DNA-Analyse

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Als DNA-Analyse, auch DNA-Test, DNS-Analyse, DNS-Test, Genanalye oder Gentest, werden molekularbiologische Verfahren bezeichnet, welche die DNA (deutsche Abkürzung DNS) verwenden, um Rückschlüsse auf verschiedene Aspekte des Individuums ziehen zu können. Dabei kann es sich, beispielsweise bei menschlicher DNA, um medizinisch-diagnostische Fragen handeln, also die genetischen Grundlagen einer bereits bestehenden Krankheit aufklären, oder um die Untersuchung von Prädispositionen für Krankheiten. DNA-Analysen werden auch durchgeführt, um mit dem Genetischen Fingerabdruck Identitäts- und Verwandtschaftsfragen zu klären. Private Unternehmen bieten Privatpersonen bereits Genom-Analysen an.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Methoden

Die forensische DNA-Analyse stellt ein Standardverfahren bei der Verbrechensaufklärung dar. Die bisher hierbei angewandte Methodik der Fragmentlängenanalyse ist auf die Identifizierung von Menschen nur per Feststellung der Übereinstimmung der ermittelten Daten, des „genetischen Fingerabdrucks“, ausgerichtet. Diese Daten lassen abgesehen vom Geschlecht so gut wie keine Rückschlüsse auf weitere persönliche Merkmale zu.[2] Mittels DNS-Analyse konnte bei menschlichen Überresten aus der Lichtensteinhöhle weltweit erstmals ein rund 3000 Jahre altes Verwandtschaftssystem rekonstruiert werden.

Durch die Diskussion über genetisch veränderte Lebensmittel kommt der DNA-Analyse eine weitere Bedeutung zu: die Erkennung genetisch veränderter Sorten. Ein Beispiel für die hohe Bedeutung liefert der im August 2006 von der EU-Kommission verhängte Importstopp von "Genreis" aus den USA. [1]

Wirtschaftliche Bedeutung hat auch der Einsatz von DNA-Analysen zur Qualitätssicherung von Lebensmitteln (Beispiel: Trüffel).

[Bearbeiten] Methoden zur Untersuchung von Krankheiten

[Bearbeiten] Methoden zur Bestimmung der Identität

  • Genetischer Fingerabdruck (Fragmentlängenanalyse)
  • RFLP-Analyse (Restriktionsfragmentlängenpolymorphismus)
  • AFLP-Analyse (amplifizierter Fragmentlängenpolymorphismus)
  • STRs (short tandem repeats)
  • SNPs (single nucleotide polymorphisms)

[Bearbeiten] Erforschung von Proben hohen Alters

[Bearbeiten] Kritik

Die Aussagekraft von Gentests und die Möglichkeit ihrer sinnvollen Anwendung im Gesundheitswesen wird von zahlreichen Wissenschaftlern bestritten. Unter anderem: Peter Kraft, David S. Goldstein und David Altshuler. Kritisiert wird neben einer unsauberen, auf Erfolgsmeldungen getrimmten, statistischen Auswertung der Ergebnisse der generelle Zusammenhang zwischen "Krankheitsgenen" und den konkreten Symptomen, sowie den diagnostizierten Krankheiten. So würden die von Forschern und Firmen postulierten Abhängigkeiten in der Realität sehr viel geringer ausfallen.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Quellen

  1. * DNS-Analyse online: Surfen im Erbgut Süddeutsche Zeitung, 22. Januar 2008
  2. aerzteblatt-studieren.de: DNA-Analysen in der Forensischen Medizin, mit Interview mit dem Rechtsmediziner Peter M. Schneider

[Bearbeiten] Weblinks

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