25-Punkte-Programm

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Das 25-Punkte-Programm war das Parteiprogramm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Adolf Hitler verkündete es am 24. Februar 1920 vor etwa 2.000 Personen im Münchner Hofbräuhaus. Am selben Tag wurde die 1919 gegründete Deutsche Arbeiterpartei (DAP), der Adolf Hitler im selben Jahr als 55. Mitglied beigetreten war, in Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) umbenannt. Verfasser des Programms waren Hitler, Anton Drexler (Gründer der DAP) und der Wirtschaftstheoretiker Gottfried Feder. In diesem Programm wurde ein Großdeutsches Reich angestrebt, eine Aufhebung des Versailler Vertrags gefordert, die deutsche Staatsbürgerschaft für Juden abgelehnt und der Aufbau eines autoritären Staates mit einer politisch gelenkten Presse und Literatur angekündigt. Die drei Führer der Partei „versprachen“ sich für die 25 Programmpunkte, „wenn nötig unter Einsatz ihres Lebens rücksichtslos einzutreten.“

[Bearbeiten] Bedeutung

Obwohl das Parteiprogramm bei seiner Verkündung für „ewig“ und „unabänderbar“ erklärt worden war, blieben Änderungen nicht aus. Zum einen konkretisierte Hitler die Forderung nach Land und Boden (Kolonien) zur Ernährung der Bevölkerung (Punkt drei des Programms). Im zweiten Band von Mein Kampf, der Ende 1926 erschienen war, kündigte er die Eroberung von Lebensraum im Osten auf dem Gebiet der Sowjetunion an.[1]

Problematischer waren die Punkte 11 bis 18, die einem vagen Sozialismus das Wort redeten. Nach seiner Entlassung aus der Festungshaft 1924 ein Jahr nach dem misslungenen Putsch brauchte Hitler zum Wiederaufbau der NSDAP Geld und versuchte, Spender in Unternehmerkreisen zu gewinnen. Forderungen nach Verstaatlichung, Gewinnbeteiligung und einer „Brechung der Zinsknechtschaft“ (Feder) waren hierbei nicht förderlich[2], weshalb er ab 1928 öffentlich bekundete, seine Partei stehe auf dem Boden des Privateigentums.

Vorausgegangen waren 1926 heftige innerparteiliche Auseinandersetzungen mit dem linken Parteiflügel um die Gebrüder Otto Straßer und Gregor Straßer. Mit dem Ausscheiden des letzteren aus der Parteileitung im Herbst 1932 verlor auch Feder, von dem die sozialistischen Teile des Programms stammten, jeglichen Einfluss innerhalb der NSDAP. Einige Historiker gehen dagegen davon aus, dass die sozialistischen Forderungen im Programm für Hitler von vornherein „nur demagogischer Natur“ gewesen seien.[3]

Für die konkrete Politik, die in Deutschland nach der Machtübernahme in der Zeit des Nationalsozialismus betrieben wurde, war die Bedeutung des Parteiprogramms im Vergleich zu Hitlers Mein Kampf gering, obwohl das Programm nicht zurückgenommen wurde und der Verweis auf „Sozialismus“ im Parteinamen bestehen blieb.

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. Adolf Hitler: Mein Kampf, Zwei Bände in einem Band, ungekürzte Ausgabe, 9. Auflage, Verlag Franz Eher Nachfolger München 1932, S.742 u.ö.
  2. Dietrich Orlow, History of the Nazi Party. 1919 to 1933, Pittsburgh 1969, S. 137
  3. Ernst Nolte, Der Faschismus in seiner Epoche. Action française – Italienischer Faschismus – Nationalsozialismus, München 1963 [zuletzt Neuausgabe 2000], ISBN 3-7610-7248-1, S. 391 (hier das Zitat); ähnlich Henry A. Turner: Hitlers Einstellung zur Wirtschaft und Gesellschaft vor 1933, in: Geschichte und Gesellschaft 2 (1976), S. 96

[Bearbeiten] Weblinks

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