Bezirk Treptow-Köpenick

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Wappen des Bezirks Treptow-Köpenick seit 2001
Wappen von Berlin
Treptow-Köpenick
9. Bezirk von Berlin
Bezirk MitteBezirk Friedrichshain-KreuzbergBezirk PankowBezirk Charlottenburg-WilmersdorfBezirk SpandauBezirk Steglitz-ZehlendorfBezirk Tempelhof-SchönebergBezirk NeuköllnBezirk Treptow-KöpenickBezirk Marzahn-HellersdorfBezirk LichtenbergBezirk ReinickendorfBrandenburgOrtsteile des Bezirks Treptow-Köpenick
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Koordinaten 52° 27′ 0″ N, 13° 34′ 0″ OKoordinaten: 52° 27′ 0″ N, 13° 34′ 0″ O.
Fläche 168,42 km²
Einwohner 257.782 (30. Jun. 2016)
Bevölkerungsdichte 1531 Einwohner/km²
Ausländeranteil 7,7[1] % (31. Dez. 2016)
Arbeitslosenquote 6,7[2] % (30. Okt. 2017)
Postleitzahl 12435, 12437, 12439, 12459, 12487, 12489, 12524, 12526, 12527, 12555, 12557, 12559, 12587, 12589
Vorwahl 030
Adresse der
Verwaltung
Rathaus Köpenick
Alt-Köpenick 21
12555 Berlin
Website www.treptow-koepenick.de
Durchschnittsalter 45,0 Jahre[1] (31. Dez. 2016)
Gliederung
Bezirksschlüssel 09
Gliederung des Bezirks

15 Ortsteile

Politik
Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD)
Stellvertretender Bezirksbürgermeister Gernot Klemm (Linke)
Sitzverteilung (Bezirksverordnetenversammlung)
SPD Linke AfD CDU Grüne FDP
15 14 12 7 5 2
Sitzverteilung in der BVV

Treptow-Köpenick ist der neunte[3] Verwaltungsbezirk von Berlin und hatte 257.782 Einwohner per 31. Dezember 2015.

Der Bezirk entstand nach der Verwaltungsreform 2001 durch die Zusammenlegung der zuvor eigenständigen Bezirke Treptow und Köpenick.

Das im Südosten gelegene Treptow-Köpenick ist der flächengrößte der zwölf Berliner Bezirke und weist eine verhältnismäßig günstige Sozialstruktur auf.[4] Berlins größter See, der Müggelsee, liegt in der Gegend.

Internationale Bedeutung hat der Standort durch sein Innovations- und Technologiezentrum in Adlershof.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk Treptow-Köpenick liegt im Südosten von Berlin. Es ist der östlichste und zugleich südlichste Bezirk der Stadt. Der östlichste Ortsteil ist Berlin-Rahnsdorf, der südlichste Berlin-Schmöckwitz. Treptow-Köpenick grenzt im Norden an die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf. Im Westen grenzt es an Neukölln. Im Süden und Osten teilt sich der Bezirk eine Grenze mit dem Bundesland Brandenburg.

Etwa 70 % des Areals bestehen aus Wasser wie dem Müggelsee und dem Zeuthener See, Wald, Parks, Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten. Der Bezirk verfügt mit 12,9 % über die größte Wasserfläche und mit 41,5 % über die größte Waldfläche aller Berliner Bezirke. 36,4 % der gesamten Wasserfläche und 42,9 % der totalen Waldfläche Berlins entfallen auf diesen Bezirk.[5] Des Weiteren liegt in diesem Bezirk Köpenick, der größte Ortsteil Berlins, mit einer Fläche von 34,92 km².

Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Treptowers markieren die Bezirksgrenze zu Friedrichshain-Kreuzberg
Das Badeschiff
Forschungsinstitut in Adlershof
Die Weiße Villa in Friedrichshagen
Ortsteil und Ortslagen Fläche (km²) Ein­wohner[6]
30. Juni 2016
Ein­wohner
pro km²
Lage
0901 Alt-Treptow 2,31 11.934 5.166
Alt-TreptowPlänterwaldBaumschulenwegOberschöneweideNiederschöneweideJohannisthalAltglienickeBohnsdorfGrünauSchmöckwitzFriedrichshagenMüggelheimRahnsdorfKöpenickAdlershofBrandenburgBerlinOrtsteile des Bezirks Treptow-Köpenick
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0902 Plänterwald 3,01 11.034 3.666
Alt-TreptowPlänterwaldBaumschulenwegOberschöneweideNiederschöneweideJohannisthalAltglienickeBohnsdorfGrünauSchmöckwitzFriedrichshagenMüggelheimRahnsdorfKöpenickAdlershofBrandenburgBerlinOrtsteile des Bezirks Treptow-Köpenick
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0903 Baumschulenweg 4,82 18.188 3.773
Alt-TreptowPlänterwaldBaumschulenwegOberschöneweideNiederschöneweideJohannisthalAltglienickeBohnsdorfGrünauSchmöckwitzFriedrichshagenMüggelheimRahnsdorfKöpenickAdlershofBrandenburgBerlinOrtsteile des Bezirks Treptow-Köpenick
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0904 Johannisthal 6,54 19.524 2.985
Alt-TreptowPlänterwaldBaumschulenwegOberschöneweideNiederschöneweideJohannisthalAltglienickeBohnsdorfGrünauSchmöckwitzFriedrichshagenMüggelheimRahnsdorfKöpenickAdlershofBrandenburgBerlinOrtsteile des Bezirks Treptow-Köpenick
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0905 Niederschöneweide
  • Oberspree
3,49 10.980 3.146
Alt-TreptowPlänterwaldBaumschulenwegOberschöneweideNiederschöneweideJohannisthalAltglienickeBohnsdorfGrünauSchmöckwitzFriedrichshagenMüggelheimRahnsdorfKöpenickAdlershofBrandenburgBerlinOrtsteile des Bezirks Treptow-Köpenick
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0906 Altglienicke
  • Falkenberg
7,89 28.054 3.556
Alt-TreptowPlänterwaldBaumschulenwegOberschöneweideNiederschöneweideJohannisthalAltglienickeBohnsdorfGrünauSchmöckwitzFriedrichshagenMüggelheimRahnsdorfKöpenickAdlershofBrandenburgBerlinOrtsteile des Bezirks Treptow-Köpenick
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0907 Adlershof
  • Wendenheide
6,11 17.284 2.829
Alt-TreptowPlänterwaldBaumschulenwegOberschöneweideNiederschöneweideJohannisthalAltglienickeBohnsdorfGrünauSchmöckwitzFriedrichshagenMüggelheimRahnsdorfKöpenickAdlershofBrandenburgBerlinOrtsteile des Bezirks Treptow-Köpenick
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0908 Bohnsdorf
  • Falkenhorst
  • Falkenberg
6,52 11.356 1.742
Alt-TreptowPlänterwaldBaumschulenwegOberschöneweideNiederschöneweideJohannisthalAltglienickeBohnsdorfGrünauSchmöckwitzFriedrichshagenMüggelheimRahnsdorfKöpenickAdlershofBrandenburgBerlinOrtsteile des Bezirks Treptow-Köpenick
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0909 Oberschöneweide 6,18 21.148 3.422
Alt-TreptowPlänterwaldBaumschulenwegOberschöneweideNiederschöneweideJohannisthalAltglienickeBohnsdorfGrünauSchmöckwitzFriedrichshagenMüggelheimRahnsdorfKöpenickAdlershofBrandenburgBerlinOrtsteile des Bezirks Treptow-Köpenick
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0910 Köpenick 34,92 63.778 1.826
Alt-TreptowPlänterwaldBaumschulenwegOberschöneweideNiederschöneweideJohannisthalAltglienickeBohnsdorfGrünauSchmöckwitzFriedrichshagenMüggelheimRahnsdorfKöpenickAdlershofBrandenburgBerlinOrtsteile des Bezirks Treptow-Köpenick
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0911 Friedrichshagen 14,02 18.288 1.304
Alt-TreptowPlänterwaldBaumschulenwegOberschöneweideNiederschöneweideJohannisthalAltglienickeBohnsdorfGrünauSchmöckwitzFriedrichshagenMüggelheimRahnsdorfKöpenickAdlershofBrandenburgBerlinOrtsteile des Bezirks Treptow-Köpenick
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0912 Rahnsdorf
  • Hessenwinkel
  • Wilhelmshagen
21,45 9.375 437
Alt-TreptowPlänterwaldBaumschulenwegOberschöneweideNiederschöneweideJohannisthalAltglienickeBohnsdorfGrünauSchmöckwitzFriedrichshagenMüggelheimRahnsdorfKöpenickAdlershofBrandenburgBerlinOrtsteile des Bezirks Treptow-Köpenick
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0913 Grünau 9,13 6.032 661
Alt-TreptowPlänterwaldBaumschulenwegOberschöneweideNiederschöneweideJohannisthalAltglienickeBohnsdorfGrünauSchmöckwitzFriedrichshagenMüggelheimRahnsdorfKöpenickAdlershofBrandenburgBerlinOrtsteile des Bezirks Treptow-Köpenick
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0914 Müggelheim
  • Ludwigshöhe
  • Siedlung Schönhorst
22,22 6.589 297
Alt-TreptowPlänterwaldBaumschulenwegOberschöneweideNiederschöneweideJohannisthalAltglienickeBohnsdorfGrünauSchmöckwitzFriedrichshagenMüggelheimRahnsdorfKöpenickAdlershofBrandenburgBerlinOrtsteile des Bezirks Treptow-Köpenick
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0915 Schmöckwitz 17,14 4.218 246
Alt-TreptowPlänterwaldBaumschulenwegOberschöneweideNiederschöneweideJohannisthalAltglienickeBohnsdorfGrünauSchmöckwitzFriedrichshagenMüggelheimRahnsdorfKöpenickAdlershofBrandenburgBerlinOrtsteile des Bezirks Treptow-Köpenick
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Von der Bezirksverwaltung wird auch eine Einteilung nach Bezirksregionen gewählt und hat jeweils Kurzprofile bereitgestellt.[7]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits zur Zeit der Slawen, die der Stadt mit Copnic (Inselort) den Namen gaben, entstanden am Zusammenfluss von Dahme und Spree Burgen und Siedlungen. Im Jahr 1209 findet sich die erste Erwähnung in Dokumenten unter dem Namen Copenic. Als Hauptburg und Hauptansiedlung des slawischen Stammes der Sprewanen unter ihrem Fürsten Jaxa von Köpenick (* vor 1125; † Februar 1176[8]) wurde es zum Besiedlungszentrum des Köpenicker Raums.

1920–2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Bildung Groß-Berlins entstand im Grunde nördlich der Spree der Verwaltungsbezirk Cöpenick aus den Orten: Bohnsdorf, Carolinenhof, Cöpenick, Friedrichshagen, Grünau, Hessenwinkel, Hirschgarten, Müggelheim, Rahnsdorf, Rauchfangswerder, Schmöckwitz, Wilhelmshagen.[9] Vorrangig südlich der Spree wurde der Verwaltungsbezirk Treptow aus Adlershof, Alt-Glienicke, Johannisthal, Niederschöneweide, Oberschöneweide, Treptow, Wuhlheide gebildet.[10] Die Ortslagen und Ortsteile von 1920 wurden, insbesondere 1938, umgeordnet.

In der Nachkriegszeit gehörte das Gebiet der Bezirke Treptow und Köpenick bis zur deutschen Wiedervereinigung zu Ost-Berlin.

Seit 2001[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bis zur Verwaltungsreform 2001 eigenständigen Bezirke Treptow und Köpenick wurden vereint. Sie nehmen seitdem fast 19 % der gesamten Stadtfläche Berlins von rund 892 km²[11] ein. Damit ist Treptow-Köpenick der flächenmäßig größte Berliner Bezirk.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungspyramide des Bezirks Treptow-Köpenick 2010

Nach dem Bezirk Spandau hat Treptow-Köpenick die geringste Einwohnerzahl aller Berliner Bezirke. Mit Stand 31. Dezember 2015 betrug diese 257.782 Personen.

Bedingt durch den hohen Anteil von Wasser- und Waldflächen an der Gesamtfläche von 168,4 Quadratkilometern,[12] lag somit am Stichtag die durchschnittliche Bevölkerungsdichte bei 1.531 Einwohnern pro Quadratkilometer und ist damit der niedrigste Wert aller Berliner Bezirke. Siehe hierzu auch: Liste der Bezirke und Ortsteile Berlins.

Am 31. Dezember 2016 lag der Ausländeranteil bei 7,7 %, während der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei 12,3 % lag.[1] Die Arbeitslosenquote bezifferte sich am 30. April 2013 auf 10,1 %.[2] Am 31. Dezember 2016 betrug das Durchschnittsalter der Bevölkerung 45,0 Jahre.[1]

In Treptow-Köpenick gab es 2014 rund 134.000 Wohnungen (Berlin: 1.892.000). Das mittlere monatliche Haushaltsnettoeinkommen lag im selben Jahr bei etwa 1825 Euro (Berlin: 1750 Euro).[13]

Im Jahr 2016 wurden in Berlin die meisten Wohnungen im Bezirk Treptow-Köpenick gebaut. Insgesamt wurden rund 2.000 Wohneinheiten (Berlin: 13.842) neu errichtet.[14]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Alt-Treptow steht im Treptowers-Gebäudekomplex das höchste Berliner Bürohaus mit 31 Etagen.

Wissenschaftsstandort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der Wissenschaftsstadt in Adlershof

Der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof, auch WISTA genannt, liegt im Ortsteil Adlershof und gilt mit rund 1000 Unternehmen (Stand: Ende 2016) und etwa 15.000 Mitarbeitern als einer der größten Technologieparks Deutschlands.[15][16] In den Studios des WISTA Geländes wird u. a. die Fernsehsendung Anne Will der ARD produziert. Bis 2017 wurden hier Sendungen der Unterhaltungsshow Circus HalliGalli aufgezeichnet.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Adlergestell, mit 11,9 Kilometern Berlins längste Straße

Individualverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Autobahnen A 113 und A 117 sowie die B 96a führen durch den Bezirk Treptow-Köpenick. Das Adlergestell (11,9 Kilometer) ist Berlins längste Straße.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die S-Bahn-Linien S3, S41, S42, S45, S46, S47, S8, S85 und S9 erschließen den Bezirk für den ÖPNV.

Energieversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Blockheizkraftwerk Berlin-Köpenick ist ein Blockheizkraftwerk nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung im Ortsteil Köpenick. Das Kraftwerk erbringt eine elektrische Leistung von 10 MW sowie eine thermische Leistung von 50 MW.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezirksverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2016[17]
Wahlbeteiligung: 66,3 %
 %
30
20
10
0
24,9
22,7
20,1
12,5
9,4
3,6
2,1
1,2
3,5
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-4,8
-1,1
+20,1
-2,8
-1,5
+2,4
-7,1
-3,3
-1,9

In der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Treptow-Köpenick saßen nach der Wahl 2011 sechs Parteien. Stärkste Kraft wurde die SPD (29,7 %), gefolgt von der Linken (23,8 %), der CDU (15,3 %), Grünen (10,9 %) und der Piraten (9,2 %).

Bezirksbürgermeister ist gegenwärtig (Stand: 2016) der SPD-Politiker Oliver Igel, sein Stellvertreter Gernot Klemm (Die Linke). Neben dem Bezirksbürgermeister stellt die SPD im Bezirksamt einen weiteren Stadtrat, AfD und CDU stellen je einen Stadtrat.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk pflegt Beziehungen zu Städten und Kommunen in Deutschland, Europa und auf dem amerikanischen Kontinent. Einige der Partnerschaften pflegten bereits die früheren Einzelbezirke Treptow und Köpenick und werden vom fusionierten Bezirk Treptow-Köpenick fortgesetzt. Neben den offiziellen Partnerstädten und -kommunen kooperiert der Bezirk im Rahmen ganz konkreter Projekte mit weiteren europäischen Städten.[18]

DeutschlandDeutschland Köln, Deutschland, seit 1990
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten East Norriton Township, Vereinigte Staaten, seit 1991
PolenPolen Mokotów (Bezirk in Warschau), Polen, seit 1993
DeutschlandDeutschland Odernheim am Glan, Deutschland, seit 1997
ItalienItalien Albinea, Italien, seit 1997/1998
PeruPeru Cajamarca, Peru, seit 1998
OsterreichÖsterreich Mürzzuschlag, Österreich, seit 2002
TschechienTschechien Olomouc, Tschechien, seit 2002
SerbienSerbien Subotica, Serbien, seit 2002
SlowenienSlowenien Izola, Slowenien, seit 2002
UngarnUngarn Veszprém, Ungarn, seit 2002
TurkeiTürkei Tepebaşı (Bezirk in Eskişehir), Türkei, seit 2017

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Wappen wurde am 21. September 2004 durch den Senat von Berlin verliehen und ist aus den vorherigen Wappen der Ortsteile Treptow und Köpenick hervorgegangen und führte die verschiedenen stilistischen Elemente zusammen.

Coat of arms of borough Treptow-Koepenick.svg

Blasonierung: In Blau ein grünes Taukreuz mit getatzten Enden, versehen mit einem goldenen Stabbord, begleitet von zwei nach innen gewendeten aufrecht stehenden silbernen Fischen. Das Taukreuz belegt mit einem goldenen Schlüssel mit linksgewendetem Bart und 7 vierstrahligen Sternen (4:2:1). Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.[19]

Wappenbegründung: Das Wappen des Bezirks Treptow-Köpenick wurde aus den Elementen der vorher bestehenden Wappen der Bezirke Treptow und Köpenick erstellt. Das Wappen Köpenicks übte hierbei einen größeren Einfluss aus, da es deutlich älter ist als das Wappen Treptows. Das Wappen der Stadt Köpenick ist bereits im 14. Jahrhundert belegt und zeigte schon in jener Zeit einen Schlüssel und zwei silberne Fische auf blauem Schild als Verweis auf den hl. Petrus den Schutzpatron der Fischer, sowie sieben Sterne. Auf den Bezirk Treptow verweist eine T-förmige Schildteilung mit grüner Tingierung, der die vorherrschende Farbe des Treptower Wappens und deren Darstellung von Bäumen aufgreift und dabei auf den Waldreichtum hinweist. Bei der Gründung des Bezirks im Rahmen der Bezirksreform 2001 wurden zuerst beide alten Wappen der verheirateten Bezirke gemeinsam hoheitlich geführt – im Rahmen der Wappenfindung wurde drei Jahre später der Entwurf des Heraldikers Frank Diemar als einheitliches Wappen angenommen. Die Mauerkrone ist das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

Innere Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dienststab der Bundespolizeidirektion Berlin hat seinen Sitz in Oberschöneweide. Er ist für die Bundesländer Berlin und Brandenburg zuständig und mit rund 3700 Mitarbeitern besetzt (Stand: 2017). Der Stab gliedert sich in die drei Bereiche Einsatz, Polizeitechnik / Materialmanagement und Verwaltung sowie in vier Stabsstellen (Innenrevision, Controlling / Qualitätsmanagement, Projektgruppe BER und Öffentlichkeitsarbeit / Beschwerdemanagement). Außerdem sind dem Stab zwölf Inspektionen nachgeordnet.[20]

Für den Bezirk sind die Abschnitte 65 (Treptow) und 66 (Köpenick) örtlich zuständig und nehmen sämtliche landespolizeilichen Aufgaben wahr.[21][22]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäude der HTW

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Auswahl)

Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BMX-Rampen im Mellowpark

Der Fußballverein 1. FC Union Berlin wurde 1966 gegründet und hat heute über 16.000 eingetragene Mitglieder (Stand: 2017). Die Heimspiele des Klubs werden im Stadion An der Alten Försterei in Köpenick ausgetragen.

Die Regattastrecke Berlin-Grünau ist eine der traditionsreichen Wassersportgebiete in Berlin. Wettkämpfe im Rudern, Kanurennsport, Kanupolo und Drachenbootfahren werden hier ausgetragen. Die ADAC-Motorboot Masters, eine Rennserie für Motorboote, werden ebenfalls in Grünau abgehalten.

Der Mellowpark zählt zu den größten Skateboard- und BMX-Parks in Europa. Beachvolleyballfelder, ein Bolzplatz und Basketballplätze gehören auch zu dem Freizeitgelände des Parks.

Der Berlin-Triathlon, auch Hauptstadttriathlon genannt, findet jedes Jahr Anfang Juni in Treptow statt.[23]

Jochen Schümann, geboren in Köpenick, wurde der erfolgreichste deutsche Olympionike im Segelsport. Seine Laufbahn begann er mit einem selbstgebauten Optimisten auf dem Müggelsee und als Mitglied des Yachtclubs Berlin-Grünau. Er gewann drei Gold- und eine Silbermedaille bei vier Olympischen Spielen.[24]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Köpenick mit Kunstgewerbemuseum

Bäder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veranstaltungen, Kinos und Klubs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Teile des Vampirfilms Wir sind die Nacht (2010) wurden auf dem ehemaligen Vergnügungsgelände Spreepark gedreht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bezirk Treptow-Köpenick – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Treptow-Köpenick – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Statistischer Bericht – Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2016 (PDF; 3,1 MB). Amt für Statistik Berlin-Brandenburg; abgerufen am 25. Juni 2016.
  2. a b Arbeitslosigkeit sinkt – Das Paradoxon des Berliner Arbeitsmarktes. In: Berliner Zeitung, abgerufen am 2. November 2017.
  3. Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel
  4. Handlungsorientierter Sozialstrukturatlas Berlin 2013. Gesundheitsberichterstattung Berlin – Spezialbericht. Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, S. 15; abgerufen am 28. Juli 2015 (PDF; 17 MB).
  5. Treptow-Köpenick in Zahlen
  6. Melderechtlich registrierte Einwohner im Land Berlin am 30. Juni 2016, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 24. September 2016 (PDF-Datei) (Hilfe dazu).
  7. Kurzprofile der Bezirksregionen von Treptow-Köpenick
  8. Michael Lindner: Jacza von Köpenick. 2012, S. 70.
  9. Verwaltungsbezirk Cöpenick. In: Berliner Adreßbuch, 1925, IV., S. 1835.
  10. Verwaltungsbezirk Treptow. In: Berliner Adreßbuch, 1925, IV., S. 1794.
  11. Fläche von Berlin am 31. Dezember 2012. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
  12. Fortgeschriebene Bevölkerungszahlen vom 31. Dezember 2015 des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 15. Juli 2016 (PDF-Datei) (Hilfe dazu).
  13. Die kleine Berlin Statistik 2015 (PDF), Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 22. Juni 2017.
  14. Zahl der Wohnungen in Berlin steigt, die der Einwohner noch mehr. In: Berliner Zeitung, abgerufen am 22. Juni 2017.
  15. Daten & Fakten auf www.adlershof.de.
  16. Der Spiegel. Hamburg 2008, 02 (7.1.), S. 38. ISSN 0038-7452
  17. Die Landeswahlleiterin für Berlin, abgerufen am 20. September 2016
  18. Partnerstädte auf den Seiten der Koordinatorin für Europa- und internationale Angelegenheiten des Bezirksamtes Treptow-Köpenick
  19. Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen
  20. Bundespolizeidirektion Berlin, abgerufen am 8. Juni 2017.
  21. Direktion 6 - Abschnitt 65. 13. Dezember 2017; abgerufen am 14. Dezember 2017.
  22. Direktion 6 – Abschnitt 66. 13. Dezember 2017; abgerufen am 14. Dezember 2017.
  23. Berlin Triathlon, abgerufen am 2. Juli 2017.
  24. Jochen Schümann Porträt, Hall of Fame des deutschen Sports, abgerufen am 24. Juni 2017.
  25. Köpenickiade an historischem Schauplatz. In: Berliner Morgenpost, 11. Mai 2015
  26. Filmplakate und Basisdaten des Films von 1956 aus dem Westdeutschen Tonfilmarchiv (Memento vom 26. Dezember 2007 im Internet Archive)
  27. Seit 15 Jahren lockt das Spektakel vor den Ratskeller in der Altstadt: stillgestanden! Im Gleichschritt marsch! In: Bild, 16. Mai 2015