Alexa (Einkaufszentrum)
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| Alexa | ||
|---|---|---|
| Der Eingangsbereich an der Alexanderstraße | ||
| Basisdaten | ||
| Standort: | Berlin, Alexanderplatz | |
| Eröffnung: | 12. September 2007 | |
| Verkaufsfläche: | 43.000 m² | |
| Geschäfte: | 180 | |
| Verkehrsanbindung | ||
| Bahnhof: | Bahnhof Berlin Alexanderplatz | |
| S-Bahn: | S5, S7, S9, S75 | |
| U-Bahn: | U2 U5 U8 | |
| Straßenbahn: | M2, M4, M5, M6 | |
| Sonstige: | ||
| Parkplätze: | 1.600 | |
Alexa ist ein Einkaufszentrum am Berliner Alexanderplatz. Mit einer Vermietungsfläche von 56.200 m² ist es nach den Gropius Passagen das zweitgrößte Einkaufszentrum Berlins,[1] nach der Anzahl der Läden ist es das größte.[2] Monatlich besuchen es mehr als eine Million Besucher (im ersten Quartal 2009 durchschnittlich 1,1 Millionen).[3]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lage
Das rund 2,5 Hektar einnehmende Einkaufszentrum liegt südöstlich des Alexanderplatzes zwischen Alexander- und Dircksenstraße sowie der parallel verlaufenden Stadtbahn bis zur Voltairestraße an der Stelle des ehemaligen Berliner Polizeipräsidiums. Südöstlich angrenzend an das Alexa befindet sich eine – bisher noch unbebaute – Freifläche.
[Bearbeiten] Gebäude und Geschäfte
Das Alexa ist ein fünfgeschossiges Gebäude mit einer unterirdischen, mehrgeschossigen Tiefgarage mit 1600 Parkplätzen. Umgangssprachlich hat sich in der städtebaulichen Planungsphase aufgrund der geschwungenen Grundriss-Form die Bezeichnung „Banane“ eingebürgert, hinzu kamen dann wegen der umstrittenen Farbgebung und der wenigen Fensterflächen die Bezeichnungen „Rosaroter Bunker“ und „Pharaonengrab“.
Der Gebäudekomplex präsentiert sich nach außen mit einer weitgehend fensterlosen rosa- bis rotfarbenen Fassade. Die Dekorformen sollen nach eigenen Angaben an das Art Déco erinnern und umfassen unter anderem ineinander verlaufende Rundbögen an den Eingangsbereichen und geschwungene, goldfarbene Vordächer. Die Farbgestaltung soll sich gemäß der Planung bewusst von den Farben des Alexanderplatzes abheben.
Im Alexa befinden sich rund 180 Geschäfte und ein Food-Court mit 17 gastronomischen Einrichtungen. Die Gesamtfläche umfasst 43.000 m² Verkaufsfläche, 2.000 m² Gastronomie und 9.000 m² Freizeit- und Unterhaltungsfläche.
Bei den Mietern handelt es sich um die aus anderen Einkaufszentren bekannte Mischung aus kleineren Fachgeschäften und die für Einkaufszentren typischen Filialen von Handelsketten vor allem aus dem Bekleiungssektor. Der Investor sieht als idealen Branchenmix ungefähr die Hälfte der Fläche für Mode- und Accessoire-Geschäfte und rund ein Viertel für Elektronik und Bücher vor. Die Media-Saturn-Holding betreibt auf 8.000 m² als Ankermieter am nordwestlichen Ende des Gebäudes auf vier Etagen eine der größten Media-Markt-Filialen.[4]
In das Alexa umgezogen ist die Loxx Miniatur Welten; eine Modelleisenbahnlandschaft, die auf 600 m² die Stadt Berlin nachempfindet und in den kommenden Jahren weiter wachsen soll.
[Bearbeiten] Planung und Bau
Die Alexa ist Teil der Umgestaltung und Neustrukturierung des Alexanderplatzes und seines Umfeldes auf Grundlage des Planwerks Innenstadt. Der erste Spatenstich erfolgte am 29. Oktober 2004. Dabei wurde die breite Verkehrsschneise der Alexanderstraße zugunsten des Alexa-Grundstücks zurückgebaut.
Der portugiesische Investor Sonae Sierra (siehe auch: Belmiro de Azevedo), ein Spezialist für Shoppingcenter, und der französische Investor Foncière Euris investierten in das Gebäude rund 290 Mio. Euro. Das Grundstück gehörte früher der Berliner Degewo AG zur Baurechtschaffung.
Neben dem Neubau haben die Investoren die anliegenden 18 S-Bahnbögen zwischen Gruner- und Voltairestraße von der Bahntrasse langfristig gemietet. Diese sollen für kleine Läden und Restaurants genutzt werden. Die Fertigstellung dieser Flächen wird bis Sommer 2008 erwartet.
Die Eröffnung des Einkaufszentrums war am 12. September 2007.
[Bearbeiten] Pannen
[Bearbeiten] Verletzte bei der Eröffnung
Am 11. September 2007 öffnete der MediaMarkt schon kurz vor Mitternacht. Auf Grund von Sonderangeboten erschienen über 5000 Menschen, es kam zu Tumulten. Im Gedränge wurden 15 Menschen verletzt, Glastüren, Fenster und Rolltreppengeländer wurden beschädigt oder teils sogar komplett zerstört, auch die Diebstahlsicherungen wurden demoliert. Die Berliner Polizei war mit über 100 Einsatzkräften vor Ort. Der Sachschaden belief sich auf 10.000 Euro. Bereits um 1:20 Uhr musste der Markt wegen des Chaos wieder schließen.[5][6]
[Bearbeiten] Unzureichende Fahrradständer
Obwohl die Berliner Bauordnung 188 Fahrradständer für ein Gebäude dieser Größe fordert, war bei der Eröffnung kein einziger vorhanden.[7] Am 4. Dezember 2007 sind nachträglich 146 davon aufgebaut worden.[8] Der größere Teil davon wurde allerdings am weniger genutzten Nebeneingang zur Jannowitzbrücke installiert.
[Bearbeiten] Kritik am äußeren Erscheinungsbild
Die Architektur und das äußere Erscheinungsbild des Einkaufszentrums wurde bereits vor der Fertigstellung und nach der Eröffnung in der Presse intensiv kritisiert. Historisch gesehen bietet das wuchtige Gebäude, das aus sandsteinrot gefärbten Betonteilen besteht, weiteren Grund zur Kritik. Auf dem Gelände des heutigen Alexas stand das ehemalige Polizeipräsidium und spätere Hauptquartier der Gestapo mit dem Beinamen die „Rote Burg“.[9][10]
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Welt Online: Countdown für Shoppingcenter Alexa
- ↑ Welt Online: Einkaufs- und Freizeitzentrum Alexa
- ↑ ALEXA: Mehr Besucher und höhere Umsätze im Vergleich zum Vorjahr
- ↑ BerlinOnline: Erster Blick in den neuen Einkaufspalast
- ↑ Der Tagesspiegel: Alexa Eröffnung, Spiegel der Gesellschaft
- ↑ Der Spiegel: Verletzte bei Kaufhaus-Eröffnung
- ↑ ADFC-Pressemitteilung
- ↑ Alexa mit neuen Fahrradbügeln
- ↑ Der Spiegel: Berlins Graus-Haus
- ↑ Die Welt: Diese Alexa ist haesslich wie die Nacht
52.51916666666713.415555555556Koordinaten: 52° 31′ 9″ N, 13° 24′ 56″ O

