David Guetta

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David Guetta (2013)

David Guetta [ˌdeɪvɪt ˈgɛ̝tɐ] (* 7. November 1967 in Paris als Pierre David Guetta[1] [ˌpjɛːʁ daˌviːd gɛˈta]) ist ein französischer DJ und Musikproduzent. Während er sich vorerst in der House-Musik bewegte, fasste er während seines Durchbruchs 2009 überwiegend im Dance- und Electro-Pop Fuß. Später entwickelte sich sein Stil weiterhin in die Richtungen des Traps, Future-Bass und Progressive- sowie Electro-House.

Karriere

Musikalische Anfänge und Leben

David Guetta begann im Alter von 16 Jahren als Mixer und DJ in Pariser Diskotheken zu arbeiten. Nach der Veröffentlichung einiger Mix-CDs Ende der 1980er-Jahre wurde er zunächst Besitzer eines Nachtclubs in der französischen Hauptstadt. 1992 heiratete David Guetta Cathy Bardan, die beiden wurden 2014 geschieden.[2] 1994 veröffentlichte er die Single Up & Away auf Dance Pool. Nach eher kleineren Erfolgen verschwand Guetta vorerst aus der Dance-Szene. Anfang der 2000er Jahre begann er ein Comeback.

2002–2008: Erste Erfolge

David Guetta in Düsseldorf 2008

2002 erschien sein Debütalbum Just a Little More Love, auf dem einige Titel in Zusammenarbeit mit Chris Willis entstanden. Mit den Single-Auskoppelungen Just a Little More Love und Love Don’t Let Me Go schaffte es Guetta, sich erstmals international einen Namen zu machen. 2004 erschien sein zweites Studioalbum Guetta Blaster. 2005 feierte er mit The World Is Mine einen weiteren Clubs-Hit. Ein Mash-Up seines Liedes Love Don’t Let Me Go und dem Tocadisco Remix von The Eggs Walking Away konnte sich 2006 in der EDM-Szene beweisen.

Die Singles Love Is Gone, Baby When The Lights, Delirious, Tomorrow Can Wait und Everytime We Touch, die sich auf dem Album Pop Life wiederfinden folgten. Des Weiteren betreibt er zusammen mit Joachim Garraud das Musiklabel „Gum Records“, ein Sublabel von „Virgin Music“ in Frankreich. Sein Album Pop Life wurde im Sommer 2007 veröffentlicht. Im selben Jahr wurde Guetta bei den World Music Awards in London mit dem Preis des besten Discjockeys der Welt ausgezeichnet.

In der Nacht vom 5. Juli 2008 trat er gemeinsam mit seiner Frau Cathy, Tiësto, Joachim Garraud, Martin Solveig und Carl Cox vor 40.000 Zuschauern im Stade de France auf. Dies war das erste Mal, dass ein Event dieser Kategorie in dieser Größenordnung in Frankreich stattfand. Als Vorbild diente die Veranstaltung Sensation White, bei der Guetta schon mehrmals als DJ teilnahm. Die zweite Ausgabe dieses Events fand am 4. Juli 2009 erneut im Stade de France statt. Neben Guetta spielten Armin van Buuren, Sven Väth, Axwell sowie Steve Angello. Auf der Abschlusskundgebung der Loveparade 2008 in Dortmund trat Guetta ebenfalls auf.

Im Juli 2008 erschien ein neues Album F*** Me I’m Famous – International. F*** Me I’m Famous steht auch für eine der bekanntesten House-Partys in Europa, die von vielen Veranstaltern unter ähnlichen Namen kopiert werden. Seit April 2009 hat David Guetta seine eigene Radiosendung beim Internetradio RauteMusik.FM. Zusammen mit dem Frankfurter Label BigCityBeats strahlt der Sender die Show jeden Samstagabend um 21 Uhr aus. Außerdem ist er seit Januar 2009 jeden Samstag mit seiner Sendung F*** me I’m Famous auf dem italienischen Radiosender m2o zu hören.

2009: One Love

David Guetta und Kelly Rowland bei einem Live-Auftritt mit dem Lied When Love Takes Over

Im Frühjahr 2009 produzierte er gemeinsam mit Will.i.am das Lied I Gotta Feeling für seine Band The Black Eyed Peas. Der Track wurde für Guettas ersten weltweiten Erfolg mit Nummer-eins-Platzierungen in über 20 Ländern. In Deutschland rückte das Lied nicht an Lady Gagas Poker Face und Emilíana Torrinis Jungle Drum vorbei.

Im August 2009 veröffentlichte Guetta das Album One Love. Auf dem neuen Album finden sich erstmals Kooperationen mit Hip-Hop- und R&B-Künstlern wie Akon, Kelly Rowland, Ne-Yo, Will.i.am, Kid Cudi, Estelle. Es übertraf alle Erwartungen und stieg sowohl in seiner Heimat als auch in fast allen anderen Ländern in die Top 10. Es wurde weltweit über drei Millionen Mal verkauft und erreichte in Deutschland drei Mal Gold.[3]

Als erste Single aus dem Album wurde When Love Takes Over mit Kelly Rowland veröffentlicht. Die Single erreichte in über 12 Ländern Platz eins, darunter erstmals im Vereinigten Königreich. Weltweit zähle die Verkaufszahlen rund fünf Millionen mal und wurde sein. In Deutschland erreichte das Lied Goldstatus.[3] Durch die weiterhin starke Popularität im Airplay bildete das Lied seinen weltweiten Durchbruch.

Die zweite Single Sexy Bitch mit Akon wurde am 7. August 2009 veröffentlicht. Diese konnte an den Erfolg von When Love Takes Over anschließen und bildete David Guettas ersten Nummer-eins-Hit in Deutschland und konnte Platinstatus erreichen.[3] Während dem Vorgänger eine hohe Platzierung in den USA ausblieb rückte Sexy Bitch bis in die Top-5-Hit vor und bildet mit 6,5 Millionen Verkäufen einen der erfolgreichsten Titel des Jahres weltweit. 2009 wurde er vom britischen DJ Mag zum drittbesten DJ der Welt gewählt und war damit bestplatzierter House-DJ.

Dritte Single wurde One Love. Diese erschien am 23. November 2009. Gesungen wird sie von Estelle. Im Gegensatz zu den ersten beiden Singles rückte diese nicht an die Spitze sämtlicher Länder vor. Memories hingegen, die vierte und letzte Singleauskopplung, konnte wieder mehrere Millionen Verkäufe zählen und erlangte in Deutschland Goldstatus.[3] In 15 weiteren Ländern wurden die Top-10 erreichte. Aufgenommen wurde das Lied mit dem Hip-Hop-Star Kid Cudi. Für Aufmerksamkeit sorgte insbesondere das Video, in dem der Fokus nicht auf den, durch die Stadt laufenden Musikern liegt, sondern auf der Filmcrew, die sich in Fensterscheiben und Spiegeln widerspiegeln und aus unbekleideten Frauen besteht.

2010: One More Love

Im April 2010 erschien das Lied Gettin’ over You mit Fergie, Chris Willis und LMFAO als Vorab-Single für das Deluxe Album zu One Love, mit dem Titelzusatz One More Love. Der Song konnte bereits auf der Standard-Version gefunden werden, jedoch wirkte bei der nur Chris Willis mit. Laut Guetta wollten ursprünglich die Black Eyed Peas das Lied für eines ihrer Alben aufnehmen, was Guetta allerdings ablehnte. Da Fergie jedoch so überzeugt von dem Lied war, dass er eine weitere Version mit ihr aufnahm, die letzten Endes die Single-Version bildete.

In Zusammenarbeit mit Kelly Rowland erschien am 17. Mai 2010 das Lied Commander. Der Titel war die zweite Single-Auskopplung aus Guettas kommenden Re-Release seines Studioalbums One Love. Zudem war es Teil von Rowlands Album Here I Am. Im Gegensatz zu ihrer ersten Single When Love Takes Over, konnte diese nicht an die Spitze der Charts etlicher Länder vorrücken, konnte jedoch in 10 Ländern die Top-10 erreichen.

Am 18. August 2010 veröffentlichte David Guetta in Zusammenarbeit mit Flo Rida das Lied Club Can’t Handle Me. Dieser agierte als Titelsong für den Film Step Up 3D. Bereits im Juli 2010 traten sie in der Tonight Show with Jay Leno auf. In unter anderem Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien und den USA erreichten sie die Top-10 der Single-Charts. In vier weiteren Ländern erreichten sie die Single-Charts der offiziellen Single-Charts. Über 4,5 Millionen Verkäufe zählt das Lied.

Im Herbst 2010 stieg er bis auf Platz 2 in den DJ-Mag Charts.

Am 22. November 2010 erschien Who’s That Chick. Bei diesem Lied wirkt Sängerin Rihanna mit. In über 25 Ländern konnten sie die Top-10 erreichen und knapp 2,7 Millionen Verkäufe zählt das Lied bis heute.[3] Der Titel war die zweite Single-Auskopplung aus dem Re-Release seines Albums One Love, das am 26. November 2010 unter dem Titel One More Love erschien. Hierbei waren zusätzliche Kollaborationen mit unter anderem Kelis, Madonna und Lil Wayne zu finden.

2011: Nothing but the Beat

David Guetta bei den MMVAs 2011

Seit dem 5. März 2011 legt er jeden Samstag mit Radioshow auf Radio 105 auf. Als David Guetta nach seinem fünften Album gefragt wurde, sagte er, dass es im September 2011 erscheinen wird. Sein neuer Sound ist inspiriert von Rockbands wie Coldplay und Kings of Leon, sagte er außerdem.[4] Am 25. März 2011 gab Guetta sein erstes Interview über sein fünftes Album. Es gab Songs mit früheren Features wie Akon und will.i.am sowie mit mehreren neuen. Unter den Songs auf dem Album ist Little Bad Girl mit Ludacris und Taio Cruz. Ein weiterer Song aus dem Album ist Where Them Girls At mit Flo Rida und Nicki Minaj.[5]

Where Them Girls At ist die erste Single des Albums und erschien weltweit am 2. Mai 2011, nachdem eine unvollendete Version online durchgesickert war. Der Song stieg sofort überall in die Charts ein, in Deutschland auf Platz 5.[6] Am 20. Juli 2011 wurde das Video zu Where Them Girls At veröffentlicht. Am 27. Juni 2011 erschien in Deutschland der Song Little Bad Girl.[7] Bei diesem wirkten Sänger Taio Cruz und Rapper Ludacris mit.

Die erste Promo-Single Titanium mit Sia erschien am 5. August 2011. Sie entwickelte sich zu einem großen Erfolg in mehreren Download-Portalen und erfreute sich auch in den Radios an großer Beliebtheit. Als zweite Promo-Single erschien am 15. August 2011 der Instrumental Electro-House-Track Lunar. Dieser entstand in Zusammenarbeit mit Afrojack und erreichte unter anderem in Deutschland die offiziellen Single-Charts. Night of Your Life mit Jennifer Hudson erschien als dritte und letzte Promo-Single vor Album-Release am 22. August 2011.

Nothing but the Beat wurde in Deutschland am 26. August 2011 veröffentlicht und fünf Wochen später stand es an der Spitze der Charts. Die dritte Single Without You mit Usher wurde mit Platz 4 sein erfolgreichster Song in den USA. In Folge des großen Erfolgs von Titanium nach Album-Release, erfuhr das Lied am 9. Dezember 2011 ein Re-Release als richtige Single-Veröffentlichung und verkaufte sich mehrere Millionen mal. Auch ein Musikvideo wurde veröffentlicht.

Eine Woche später erschien die fünfte Single-Auskopplung Turn Me On. Diese wurde in Zusammenarbeit mit Nicki Minaj aufgenommen. Bereits zu Album-Release erreichte das Lied die Single-Charts mehrerer Länder. Ähnlich erging es auch I Can Only Imagine, einer Kollaboration mit Chris Brown und Rapper Lil Wayne. Der Song erschien am 2. Mai 2012 mit einem Remix von Daddy’s Groove als Titel-Track. Der Erfolg von den Download-Verkäufen konnte gesteigert werden und unter anderem in Österreich, Großbritannien und der Schweiz konnte die Single die Top-10 erreichen.

Zusätzlich zu dem Album feierte am 17. September 2011 der gleichnamige Film von Huse Monfaradi im Pariser Theatersaal Rex seine Weltpremiere. Er ist eine Dokumentation von David Guettas Leben und seinem Aufstieg vom unbekannten House-DJ zum prominenten Musik-Produzenten und DJ. Am 22. März 2012 erschien der Film kostenlos auf iTunes und schoss an die Spitze der Podcast-Charts in Ländern wie den USA, Deutschland, Großbritannien und Frankreich.

Im Jahr 2011 stieß er Armin van Buuren vom Thron der weltweiten DJ Mag Top 100 Liste und stand damit auf Platz 1.[8] Außerdem wurde er mit Sunshine und Nothing but the Beat zweimal für die Grammys 2012 nominiert. An Silvester trat Guetta vor knapp zwei Millionen Feiernden in Rio de Janeiro auf. Im März 2012 wurde als weitere Promo-Single The Alphabeat veröffentlicht. Das Release erfolgte in Folge der Werbeaktionen um den Renault Twizy, der im Musikvideo auftaucht.

2012: Nothing But the Beat 2.0

David Guetta mit seiner Ex-Frau Cathy

Im April 2012 gründete Guetta das Musiklabel Jack Back Records, bei dem am 12. April 2012 mit Metropolis von Nicky Romero die erste Singleauskopplung erschienen ist. Gemeinsam mit dem Plattenlabel Jack Back veröffentlichte er kurze Zeit später eine Remixversion von Wild Ones von Flo Rida unter dem Titel Wild One Two, die ein Nummer-eins-Dancehit in den USA wurde.[9]

Am 24. August 2012 erschien die erste Singleauskopplung She Wolf (Falling to Pieces) seines kommenden Albums. Wie schon bei Titanium, so übernahm die australische Sängerin Sia auch bei diesem Lied den Gesangspart. She Wolf (Falling to Pieces) konnte an den Erfolg des Vorgängers anschließen und unterreichte unter anderem in Deutschland und Österreich Platz drei der Charts.

Am 7. September 2012 erschien der dazugehörige Longplayer in Form einer EP mit dem Titel Nothing But the Beat 2.0.[10] Auf ihr befinden sich neben den Songs des ursprünglichen Albums noch sechs weitere Titel. Ausgekoppelt wurde im November 2012 zusätzlich Just One Last Time, die in Zusammenarbeit mit Taped Rai entstand. Außerdem schrieb und produzierte David Guetta zusammen mit Nicky Romero den Song Right Now für Rihannas Album Unapologetic. Er erschien im Mai 2013 als Single. Parallel unterstützte er, ebenfalls zusammen mit Romero Britney Spears bei einer Reihe an Songs ihres Albums Britney Jean.

Mit dem Song Play Hard, zu dem Ne-Yo und Akon den Gesang beisteuerten, erschien die letzte und neunte Single aus Nothing But the Beat[11] am 15. März 2013.[12] Als Höchstplatzierung in den Charts blieb aber in vielen Ländern die Position nach der Veröffentlichung von Nothing But the Beat 2.0 stehen, die der Song durch zahlreiche Downloads bereits in die Charts erreichten konnte. Neben dem Re-Edit, konnte sich insbesondere ein Remix von Albert Neve einer großen Beliebtheit erfreuen.

2013: Promo-Aktionen für Listen

David Guetta beim Creamfields in Sidney

Mitte des Jahres 2013 verbreitete sich ein neuer Titel im Internet, der von dem schwedischen Sänger John Martin gesungen wurde. Bekannt ist der Track unter dem Namen Love a Little Louder. Es erschien des Weiteren ein Bild, auf dem Guetta und Martin im Studio zu sehen sind, jedoch kam der Track weder als Single noch als Albumtrack offiziell heraus.[13]

Gemeinsam mit dem DJ-Duo Glowinthedark und dem Sänger Harrison veröffentlichte Guetta im Juli 2013 das Lied Ain’t A Party. Dies erschien zum einen als eine Auskopplung seiner Fuck-Me-I’m-Famous-Kompilationsreihe, zum anderen als erste Promo-Single seines fünften Studioalbums, dessen Veröffentlichung für das Jahr 2014 angesetzt war. Der Titel basiert auf dem bekannten Gitarren-Thema von Song 2 der englischen Alternative-Rock-Band Blur. Der Track erreichte lediglich in Frankreich, Deutschland und der Schweiz die Single-Charts. In Südkorea rückte er sogar bis an die Spitze.

Mit dem US-amerikanischen Sänger Mikky Ekko nahm er das Lied One Voice auf. Während Ende 2013 das Musikvideo erschien, wurde der Progressive-House-Song nie offiziell als Single veröffentlicht. Er agiert als Aufruf zur Spende für Opfer des Taifuns Haiyan, der Anfang November 2013 auf den Philippinen wütete.

Als offizielle zweite Promo-Single erschien am 20. Januar 2014 Shot Me Down mit Skylar Grey als Sängerin. Die Strophen des Songs sind ein Cover des Liedes Bang Bang (My Baby Shot Me Down) von Cher, das in der Version von Nancy Sinatra durch Tarantinos Kultfilm Kill Bill Vol. 1 Berühmtheit erlangt hatte.[14] Die Big-Room-Produktion konnte im Vergleich zu Ain’t a Party konnte Shot Me Down weitaus mehr Erfolg einbringen; so konnte in 17 Ländern die Top-10, darunter fünf mal Platz eins erreicht werden.

Die dritte Promo-Single erschien in Form einer Kollaboration mit dem niederländischen DJ-Duo Showtek und der französischen Sängerin Vassy. Unter dem Titel Bad entwickelte sich der Big-Room-Track zu einer Festival-Hymne und konnte die Spitze mehrerer skandinavischer Länder erreichen. Weiterhin konnten sie in Deutschland die Top-20 und in Großbritannien Platz 22 erreichen. Insgesamt konnte sich Bad knapp eine Million mal verkaufen. Das offizielle Musikvideo stellt eine Referenz zu dem Musikvideo von Michael Jacksons Thriller dar.

Die letzte Promo-Single erfolgte mit dem Lied Blast Off. Dieses entstand in Zusammenarbeit mit dem australischen Newcomer-Sänger und -Produzenten Kaz James. Lediglich in Frankreich rückte der Titel in die offiziellen Single-Charts vor.

2014: Listen

Am 1. August 2014 erschien seine erste offizielle Vorabsingle seines kommenden Albums Lovers on the Sun in Deutschland. Diese wurde vom US-amerikanischen Singer-Songwriter Sam Martin gesungen und zusammen mit Avicii produziert.[15][16] Das Lied konnte den Erfolg der ersten Vorab-Auskopplungen übertreffen und stand in über 20 Ländern in den Top 10 der offiziellen Single-Charts. Zudem erreichte der Track Platz 1 unter anderem in Deutschland, Österreich und Großbritannien.[17] Das offizielle Musikvideo wurde bereits nach wenigen Stunden mehrere Millionen Male aufgerufen.

Nach dem Erfolg von Lovers on the Sun gab Guetta den Titel seines sechsten Studioalbums bekannt. Es trägt den Namen Listen und wurde am 21. November 2014 über das Plattenlabel Parlophone veröffentlicht. Die offizielle Tracklist folgte. Auf dem Album sind unter anderem Aufnahmen mit Alicia Keys, John Legend, Nico & Vinz und Chris Brown zu finden. Als Koproduzenten arbeiteten Afrojack, Showtek und Nicky Romero mit ihm zusammen. Des Weiteren ist als vierte und letzte Vorab-Auskopplung der Track Dangerous, eine weitere Zusammenarbeit mit Sam Martin, erschienen, die in Deutschland auch Platz 1 erreichte.

Am 20. November 2014 tauchte im Internet David Guettas fünfte Single-Auskopplung auf. Bei Hey Mama wirken die US-amerikanische Rapperin Nicki Minaj und der niederländische DJ Afrojack mit. Zudem hört man im Refrain die US-amerikanische Sängerin Bebe Rexha. Als letzte offizielle Single-Auskopplung erschien das Lied Sun Goes Down, eine weitere Zusammenarbeit mit Showtek sowie der mit der kanadischen R&B- und Reggae-Band Magic! und dem Sänger Sonny Wilson. Der Track ist ebenfalls sehr reggae- und clublastig, weshalb die Airplay-Promotion eher geringer ausfiel.

Bereits im Frühjahr spielte der Franzose einen Electro-House-Track, der als Kollaboration mit Glowinthedark bekannt gegeben wurde. Es ist bereits die zweite Zusammenarbeit nach Ain’t A Party. Hierbei verwendeten sie das altbekannte "If you're happy and you know it, clap your hands", weshalb vorab davon ausgegangen wurde, dass das Stück den Titel Happy erhalten würde. Letztendlich erschien die Big-Room-Single unter dem Namen Clap Your Hands am 9. Oktober 2015 als Single. Als Co-Produzent wirkte zudem Martin Garrix mit.

Am 30. Oktober 2015 erschien eine Neuversion des Album-Tracks Bang My Head. Bei dieser wirkt neben Sia, die auch die Original-Version sang, auch der Rapper Fetty Wap. Im Gegensatz zum Original, war diese Version eher Pop- und Future-Bass-lastig, wodurch sie starken kommerziellen Erfolg einbrachte. Am 27. November 2015 veröffentlichte Guetta unter dem Titel Listen Again ein Re-Release des Albums Listen mit zusätzlichen Tracks und Remix-Versionen.

seit 2016: This One’s For You & Shed a Light

David Guetta beim Tomorrowland Brazil 2015

Als Nachträgliche Auskopplung des Albums veröffentlichte David Guetta am 16. Mai 2016 das Lied Pelican. Der Track machte bereits im Laufe des Vorjahres durch seinen, für Guetta untypischen Old-School- und Tech-House-Stil auf sich aufmerksam. Zwei Wochen später wurde das Lied The Death of EDM, eine weitere Kollaboration mit Showtek und Beardyman, von Listen Again ausgekoppelt. Beide Lieder erschienen nicht über Major-Labels sondern wurden über die Sub-Labels von David Guetta und Showtek veröffentlicht. Durch die Ähnlichkeit von The Death of EDM zu Gesaffelsteins Pursuit aus dem Jahr 2013 entstanden Plagiatsvorwürfe.

Die Hymne zur Fußball-Europameisterschaft 2016 mit dem Titel This One’s For You ist ein Song von Guetta mit der schwedischen Sängerin Zara Larsson[18]. Am Vortag des EM-Starts gab Guetta in Paris auf dem Champ de Mars ein großes Konzert. Beim EM-Finale Frankreich-Portugal präsentierten die beiden Musiker am 10. Juli 2016 die Hymne vor Spielbeginn auf einer Live-Bühne im Stade de France in Saint-Denis[19].

Am 30. September 2016 veröffentlichte Guetta eine Cover-Version des Liedes Would I Lie to You von Charles & Eddie aus dem Jahr 1992. Diese entstand in Kollaboration mit dem Franzosen Cedric Gervais und Sänger Chris Willis. Das Lied wurde im klassischen „Old-School“-House-Stil[20] produziert und grenzte sich von den sonst populären Progressive- oder zu der Zeit Tropical-House-Bereichen abgrenzen. Während das Lied in unter anderem Österreich, Deutschland und Tschechien bis in die Top-10 vorrücken konnte, blieben Platzierungen in den britischen und den US-amerikanischen Single-Charts aus.

Shed a Light wurde am 25. November 2016 veröffentlicht. Diese produzierte er in Zusammenarbeit mit dem deutschen Newcomer Robin Schulz und dem EDM-Trio Cheat Codes. Die Mischung aus Dance-Pop und Deep-House erreichte im Gegensatz zum Vorgänger wieder in Großbritannien die Single-Charts und rückte wieder in die Top-10 einer Reihe europäischer Länder, landete jedoch nur im Mittelfeld der französischen Charts.

In einem Live-Interview auf Facebook mit Final Kid gab Guetta am 27. Januar 2017 bekannt, dass sein siebtes Studioalbum bereits fertiggestellt sei und dass seine kommende Single eine Zusammenarbeit mit Nicki Minaj und Lil Wayne entstanden wäre. Als diese entpuppte sich das Lied Light My Body Up, das am 23. März 2017 erschien. Der Track deckt Elemente aus der Trap-, Electro-House- und Hip-Hop-Musik ab.

Die amerikanische Zeitschrift Forbes schätzt Guettas Jahreseinkommen auf 37 Millionen US-Dollar,[21] was von dem Künstler allerdings als „Schwindel“ zurückgewiesen wurde.[22]

Kritik

Obwohl Guetta ein Millionenpublikum anlockt, wird er aus Teilen der Technokultur strikt abgelehnt. Üblicherweise wird Guetta dabei als sogenannter „EDM-D“ klassifiziert, wobei Electronic Dance Music (EDM) dann als Schimpfwort betrachtet wird. Typische Vorwürfe sind, dass seine Musik für „Mainstream“ und „Kommerzialisierung“ stehen soll.[23][24][25][26] Auch gibt es vereinzelt Berichte über Technoclubs, die ihren DJs explizit verbieten, Guettas Musik zu spielen.[27][28]

Diskografie

Hauptartikel: David Guetta/Diskografie

Studioalben

Jahr Titel Chartplatzierungen[29] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US FrankreichFrankreich FR
2002 Just a Little More Love 17
(18 Wo.)
6 Doppelgold
(31 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Juni 2002
Verkäufe: + 250.000[30]
2004 Guetta Blaster 45
(12 Wo.)
11
(69 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2004
Verkäufe: + 50.000
2007 Pop Life 31
(11 Wo.)
8
(43 Wo.)
44
(2 Wo.)
2
(76 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Juni 2007
Verkäufe: + 130.000
2009 One Love 2 5-fach-Gold
(102 Wo.)
3 Doppelplatin
(107 Wo.)
2 Doppelplatin
(104 Wo.)
2 Platin
(92 Wo.)
70
(13 Wo.)
1 Diamant
(138 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. August 2009
Verkäufe: + 3.000.000[31]
2011 Nothing but the Beat 1 5-fach-Gold
(81 Wo.)
1 Doppelplatin
(80 Wo.)
1 Platin
(110 Wo.)
2 Doppelplatin
(106 Wo.)
5 Gold
(74 Wo.)
1 3-fach-Platin
(94 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. August 2011
Verkäufe: + 3.000.000[32]
2014 Listen 3 Platin
(41 Wo.)
3 Gold
(29 Wo.)
2 Platin
(69 Wo.)
8 Gold
(48 Wo.)
4 Gold
(54 Wo.)
3 Doppelplatin
(96 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. November 2014
Verkäufe: + 1.490.000[33]

Auszeichnungen

  • MTV EMA
    • 2012: für Bester Electronic-Act
  • NRJ Music Awards
    • 2010: für Internationales Album des Jahres (One Love)
    • 2011: für Hit des Jahres (Club Can’t Handle Me, mit Flo Rida)
    • 2011: für NRJ-Ehrenpreis
  • DJ Awards
    • 2007: für Best Ibiza Night
    • 2007: für Bester internationaler DJ
    • 2008: für Bester House-DJ

Nominierungen:

  • MTV EMA
    • 2008: für Bester französischer Act
    • 2011: für Bester französischer Act
    • 2011: für Bester Künstler
  • Echo
    • 2010: für Bester internationaler Künstler Rock/Pop
    • 2011: für Bester internationaler Künstler Rock/Pop
  • World Music Awards
    • 2007: für Best verkaufender DJ
    • 2010: für Bester DJ
    • 2010: für Beste Single (Sexy Bitch)
    • 2010: für Beste Single (When Love Takes Over)
  • DJ Awards
    • 2006: für Bester House-DJ
    • 2009: für Bester House-DJ

Quellen

  1. David Jeffries: David Guetta: Biography. allmusic, 2008, abgerufen am 29. Dezember 2009.
  2. Alles aus! David Guetta - Scheidung von Frau Cathy: Nach 22 Jahren Ehe haben sie sich scheiden lassen
  3. a b c d e Gold-/Platin-Datenbank Deutschland (Suchfunktion benutzen)
  4. Artikel auf Daily Star
  5. Video zu Where Them Girls At auf MyVideo
  6. David Guetta auf Germancharts
  7. Little Bad Girl auf Musicload
  8. top 100 djs 2012. djmag.com, abgerufen am 16. Januar 2016.
  9. US-Dancecharts vom 5. Mai 2012 (Top 10)
  10. Nothing But the Beat 2.0. bei Amazon
  11. Twitter-Beitrag
  12. Play Hard auf
  13. Guetta und Martin im Studio
  14. Mr. Probz Is Coming - David Guetta Is Back auf germanchartblog.blogspot.com am 21. Februar 2014
  15. Thomas Kamenar: David Guetta jetzt gemeinsam mit Avicii. In: oe3.orf.at. 5. Juli 2014, abgerufen am 16. Januar 2016.
  16. Künstler zu Lovers on the Sun bei Allmusic (englisch). Abgerufen am 16. Januar 2016.
  17. Pressemitteilung zur Kalenderwoche 33 auf musikmarkt.de vom 12. August 2014
  18. Hymne zur EM 2016 von David Guetta und Zara Larsson vorgestellt, sport1, 13. Mai 2016, abgerufen am 10. Juli 2016
  19. David Guetta und Zara Larsson - Wer singt bei dem EM-Finale Frankreich - Portugal?, Augsburger Allgemeine, 10. Juli 2016, abgerufen am 10. Juli 2016
  20. Maximilian Wild: Ist Bigroom-EDM tot? - Und was kommt eigentlich danach? auf „Dance-Charts
  21. http://www.forbes.com/profile/david-guetta/
  22. http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/david-guetta-im-gespraech-unsere-musik-ist-der-neue-pop-13351686-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3
  23. https://www.welt.de/kultur/pop/article144987605/Es-geht-bei-Electronic-Dance-Music-nicht-um-Musik.html
  24. http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.aus-dem-dj-wird-ein-popstar-ihre-welt-ist-eine-flache-scheibe.cd4a371e-1806-41ce-8eb3-39635561f356.html
  25. http://www.laut.de/Foals/Interviews/Ein-Kommentar-kann-die-ganze-Platte-ruinieren-03-09-2015-1283
  26. http://kurier.at/kultur/musik/kalkbrenner-gefaelliger-techno-fuer-leute-von-8-bis-88/148.233.727
  27. http://www.fazemag.de/dj-regeln-made-in-las-vegas/
  28. http://raverrafting.com/new-las-vegas-club-will-ban-mainstream-records-and-lazy-artists/2014/02/01/
  29. Chartquellen: DE AT CH UK1 UK2 US FR
  30. Verkaufszahlen von Just a Little More Love
  31. Verkaufszahlen von One Love
  32. [1]
  33. [2]

Weblinks

 Commons: David Guetta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien