Berliner Mauerweg

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Mauerweg auf dem Invalidenfriedhof

Der Berliner Mauerweg ist ein etwa 160 Kilometer langer Rad- und Fußwanderweg in Berlin und Brandenburg. Er folgt weitgehend dem früheren Verlauf der Berliner Mauer um West-Berlin. Überwiegend verläuft er auf dem früheren Postenweg der Grenztruppen der DDR oder nutzt den an der Umlandgrenze auf West-Berliner Gebiet verlaufenden Zollweg. Eine Reihe von Geschichtszeugnissen und Informationsmöglichkeiten am Weg erinnern an die Geschichte der Mauer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Postenweg an der Berliner Mauer an der Niederkirchnerstraße in Berlin-Mitte, 1990
Mauerstreifen nahe der Leipziger Straße am 2. Oktober 1990
ADFC-Aktivisten beim Markieren des Mauerwegs südlich von Berlin, 1991

Im Zuge der Spaltung Deutschlands im Kalten Krieg wurde die bis dahin weitgehend baulich ungesicherte Grenze zu West-Berlin in Ost-Berlin und dem im damaligen Bezirk Potsdam liegenden Umland der DDR ab 13. August 1961 durch die Berliner Mauer befestigt. Im Laufe der folgenden Jahre wurden die Grenzanlagen verstärkt. Typischerweise bestanden sie aus mehreren hintereinander befindlichen Schutzmauern bzw. Zäunen und weiteren Sicherungsanlagen, so dass ein breiter Grenzstreifen abgeriegelt worden war. In den meisten Abschnitten gab es dabei einen Postenweg, auf dem die DDR-Grenztruppen Kontrollfahrten unternahmen.

Einige Monate nach der Grenzöffnung am 9. November 1989 begannen erste Maßnahmen zum Rückbau der Berliner Mauer, die mit der Wirtschafts- und Währungsunion beider deutscher Staaten am 1. Juli 1990 und dem kompletten Wegfall der Grenzkontrollen endgültig überflüssig geworden war. In der Folgezeit wurden die Sperranlagen fast auf gesamter Länge demontiert. Der entlang der Mauer verlaufende Postenweg der DDR-Grenztruppen war damals auf fast gesamter Länge frei zugänglich.

Schon bald nach dem Mauerfall gab es Initiativen von Umweltschützern und Fahrradverbänden, die Freiräume am unbebauten Mauerstreifen um das West-Berliner-Gebiet zu erhalten und zu renaturieren. Der Postenweg sollte zum Wander- und Radweg um Berlin werden. Mit Baumpflanzaktionen wurde die Idee einer Nutzung als Grüngürtel um die Stadt an einzelnen Stellen symbolisiert. Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs markierten 1990 den Weg mit gemalten Fahrrad- und Fußgängerpiktogrammen.[1][2] Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland schlug 1991 einen durchgehenden Wander- und Radweg um die Stadt vor.[3] Auch Denkmalschützer wünschten einige Jahre später einen möglichst umfassenden Erhalt der verbliebenen Reste der Grenzanlagen.[2] Auf der anderen Seite hatten Anwohner und Gemeindevertreter wiederum Interesse an einem raschen Abriss des Weges, teilweise wurde sich auch um die Verkehrssicherungspflicht auf dem Areal gesorgt.[2]

Anfang der 2000er Jahre neu ausgebauter Abschnitt des Mauerwegs zwischen Altglienicke und Rudow mit Orientierungstafel
Von Anwohnern gesperrter Mauerweg in Groß Glienicke

Eine systematische Sicherung des Weges durch die örtlichen Behörden gab es jedoch nicht. In den folgenden Jahren wurden größere Teil des Mauerstreifens vor allem im inneren Stadtgebiet von Berlin bebaut. Auch auf weiteren Teilstücken wurde der Postenweg beseitigt oder unterbrochen. 1996 gab es erneut Demonstrationen des ADFC für einen durchgehenden Mauerweg um die Stadt, auf denen die bisherigen Zerstörungen des Postenwegs kritisiert wurden.[4]

Um das Jahr 2000 wuchs das Interesse an einer Sicherung des Areals. Michael Cramer und andere Politiker von Bündnis 90/Die Grünen Berlin organisieren seit 2001 alljährlich Mauerstreifzüge um die Stadt.[5] Vom 2002 bis 2006 wurde durch Initiative des Berliner Senats der Mauerweg um die Stadt ausgebaut.[6] Teilweise mussten für nicht mehr erhaltene Wegstücke Ersatzfahrmöglichkeiten geschaffen werden. Auch trennten wieder- oder neuaufgebaute Verkehrswege Abschnitte des Weges voneinander. Im Raum Lichterfelde an der Grenze zu Teltow entstand 2004 eine Unterführung unter der Bahnstrecke Berlin–Halle im Zuge des Zollwegs auf Berliner Gebiet,[7] nachdem zuvor bereits eine Unterbrechung des Weges an dieser Stelle befürchtet worden war.[4]

An der Kreuzung mit der Dresdener Bahn bei Lichtenrade gibt es dagegen weiterhin keine Querungsmöglichkeit, sodass ein längerer Umweg über teilweise gepflasterte Straßen nötig ist. Die Deutsche Bahn begründete die fehlende Kreuzungsmöglichkeit mit den Worten: „Dieser Mauerweg ist kein rechtmäßig errichteter Weg, den wir als Querung zu beachten haben.“[8] Im Jahr 2012 beschloss der Landtag von Brandenburg, bis zu 250.000 Euro für den Bau einer Unterführung unter der Bahn in diesem Bereich bereitzustellen, jedoch verzögert sich deren Realisierung aufgrund des wiederholt verschobenen Ausbaus der Ferngleise der Dresdener Bahn in diesem Bereich.[9]

Seit April 2009 ist ein Teil des Mauerwegs am Ufer des Griebnitzsee in Potsdam durch einige Grundstückseigentümer gesperrt. Eine ähnliche Situation gibt es seit Sommer 2009 am Groß Glienicker See. In beiden Fällen läuft seitdem ein langandauernder Rechtsstreit zwischen der Stadt Potsdam und den Eigentümern. Im Jahr 2013 wurde ein Teilstück des dort auf dem ehemaligen Postenweg verlaufenden Mauerwegs in der Gemeinde Schönefeld durch den privaten Eigentümer gesperrt, sodass dort andere Wegführungen eingerichtet werden mussten.[10]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausschilderung
Markierung des Grenzverlaufs im Straßenbelag

Der Mauerweg ist insgesamt etwa 160 Kilometer lang, davon verlaufen etwa 50 Kilometer entlang der innerstädtischen Grenze im Stadtgebiet von Berlin[11] und etwa 110 Kilometer an der Grenze von West-Berlin zum Umland. Auf den Seiten der Senatsverwaltung ist der Mauerweg in 14 einzelne Teiletappen eingeteilt, die in der Nähe von Eisenbahn- oder U-Bahn-Stationen beginnen und enden.

Wenn die innerstädtische Grenze über Straßen verläuft, ist zur Erinnerung an den früheren Grenzverlauf die Grenzlinie durch eine in den Straßenbelag eingelassene doppelte Reihe aus Pflastersteinen gekennzeichnet. An verschiedenen Stellen weisen Informationstafeln auf die Wegführung hin und erinnern an Ereignisse an den jeweiligen Stationen.

Der Weg ist überwiegend asphaltiert, wobei es sowohl nach 2000 neu angelegte Abschnitte gibt als auch Teilstücke, auf denen noch der ursprüngliche Belag mit entsprechender Abnutzung erhalten ist. Nur kurze Passagen sind unbefestigt. Einzelne, ebenfalls meist kürzere, Sektionen sind gepflastert. Der Mauerweg ist mit mehreren anderen Fernradwegen verknüpft. Dazu zählen der Europaradweg R1, der Radweg Berlin–Kopenhagen, der Radfernweg Berlin–Usedom, der Havelradweg der Spreeradweg oder der Radweg Berlin–Leipzig.

Der Mauerweg ist durchgehend beschildert, die Hinweisschilder erhalten die Schrift „Berliner Mauerweg“ weiß auf grauem Grund.

Von der Innenstadt zur Stadtgrenze bei Schönefeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Potsdamer Platz führt der Mauerweg, der früheren Grenzlinie folgend, zunächst überwiegend über städtische Straßen und passiert dabei unter anderem die Gedenkstätte Topographie des Terrors, den Checkpoint Charlie, den früheren Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße und das Engelbecken. Von der Schillingbrücke in der Nähe des Ostbahnhofs an verläuft der Weg auf der Nordseite der Spree auf der früher zu Ost-Berlin gehörenden Friedrichshainer Seite entlang der East Side Gallery. Er wechselt an der Oberbaumbrücke (früherer Grenzübergang) auf die Kreuzberger Seite und führt weiter nach Treptow und dort entlang des Landwehrkanals. Zwischen Treptow und Neukölln verläuft der Weg kurvenreich meist über Straßen entlang der Grenze. Richtung Südosten führt er weiter entlang der Kiefholzstraße. Etwa in Höhe des Plänterwald beginnt ein gut ausgebauter Radweg der mit Ausnahme eines kurzen Abschnitts bis zur Stadtgrenze bei Schönefeld führt. Auf einem kurzen Stück in Baumschulenweg an der Britzer Allee westlich des früheren Grenzübergangs Sonnenallee ist dieser Radweg unterbrochen, Radfahrer werden hier getrennt von den Fußgängern ein kurzes Stück durch Neukölln geführt. An der Chris-Gueffroy-Allee wird der Britzer Verbindungskanal überquert und wieder das frühere Ost-Berliner Gebiet erreicht. Benannt ist diese Straße nach Chris Gueffroy, der dort noch 1989 von DDR-Grenzsoldaten erschossen wurde. Eine Stele erinnert an ihn. Vom Wasserstraßenkreuz Britzer Verbindungskanal, Neuköllner Schifffahrtskanal und Teltowkanal verläuft der Weg bis Adlershof entlang des Teltowkanals parallel zur Autobahn A 113 und anschließend weiter zwischen den Ortsteilen Rudow im Westen und Altglienicke im Osten.

Entlang der südlichen Stadtgrenze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berliner Mauerweg (geradeaus) am Dörferblick im Süden von Berlin bei Schönefeld mit originalerhalten Lampen
Unsanierter Mauerweg an der Stadtgrenze westlich von Lichtenrade, im Hintergrund das Kraftwerk Lichterfelde

In Schönefeld verläuft der Weg zunächst auf Berliner Seite. Anschließend umfahren verschiedene provisorische Routen einen kurzen gesperrten Abschnitt auf Schönefelder Gebiet. Zwischen dem Dörferblick und Lichtenrade gibt es um das Dorf Großziethen eine weit nach Norden reichende Einbuchtung der Grenze, der der Mauerweg folgt. Er verläuft dabei teilweise auf Stadtstraßen in Berlin abseits der Grenze. Der Grenzstreifen selbst ist zugänglich, die Wege aber nicht asphaltiert. Im Süden von Berlin-Lichtenrade führt der Weg aufgrund der fehlenden Querungsmöglichkeit der Dresdener Bahn ein Stück durch die Siedlungsgebiete und erreicht im Westen des Ortsteils wieder die Grenze.

Von Lichtenrade bis Lichterfelde bzw. Teltow verläuft der Weg überwiegend im Grenzstreifen, der teilweise von waldartiger Vegetation bedeckt ist. Während die Berliner Seite bis direkt zur Stadtgrenze, teilweise mit Großsiedlungen, bebaut ist, ist die Brandenburger Seite auf vielen Abschnitten fast völlig ohne Bebauung. Die „Bürgerinitiative Teltower Platte“ setzt sich für den Erhalt dieser „Grünen Stadtkante“ ein.[12] Der Weg führt nördlich am früheren Dorf Osdorf vorbei, dessen Bewohner 1968 von der DDR-Führung aufgrund der Grenznähe des Ortes umgesiedelt wurden. Am „Japaneck“ wurde ein 1,5 Kilometer langer Abschnitt mit japanischen Zierkirschen bepflanzt, die hier bald nach Mauerfall gepflanzt wurden. Alljährlich findet hier im Frühjahr ein Kirschblütenfest statt. In diesem Bereich verläuft der Mauerweg einige hundert Meter über Berliner Gebiet, wo für den Mauerweg eine Unterquerung der Anhalter Bahn errichtet wurde.

Der Weg führt über Teltow, den Süden von Zehlendorf und Kleinmachnow weiter zum Königsweg und dort auf ihm ein längeres Stück durch den Wald auf Berliner Gebiet. Hinter Kohlhasenbrück wird in der Nähe des Bahnhofs Griebnitzsee Potsdam erreicht. Als Ersatz für den durch Anwohner gesperrten Postenweg am Griebnitzsee verläuft der Mauerweg durch die Karl-Marx-Straße. In Klein Glienicke wird der Teltowkanal überquert und über Berliner Gebiet die Glienicker Brücke erreicht.

Von Potsdam nach Frohnau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Postenturm in Nieder Neuendorf beherbergt eine kleine Ausstellung zur Grenze

Von der Glienicker Brücke führt der Mauerweg bis zur nächsten Querungsmöglichkeit über die Havel, der Fähre Wannsee–Kladow, auf Berliner Gebiet teilweise deutlich von der Grenze entfernt, am Wannsee vorbei an der Pfaueninsel und Nikolskoe. Auf dem anderen Havelufer in Kladow verläuft der Weg zur Grenze bei Potsdam und entlang des Postenwegs zum Groß Glienicker See im zwischen Berlin und Potsdam geteilten Ortes Groß Glienicke und verläuft auf der Potsdamer Seite des Ortes in der Nähe des Westufers des Sees. Aufgrund der Sperrung des Uferwegs durch einige Eigentümer wird der Weg durch Ortsstraßen geführt und erreicht im Norden von Groß Glienicke wieder Berliner Gebiet. Dort verläuft er Richtung Nordosten zunächst neben der Bundesstraße 2, wendet sich dann nach Nordwesten und erreicht zwischen Altem und Neuem Hahneberg den Ortsteil Staaken. Nördlich der beiden Bahnstrecken durch den Ortsteil führt der Weg überwiegend auf dem Zollweg auf West-Berliner Seite nach Eiskeller und später wieder auf Brandenburger Gebiet. Nach der Schönwalder Chaussee wechselt er wieder auf die Berliner Seite und erreicht an der Bürgerablage die Havel. Bei Nieder Neuendorf wird wieder die Grenze gekreuzt. Entlang der Havel verläuft der Weg nach Hennigsdorf, wo die Havel überquert wird. Hinter der Siedlung Stolpe-Süd verläuft er auf dem Postenweg der DDR-Grenztruppen erst nach Osten, überquert die frühere Transitautobahn nach Hamburg in der Nähe des einstigen Grenzübergangs Heiligensee/Stolpe, wendet sich dann in Berlin-Frohnau nach Norden und erreicht an der Grenze zwischen Frohnau und Hohen Neuendorf in der Nähe der Invalidensiedlung seinen nördlichsten Punkt.

Von Frohnau in die Berliner Innenstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit japanischen Zierkirschen bepflanzter Abschnitt des Mauerwegs nördlich vom Grenzübergang Bornholmer Straße
Berliner Mauerweg als straßenbegleitender Radweg an der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße

Überwiegend führt der Weg auf dem Postenweg zwischen Frohnau und Glienicke/Nordbahn nach Süden. Im Bereich des Entenschnabel in derwechselt er auf Berliner Gebiet abgekürzt. Danach führt der Weg nach Osten zunächst entlang der Veltheimstraße in Berlin, danach durch die Straßen von Glienicke. In Schildow wendet sich der Weg nach Süden und führt im Bereich des Tegeler Fließ auf dem früheren Postenweg durch eine naturnahe Landschaft. Dort erreicht er die Grenze von Ost-Berlin und folgt dem Postenweg entlang der Heidekrautbahn nach Wilhelmsruh. In Rosenthal an der Grenze zum Märkischen Viertel wechselt er in Höhe der Quickborner Seite auf die West-Berliner Seite. Hier ist ein Stück des West-Berliner Zollwegs noch im ursprünglichen Zustand erhalten.[11] In Wittenau erreicht der Weg die Trasse der Berliner Nordbahn, der er nach Südosten folgt, zunächst auf früherem Ost-Berliner Gebiet, dann von der Wilhelm-Kuhr-Straße bis zur Eisenbahnunterführung Esplanade/Grüntaler Straße auf West-Berliner Seite vorbei am S-Bahnhof Wollankstraße. Der Weg führt danach entlang des Postenweges östlich der Bahnanlagen, dessen Umfeld ebenfalls teilweise mit japanischen Zierkirschen bepflanzt wurde, zum Grenzübergang Bornholmer Straße und unterquert dort die Straße. Über die Norweger Straße verläuft er weiter zur Behmstraßenbrücke und über den Schwedter Steg zur Schwedter Straße durch den Mauerpark.

Entlang der Bernauer Straße führt er auf West-Berliner Seite nach Westen zum Nordbahnhof, wendet sich an der Ostseite der früheren ausgedehnten Bahnanlagen nach Norden und weiter nach Westen entlang der Friedhöfe an der Liesenstraße weiter auf West-Berliner Gebiet im Ortsteil Wedding. Hinter dem früheren Grenzübergang Chausseestraße führt er wieder auf Ost-Berliner Gebiet. Dem Berlin-Spandauer Schiffahrtskanal folgt der Weg nach Süden und dabei ein Stück über den Invalidenfriedhof, von dem ein Teil 1961 für die Grenzsicherungsanlagen eingeebnet wurde.

Am ehemaligen Grenzübergang Invalidenstraße vorbei verläuft er auf dem Postenweg entlang des historischen Campus der Charité auf Ost-Berlin-Seite und überquert er an der Luisenstraße die Spree und führt vorbei am Reichstagsgebäude, Brandenburger Tor und dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas zum Potsdamer Platz.

Erinnerungs- und Gedenkorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstelen für Peter Kreitlow und Francisek Piesik in Nieder Neuendorf

Der Mauerweg berührt die bekanntesten Erinnerungsorte an die Mauer wie die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße, den Gedenkturm für Günter Litfin am Berlin-Spandauer-Schiffahrtskanal, die Gedenkstätte Weiße Kreuze am Reichstagsgebäude für die Mauertoten oder die East Side Gallery.

An etlichen Stellen auf dem gesamten Wegverlauf erinnern Stelen an alle bekannten Mauertoten, an besondere Ereignisse an der Mauer oder an besondere topographische Situationen.

Im Rahmen der Sakura-Campaign wurden ab 1990 mehrere Orte in Berlin aus Freude über die Deutsche Einheit mit japanischen Zierkirschen bepflanzt. Die Mittel hierfür warb ein japanischer Fernsehsender in einer Spendenkampagne ein. Im Bereich des Mauerwegs finden sich Zierkirschenanpflanzungen in der Nähe der Bornholmer Straße, an der Lohmühlenbrücke in Treptow und am „Japan-Eck“ zwischen Teltow und Berlin-Lichterfelde.[13]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Halten Strichmännchen und Räder den Weg frei? Den Radlern geht's um die Zukunft des Grenzstreifens. In: Berliner Zeitung, 13. August 1990, S. 16.
  2. a b c Am Stacheldraht packen Familien ihre Butterbrote aus. Die Grenze um West-Berlin verschwindet unter Sand und Restitutionsansprüchen, und nur wenige wollen „ihre“ Mauer erhalten. In: Berliner Zeitung, 14. April 1992, S. 3.
  3. Betreten der Natur verboten. Ratschläge des Naturschutzbundes für den Urlaub. In: Neue Zeit, 8. Mai 1991, S. 22.
  4. a b Radler-Demo für Erhalt des Grenzwegs. In: Berliner Zeitung, 5. August 1996.
  5. Ein Reiseführer informiert über den "Mauer-Radweg" Auf dem Grenzstreifen unterwegs. In: Berliner Zeitung, 30. Juli 2001, online.
  6. Berliner Mauerweg auf den Seiten des Senats von Berlin, abgerufen am 25. Mai 2012
  7. Tunnel wird übergeben. In: Märkische Allgemeine Zeitung, Potsdamer Stadtkurier, 31. Juli 2004.
  8. Axel von Blomberg, Kai-Uwe Thiessenhusen, Berliner Mauerweg, Verlag grünes herz, Ilmenau 2013, ISBN 3-86636-135-1, S. 44.
  9. Letzte Lücke im Berliner Mauerweg wird endlich geschlossen. In: Signal, 1/2013, S. 19, online.
  10. Der Grenzstreifen ist abgeriegelt – diesmal in Schönefeld. In: Der Tagesspiegel, 24. September 2013.
  11. a b Der Berliner Mauerweg innerhalb des Stadtgebietes auf den Seiten des Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, abgerufen am 11. Juli 2015.
  12. Die Grüne Stadtkante auf den Seiten der Umweltinitiative Teltower Platte, abgerufen am 1. Juli 2015.
  13. Sakura-Campaign auf den Seiten der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, abgerufen am 13. Juli 2013.