Bruno Schmitz

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Völkerschlachtdenkmal in Leipzig
Monumentales Mausoleum aus rotem Granit für Sigmund Aschrott (1826–1915), Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee

Bruno Schmitz (* 21. November 1858 in Düsseldorf; † 27. April 1916 in Berlin) war ein deutscher Architekt. Er erlangte insbesondere durch seine repräsentativen Denkmalbauten weltweite Anerkennung.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Seine Ausbildung erhielt er 1874–1878 an der Kunstakademie Düsseldorf. Anschließend arbeitete er im Atelier des bekannten Düsseldorfer Architekten Hermann Riffart. 1883 wurde ihm der 1. Preis im Wettbewerb für das Vittorio-Emmanuele-Denkmal in Rom zugesprochen (nicht verwirklicht). Er heiratete eine Sängerin; am 6. August 1893 wurde die gemeinsame Tochter Angelica geboren, die Bildhauerin (Gela Forster) in Dresden wurde, 1921 Alexander Archipenko heiratete und mit ihm 1923 in die USA ging.

In den 1890er Jahren entstanden drei der bedeutendsten Kaiser-Wilhelm-Denkmäler nach seinen Entwürfen: das Kyffhäuserdenkmal, das Denkmal am Deutschen Eck in Koblenz und das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica. Den Höhepunkt seines Schaffens bildete das 1913 fertiggestellte Völkerschlachtdenkmal in Leipzig.

Im Gegensatz zu seinen Werken, darunter auch einige kostspielige Mausoleen, verfügte Bruno Schmitz testamentarisch, dass seine eigene Asche unspektakulär in den Rhein zu streuen sei. Dieser letzte Wunsch wurde ihm nicht erfüllt. Sie wurde, wohl auf Anregung von Kaiser Wilhelm II, im Kyffhäuser-Denkmal beigesetzt.

Bruno Schmitz gehörte dem Bund der Freimaurer an. In den 1960er Jahren benannte seine Geburtsstadt Düsseldorf eine Straße im wachsenden Stadtteil Garath nach ihm.

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

[Bearbeiten] Denkmale

[Bearbeiten] Gebäude

  • 1882–1883: Wohnhaus Inselstraße 26 in Düsseldorf (unter Denkmalschutz)
  • 1895: Museum Francisco-Carolinum in Linz
  • 1895–1896: Hauptgebäude und Wasserturm auf der Berliner Gewerbeausstellung 1896 in Berlin-Treptow (nicht erhalten)
  • 1899–1903: Festhalle „Rosengarten“ in Mannheim (verändert)
  • 1904–1905: Geschäftshaus Friedrichstraße 167/168 in Berlin (erhalten)
  • 1904–1906: eigenes Wohnhaus in Berlin-Charlottenburg (zerstört)
  • 1905–1907: „Weinhaus Rheingold“ in Berlin, Bellevuestraße (zerstört)
  • 1915: Mausoleum für Sigmund Aschrott auf dem jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee (erhalten)

[Bearbeiten] Literatur

  • Karl H. Neidhöfer: Düsseldorf. Straßennamen und ihre Geschichte. Droste Verlag, Düsseldorf 1979, ISBN 3-7700-0494-9

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Bruno Schmitz – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
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