Den Helder
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(Flagge der Gemeinde Den Helder) |
(Wappen der Gemeinde Den Helder) |
| Provinz | Nordholland |
| Sitz der Gemeinde | Den Helder |
| Fläche – Land – Wasser |
178,83 km² 45,41 km² 133,42 km² |
| Einwohner – Bevölkerungsdichte |
58.370 (1. November 2006) 1,297 Einwohner/km² |
| Koordinaten | 52° 57′ N, 4° 46′ O52.9583333333334.7588888888889Koordinaten: 52° 57′ N, 4° 46′ O |
| Bedeutender Verkehrsweg | A9, A7, N9, N99 |
| Vorwahl | 0223 |
| Postleitzahlen | 1781 bis 1789 |
| Website | www.denhelder.nl |
Den Helder (
anhören ?/i) ist eine niederländische Stadt an der Nordseeküste in der Provinz Nordholland. Sie hat 58.370 (1. November 2006) Einwohner.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Den Helder liegt an der nördlichen Spitze der Halbinsel Nord-Holland, etwa 80 km nördlich von Amsterdam.
Von hier aus gelangt man mit einer Autofähre zur benachbarten Insel Texel. Südlich von Den Helder schließt sich die Gemeinde Zijpe, südöstlich die Gemeinde Anna Paulowna an.
Zwischen Den Helder und Texel liegt der einzige Zugang für größere Schiffe von der Nordsee zum Ijsselmeer und somit zu den früher wichtigen Handelsstädten und -häfen Hoorn, Enkhuizen und Amsterdam. Die meisten Einwohner der Gemeinde Den Helder wohnen in der gleichnamigen Stadt, ca. 44.000. Die anderen Einwohner der Gemeinde wohnen in den Ortsteilen Julianadorp (rund 15.000) und im nostalgischen Walfischfängerdorf Huisduinen (ca. 1.000).
Den Helder bietet 7 km Strand, Wälder und Dünen, prächtige Weiden, Polderlandschaften und Wattgebiete.
[Bearbeiten] Klima
Den Helder ist eine der niederländischen Gemeinden mit den meisten Sonnenstunden im Jahr[1].
[Bearbeiten] Geschichte
Auf Texel versorgten sich über Jahrhunderte die Schiffe der Niederländischen Ostindien-Kompanie mit Nahrung und Frischwasser, bevor sie ihre lange Reise nach Ost-Indien antraten.
Den Helder hatte von jeher eine starke strategische Bedeutung und hat heute noch einen großen Marinehafen.
Die stark befestigte Stadt bot mit ihren vielen Kanonen feindlichen Schiffen, die es auf die reichen Städte am Ijsselmeer abgesehen hatten, einen äußerst wehrhaften Eindruck. Daher der Name „Den Helder“, der sich von Den Helsdeur ableitet. Übersetzt bedeutet das „Zum Höllentor“.
Es gibt noch eine zweite Version für die Entstehung des Städtenamens: Die frühen Einwohner hatten immer mit der Naturgewalt der Nordsee zu kämpfen und gaben deshalb ihrer wilden Heimat diesen Namen.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Größter Arbeitgeber der Marinestadt ist die seit 1815 ansässige Königliche Marine und deren verwandte Bereiche.
Dem Fischfang steht eine der modernsten Fischauktionen Europas zur Verfügung.
Für die Blumenzwiebelzucht befinden sich die größten zusammenhängenden Blumenzwiebelgebiete der Welt entlang des Dünenrandes in Den Helder und Umgebung.
Der stetig wachsende Tourismus (1,5 Millionen Übernachtungen 2005) sorgt für weitere Arbeitsplätze.
[Bearbeiten] Verkehr
Durch die direkte Verbindung mit dem offenen Meer und durch eine gute Erreichbarkeit sowohl vom Nordosten (Deutschland und Skandinavien) als auch vom Süden (Amsterdam und Schiphol) aus ist der Hafen von Den Helder für den Umschlag vom Meer zum Binnengewässer und Schienennetz optimal geeignet.
Der Flughafen von Den Helder wird hauptsächlich von Helikoptern genutzt, die täglich zu den Bohrinseln in der Nordsee fliegen. 1996 waren es allein 14.000 Helikopterflüge, im Jahr 2003 erhielt der Flughafen von der niederländischen Regierung die Genehmigung, die Zahl auf 20.000 zu erhöhen[2]. Diverse Flugzeuggesellschaften betreuen immer häufiger Fracht-, Charter- und Geschäftsreisen ins Ausland. Der Ausbau des Flughafens sorgt für eine ständig wachsende Betriebsamkeit.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Museen
In Den Helder befinden sich:
- das Käthe-Kruse-Spielzeug- und Puppenmuseum
- der botanische Pflanzengarten De Oranjerie
- das Dorus Rijkers Rettungs-Museum auf der Alte Reichswerft 'Willemsoord'
- ein Marinemuseum
- das Museum Fort Kijkduin
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Karel P.C. de Bazel, niederländischer Architekt
- Gerardus 't Hooft, niederländischer Physiker
- André Jolles, niederländischer Literaturwissenschaftler
- Ed Nijpels, niederländischer Politiker
- Anton Pieck, niederländischer Maler, Zeichner und Grafiker
- Erwin Koen, niederländischer Fußballspieler des SV Wehen Wiesbaden
- Rijkman Groenink, niederländischer Bankier, Vorstandsvorsitzender von ABN Amro
[Bearbeiten] Städtepartnerschaft
| Lüdenscheid, Deutschland (Nordrhein-Westfalen) seit 1980 |
[Bearbeiten] Siehe auch
- Rettungsbootmuseum Dorus Rijkers
- Fort Kijkduin
- Marinemuseum Den Helder
- Käthe Kruse Poppen en Speelgoedmuseum
[Bearbeiten] Anmerkungen
- ↑ Quelle: Infobroschüre info 2007, VVV Niederlande
- ↑ Jacobus Hofstede und andere: "Human Activities" in: Wadden Sea Ecosystem No. 19 - 2005 S. 34 als pdf
[Bearbeiten] Weblinks
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