Autobahndreieck Potsdam

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Autobahndreieck Potsdam
A9 A10 E30 E51 E55
Karte
Übersichtskarte Autobahndreieck Potsdam
Lage
Land: Deutschland
Bundesland: Brandenburg
Koordinaten: 52° 17′ 25″ N, 12° 54′ 59″ OKoordinaten: 52° 17′ 25″ N, 12° 54′ 59″ O
Höhe: 65 m ü. NN
Basisdaten
Bauart: Vollständiges Dreieck (Full-Y)
Brücken: 3 (Autobahn) / 2 (Sonstige)
Baujahr: 1938
Letzter Umbau: 1997
Blick von Osten auf das Autobahndreieck Potsdam
Blick von Osten auf das Autobahndreieck Potsdam

Das Autobahndreieck Potsdam (Abkürzung: AD Potsdam; Kurzform: Dreieck Potsdam) ist ein Autobahndreieck in Brandenburg in der Metropolregion Berlin. Es verbindet die Bundesautobahn 10 (Berliner Ring) mit der Bundesautobahn 9 (BerlinLeipzigMünchen), die hier beginnt.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dreieck liegt auf dem Gemeindegebiet von Schwielowsee im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Die umliegenden Städte und Gemeinden sind Beelitz, Werder (Havel) und Seddiner See. Es befindet sich etwa 45 km südwestlich der Berliner Innenstadt, etwa 15 km südwestlich von Potsdam und etwa 115 km nördlich von Leipzig.

Beginn der A 9 am Dreieck Potsdam

Die nächstgelegenen Naturparks sind Nuthe-Nieplitz und Hoher Fläming.

Das Autobahndreieck Potsdam trägt auf der A 9 die Anschlussstellennummer 1, auf der A 10 die Nummer 19.

Bauform und Ausbauzustand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A 9 ist in diesem Bereich sechsstreifig ausgebaut. Die A 10 ist in Richtung Westen bis zum Autobahndreieck Werder sechsstreifig, in Richtung Osten siebenstreifig, mit vier Fahrstreifen in Richtung Osten, ausgebaut. Alle Verbindungsrampen sind zweistreifig ausgeführt.

Das Autobahndreieck wurde als vollständiges Dreieck in Full-Y Form angelegt.

Die Haupttrasse führt in einem Schwenk nach Südwesten und verbindet die von Osten kommende A 10 mit der nach Süden verlaufenden A 9.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1937 wurde das Autobahndreieck im Zuge des Berliner Ringes für den Verkehr freigegeben. Somit bestand nunmehr eine durchgehend fertiggestellte Reichsautobahnstrecke von Hannover bis Michendorf. Das Autobahndreieck dürfte zu diesem Zeitpunkt baulich fertiggestellt gewesen sein. Im Laufe des Jahres 1938 wurde die Strecke von hier über Dessau bis zum Schkeuditzer Kreuz (im Zuge der heutigen A 9) freigegeben, so dass man nun auch bis nach München durchgehend auf der Autobahn fahren konnte. Das Dreieck wird erst seit 1990 als Dreieck Potsdam bezeichnet. Zuvor sprach man vom Leipziger Abzweig bzw. zu späteren DDR-Zeiten vom Abzweig Leipzig; es war Teil der Transitstrecke zwischen Berlin (West) und den Grenzübergängen Helmstedt/Marienborn, Wartha/Herleshausen und Rudolphstein/Hirschberg. Seine heutige Gestalt hat das Dreieck erst seit den Mitte 1990er Jahren. Zuvor war dies eine linksgeführte Trompete, wobei der durchgehende Strang von Berlin Richtung Leipzig führte.

Verkehrsaufkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dreieck wird täglich von etwa 113.000 Fahrzeugen befahren, damit zählt es zu den frequenzstärksten in Brandenburg.

Von Nach Durchschnittliche
tägliche Verkehrsstärke
Anteil Schwerlastverkehr[2]
AD Potsdam AS Beelitz-Heilstätten (A 9) 57.200 14,1 %
AS Ferch (A 10) AD Potsdam 95.300 19,0 %
AD Potsdam AS Glindow (A 10) 73.200 21,4 %

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Autobahndreieck Potsdam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. AD Potsdam. Autobahnkreuze & Autobahndreiecke in Deutschland, 2011, abgerufen am 15. Dezember 2012.
  2. Manuelle Verkehrszählung BAB 2015. BASt Statistik, 2015, abgerufen am 22. August 2017 (PDF). (PDF-Datei)