Bibliothekssigel
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Ein Bibliothekssigel ist eine eindeutige Kennung für eine bestimmte Bibliothek oder eine verwandte Einrichtung. Die Sigel werden national von zentralen Sigelstellen vergeben und vor allem in Verbundkatalogen, bei der Fernleihe und zum Datenaustausch verwendet. Das internationale System für Bibliothekssigel bildet seit 2003 der International Standard Identifier for Libraries and Related Organizations (ISIL) gemäß ISO 15511.
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[Bearbeiten] Geschichte
Ursprünglich wurden Bibliothekssigel Anfang des 20. Jahrhunderts im Rahmen der Arbeit zum Preußischen Gesamtkatalog vergeben. Das ISIL-System wurde 2003 standardisiert und wird seitdem international eingeführt. Dabei wurden alle bestehenden Bibliothekssigel auf neue ISIL abgebildet.
[Bearbeiten] Vergabe
In Deutschland werden Bibliothekssigel von der Sigelstelle an der Staatsbibliothek zu Berlin vergeben, die alle zwei Jahre ein gedrucktes Sigelverzeichnis herausgibt und die Online-Datenbank des Sigelverzeichnis pflegt. Für die Schweiz übernimmt diese Aufgabe das nationale ISIL-Zentrum der Schweizerischen Nationalbibliothek. Die Sigelstellen beziehungsweise ISIL-Agenturen der einzelnen Länder sind bei der ISIL Registration Authority registriert, die ihren Sitz an der Danish Agency for Libraries and Media in Kopenhagen hat. Neben den nationalen ISIL-Agenturen gibt es einige nicht-nationale Agenturen, die ISIL unabhängig von nationaler Zugehörigkeit vergeben können.

