Anras

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Wappen Karte
Wappen von Anras
Anras (Österreich)
DEC
Anras
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Tirol
Politischer Bezirk Lienz (LZ)
Fläche 58,41 km²
Koordinaten 46° 46′ N, 12° 34′ O46.77388888888912.5608333333331261Koordinaten: 46° 46′ 26″ N, 12° 33′ 39″ O
Höhe 1261 m ü. A.
Einwohner 1289 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 22 Einwohner je km²
Postleitzahl 9912
Vorwahl 04846
Gemeindekennziffer 7 07 04
AT333
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Dorf 33
9912 Anras
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Anton Oberhofer
Gemeinderat (2004)
(13 Mitglieder)
6 Anraser Heimatliste
5 Bürgermeisterliste „Wir für Anras“
2 Bäuerliche Bevölkerung und Jugend
Lage von Anras im Bezirk Lienz
Lage von Anras im Bezirk Lienz

Anras ist eine Gemeinde im Bezirk Lienz in Tirol (Österreich).

Sie liegt im Osttiroler Teil des Pustertals, das von der Drau durchflossen wird. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über beide Talseiten, die Besiedelung erstreckt sich jedoch hauptsächlich nördlich der Drau. Der Hauptort mit einigen Weilern liegt an der Pustertaler Höhenstraße, daneben gibt es noch Siedlungen am Talboden.

Der Ortsteil Mittewald an der Drau hat eine Haltestelle der Pustertalbahn.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Lage

Das im mittleren Pustertal gelegene Gemeindebegiet von Anras reicht von den Bergen des Defereggengebirges bis zu den Ausläufern der Lienzer Dolomiten und vom Erlbach (Grenze gegen Abfaltersbach) bis zum Kristeinerbach (Grenze gegen Assling). Die Siedlungen liegen vorwiegend auf der sonnenseitigen Hochterrasse und im Talboden ("zi Lande"), nur ein Hof (Lechen) befindet sich auf der Schattseite über der Drau. Die Siedlungen sind weit verstreut:

  • im Tal:

Erlbrücke, Köden, Fontnell, Margarethenbrücke, Mittewald

  • in halber Höhe:

Gebreite, Rain, Planitzen

  • auf den Eiszeitterrassen:

Winkl, Asch, Goll mit Zare und Kollreid, Anras mit Kolls, Mairwiesen, Wiesen, Ober- und Unterried

Höfe in Extremlage finden sich in Kobreil (1510 m) und Raut. Drei Katastralgemeinden, Asch-Winkl, Anras und Ried, bilden das Gemeindegebiet. Die Haufendörfer Asch und Anras besaßen ursprünglich romanischen Charakter, das Dorf Asch wurde nach dem Großbrand 1894 fast zur Gänze neu errichtet. Seit dem 2. Weltkrieg hat auch in Anras eine reiche Bautätigkeit eingesetzt. an die Zeit, als Anras noch die "Kornkammer" des Pustertales war, erinnern einige Kornkästen, die Getreideharpfen sind bereits zur Gänze verschwunden, die Bachmühlen wurden abgetragen, Brechelgruben finden sich auch kaum mehr. An Hofformen gibt es den Paarhof, aber auch den Einhof, wo Feuerhaus und Wirtschaftsgebäude unter einem Dache sind.

Anras ist am Pustertaler Höhenweg gelegen, der parallel zur Bundesstraße einige hundert Meter über dem Tal von Leisach nach Abfaltersbach verläuft.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Abfaltersbach, Assling, Außervillgraten, Hopfgarten in Defereggen, Kartitsch, Obertilliach

[Bearbeiten] Klima

Sonnige Mittelgebirgslage, eher niederschlagsarm.

[Bearbeiten] Gewässer

Erlbach, Margarethenbach und Kristeiner Bach entwässern mit ihren Nebenarmen die Sonnseite, während von den südlichen Bergen der Badbach, der Jochbach und der Griesbach ihre Wasser zur Drau führen. Noch im Almenbereich angesiedelt sind der Ascher See, der Anraser See und der Sichelsee.

[Bearbeiten] Gebirge

Von den Bergen im Norden ist der Gumriaul von Anras aus einzusehen, bekannt sind auch der etwas höhere Gölbner und die Arnhörner. "Hausberge" sind aber wohl der Spitzenstein, der Breitenstein, der dazwischenliegende Golzentipp und der Dorfberg im Süden.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Im Ortskern befindet sich das Pfleggerichtshaus Schloss Anras, das ein Museum mit einer Dauerausstellung von Werken des Zeichners Paul Flora enthält. Neben Schloss Anras befindet sich die Kirche St. Stephanus.

[Bearbeiten] Bedeutende Persönlichkeiten

  • Toni Kollreider, 1904-1980, aus Asch besuchte die Kunstgewerbeschule in Innsbruck und lebte ein äußerst bescheidenes Künstlerleben als Holzbildhauer in Anras. Vor allem seine leicht abstrahierten Krippen sind weitum verbreitet.
  • Sein Bruder, Prof. Dr. Franz Kollreider, war durch Jahrzehnte Kustos von Schloss Bruck in Lienz.
  • P. Franz Seraph Hattler, (1829–1907), Jesuit, war in der Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung sehr aktiv und verfasste einschlägige Schriften.
  • Florian Waldauf (Baldauf) Ritter von Waldenstein, geboren auf dem Balferhof zu Asch

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
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