A Century of Progress

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A Century of Progress
International Exposition 1933/34
Poster der Weltausstellung 1933

Poster der Weltausstellung 1933

Motto „Science Finds, Industry Applies, Man Conforms“
Allgemein
Ausstellungsfläche 172 ha
Besucherzahl 38.872.000
BIE-Anerkennung ja
Teilnahme
Länder 21 Länder
Ausstellungsort
Ort Chicago
Gelände Uferpark des Michigansees Welt-Icon Koordinaten: 41° 51′ 38″ N, 87° 36′ 41″ W
Kalender
Eröffnung 27. Mai 1933
Schließung 12. November 1933
Fortsetzung vom 1. Juni bis zum 31. Oktober 1934
Zeitliche Einordnung
Vorgänger Barcelona 1929
Nachfolger Brüssel 1935

A Century of Progress war der Name der zweiten in Chicago stattfindenden Weltausstellung, die in zwei Hälften aufgeteilt, vom 27. Mai 1933 bis zum 12. November 1933 und vom 1. Juni bis zum 31. Oktober 1934, anlässlich der Hundertjahrfeier Chicagos abgehalten wurde. Das Ausstellungsmotto lautete „Science Finds, Industry Applies, Man Conforms“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausstellung wurde auf demselben Gelände abgehalten wie bereits die World’s Columbian Exposition im Jahr 1893, nämlich am Uferpark des Michigansees, der durch drei Brücken mit einer künstlichen Insel verbunden war. Die Ausstellungsfläche betrug 172 Hektar.[1] Die zur Zeit der Großen Depression geplante Ausstellung sollte die Wirtschaft der Stadt und die Zuversicht der Bevölkerung ankurbeln. Die Beleuchtung der Weltausstellung wurde am Eröffnungstag um 21:15 Uhr Ortszeit durch einen eingefangenen Lichtstrahl des 36,7 Lichtjahre entfernten Sterns Arktur ausgelöst.

Das Wahrzeichen der Weltausstellung war die Hängebahn Sky Ride die Besucher über eine Distanz von 600 Metern von der künstlich angelegten Insel zum Seeufer beförderte. An 190 Meter hohen Masten waren in 70 Metern Höhe Gondeln an Drahtseilen aufgehängt. Die wie Raketen gestalteten Gondeln täuschten durch den Ausstoß von farbigen Dämpfen einen Raketenantrieb vor. Tatsächlich wurde die Gondelbahn jedoch elektrisch betrieben.

Panoramabild der Weltausstellung 1933. Links im Bild die Hängebahn Sky Ride

Ein Höhepunkt der Weltausstellung war der Besuch des deutschen Luftschiffs LZ 127 Graf Zeppelin im Oktober 1933.

Ein weiteres Wahrzeichen war die Halle der Wissenschaften, in der die zentrale Themenausstellung gezeigt wurde. Der vom Architekten Paul Philippe Cret gestaltete Bau mit U-förmigem Grundriss bot eine überdachte Fläche von 67.000 Quadratmetern und war für eine Besucherkapazität von bis zu 80.000 Menschen ausgelegt. Die Südwestecke hatte einen 53 Meter hohen Turm.[2]

An der Weltausstellung nahmen 21 Länder teil. Sieben Nationen hatten eigene Pavillons, drei Pavillons waren von Staaten oder Regionen, in acht Pavillons wurden thematische Schwerpunkte präsentiert und in elf stellen sich Firmen dar. Die Weltausstellung wurden insgesamt von 38.872.000 Menschen besucht, davon 22.317.221 im Jahr 1933 und 16.554.779 im Folgejahr.[1]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andrew Garn (Hrsg.), Paola Antonelli, Udo Kultermann, Stephen Van Dyk: Weltausstellungen 1933–2005: Architektur Design Graphik, Deutsche Verlags-Anstalt 2008, ISBN 978-3-421-03696-4, S. 28–49.
  • William Elliott Hazelgrove: Al Capone and the 1933 World’s Fair: The End of the Gangster Era in Chicago. Rowman & Littlefield, Lanham 2017, ISBN 978-1-4422-7227-9.
  • Erik Mattie: Weltausstellungen. Belser, 1998, ISBN 3-7630-2358-5.
  • Monika Meyer-Künzel: Städtebau der Weltausstellungen und Olympischen Spiele : Stadtentwicklung der Veranstaltungsorte. Dissertation Technische Universität Carolo-Wilhelmina, Braunschweig 1998, S. 121–131, urn:nbn:de:gbv:084-120444.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: A Century of Progress – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Daten zur Weltausstellung 1933 & 1934 in Chicago (Memento vom 10. Februar 2013 im Webarchiv archive.today).
  2. Bunte Hallen aus Stahl und Gips (Memento vom 29. Juli 2012 im Webarchiv archive.today).