Dnister
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| Dnister (Dnjestr) | |
|---|---|
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Schleife des Dnister beim Dorf Piliptsche zwischen Salischtschyky und Melnizja-Podilska |
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| Daten | |
| Lage | Ukraine, Moldawien |
| Länge | 1.352 km |
| Quellgebiet | ukrainische Waldkarpaten |
| Quellhöhe | 1.000 m ü. NN |
| Mündung | Schwarzes Meer südlich von Odessa46.3530.2333333333330Koordinaten: 46° 21′ 0″ N, 30° 14′ 0″ O 46° 21′ 0″ N, 30° 14′ 0″ O46.3530.2333333333330 |
| Mündungshöhe | 0 m ü. NN |
| Höhenunterschied | 1000 m |
| Flusssystem | Dnister |
| Einzugsgebiet | 72.100 km² |
| Abflussmenge |
MQ: 310 m³/s |
| Rechte Nebenflüsse | Stryj |
| Schiffbar | 500 km |
Der Dnister (ukrainisch Дністер/Dnister, rumänisch Nistru, polnisch Dniestr, russisch Днестр/Dnestr, deutsch Dnjestr - im Altertum Tyras) ist ein 1.352 km langer Zufluss des Schwarzen Meeres. Er durchfließt die Ukraine und Moldawien (Osteuropa).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Verlauf
Der Fluss entspringt in einer Höhe von 1.000 m über dem Meeresspiegel in den ukrainischen Waldkarpaten im Rajon Staryj Sambir bei dem Dorf Roslutsch in der Nähe der ukrainisch-polnischen Grenze. Am Dnister verlief bis zu den Teilungen Polens die türkisch-polnische Grenze.
In den Karpaten entspringen viele seiner rechten Nebenflüsse, die klares Gebirgswasser führen. Einzige Ausnahme bildet der kleine Nebenfluss Siwka, der in der Vorkarpatenebene Abwässer aus der chlorchemischen Fabrik in der Stadt Kalusch in den Dnister einträgt.
In der Vorkarpatenebene liegt zwischen den Städten Stryj, Jedatschiw, Mykolajiw, Komarno und Sambir eine großflächige Feuchtwiesenlandschaft, die zahlreiche gefährdete Pflanzen- und Tierarten beherbergt (z. B. große Populationen des Wachtelkönig (Crex crex)).
Ab der Stadt Salischtschyky durchschneidet der Dnister in Form eines bis zu 160 m tiefen, teilweise wenige hundert Meter breiten Talmäanders die Podolische Platte.
In Nowodnistrowsk wird der Fluss durch ein Wasserkraftwerk auf einer Länge von reichlich 100 km zurückgestaut. Danach bildet er auf einigen Kilometern Länge die natürliche Grenze zwischen Moldawien und der Ukraine, bevor er bei der Gemeinde Nimereuka auf moldawisches Territorium fließt.
In Richtung Südosten fließend durchquert er den Dubossary-Stausee. Danach fließt ihm der Bîc zu. Er mündet einige Kilometer südlich von Odessa in das Schwarze Meer. Das breite Ästuar des Flusses besteht aus mehreren Armen, die in einen moorigen Liman namens Dnistrowskyj Lyman (ukrainisch Дністровський лиман) mit den Ausmaßen von 40 x 10 km führen.
[Bearbeiten] Nebenflüsse
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rechts |
links |
[Bearbeiten] Wirtschaft
Von der Mündung ab sind nur 500 km schiffbar, also nicht einmal die Hälfte. Während etwa 70 Tagen ist der Dnister im Winter zugefroren. Er spielt jedoch eine wichtige Rolle bei der Verschiffung von Agrarprodukten (Getreide, Gemüse, Sonnenblumenkerne), Vieh und Holz, das im Dnisterbecken geschlagen wird. Die Stauseen (z.B. bei Dubăsari) sind von großer Bedeutung für die lokale Energieversorgung.
[Bearbeiten] Städte
Die größte Stadt am Dnister ist Tiraspol in Moldawien (Transnistrien).
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Dnjestr. In: Meyers Konversations-Lexikon. Bd. 5. 4. Aufl. Leipzig: Bibliographisches Institut, 1885–1892, S. 15
- Reminiszenz an den Dnister
- Karte des Flusses
- Pegelstände in Halytsch
- Störfallvorsorge und Risikomanagement gegen Havarien am Dnestr und seinem Einzugsgebiet

