenstift war im späten Mittelalter ein kultureller Mittelpunkt der Region. Die Wirtschaft Sagans war geprägt von Tuchmacherei, Bierbrauerei und Eisenhandel.

1472 verkaufte der Hans von Sagan Fürstentum und Stadt an die Wettiner. Unter Herzog Heinrich dem Frommen (1539–1541) breitete sich die Reformation ungehindert aus. Kurfürst Moritz überließ Sagan 1549 dem böhmischen König Ferdinand I. aus dem Hause Habsburg.

1627 gelangte Albrecht von Wallenstein in den Besitz der Stadt. Auf Einladung Wallensteins wirkte 1627 bis 1630 der Astronom und Mathematiker Johannes Kepler in Sagan. 1646 erwarb es Wenzel Eusebius von Lobkowicz; dieser ließ später das Schloss nach Plänen des italienischen Architekten Antonio della Porta neu bauen.

1742 wurde Sagan gemeinsam mit einem Großteil Niederschlesiens im Vorfrieden von Breslau von den Habsburgern an Preußen abgetreten.

1816 wurde die Stadt Verwaltungssitz des preußischen Landkreises Sagan, der 1932 zum Landkreis Sprottau fusionierte, wobei das Landratsamt in Sagan verblieb.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde unweit der Stadt das Stalag Luft III eingerichtet, in welchem zeitweilig 10.000 Gefangene lebten. Am 24. März 1944 flüchteten 76 alliierte Gefangene durch einen 110  m langen und zehn Meter tiefen Tunnel in die Freiheit. Die letzten Fliehenden wurden jedoch schon am Tunnelausgang wieder gefangen. Nur drei Männern gelang die Flucht. Das Ereignis wurde in Gesprengte Ketten verfilmt. 21 der beteiligten Polizei- und Gestapo-Mitarbeiter wurden nach dem Krieg im London Cage verhört und später von einem britischen Militärgericht abgeurteilt.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Landgemeinde

Die Stadt Żagań ist Verwaltungssitz der Landgemeinde (gmina wiejska) Żagań, gehört ihr aber als eigenständige Stadtgemeinde nicht an. Die Landgemeinde zählt auf einer Fläche von 281,11 km² 7.019 Einwohner (30. Juni 2008)[1] und gliedert sich in 14 Ortsteile:

Wappen der Gmina Żagań
  • Bożnów (Eckersdorf)
  • Bukowina Bobrzańska (Buchwald b. Sagan)
  • Chrobrów (Petersdorf)
  • Dzietrzychowice (Dittersbach)
  • Gorzupia (Gladisgorpe)
  • Jelenin (Hirschfeldau)
  • Łozy (Loos)
  • Miodniaca (Mednitz)
  • Kocin (Klein Kothau)
  • Pożarów (Brennstadt)
  • Rudawica (Eisenberg)
  • Pruszków (Kaltdorf)
  • Stara Kopernia (Küpper)
  • Tomaszowo
  • Trzebów (Tschiebsdorf)

Daneben umfasst die Gemeinde weitere Dörfer, die nicht den Status eines Ortsteils (sołectwo) innehaben – wie Dobre nad Kwisą (Dober-Pause), Dybów (Diebau), Gorzupia Dolna (Nieder Gorpe), Gryżyce (Greisitz), Marysin (Marienthal), Nieradza (Charlottenthal) oder Stary Żagań (Alt Sagan) – und obigen Ortsteilen zugeordnet sind.

[Bearbeiten] Verweise

[Bearbeiten] Literatur

  • Adamek Katarzyna und Świątek, Marian Ryszard: Żagań znany i nieznany. Żagań 2002
  • Bein, Werner (Hrsg.): Sagan und Sprottau in der schlesischen Geschichte. Würzburg 1992
  • Worbs, Johann Gottlob: Geschichte des Herzogtums Sagan (1795). Neu hrsg. mit Bildern, Berichtigungen u. Erläuterungen versehen von Georg Feilhauer u. Max Krüger. Sagan 1930

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. a b Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2008
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