Fátima

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Fátima
Wappen Karte (Ourém)
Wappen von File:VNO-fatima.png
Basisdaten
Region: Região Centro
Unterregion: Médio Tejo
Distrikt: Santarém
Einwohner: 10 302 (Stand: 2001)
Fläche: 71,29 km²
Bevölkerungsdichte: 144,5 E./km²
Höhe ü.d.M.: 349 m ü. NN
Adresse der Stadtverwaltung: Junta de Freguesia de Fátima

Rua do Adro 50, Apartado 83 2496-908 Fátima

Website: www.jf.fatima.pt
E-Mail-Adresse: geral@jf.fatima.pt
Basilica Antiga
Innenraum der Basilika
Igreja da Santissima Trindade

Fátima (IPA ['fatimɐ]) ist eine Gemeinde im Kreis Ourém in Portugal. Sie ist der wichtigste Wallfahrtsort in Portugal und einer der wichtigsten der Römisch-Katholischen Kirche. Den arabischen Namen „Fatima“ erhielt der Ort aufgrund einer Legende, wonach sich Fatima, die schöne Tochter eines maurischen Fürsten – ihrerseits benannt nach der Tochter des Propheten Mohammed – im 12. Jahrhundert aus Liebe zu einem christlichen Ritter habe taufen lassen und dort ihre letzte Ruhestätte gefunden habe.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Der Ort Fátima liegt etwa 130 Kilometer nördlich der portugiesischen Hauptstadt Lissabon an der Hauptverbindungsstraße zur Universitätsstadt Coimbra. Fátima gehört zum Distrikt Santarém und zum Bezirk Vila Nova de Ourém. Der Ort hat eine Fläche von ca. 71 km² und etwa 10.000 Einwohner (2001).

[Bearbeiten] Religiöse Bedeutung

Fátima ist ein bedeutender katholischer Wallfahrtsort, der, ähnlich wie Lourdes, auch von Kranken mit der Hoffnung auf Wunderheilung aufgesucht wird.

Berichtet wird, dass am 13. Mai 1917 drei Hirtenkinder, Lúcia dos Santos, Jacinta und Francisco Marto, auf einem freien Feld eine Erscheinung der Jungfrau Maria erfahren haben. Diese habe ihnen befohlen, künftig an jedem 13. des Monats an diesen Ort zurück zu kommen. Die Kinder vereinbarten untereinander Stillschweigen über diese Erscheinung, Jacinta brach jedoch dieses Versprechen, und so fanden sich am 13. Juni einige Neugierige ein, die sich mit eigenen Augen überzeugen wollten, ob die Geschichten der Kinder stimmten. Als jedoch im Juli, August und September die Zahl der Schaulustigen immer größer wurde, kündigte die Erscheinung für den 13. Oktober ein Wunder an. Am fraglichen Tag hätten Zehntausende von Anwesenden das Sonnenwunder gesehen – sie konnten problemlos die Sonne, die einer Silberscheibe ähnelte, anschauen, während sich diese wie ein Feuerrad drehte.

Am 13. Mai 1930 wurden die Erscheinungen durch den Bischof von Leiria als „glaubwürdig erklärt und die öffentliche Verehrung Unserer Lieben Frau von Fátima gestattet“.

Den drei Kindern seien während der dritten Erscheinung am 13. Juli die drei Geheimnisse von Fátima überliefert worden. 1941 schrieb Schwester Lúcia (1907–2005), eines der drei Kinder und das einzige, das zu diesem Zeitpunkt noch lebte (die beiden anderen wurden Opfer der Spanischen Grippe), das erste und zweite Geheimnis, 1944 das dritte Geheimnis auf. Die ersten beiden wurden direkt zur Veröffentlichung freigegeben, das dritte jedoch wurde versiegelt dem Papst zugestellt und sollte nicht vor dem Jahr 1960 veröffentlicht werden.

Papst Johannes XXIII. entschied sich gegen eine Veröffentlichung des dritten Geheimnisses von Fátima. Dieses wurde erst am 26. Juni 2000 in Rom durch Kardinal Joseph Ratzinger und Erzbischof Tarcisio Bertone bekannt gemacht. Der Inhalt wird von manchen so gedeutet, dass es sich auf das Papstattentat vom 13. Mai 1981 bezieht, das sich am Jahrestag der ersten Erscheinung ereignet hat. Papst Johannes Paul II. hatte seinen Attentäter Mehmet Ali Agca 1983 im Gefängnis besucht. Bei dem Gespräch bezog dieser sich auf die Erscheinungen von Fátima, indem er Papst Johannes Paul II. mehrfach gefragt habe, was das denn für eine Königin gewesen sei, die seinen Tod verhindert habe.[1]

Johannes Paul II. war dreimal in Fátima. Dort hat er auch am 13. Mai 2000 Jacinta und Francisco Marto selig gesprochen. Auch andere Päpste, wie Pius XII., hatten zu diesem Ort eine besondere Beziehung.

Gegenüber der alten Kathedrale Basilica Antiga wurde 2007 die neue Kirche Igreja da Santissima Trindade eingeweiht. Sie ist mit annähernd 9000 Sitzplätzen die viertgrößte katholische Kirche der Welt und der bislang größte Kirchenneubau des 21. Jahrhunderts (2009). Zwischen den beiden Kirchen befindet sich zudem der größte Kirchenvorplatz der Welt.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

In der Zusammenarbeit „Shrines of Europe“ ist Fátima seit 1996 mit fünf anderen Marienwallfahrtsorten verbunden. Diese sind:

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Stanislaw Dziwisz: Mein Leben mit dem Papst: Johannes Paul II. wie er wirklich war. Verlag St. Benno, 2007. ISBN 978-3746223469

[Bearbeiten] Literatur

  • Manfred Adler: Das „dritte Geheimnis“ von Fatima, 2. Auflage. Verlag Anton Schmid, Durach 1988
  • Antonio Borelli Machado: Fatima; Botschaft der Tragödie oder der Hoffnung?. Deutsche Vereinigung für eine christliche Kultur 1997, Paperback, Mit einem Vorwort von Kardinal Alfons Maria Stickler. ISBN 3-9805070-6-8
  • L. Gonzaga da Fonseca: Maria spricht zur Welt. 15. Auflage. Tyrolia, Innsbruck-Wien-München 1963
  • Josef Hanauer: Das „Dritte Geheimnis von Fatima“ kommentiert und demaskiert, Regensburg 2001
  • Michael Hesemann: Das Fatima-Geheimnis. 2. Auflage. Kopp, Rottenburg 2002/5
  • Kilian Lechner: Pilgerwege Fátima – Pilgerwegsführer, ISBN 978-3-89889-090-8, Broschur mit Übersichtskarte, Heinrichs-Verlag GmbH Bamberg
  • J. de Marchi: Fatima von Anfang an. Fatima/Portugal in div. Übersetzungen und Auflagen.

Siehe auch: Fatima-Gebet

[Bearbeiten] Weblinks

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39.628611111111-8.6652777777778Koordinaten: 39° 38′ N, 8° 40′ W

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