Drei Berge von Dewa

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Pagode am Haguro-san

Die Drei Berge von Dewa (jap. 出羽三山, Dewa sanzan) sind die drei heiligen Berge, die in der alten japanischen Provinz Dewa, im Bandai-Asahi-Nationalpark in der heutigen Präfektur Yamagata liegen:

Gassan und Yudono-san liegen nah beieinander, Haguro-san gut 20km nördlich. Die 5-stöckige Pagode auf dem Haguro ist eines der Nationalen Kulturgüter Japans Die Dewa Sanzan sind viel besuchte Pilgerstätten. Auch der berühmte Haiku-Dichter Matsuo Basho war dort.

Dewasanzan bedeutet wörtlich „drei Berge von Dewa“. Diese Berge, die als heilig gelten, sind Hagurosan, Gassan und Yudonosan. Jeder dieser Berge verkörpert eine buddhistische Gottheit. Die Berggruppe liegt in der Provinz Yamagata, Tohoku, Japan und im nordöstlichen Teil des Bandai-Asahi Nationalparks. Die Landschaft zeichnet sich aus durch außergewöhnliche, wilde Schönheit und birgt versteckte Kulturschätze. In Japan sind die Berge seit Jahrhunderten das Ziel großer Pilgerfahrten. Der Berg Haguro kann als das religiöses Zentrum der drei Berge bezeichnet werden, da er das ganze Jahr über begehbar ist. Haguro-san ist das Zentrum der Aktivitäten des Shugendo-Ordens. Seine Mitglieder betreiben religiöse Übungen in den Bergen, Tempeln und Schreinen, die sich dortselbst befinden. Die Geschichte des Shugendo lässt sich bis ins 7. Jahrhundert zurückverfolgen. (siehe ‚Shugendo’) Die einzelnen Mitglieder des Ordens heißen Yamabushi. Die Dewaberge sind die meist besuchte Pilgerstätte Nordjapans, wobei Togo, ein Ortsteil der Kommune Haguro, als Zentrum der Aktivitäten und Pflegestätte des Brauchtums bezeichnet werden kann. Toge liegt am Fuß des ca. 414m hohen Hagurosan. Seine zum Eingang des Tempelbezirks führende Hauptstraße ist gesäumt von malerischen, Stroh-bedeckten Häusern, die seit Generationen von den Mitgliedern des Ordens bewohnt, und als Pilgerherbergen genutzt werden. In Togo liegt der bedeutende Tempel Koganedo, der den Anstieg zum Hagurosan markiert. Koganedo bedeutet ‚Goldene Halle’. Dieser Tempel wurde im Jahr 1193 von Minamoto Yoritomo errichtet, um für eine siegreiche Schlacht zu bitten. Hier befinden sich zahlreiche buddhistische Statuen und Heiligtümer. Nach dem Durchschreiten des Torii, eines roten Tores, betritt der Pilger die längste Treppe Japans mit 2446 Stufen, die ihn schließlich auf den heiligen Berg Haguro führt. Dieser Weg ist gesäumt von uralten Zedern und einer fünfstöckigen Pagode, gojunoto, einem nationalen Kulturdenkmal. Auf dem Gipfel befindet sich die Sanshin-gosaiden, heutzutage ein Shintoschrein, der die Gottheiten der drei heiligen Berge beherbergt. Dieser Schrein ist das größte hölzerne Gebäude Japans mit einem riedbedeckten Dach. Angeschlossen an den Schrein ist die Pilgerherberge namens ‚Saikan’. Von hier bietet sich nach Westen ein herrlicher Ausblick auf die Shonai Region und die Küste des Japanischen Meeres. Nach Osten liegen die Berge Gassan und Yudonasan, die der Pilger von hier aus begeht. In der Saikan werden die typischen ‚shojin ryori’, Pilgergerichte serviert, die aus Kräutern des Waldes, Tofu und Reis bestehen. Diese vegetarische Speise dient der physischen und mentalen Reinigung des Pilgers.

[Bearbeiten] Drei Berge von Dewa - Dewasanzan

Auf den drei Bergen befinden sich Shintō-Schreine des Bergasketen-Kults Shugendō, Dewa-sanzan-jinja (出羽三山神社):

  • der Gassan-jinja (月山神社) auf dem Haguro-san ist dem Mondgott Tsukiyomi no Mikoto und
  • der Yudono-san-jinja (湯殿山神社) auf dem Yudono-san ist dem Berggott Ōyamatsumi no kami gewidmet. Das Heiligtum ist ein Fels, der nicht von einem Schreingebäude umfasst ist, sondern frei steht und Ursprung einer Heißen Quelle ist.
  • Der Ideha-jinja (出羽神社) auf dem Haguro-san beherbergt die lokale Göttin Ideha no kami.

Eine gemeinsame Kapelle zu den drei Bergschreinen steht am Fuß des Haguro-san, wo auch jedes Jahr am 15. Juli ein Fest stattfindet. Die Göttinnen der Drei Bergschreine werden als japanische Inkarnationen buddhistischer Gottheiten angesehen. Für die Yamabushi des Shugendō stellen die Dewa-Berge mit ihren Tempeln und Schreinen eines der wichtigsten Heiligtümer dar.

Dewasanzan bedeutet wörtlich „drei Berge von Dewa“. Diese Berge, die als heilig gelten, sind Hagurosan, Gassan und Yudonosan. Jeder dieser Berge verkörpert eine buddhistische Gottheit und ein Mandala. Die Berggruppe liegt in der Provinz Yamagata, Tohoku, Japan und im nordöstlichen Teil des Bandai-Asahi Nationalparks. Die Landschaft zeichnet sich aus durch außergewöhnlich, wilde Schönheit und birgt versteckte Kulturschätze. In Japan sind die Berge seit Jahrhunderten Ziel großer Pilgerfahrten.

Der Berg Haguro gilt als religiöses Zentrum der drei Berge, da er das ganze Jahr über begehbar ist. Haguro-san ist daher das Zentrum der Aktivitäten des Shugendo-Ordens. Seine Mitglieder betreiben religiöse Übungen in den Bergen, Tempeln und Schreinen, die sich dortselbst befinden. Es handelt sich um synchretistische Praktiken, die Elemente des Buddhismus, Shintoismus, Schamanismus und Taoismus vereinen. Die Geschichte des Shugendo lässt sich bis ins 7. Jahrhundert zurückverfolgen. (siehe ‚Shugendo’) Die einzelnen Mitglieder des Ordens heißen Yamabushi.

Eingang zum Hagurosan-Schrein

Die Dewaberge sind die meist besuchte Pilgerstätte Nordjapans, wobei Toge, ein Ortsteil der Kommune Haguro, als Zentrum der Aktivitäten und Pflegestätte des Brauchtums bezeichnet werden kann. Toge liegt am Fuß des ca. 414m hohen Hagurosan. Seine zum Eingang des Tempelbezirks führende Hauptstraße ist gesäumt von malerischen, Stroh-bedeckten Häusern, die seit Generationen von den Mitgliedern des Ordens bewohnt, und als Pilgerherbergen genutzt werden.

In Toge liegt der als bedeutendes Kulturdenkmal eingestufte buddhistische Tempel Koganedo, der den Anstieg zum Hagurosan markiert. Koganedo bedeutet ‚Goldene Halle’. Dieser Tempel wurde im Jahr 1193 von Minamoto Yoritomo errichtet, um für eine siegreiche Schlacht zu bitten. In der 'Goldenen Halle' befinden sich zahlreiche buddhistische Statuen und Heiligtümer.

Nach der rituellen Reinigung und dem Durchschreiten des Torii, das traditionell einen heiligen Bezirk markiert, betritt der Pilger die längste Treppe Japans mit 2446 Stufen, die ihn schließlich auf den Berg Haguro führt. Dieser Weg ist gesäumt von uralten Zedern und einer fünfstöckigen Pagode, gojunoto, einem nationalen Kulturdenkmal. Auf dem Gipfel befindet sich die Sanshin-gosaiden, heutzutage ein Shintoschrein, der die drei Gottheiten von Dewasanzan beherbergt. Dieser Schrein ist das größte hölzerne Gebäude Japans mit einem riedbedeckten Dach. Angeschlossen an den Schrein ist die Pilgerherberge namens ‚Saikan’. Von hier bietet sich nach Westen ein herrlicher Ausblick auf die Shonai Region und die Küste des Japanischen Meeres. Nach Osten liegen die Berge Gassan und Yudonasan, die der Pilger von hier aus begeht. In der Saikan werden die typischen Pilgergerichte, ‚shojin ryori’, serviert, die aus Kräutern des Waldes, Tofu und Reis bestehen. Diese vegetarische Speise dient der physischen und mentalen Reinigung des Pilgers.

[Bearbeiten] Literatur

  • H. Byron Earhart: A Religious Study of the Mount Haguro Sect of Shugendo, Sophia University, Tokyo, 1970
  • Carmen Blacker: The Catalpa Bow, A Study of Shamanistic Practices in Japan, George Allen & Unwin Ltd., London 1975
  • Ursula Lytton:'Shoureisai - The New Year's Festival at Mount Haguro' Journal of the 34th International Conference of Orientalists in Japan, The Toho Gakkai, Tokyo 1989
  • Ursula Lytton: "Death and Transformation - A Study of a Religio-Aesthetic Concept in Japan", Journal of the International Association of Japanese Studies, 6th Annual Convention, Yamagata University, Yamagata 1990
  • Hisao Inagaki: A Dictionary of Japanese Buddhist Terms; Nagata Bunshodo, Kyoto, 1984
  • Group Kaze: Yamagata - The Other Side of the Mountain; Kurosaka Printing, Yamagata, 1988

[Bearbeiten] Weblinks

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