Binnendelta

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (Literatur, Webseiten oder Einzelnachweisen) versehen. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

In einem Binnendelta – einer Form eines Flussdeltas – fließt ein Fließgewässer durch eine Niederung oder mündet in einem Becken.

Dabei teilt sich ein Bach, Fluss oder Strom durch Sedimentablagerungen auf einem Gebiet mit geringem Gefälle in mindestens zwei oder mehrere Wasserläufe auf; im Unterschied zum Mündungsdelta geschieht dies aber nicht am Meer oder Ozean, sondern im Binnenland.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Binnendelta mit Abfluss

[Bearbeiten] Niederungs-Binnendelta mit eigenem Abfluss

In einem „Niederungs-Binnendelta mit eigenem Abfluss“ fließt das Wasser eines Fließgewässers aus einer Niederung nicht direkt aus diesem Landschaftsbereich ab: Es teilt sich zuerst in zwei oder mehrere Flussarme auf, die sich dann am niedrigsten Punkt der Gegend wieder vereinen, um wieder zu einem Bach oder Fluss zu werden und über nur einen Abfluss den „eigenen“ Flusslauf fortzusetzen. Durch die den Bereich abschließende Engstelle kann sich das Wasser im Binnendelta stauen, es entsteht ein Feuchtgebiet mit häufigen Überschwemmungen, oder es bildet sich ein See.

Beispiele für ein Niederungs-Binnendelta mit eigenem Abfluss sind:

[Bearbeiten] Niederungs-Binnendelta mit fremdem Abfluss

In einem „Niederungs-Binnendelta mit fremdem Abfluss“ mündet ein Fließgewässer in zwei oder mehrere Arme aufgeteilt in einen anderen Bach, Fluss oder in einen See. Im Unterschied zum „Niederungs-Binnendelta mit eigenem Abfluss“ fließt das Wasser über einen „fremden“ (anderen) Fluss weiter.

Beispiele für ein Mündungs-Binnendelta gibt es an diesen Flüssen:

[Bearbeiten] Binnendelta ohne Abfluss

[Bearbeiten] Becken-Binnendelta ohne Abfluss

Satellitenbild des Okavangodeltas

In einem „Becken-Binnendelta ohne Abfluss“, teilt sich ein Fließgewässer in zwei oder mehrere Flussarme auf, die dann maximal bis zum niedrigsten Punkt des abflusslosen Beckens fließen, wo das Wasser verdunstet oder versickert. In einer solchen Landschaftsform, die über NN, aber niedriger als das sie umgebende Gebiet liegt, staut sich das Wasser eines Bachs, Flusses oder mehrerer Flüsse auf, so dass vor allem in den tropischen Regenzeitgebieten ein Feuchtgebiet mit periodisch auftretenden Überschwemmungen entsteht. Es kommt vor, dass sich in diesen Becken Sümpfe und/oder zyklisch auftretende oder dauerhafte Seen bilden.

Beispiele für ein Becken-Binnendelta ohne Abfluss sind:

[Bearbeiten] Depressions-Binnendelta ohne Abfluss

In einem „Depressions-Binnendelta ohne Abfluss“ teilt sich ein Fließgewässer ebenfalls in zwei oder mehrere Flussarme auf, die dann maximal bis zum niedrigsten Punkt der abflusslosen Depression (= Senke) fließen, wo das Wasser verdunstet oder versickert. In dieser Landschaftsform, die unter NN und niedriger als das sie umgebende Gebiet liegt, staut sich das Wasser eines Bachs, Flusses oder mehrerer Flüsse auf, so dass vor allem in den tropischen Regenzeitgebieten ein Feuchtgebiet mit periodisch auftretenden Überschwemmungen entsteht. In diesen Depressionen können sich Sümpfe und/oder zyklisch auftretende oder dauerhafte Seen bilden.

Beispiele für ein Depressions-Binnendelta ohne Abfluss sind:

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Hansjörg Küster: Die Elbe: Landschaft und Geschichte. C.H.Beck 2007, ISBN 3406562094, S. 137 (eingeschränkte Online-Version (Google Books))
  2. Bertelsmann- das neue Universallexikon. Wissen Media Verlag 2006, ISBN 3577102985, S. 581 (eingeschränkte Online-Version (Google Books))
  3. UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald (Binnendelta) auf der webseite der deutschen UNESCO
  4. Hermann Remmert: Spezielle Ökologie: Terrestrische Systeme. Springer 1997, ISBN 3540582649, S. 216-217
  5. Niels Thevs: Ecology, Spatial Distribution, and Utilization of the Tugai Vegetation at the Middle Reaches of the Tarim, River Xinjiang, China. Cuvillier Verlag 2006, ISBN 3867274312, S. 13 (eingeschränkte Online-Version (Google Books))

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen