Columbia River Gorge
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Die Columbia River Gorge ist die weite Felsenschlucht des Columbia im Pazifischen Nordwesten der Vereinigten Staaten von Amerika. Darin durchbricht der Fluss die Kaskadenkette. Das Tal erstreckt sich von The Dalles bis Crown Point und bildet in weiten Teilen die Grenze zwischen den Bundesstaaten Washington (südliche Grenze) und Oregon (nördliche Grenze). Die größten Orte an der Schlucht sind Hood River und The Dalles. Zwei große Staudämme, der The Dalles Dam und der Bonneville Dam entschärfen die Stromschnellen und erzeugen die Energie.
In der Schlucht ist auch die größte Ansammlung von Wasserfällen im Pazifischen Nordwesten beherbergt. Allein auf der Seite von Oregon existieren 77 Wasserfälle, zum Beispiel die Multnomah Falls mit einem Höhenunterschied von eindrucksvollen 188 m.
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[Bearbeiten] Geologie und Vegetation
Über die Epochen hat sich der Columbia-Fluss tief in das Vulkangestein des Columbia-Plateaubasalts getrieben. Die letzte große Erosion erfolgte während der Missoula-Fluten in der letzten Eiszeit vor etwa 13.000 Jahren. Anfang des 17. Jahrhunderts ereignete sich der „Bonneville Slide“, ein großer Erdrutsch. Die indigenen Native Americans erinnern sich des Ereignisses in ihren Legenden und nennen es Bridge of the Gods.
Häufiger Regen nährt den Waldbestand und die vielen Wasserfälle über den Basalt-Felsen. Das Tal ist unter anderem mit Koniferen, Ahorn-Bäumen, Pappeln, Eichen und Eschen bewachsen. Die verschiedenen Höhen und der unterschiedliche Niederschlag in den Regionen hat eine biologische Diversität von Ökosystemen hervorgebracht, zum Beispiel einen subtropischen Regenwald bei Oneonta Gorge (durchschnittlicher Niederschlag 190 cm p. a.) oder die Celilo-Wiesen (durchschnittlicher Niederschlag 30 cm). Ebenso findet sich eine reiche Wildblumenpopulation. An den Hängen wird Wein angebaut, vor allem auf Seite von Oregon (z. B. Hood River Vinery).
[Bearbeiten] Besiedlungsgeschichte
Das Tal wird seit etwa 13.000 Jahren bevölkert. Die Existenz des Volkes der Folsom und der Marmes, die über die Beringia von Asien eingewandert waren, wurde bei Ausgrabungen bewiesen. Ausgrabungen in Celilo Falls (unweit der Stadt The Dalles entfernt), zeigten, dass Menschen diese ideale Stelle zum Fischen von Lachsen seit über 10.000 Jahren besiedelt haben.
Über viele Jahrhunderte war das Tal zwischen dem Deschutes River und Portland der einzige Weg durch das Kaskadengebirge. 1805 benutzte die Lewis-und-Clark-Expedition das Tal, um den Pazifik zu erreichen. Noch immer ist das Tal ein wichtiger Transportkorridor und eine der bedeutendsten Touristikrouten im pazifischen Nordwesten.
Im November 1986 beschloss der US-Kongress, das Tal aufgrund der einzigartigen Schönheit zum ersten U.S. National Scenic Area zu erklären. Einige hundert Meter über dem Flusstal befindet sich im Nordwesten von Oregon der historische Aussichtspunkt Crown Point. Dieser kann von der alten Panoramastraße Highway 30 aus erreicht werden.
[Bearbeiten] Sonstiges
Atmosphärische Druckunterschiede östlich und westlich des Kaskadengebirges erzeugen einen Windtunnel in den tiefergelegenen Bereichen der Schlucht, so dass die Windgeschwindigkeiten bis 56 km/h betragen. Daher sind hier viele Wind- und Kitesurfer anzutreffen. Der Fluss ist wegen seiner ideal dafür geeigneten Wasserstellen weltweit bekannt.
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Seite der Columbia River Gorge National Scenic Area (Englisch)
- The Evolving Landscape of the Columbia River Gorge: Lewis and Clark and Cataclysms on the Columbia Artikel von Jim E. O'Connor zur Geologie der Columbia-Schlucht, erschienen im Oregon Historical Quarterly Herbst 2004 (auf Englisch)
- Eintrag in der Washington-Enzyklopädie HistoryLink (englisch)
- Historic Columbia River Highway (Englisch)
Koordinaten: 45° 42' 17" N, 121° 47' 30" W

