Enz
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| Enz | |
|---|---|
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Die Enz im Kurpark von Bad Wildbad |
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| Daten | |
| Lage | Deutschland, Baden-Württemberg |
| Länge | 105,3 km [1] |
| Zusammenfluss von | Kleiner Enz und Großer Enz in Calmbach 48° 46′ 37″ N, 8° 34′ 30″ O48.7769444444448.575680 |
| Quellhöhe | ca. 680 m ü. NN [2] |
| Mündung | Neckar bei Besigheim49.0055555555569.1475170Koordinaten: 49° 0′ 20″ N, 9° 8′ 51″ O 49° 0′ 20″ N, 9° 8′ 51″ O49.0055555555569.1475170 |
| Mündungshöhe | ca. 170 m ü. NN [2] |
| Höhenunterschied | 510 m |
| Flusssystem | Neckar→Rhein |
| Einzugsgebiet | 2228 km² am Pegel Besigheim |
| Abflussmenge | MQ: 23,03 m³/s am Pegel Besigheim |
| Großstädte | Pforzheim |
| Mittelstädte | Mühlacker, Vaihingen, Bietigheim-Bissingen |
Die Enz ist ein 105,3 km langer linker Nebenfluss des Neckars in Baden-Württemberg und Namensgeber des Enzkreises.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Die Quellflüsse Kleine Enz und Große Enz entspringen im Nordschwarzwald, letztere bei Enzklösterle. In Calmbach (Stadtteil von Bad Wildbad) vereinigen sich die Kleine Enz und die Große Enz zur Enz. Über Neuenbürg erreicht sie Pforzheim, wo sie den Schwarzwald verlässt. Im fruchtbaren Gebiet zwischen Stuttgart, Karlsruhe und dem Kraichgau liegen die Städte Vaihingen und Bietigheim-Bissingen. Am Unterlauf des Flusses wird in steilen Terrassenlagen Wein angebaut. Bei Besigheim mündet die Enz in den Neckar.
[Bearbeiten] Nebenflüsse der Enz
- Eyach (linker Nebenfluss, mündet zwischen Höfen an der Enz und Neuenbürg)
- Nagold (rechter Nebenfluss, jedoch deutlich größer als die Enz, mündet in Pforzheim)
- Strudelbach (rechter Nebenfluss, mündet bei Enzweihingen)
- Glems (rechter Nebenfluss, mündet bei Markgröningen-Unterriexingen)
- Leudelsbach (rechter Nebenfluss, mündet zwischen Unterriexingen und Untermberg)
- Schmie (linker Nebenfluss, mündet bei Vaihingen an der Enz)
- Metter (linker Nebenfluss, mündet in Bietigheim)
[Bearbeiten] Geschichte
Ebenso wie die Nagold hatte die Enz in früheren Zeiten eine große Bedeutung in der Flößerei.
[Bearbeiten] Umwelt
[Bearbeiten] Flora und Fauna
Die Enz ist im unteren Abschnitt mit ihren auetypischen Uferstrukturen für viele fließgewässertypische Pflanzen- und Tierarten ein idealer Lebensraum. Viele Altarme und Auwälder sind als Biotope besonders geschützt, die Enz selbst sowie Talabschnitte wie das Naturschutzgebiet bei Vaihingen-Roßwag und die Leudelsbach-Mündung bei Unterriexingen sind Bestandteil des europaweiten Schutzgebiets Natura 2000.
Die Bedeutung der Enz als Lebensraum zeigt sich in den Flachwasserzonen, wo pro Quadratmeter bis zu 10.000 Larven von Eintags- und Köcherfliegen, Libellen, Käfer, Schnecken und Muscheln gezählt wurden. Dazu die Laichgründe von Strömer, Barbe, Nase und Groppe.
Ab dem Frühsommer ist die Enz stellenweise stark mit Flutendem Hahnenfuß und Tausendblatt verkrautet.
Für manche seltene und bedrohte Arten ist die Enz ganzjähriger Lebensraum oder wichtige Durchzugstation. Dazu gehören u.a. Eisvogel, Flussuferläufer, Gänsesäger, Gebirgsstelze, Teichralle und Wasseramsel. Andere Gäste und Bewohner der Kopfweiden und Ufergehölze sind Bachstelze, Gelbspötter, Grauschnäpper, Nachtigall und Pirol.
[Bearbeiten] Beschränkungen
Um das Ökosystem der Enz durch den Freizeitsport nicht zu beeinträchtigen, gelten folgende Beschränkungen:
[Bearbeiten] Wassersport
- Enzkreis: Ampelregelung am Wehr Mühlhausen: Befahren der Mühlhäuser Schleife bei rotem Lichtzeichen nicht zulässig.
- Landkreis Ludwigsburg[3]: Ab Landkreisgrenze bei Roßwag (Fluss-km 34,12) bis Vaihingen Seemühle (km 29,94) gesperrt jährlich vom 1. Mai bis 30. September.
- Landkreis Ludwigsburg[3]: Ab Landkreisgrenze bei Roßwag (Fluss-km 34,12) bis Sägmühle Bietigheim-Bissingen (km 13,16) gesperrt ganzjährig bei Pegel unter 45 cm. Im Zeitraum 1. Mai bis 30. September ist bei Pegel unter 65 cm (Pegel Vaihingen) Befahrung nur unter Begleitung eines ortskundigen, geschulten Begleiters zulässig.
[Bearbeiten] Allgemeine Nutzung
- Landkreis Ludwigsburg[3]: Betreten der Ufer sowie Anlanden ist nur an den gekennzeichneten Ein- und Ausstiegsstellen zulässig. Betreten der Kiesinseln und Kiesbänke, sowie das Lagern, Grillen und Feuer machen im Uferbereich ist unzulässig. Ausgenommen an gekennzeichneten und eingerichteten Plätzen.
[Bearbeiten] Literatur
- Max Scheifele: Als die Wälder auf Reisen gingen. Flößerei im Enz-Nagold-Gebiet. Verlag G. Braun, Karlsruhe 1996, ISBN 3-7650-8164-7
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg
- ↑ a b Topografische Karte 1:25.000
- ↑ a b c Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg zur Regelung des Gemeingebrauchs auf der Enz im Landkreis Ludwigsburg, vom 25. April 2006

