Bretton-Woods-II-Regime

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Einige Ökonomen, darunter Dooley, Folkerts-Landau und Garber, bezeichnen das nicht kodifizierte Währungssystem, welches ostasiatische Währungen und darunter vor allem den chinesischen Renminbi (Yuan) nach 2001 an den US-Dollar bindet, als Bretton-Woods-II-Regime in Anlehnung an das Bretton-Woods-System. Dieses System basiert darauf, dass die USA große Teile ihres Leistungsbilanz- und Haushaltsdefizits durch asiatische Kapitalzuflüsse finanzieren und im Gegenzug günstig Güter aus Asien importieren. Es wird durch folgende Schlüsselelemente charakterisiert:

  • Die USA importieren große Gütermengen aus Ostasien und insbesondere aus China und Japan.
  • Da weder China noch Japan große Mengen US-Produkte nachfragen, folgt aus diesem System ein hohes US-amerikanisches Außenhandelsdefizit.
  • Da sowohl China als auch Japan die Wechselkurse der nationalen Währungen Yuan bzw. Yen niedrig halten, um so die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Produktpalette auf dem internationalen Markt zu gewährleisten, erfolgte bisher kein marktwirtschaftlicher Ausgleich der Warenströme.

Seit den massiven Zinssenkungen der Fed infolge der Finanzkrise ab 2007 und der fast 8-prozentigen Abwertung des Dollars im Februar/März 2008 wird vermehrt von einem Zusammenbruch des Bretton-Woods-II-Regimes gesprochen.

„Bretton Woods II“ wird in den Medien teilweise auch der außerordentliche Weltfinanzgipfel von mehr als Zwanzig der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer im November 2008 in Washington genannt, auf dem auch über die Reform des internationalen Finanzsystems in Folge der Finanzkrise ab 2007 beraten wird.

[Bearbeiten] Weblinks

Rainer Sommer, 16.08.2005, Bretton Woods II - Wahnsinn mit Methode, heise - Telepolis

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