Bezirk Reinickendorf

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Wappen von Reinickendorf

Reinickendorf
Bezirk von Berlin

Lage des Bezirks Reinickendorf in Berlin
Koordinaten 52° 34′ 0″ N, 13° 21′ 0″ O52.56666666666713.357Koordinaten: 52° 34′ 0″ N, 13° 21′ 0″ O
Fläche 89,5 km²
Einwohner 241.772 (31. Juli 2008)
Bevölkerungsdichte 2702 Einwohner/km²
Website BA Reinickendorf
Bezirksschlüssel 12
Politik
Bürgermeisterin Marlies Wanjura (CDU)
Sitzverteilung (BVV 2006)
CDU SPD Grüne Graue FDP
27 18 4 3 3
Sitzverteilung in der BVV
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
Frohnau Heiligensee Konradshöhe Tegel Hermsdorf Lübars Waidmannslust Märkisches Viertel Wittenau Reinickendorf
Ortsteile im Bezirk Reinickendorf

Der Bezirk Reinickendorf ist seit 2001 der zwölfte Verwaltungsbezirk von Berlin. Er ist benannt nach dem gleichnamigen Ortsteil Reinickendorf.

In der Zeit nach 1945 gehörte in der „Vier-Mächte-Stadt“ Berlin der Bezirk Reinickendorf zum französischen Sektor von Berlin und damit bis zur Wiedervereinigung zu West-Berlin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Der Bezirk Reinickendorf befindet sich am nordwestlichen Rand Berlins. Die Nachbarbezirke sind im Südwesten Spandau, im Süden Charlottenburg-Wilmersdorf, im Südosten Mitte und im Osten Pankow. Der gesamte Norden grenzt an den brandenburgischen Landkreis Oberhavel.

Ortsteile

[Bearbeiten] Stadtentwicklung

Der Bezirk Reinickendorf wurde 1920 aus den ehemaligen Bauerndörfern Reinickendorf, Wittenau, Tegel, Heiligensee, Hermsdorf und Lübars sowie drei Gutsbezirken gebildet.

Sein Charakter ist von Wäldern und Gewässern geprägt, seine südlichen Teile haben aber in der Bebauung viele Ähnlichkeiten mit dem angrenzenden Ortsteil Wedding des Bezirks Mitte. Darüber hinaus liegt in Reinickendorf die zwischen 1929 und 1931 erbaute Siedlung Weiße Stadt und das Märkische Viertel, welches von 1963 bis 1974 als Großbausiedlung geschaffen wurde und in dem heute über 30.000 Menschen wohnen. In den restlichen Ortsteilen herrscht Einzelhausbebauung vor, die in einigen Bereichen wie Hermsdorf und insbesondere Frohnau auch villenartigen Charakter annimmt. Reinickendorf verfügt mit dem Flughafen Berlin-Tegel über den wichtigsten Flughafen Berlins.

[Bearbeiten] Wappen

Auf dem Reinickendorfer Wappen sieht man einen roten Fuchs, der auf einem goldenen Schrägbalken läuft; entgegen einer weit verbreiteten Annahme ist das kein Verweis auf das Fabeltier Reineke Fuchs, sondern er wurde aus dem alten Wappen des Dorfes Reinickendorf übernommen, wo er möglicherweise auf eine vormalige Fuchsplage hinwies. Auf beiden Seiten des Balkens sieht man jeweils drei goldene Ähren auf schwarzem Hintergrund, diese symbolisieren die sechs den Bezirk konstituierenden einstigen Bauerndörfer und heutigen Ortsteile, die im übrigen auch noch eigene Wappen führen. Auf dem gesamten Schild liegt eine dreitürmige Mauerkrone, deren mittlere Krone das Berliner Wappen ziert.

Das Wappen wurde dem Bezirk vom Senat von Berlin am 28. November 1955 verliehen.

[Bearbeiten] Partnerschaften

[Bearbeiten] Partnerstädte

[Bearbeiten] International

Antony, Frankreich seit 1966

Greenwich, England seit 1966

Kiryat-Ata, Israel seit 1976

[Bearbeiten] National

[Bearbeiten] Freundschaftliche Kontakte

[Bearbeiten] International

[Bearbeiten] National

[Bearbeiten] Kommunalpolitik

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1946 erstmals wieder seit der Machtergreifung Hitlers im Jahre 1933 ein kommunales Parlament in Reinickendorf gewählt.

Aus der ersten Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ging die SPD als Wahlsieger mit der absoluten Mehrheit hervor. Ihren Höhepunkt erreichte sie bei der Wahl 1948 mit einem Wahlergebnis von 67,9 % der Stimmen – das höchste Wahlergebnis einer Partei in Reinickendorf seither. Die Mehrheit als stärkste Fraktion konnte sie sich durchgehend bis zur Wahl 1981 in der BVV erhalten.

Die Reinickendorfer CDU schaffte es dann 1981, sich die Mehrheit im Parlament zu sichern, 1985 und 1999 sogar die absolute Mehrheit.

1989 gelang es dem Sozialdemokraten Detlef Dzembritzki für sechs Jahre Bürgermeister zu werden. Bei der Wahl 1995 scheiterte er jedoch an der Christdemokratin Marlies Wanjura, die als erste Frau zur Bezirksbürgermeisterin Reinickendorfs gewählt wurde und seither dieses Amt bekleidet. Mit ihr erzielte die CDU 1999 auch ihr höchstes Ergebnis von 56,5 % der abgegebenen Stimmen.

[Bearbeiten] BVV-Wahl 2006

Bezirksbürgermeisterin Wanjura stellte sich bei der BVV-Wahl am 17. September nach 1999 und 2001 zum dritten Mal zur Wiederwahl. Auch ihr größter Mitwettbewerber, der bisherige Bezirksstadtrat Peter Senftleben (SPD), stellte sich für das Amt des Bezirksbürgermeisters bereits zum dritten Mal erfolglos zur Wahl.

Die Wahlergebnisse im Überblick (im Vergleich zur Wahl 2001):

  • SPD: 29,1 % (–3,5 %)
  • CDU: 41,8 % (–3,7 %)
  • Linkspartei.PDS: 2,6 % (–0,5 %)
  • Grüne: 7,6 % (+1,7 %)
  • FDP: 6,4 % (–1,3 %)
  • Graue: 7,0 % (+4,0 %)

Daraus ergibt sich die folgende Sitzverteilung in der Reinickendorfer BVV (in Klammern: Veränderung zur Wahl 2001):

  • SPD: 18 (–2)
  • CDU: 26 (–1)
  • Linke: 0 (–1)
  • Grüne: 4 (+1)
  • FDP: 3 (–1)
  • Graue: 4 (+4)

In der konstituierenden Sitzung der BVV am 27. Oktober 2006 wurde Marlies Wanjura für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Damit hat sie – zusammen mit dem Spandauer Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz – am längsten das Amt eines Berliner Bezirksbürgermeisters inne (1995 bis 2011).

Am 9. September 2008 ist die ehemalige Bezirksverordnete der Partei Die Grauen, Veronika Wiese, der CDU und gleichzeitig der CDU-Fraktion Reinickendorf beigetreten. Daraus ergibt sich eine geänderte Sitzverteilung in der Reinickendorfer BVV:

  • SPD: 18
  • CDU: 27
  • Linke: 0
  • Grüne: 4
  • FDP: 3
  • Graue: 3

[Bearbeiten] Bezirksamt

Das Bezirksamt setzt sich aktuell zusammen aus

  • CDU: 4 Stadträte und
  • SPD: 2 Stadträte
Bezirksbürgermeisterin Marlies Wanjura (CDU) – Ressort: Wirtschaft und Finanzen;
Bezirksstadtrat Thomas Ruschin (CDU) – Ressort: Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten;
Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) – Ressort: Schule, Bildung und Kultur;
Bezirksstadtrat Andreas Höhne (SPD) – Ressort: Gesundheit und Soziales;
Bezirksstadtrat Peter Senftleben (SPD) – Ressort: Jugend und Familie / Stellvertretender Bürgermeister;
Bezirksstadtrat Frank Balzer (CDU) – Ressort: Bauwesen und Sport.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten aus Reinickendorf

Bekannte Stadtoriginale des Bezirks sind:

[Bearbeiten] Literatur

  • Michael Zaremba: Reinickendorf im Wandel der Geschichte. Bezirks-Chronik. Bebra, Berlin 1999. ISBN 3-930863-63-4
  • Ralf Schmiedecke: Berlin-Reinickendorf (Reihe „Archivbilder“), Sutton 2003. ISBN 978-3-89702-587-5
  • Gerd Koischwitz: Sechs Dörfer in Sumpf und Sand – Geschichte des Bezirkes Reinickendorf von Berlin, Verlag Der Nord-Berliner Wilhelm Möller oHG (Hrsg.), Berlin 1983

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Bezirk Reinickendorf – Bilder, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Reinickendorf – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
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