Fortschrittliche Bürgerpartei in Liechtenstein
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Die Fortschrittliche Bürgerpartei in Liechtenstein (FBP) ist eine konservative Partei im Fürstentum Liechtenstein.
Sie wurde 1918 als Reaktion auf die Entstehung der liberal-konservativen christlich-sozialen Volkspartei Liechtensteins ins Leben gerufen und betrieb eine konservative bis reaktionäre Politik. Sie wurzelte in bäuerlich-gewerblichen Milieu und war im Klerus stark verankert. Sie regierte von 1928-1970, 1974–1978, 1993 (Februar bis Oktober) und 2001–2005 mit einer absoluten Mehrheit der Mandate (2001 gewann sie mit 49 % der abgegebenen Stimmen 13 der 25 Parlamentssitze).
In den Auseinandersetzungen (2001–2003) um eine Verfassungsänderung, welche die Position des Fürsten Hans Adam II. und die direktdemokratischen Rechte der Wähler stärkte und die Position der gewählten repräsentativen Volksvertretung (Liechtensteinischer Landtag) und Regierung insgesamt schwächte, schlugen sich Parteiapparat und FBP-Mandatare – oft in Gegensatz zu vorher geäusserten Positionen – auf die Seite der Befürworter dieser Bestrebungen. Die Bevölkerung befürwortete die Verfassungsänderung im März 2003 mehrheitlich. Bei den Parlamentswahlen 2005 verlor die FBP ihre absolute Mehrheit im Parlament, blieb aber stimmenstärkste Partei Liechtensteins. Zusammen mit der Vaterländischen Union (VU) bildete sie eine Koalitionsregierung.
Bei den Landtagswahlen am 8. Februar 2009 wurde die FBP von der VU als stärkste Partei abgelöst. Regierungschef Otmar Hasler erklärte daraufhin seinen Rücktritt. Designierter Nachfolger Haslers ist der VU-Politiker Klaus Tschütscher, der die große Koalition mit der FBP fortsetzen will.[1]
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Spiegel Online: Liechtensteins Regierungschef Hasler tritt zurück vom 8. Februar 2009.

