Carlos Andrés Pérez

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Carlos Andrés Pérez (* 27. Oktober 1922) war Präsident von Venezuela 1974 bis 1979; seine zweite Amtszeit erfolgte 1989 - 1993.

Carlos Andrés Pérez (rechts) und George Bush

In der ersten Amtszeit nutzte er die erhöhten Einkommen der venezolanischen Erdölindustrie zu einer Verteilungspolitik.

In seiner zweiten Amtszeit musste er wegen der geringeren Einnahmen aus dem Erdölsektor aufgrund sinkender Weltmarktpreise und einer dadurch bedingten erhöhten Auslandschuld gegenüber dem IWF einlenken. Subventionen und Preiskontrollen für öffentliche Dienste wurden weitgehend aufgehoben, was im selben Jahre zu Aufständen führte, dem sogenannten Caracazo. Die repressive Bekämpfung durch Nationalgarde und Armee forderte 1000-3000 Menschenleben. Es handelte sich hierbei um einen Armenaufstand gegen die verschlechterten Lebensbedingungen aufgrund wirtschaftlicher Fehlgriffe und daraus resultierender Korruption. Die sozialen Proteste intensivierten sich. Aufgrund von Korruptionsvorwürfen wurde Carlos Andrés Perez 1993 des Amtes enthoben.


Persönliche Werkzeuge