Entwicklungsökonomie

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Entwicklungsökonomie oder Entwicklungsökonomik bezeichnet jenen Teil der Volkswirtschaftslehre, der sich mit Entwicklungsunterschieden einzelner Volkswirtschaften beschäftigt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Entwicklungsländern, wirtschaftlichen Gründen für ihre Unterentwicklung (Entwicklungstheorie) und Empfehlungen für eine Entwicklungspolitik.

Die Definition von Entwicklung rückt i.d.R. von reinen wirtschaftlichen Kennzahlen (wie bspw. Volkseinkommen, Wachstum, Verteilung) ab und berücksichtigt auch sozio-ökonomische Faktoren, wie Analphabetenrate, Kindersterblichkeit und Bildungsgrad.

Bei den Gründen für wirtschaftliche Unterentwicklung wird zwischen endogenen (im Land selber liegenden) und exogenen (von aussen bestimmten) Gründen unterschieden.

Entwicklungsökonomie wird unterteilt in die makroökonomische und die mikroökonomische Betrachtung. Während sich die makroökonomische Sicht mit langfristigem Wirtschaftswachstum beschäftigt, behandelt die mikroökonomische Sicht Anreizprobleme auf der Ebene einzelner Haushalte und Unternehmen.

Entwicklungsökonomie beschäftigt sich auch mit institutionellen Fragestellungen, wie der nach den Funktionen der Weltbank und des IWF (Internationaler Währungsfonds).

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Rainer Durth, Heiko Körner, Katharina Michaelowa: Neue Entwicklungsökonomik. Stuttgart 2002. ISBN 3-8252-2306-X
  • Hemmer, Hans-Rimbert (2002): Wirtschaftsprobleme der Entwicklungsländer
  • von der Goltz, Nicolaus und Brand, Alexander (2004): Herausforderung Entwicklung
  • Amartya Sen (2002): Ökonomie für den Menschen
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