Blasewitz

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Dresdner Stadtteil Blasewitz. Für den gleichnamigen Ortsamtsbereich Dresdens siehe Blasewitz (Ortsamtsbereich).
Wappen von Blasewitz mit Neugruna
Wappen von Dresden

Blasewitz
mit Neugruna

Stadtteil und Statistischer Stadtteil Nr. 51 von Dresden

Lage des statistischen Stadtteils Blasewitz in Dresden
Koordinaten 51° 3′ 10″ N, 13° 47′ 45″ O51.05277777777813.795833333333117Koordinaten: 51° 3′ 10″ N, 13° 47′ 45″ O
Höhe 117 m ü. NN
Fläche 2,84 km²
Einwohner 9556 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte 3365 Einwohner/km²
Postleitzahlen 01309, 01277
Vorwahl 0351
Website www.dresden.de
Ortsamtsbereich Blasewitz
Verkehrsanbindung
Straßenbahn 6, 12
Bus 61, 83, 85
Blick auf Blasewitz und Striesen
Schillerplatz in Blasewitz um 1910

Blasewitz ist ein historischer Villenstadtteil von Dresden im gleichnamigen Ortsamtsbereich, östlich der Innenstadt, an der Brücke Blaues Wunder, im linkselbischen Teil Dresdens gelegen.

Blasewitz grenzt im Norden an Loschwitz, im Westen an Johannstadt, im Süden an Striesen und im Osten an Tolkewitz.

Blasewitz wurde 1349 erstmals erwähnt. Das Fischer- und Winzerdorf entwickelte sich in der Gründerzeit zum Villenvorort Dresdens. Über einen längeren Zeitraum wehrte es sich erfolgreich gegen eine Eingemeindung nach Dresden, welche zum 1. April 1921 zwangsweise durchgeführt wurde. In den letzten 20 Jahren seiner Selbständigkeit war Blasewitz auf linkselbischer Seite bereits vollständig von Dresdner Gebiet umschlossen. Es war, auf Grund eines niedrigen Steuersatzes, beliebter Wohnort für die reicheren Dresdner Bürger. Nach der Eingemeindung wurde die Gemarkung auch auf das südlich benachbarte Neugruna ausgedehnt, mit dem Blasewitz heute auch einen gemeinsamen statistischen Stadtteil bildet.

Nach der teilweise aufwändigen Restaurierung historischer Villen aus der Gründerzeit, zum Beispiel mehrerer Gebäude von Schilling & Graebner an der Goetheallee, zählt Blasewitz heute wieder zu den gehobeneren Stadtteilen Dresdens.

Zentraler Platz in Blasewitz ist der Schillerplatz, der von mehreren Linien der Dresdner Verkehrsbetriebe angefahren wird und in dessen Nähe sich das Einkaufszentrum Schillergalerie (Architekt Wolfgang Hänsch) befindet.

Abgehend vom Schillerplatz, als Verbindung zum Stadtteil Loschwitz, befindet sich das Blaue Wunder.

Die zentrale Blasewitzer Kirche ist die Heilig-Geist-Kirche, die 1893 im neogotischen Stil unter dem Blasewitzer Baumeister Karl Emil Scherz gebaut wurde.

Literarisch wurde Blasewitz von Friedrich Schiller verewigt, der die Gastwirtstochter Justine Segedin der Fleischerschen Schenke in Wallensteins Lager auftreten lässt: "Was? der Blitz! Das ist ja die Gustel von Blasewitz!".

In Blasewitz befinden sich unter anderem die Hochschule für Kirchenmusik der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens, das mathematisch-naturwissenschaftlich profilierte Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium, die Dresden International School, das Sächsische Spezialgymnasium für Musik „Carl Maria von Weber“ und eine Reihe von Instituten. Erholung findet man im Blasewitzer Waldpark mit Restaurant, an den Tennisplätzen oder auf den Elbwiesen. In Blasewitz befindet sich mit der „Alexander-Frantz-Sternwarte“ auch die älteste private Sternwarte Europas.[1]

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1. Dezember 1834 ¹ 220
1. Dezember 1843 ¹ 265
3. Dezember 1846 ¹ 267
3. Dezember 1849 ¹ 256
3. Dezember 1852 ¹ 336
3. Dezember 1855 ¹ 291
3. Dezember 1858 ¹ 429
3. Dezember 1861 ¹ 542
3. Dezember 1864 ¹ 889
3. Dezember 1867 ¹ 985
1. Dezember 1871 ¹ 1.577
Jahr Einwohner
1. Dezember 1875 ¹ 2.568
1. Dezember 1880 ¹ 3.542
1. Dezember 1885 ¹ 4.189
1. Dezember 1890 ¹ 4.828
2. Dezember 1895 ¹ 6.304
1. Dezember 1900 ¹ 7.344
1. Dezember 1905 ¹ 7.719
1. Dezember 1910 ¹ 7.659
8. Oktober 1919 ¹ 7.417

¹ Volkszählungsergebnis

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. Alexander-Frantz-Sternwarte

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Blasewitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
In der Blasewitzer Villa Weigang befindet sich der Fachbereich Eheschließung des Dresdner Standesamts.
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