Abraham Cresques

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Teil des Katalanischen Atlas

Abraham Cresques (* Mallorca, † um 1387), auch Avram Cresques, war ein katalanischer Kartograph und Kompassmacher jüdischer Abstammung. Zusammen mit seinem Sohn Jehuda Cresques zeichnete er 1375 den katalanischen Atlas.

Karawane auf der Seidenstraße
(Ausschnitt aus dem Atlas nach Berichten des Marco Polo)

Zeit seines Lebens hat Cresques sich mit Karten, Kompassen und Uhren beschäftigt. 1375 erhielt er von Peter IV. von Aragón einen Auftrag, vier Karten zu zeichnen, die alles Bekannte von Ost nach West abdecken sollten. Der Katalanische Atlas ist heute im Louvre zu besichtigen.

Der Atlas basiert auf Informationen, die sich die Familie Cresques von Seefahrern verschaffte, deren Routen über den Knotenpunkt Mallorca verliefen. Die Besonderheit des „Katalanischen Atlas“ bestand darin, dass neben den Ergebnissen der katalanischen portulani (das sind ausführliche Seekarten zumeist der Seengebiete des Mittelmeeres) erstmals auch die geographischen Erkenntnisse der Reisen Marco Polos verarbeitet waren.

Auf dem von Cresques gezeichneten insgesamt sechs Doppelbildern, je 64 x 50 Zentimeter groß, ist die seinerzeit bekannte Welt vom Atlantik bis China abgebildet und reich mit Bildinformationen zu Land und Leuten versehen.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Katalanischer Weltatlas – Bilder, Videos und Audiodateien
Persönliche Werkzeuge