Bill & Melinda Gates Foundation

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Bill & Melinda Gates Foundation ist von den Einlagen her die mit Abstand größte Privat-Stiftung der Welt. Bill Gates hat im Jahr 1994 erstmals eine Stiftung mit dem Namen „William H Gates Foundation“ gegründet, die zunächst von seinem Vater geführt wurde. Im Jahr 1999 entstand die „Bill & Melinda Gates Foundation“. Sie hat ihren Hauptsitz in Seattle. William Gates sr. leitet die Bill & Melinda Gates Foundation mit über 540 Mitarbeitern und einem Kapitalgrundstock von rund 37,3 Mrd. US $ (Stand: Mai 2008).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ziele und Projekte

Die Ziele der Stiftung sind im Bereich der Entwicklungshilfe angesiedelt. Sie unterstützt die Behandlung und Bekämpfung von Krankheiten in der ganzen Welt. Dazu gehören Projekte zur Versorgung von Aids-Kranken in Botswana und die Bereitstellung von Geld für Impfprogramme von Kindern in Indien und Afrika. Weiterhin engagiert sie sich in der Forschung nach Impfstoffen gegen Aids, Tuberkulose und Malaria sowie der Bereitstellung von Impfstoffen gegen Kinderlähmung, Diphtherie, Keuchhusten, Masern und Gelbfieber. Die Stiftung fördert außerdem Bibliotheken, Studenten aus Bevölkerungsminderheiten und internationale Post-Graduate-Studenten an der Universität Cambridge (Gates Scholarship).

Die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (GAVI) wird zu 75 % (750 Mio. US $) von der Bill & Melinda Gates Foundation finanziert, die, im Gegensatz zu den UN-Organisationen (WHO), dort auch einen ständigen Sitz im Aufsichtsrat hat.

[Bearbeiten] Beteiligung von Warren Buffett

Am 26. Juni 2006 kündigte Warren Buffett eine Spende in Höhe von 32,5 Milliarden Dollar an, womit sich das Stiftungskapital auf über 60 Milliarden US-Dollar verdoppeln würde. In einem Interview mit dem US-Business-Magazin Fortune hatte der damals drittreichste und mittlerweile reichste Mann der Welt, Warren Buffett, am 25. Juni 2006 angekündigt, 85 Prozent seiner Aktien an der von ihm aufgebauten Investmentfirma Berkshire Hathaway an diverse Stiftungen zu verschenken. Etwa fünf Sechstel davon sollten der Bill & Melinda Gates Foundation zu Gute kommen, der Anteile über mehrere Jahre überschrieben werden. Die erste Spende mit 500.000 B-Aktien hätte nach dem Schlusskurs vom 23. Juni 2006 einen Gesamtwert von rund 1,5 Mrd. US $. Buffetts Gesamtvermögen wird auf rund 62 Mrd. US $ geschätzt.

[Bearbeiten] Kritik

Der folgende Abschnitt (2 Absätze) ist nicht neutral formuliert (z.B.: „dürften es [...] schwer haben“) und ist nicht hinreichend mit Belegen (Literatur, Webseiten oder Einzelnachweisen) versehen. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

US-amerikanische Lokalpolitiker, Bürgermeister etc. kritisieren einander öffentlich, wenn es misslingt, den Managern der Stiftung zu gefallen und entsprechend Geld einzuwerben. Da der gesamte Schul- und Sozialbereich in den USA, und nicht nur dort, systematisch unterfinanziert ist, entscheidet letztlich die Stiftung über die Besetzung politischer Ämter. Auch dürften es Universitäten, Schulen und Kommunalverwaltungen schwer haben, die sich der extremen Microsoft-Monopolisierung der Computerwelt widersetzen und beispielsweise für Alternativen entscheiden. Die Gates-Foundation besitzt Aktien an Pharmafirmen wie Merck & Co. oder Pfizer, Firmen also, die die Entwicklung billiger Generika stets bekämpft haben. Zugleich gehört Microsoft zu den Befürwortern eines weitreichenden Patentschutzes und kämpft für die Einführung auch von Softwarepatenten in der EU. Daher werfen Kritiker Bill Gates vor, es ginge ihm vorrangig um Imagepflege.

Gates indes äußert sich ungern über Politik und kritisiert vor allem hohe Haushaltsdefizite. Auf Wählerstimmen angewiesen, unterließen es die Politiker, in weniger populären Bereichen wie Aids zu investieren. Er könne dagegen mit seiner Stiftung mehr erreichen. Wie Microsoft arbeite sie, um greifbare Ergebnisse zu erzielen; Marktanteile würden in geretteten Menschenleben gemessen.

Zusammen mit anderen Geldgebern gewährte die Stiftung im August 2006 einem US-amerikanischen Konzern einen Kredit zum Aufkauf weiterer Zeitungen [1].

Januar 2007 geriet die Stiftung in Kritik wegen ihrer Praxis des „blind-eye investing“, bei welchem der vermögensschaffende Teil der Stiftung gegen den wohltätigen Teil der Stiftung arbeitet, indem er in Unternehmen investiert, die als umweltverschmutzend gelten und daher gerade in Afrika Krankheiten verursachen, die die Stiftung dort bekämpft. [2][3]

[Bearbeiten] Quellen

  1. Florian Rötzer: „Gates-Stiftung hilft Medienkonzern“, Telepolis, 21. August 2006
  2. Thomas Pany: „Mit blinden Augen“,Telepolis 09. Januar 2007
  3. Unsaubere Geschäfte der Gates-Stiftung: Kinder verseucht, aber gegen Masern geimpft Süddeutsche Zeitung, 9.1.2007

[Bearbeiten] Weblinks

Artikel
Persönliche Werkzeuge