Frohnleiten

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Stadtgemeinde
Frohnleiten
Wappen Österreichkarte
Wappen von Frohnleiten
Frohnleiten (Österreich)
Frohnleiten (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Graz-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: GU
Fläche: 153,91 km²
Koordinaten: 47° 16′ N, 15° 19′ OKoordinaten: 47° 16′ 13″ N, 15° 19′ 28″ O
Höhe: 438 m ü. A.
Einwohner: 6.633 (1. Jän. 2023)
Bevölkerungsdichte: 43 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 8130, 8131
Vorwahlen: 03126, 03867
Gemeindekennziffer: 6 06 63
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Brucker Straße 2
8130 Frohnleiten
Website: www.frohnleiten.com
Politik
Bürgermeister: Johannes Wagner (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(25 Mitglieder)
17
8
17 
Insgesamt 25 Sitze
Lage von Frohnleiten im Bezirk Graz-Umgebung
Lage der Gemeinde Frohnleiten im Bezirk Graz-Umgebung (anklickbare Karte)DeutschfeistritzDobl-ZwaringEggersdorf bei GrazFeldkirchen bei GrazFernitz-MellachFrohnleitenGössendorfGratkornGratwein-StraßengelHart bei GrazHaselsdorf-TobelbadHausmannstättenHitzendorfHitzendorfKainbach bei GrazKalsdorf bei GrazKumbergLaßnitzhöheLiebochNestelbach bei GrazPeggauRaaba-GrambachSankt BartholomäSankt Marein bei GrazSankt Oswald bei PlankenwarthSankt Radegund bei GrazSeiersberg-PirkaSemriachStatteggStiwollThalÜbelbachPremstättenVasoldsbergWeinitzenWerndorfWundschuhGrazSteiermark
Lage der Gemeinde Frohnleiten im Bezirk Graz-Umgebung (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Frohnleiten, vom Gschwendberg aus gesehen
Frohnleiten, vom Gschwendberg aus gesehen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Frohnleiten um 1830, Lith. Anstalt J.F. Kaiser, Graz
Rathaus Frohnleiten
Leobener Tor, Teil der ehemaligen Stadtbefestigung

Frohnleiten ist eine Stadt mit 6633 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2023) im Bezirk Graz-Umgebung im österreichischen Bundesland Steiermark.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt 30 km nördlich der Landeshauptstadt Graz direkt an der Mur, dem wichtigsten Fluss des Bundeslandes, wo sich das Mittlere Murtal zwischen dem obersteirischen Verkehrsknoten Bruck an der Mur und Graz verengt. Die Mur bildet hier ein Durchbruchstal zwischen den Hochgebirgen der Gleinalpe und des Hochlantschs und bietet in den Biegungen malerische Ausblicke. Die Region ist durch den Gleinalmtunnel der Pyhrnautobahn auch aus Nordwesten gut erreichbar.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus 15 Katastralgemeinden (Fläche 2016[1]):

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 24 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2023[2]):

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vier Nachbargemeinden liegen im Bezirk Graz-Umgebung, zwei im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag (BM) und je eine in den Bezirken Leoben (LN) und Weiz (WZ).

Bruck an der Mur (BM) Pernegg an der Mur (BM) Pernegg an der Mur
Leoben (LN) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Fladnitz an der Teichalm (WZ)
Übelbach Deutschfeistritz Semriach, Peggau

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäude des ehemaligen Bezirksgerichtes
Das Kloster am Hauptplatz, ehemals Serviten, bis September 2018 Franziskaner[7]

1939 wurde bei Straßenarbeiten südlich des Ortes im Murtal ein latènezeitliches Gräberfeld entdeckt. Bei der folgenden Notgrabung wurden sieben Brandbestattungen freigelegt. Da bei der Bergung und Aufbewahrung die Grabbeigaben vertauscht wurden, ist die Bewertung schwierig. Den Männergräbern wurden Waffen – eiserne Schwerter, Gürtelketten zur Schwertbefestigung mit den Schwertscheiden, Lanzen- und Pfeilspitzen, Schildbuckel – zugeordnet, sowie die teilweise erhaltene Einfassung eines ovalen Schildes. Dazu wurden noch Hiebmesser, Rasiermesser und eine Schere gezählt. Aus einem vermuteten Feinhandwerkergrab stammen eine Raspel und eine kleine Säge. Aus den Frauengräbern sind Armschmuck, Glasperlen und eine bronzene Gürtel-Gliederkette erhalten. Keramische Funde sind örtlicher Produktion entsprungen. Die ebenfalls gefundenen Fibeln ordnen die Grabfunde in die Mittellatènezeit (320–150 v. Chr.) ein.[8]

Die Gründung des Marktes erfolgte um 1280 durch die Grafen von Pfannberg, die auf der nahen Burg saßen und hier eine Murbrücke erbaut hatten. Diese Brücke war wirtschaftlich sehr wichtig, da sich der Hauptverkehrsstrom nach Graz hier vom rechten auf das linke Murufer verlagerte. Deshalb entwickelte sich auch eine Schmugglerroute zwischen Leoben und Frohnleiten über den Göß- und Gamsgraben, um dem Brückenzoll auszuweichen. Der Ort wurde hoch über dem Murufer errichtet. Der ursprüngliche Name Vreyliten (1306) bedeutet freie Leiten, das heißt freier Hang, grüne Wiese.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden unter anderem Kinder slowenischer Widerstandskämpfer nach Frohnleiten gebracht und von dort auf andere Lager verteilt.

Frohnleiten wurde am 1. Oktober 2001 zur Stadtgemeinde erhoben.[9]

Ende Februar 2015 stürzte die im Bau befindliche Schnellstraßenbrücke in Fahrtrichtung Graz über den Bahngleisen der ÖBB ein. Zu Schaden kam bei diesem Vorfall niemand.[10] Die Fertigstellung der Brücke verzögerte sich dadurch um drei Monate. siehe auch: Brückeneinsturz von Frohnleiten

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frohnleiten leidet seit den 1970er Jahren an einer dauerhaften Abwanderung. Vom Höchststand von 7.000 Einwohnern 1970 sind 2017 nur mehr 6.000 übrig geblieben, zuzüglich der Bewohner der eingemeindeten Gemeinden erreicht Frohnleiten immerhin 6.712 Einwohner. Die Stadt zählt somit zu den größten Verlierern im Bezirk Graz-Umgebung, denn beinahe alle anderen Gemeinden verzeichnen Bevölkerungszuwächse.[11][12]
Weiters ist Frohnleiten statistisch betrachtet auch die „älteste Gemeinde“ im Bezirk Graz-Umgebung, denn das Durchschnittsalter der Frohnleitner beträgt 45,9 Jahre.[13]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf den historischen Stadtkern von Frohnleiten
Ortskern vom Gschwendtberg aus gesehen
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Frohnleiten
Historisches Seilerhaus südöstlich im Vorgarten des ehemaligen Servitenklosters

Bekannt ist Frohnleiten auch dafür, dass es einen Abgang vom Hauptplatz gibt, der beheizt ist. Das rührt vom ehemaligen Reichtum der Stadt, der sich einst auf die Mülldeponie bezog. Eine Fußbodenheizung für den Hauptplatz, wie vielfach kolportiert wird, gibt es jedoch nicht.[15]

Im Rahmen des europäischen Wettbewerbes „Entente Florale Europe“ wurde Frohnleiten im Jahre 2000 mit einer Goldmedaille in der Kategorie Stadt ausgezeichnet.[16]

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frohnleiten liegt zwischen der Gleinalpe im Westen und dem Grazer Bergland im Osten und bietet daher viele Möglichkeiten zum Wandern und Klettern; ebenso eine Eislaufhalle, Radwege und einen Badesee.
  • Fußball: Der SV Frohnleiten Fußball spielt seit der Meisterschaftssaison 2010/11 in der Landesliga. Das Sportstadion Frohnleiten bietet etwa 1500 Besuchern Platz (500 Sitzplätze, 1000 Stehplätze).
  • Faustball: Mit dem SV MM Faustballverein hat Frohnleiten ein weiteres Aushängeschild. In der Saison 2012/13 wurde am Feld der Aufstieg in die 1. Bundesliga verpasst. In der Landesliga war wieder einmal SV MM 1 vor SV MM 2. In der Halle das idente Bild in der Landesliga. Die Bundesligamannschaft ist wieder einmal in die höchste Spielklasse aufgestiegen. Besonders zu erwähnen ist das Internationale Faustballturnier, das 2013 bereits zum 38. Mal ausgetragen wurde.[17]
  • Eishockey: Der EC Panthers Frohnleiten ist die Eishockeymannschaft aus Frohnleiten. Seit der Saison 2014/15 spielt Frohnleiten in dritthöchsten Eishockeyliga Österreichs. Spielstätte ist die Eishalle Frohnleiten.[18]
  • Tischtennis: Seit 1994 gibt es den Tischtennisverein in Frohnleiten. Der Betrieb findet in der Sporthalle Frohnleiten statt.
  • Reiten: Der Reitclub Frohnleiten (RC Frohnleiten) wurde 1994 ins Leben gerufen. Geritten wird am Reiterhofgelände in Schrauding. Mehrmals im Jahr finden hier europaweite Spitzenturniere statt.
  • Tennis: An den Tennisplätzen am Grünanger hat sich 1980 der Tennisclub Sparkasse Frohnleiten (TC Frohnleiten) angesiedelt. Der Verein ist Mitglied bei der steirischen Tennismeisterschaft.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S35 im Gemeindegebiet Frohnleiten
  • Straße: Durch das Gemeindegebiet von Frohnleiten verläuft die Brucker Schnellstraße S35. Die Anschlussstellen (von Nord nach Süd) Röthelstein, Laufnitzdorf, Rothleiten, Frohnleiten-Nord (HA St), Frohnleiten-Süd und Badl-Peggau befinden sich innerhalb der Gemeindegrenze.
    Am Kreisverkehr der Anschlussstelle Frohnleiten-Süd zweigt die Rechberg Straße B64 nach Schrems, Passail und Weiz ab.
    Mitten durch Frohnleiten führt die Landesstraße L121, welche von Bruck/Mur bis ans Ortsende von Peggau verläuft. Im Gemeindegebiet befinden sich sieben Murbrücken.
  • Eisenbahn: Der Bahnhof Frohnleiten liegt an der Südbahnstrecke. Die S-Bahn-Linie 1 verkehrt stündlich (in der Hauptverkehrszeit im 15- bis 30-Minuten-Takt) nach Graz Hauptbahnhof und Bruck an der Mur. Außerdem halten in Frohnleiten Regionalexpresszüge, die Direktverbindungen in Richtung Unzmarkt, Selzthal und Mürzzuschlag bieten. Mit Juni 2016 wurde der Bahnhof Frohnleiten um 78 Millionen Euro aufwändig saniert und neu errichtet. Bis dahin war der Bahnhof nicht barrierefrei und nicht auf dem aktuellen Stand der Technik. Das alte Bahnhofsgebäude wurde abgerissen, die beiden bestehenden Bahnsteige saniert und ein dritter neu errichtet. Die Landesstraßenunterführung wurde neu gebaut und die Gleis- und Weichenanlagen wurden ebenfalls rundum erneuert. Die Neueröffnung fand am 18. Oktober 2019 statt.[19] Künftig sollen alle 15 bzw. 30 Minuten S-Bahnen nach Graz Hbf. und alle 30 bzw. 60 Minuten nach Bruck an der Mur verkehren.[20][21]
  • Bus: Regionalbusse der Linie 100 (betrieben vom Busunternehmen Watzke) verkehren von Frohnleiten unter anderem nach Graz und Bruck an der Mur. Zusätzlich dazu ist Frohnleiten ein Halt der vom Unternehmen Niederl betriebenen Regionalbuslinie 160 von Passail Hauptplatz nach Graz Lendplatz. Das Frohnleitner Busunternehmen Eibisberger führt zahlreiche Einsätze für den Postbus durch, weiters werden Ski- und Urlaubsreisen angeboten.
    Seit dem Sommer 2017 existiert im Bezirk Graz-Umgebung das Mikro-ÖV-Projekt „GUST-Mobil“. Ansässige Bus- und Taxiunternehmen bieten zu günstigen Preisen Fahrten für die Bewohner an. Hierfür wurden GUST-Mobil-Haltestellen eingerichtet. Die Frohnleitner Bevölkerung nutzt dieses neue Angebot stark.[22][23]
  • Flughafen: Der Flughafen Graz liegt etwa 40 km von Frohnleiten entfernt. Der Sportplatz der Neuen Mittelschule kann im Notfall als Hubschrauberlandeplatz verwendet werden.
  • Radverkehr: Über den Hauptplatz von Frohnleiten führt rechtsufrig der Murradweg R2. Überdacht von der hochliegenden S35-Brücke führt eine Geh-Rad-Brücke über die Mur.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptachse der Frohnleitner Wirtschaft ist die Mülldeponie. Diese sorgte in den 1970er bis 1990er Jahren für den wirtschaftlichen Höhenflug der Gemeinde. Jedoch ist auch die Deponie für den extrem hohen Schuldenberg der Stadtgemeinde verantwortlich, der sich auf 56 Millionen Euro beläuft.[24][25]
In Frohnleiten befinden sich Unternehmen der holzverarbeitenden Industrie, ein Technisches Büro für Luftfahrt und Maschinenbau u. v. m. Die Waldbahn Frohnleiten war von 1925 bis 1951 in Betrieb.

Weitere Unternehmen

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Rettungsstelle des Roten Kreuzes in Frohnleiten versorgt die umliegenden Gemeinden (Semriach und Peggau).
  • Der Einsatzbereich der Freiwilligen Feuerwehr Frohnleiten und der Freiwilligen Feuerwehr Röthelstein umfasst das gesamte Stadtgebiet sowie die umliegenden zur Gemeinde gehörenden Ortschaften.

Außerdem besteht die Betriebsfeuerwehr der Firma Mayr-Melnhof Karton.

Seit März 2019 bieten die Gemeindebetriebe Frohnleiten im Rahmen des Kabel-TV-Services ein Nachrichtenmagazin an. Skyline TV behandelt Themen aus Wirtschaft, Kunst, Kultur und Soziales. Wöchentlich werden neue Sendungen produziert und vier Mal am Tag ausgestrahlt. Diese Beiträge sind auch auf YouTube abrufbar.[26]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindergärten und -krippen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Frohnleiten gibt es drei Kindergärten:

  • Pfarrkindergarten Frohnleiten
  • Pinocchio Kindergarten Frohnleiten, seit Sommer 2017 im Gelände des sanierten Pfarrkindergartens.
  • Kindergarten und Kinderkrippe Röthelstein, im Ortsteil Röthelstein
  • Regionalstelle der Tagesmütter Steiermark, am Hauptplatz[27]

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volksschule
  • Mittelschule
  • Fachschule für Gesundheits- und Krankenpflege
  • Musikschule
  • Volkshochschule, eine Zweigstelle der VHS Graz-Umgebung

700 Schülerinnen und Schüler werden derzeit an der Volksschule und an der Neuen Mittelschule Frohnleiten unterrichtet. Die meisten von ihnen kommen aus den Gemeinden Frohnleiten, Breitenau, Fladnitz und Pernegg. Früher gab es in Frohnleiten zwei Volksschulen und bis 2012 in Laufnitzdorf eine Volksschule. Im Jahr 2015 wurde die Hauptschule Frohnleiten in eine Neue Mittelschule umgewandelt.

Ein Teil der Frohnleitner Schüler besucht außerhalb der Stadt eine Schule. In diesen Fällen sind dies meistens die Polytechnische Schule in Deutschfeistritz, das Bundesgymnasium Rein, die HTL Kapfenberg, die HTL Bulme Graz-Gösting und weitere Schulen in Bruck an der Mur, Kapfenberg und Graz.

Bildungszentrum Frohnleiten: Renovierung und Neubau:

Im Jahr 2015 war der Spatenstich für ein Bildungszentrum in Frohnleiten. 5,18 Millionen Euro wurde vom Land Steiermark und der Stadtgemeinde Frohnleiten investiert, um die bereits älteren und baufälligen Gebäude der Volksschule und Mittelschule zu sanieren. Die Volksschule und die Neue Mittelschule wurden von Grund auf saniert, neben neu eingerichteten Klassenräumen, neuen Wasser- und Heizungsleitungen und einem Zubau an der Volksschule wurde auch die Fassade saniert. Nun bietet die neue Infrastruktur genügend Platz und Ressourcen für eine Ganztagsschule. Eine Musikschule wurde ebenso komplett neu im Areal des Bildungszentrums errichtet. Nach knapp zwei Jahren war das Projekt mit Beginn des Schuljahres 2016/2017 fertiggestellt.[28]

Seit Oktober 2008 befindet sich im Areal der Neuen Mittelschule ein Jugendzentrum (JUZ). Dieses veranstaltet des Öfteren Workshops, Turniere und Ausflüge für die Frohnleitner Jugendlichen.

Politik und Wahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2020[29]
(69,96 % Wahlbeteiligung)
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
61,01 %
(+26,79 %p)
27,20 %
(−11,61 %p)
2,64 %
(−4,93 %p)
3,40 %
(n. k. %p)
1,72 %
(n. k. %p)
1,29 %
(n. k. %p)
2,74 %
(−16,66 %p)
2015

2020


Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern. Seit der Gemeinderatswahl vom 28. Juni 2020 besteht folgende Mandatsverteilung: 17 ÖVP, 8 SPÖ. Die Wahlbeteiligung sank von 75,25 % im Jahr 2015 auf 69,96 % im Jahr 2020. Es traten sieben Listen zur Wahl an. Neben den bereits im Gemeinderat vertreten Fraktionen (SPÖ, ÖVP, FPÖ und Bürgerliste „Wir Frohnleiten“) versuchten auch Die Grünen, NEOS und KPÖ in den Gemeinderat einzuziehen. Der eigentliche Termin der Wahl war für den 22. März 2020 geplant. Auf Grund der COVID-19-Pandemie wurde der Termin in den Juni verschoben.
Schlussendlich verpassten allen neu angetretenen Listen sowie die FPÖ und die Bürgerliste den Einzug. Die Grünen fochten die Wahl an, da sie nur um eine Stimme den Einzug in den Gemeinderat verfehlten. Der Anfechtung wurde jedoch nicht stattgegeben, da keine Hinweise auf eine Manipulation vorlagen[30]. Mit 19 und 18 Jahren kandidierten für NEOS die im Durchschnitt jüngsten Kandidaten in der Steiermark[31]. Die Bürgerliste verkündete ihren Abschied aus der Politik, nachdem sie von ursprünglich fünf Mandaten aus dem Gemeinderat fiel[32].

Nationalrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalratswahl 2019[33]
(59,15 % Wahlbeteiligung)
 %
40
30
20
10
0
26,94 %
(−4,38 %p)
37,79 %
(+9,48 %p)
16,12 %
(−12,64 %p)
9,94 %
(+8,02 %p)
6,18 %
(+1,17 %p)
1,47 %
(−1,70 %p)
1,56 %
(+0,05 %p)
2017

2019


Bei der Nationalratswahl 2019 gewann die ÖVP in Frohnleiten die Stimmenmehrheit. Dahinter lag die SPÖ, welche ein deutlich besseres Ergebnis verzeichnete als bundesweit. Es folgten die FPÖ und die Grünen, welche ein schlechteres Ergebnis als landesweit erlangten. Die NEOS übersprangen die 4-%-Hürde. Alle weiteren Listen erlangten zusammen vier Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,15 Prozent.

EU-Parlament[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europawahl 2019[34]
(46,97 % Wahlbeteiligung)
 %
40
30
20
10
0
26,85 %
(−3,89 %p)
35,96 %
(+16,97 %p)
18,06 %
(−7,86 %p)
10,65 %
(−0,79 %p)
7,02 %
(+0,89 %p)
1,46 %
(−5,32 %p)
2014

2019


Bei der EU-Parlamentswahl 2019 gewann die ÖVP in Frohnleiten die Stimmenmehrheit. Dahinter lagen SPÖ und FPÖ. Die Grünen landeten auf dem vierten Rang, schnitten aber schlechter ab als im bundesweiten Ergebnis. Am fünften Platz rangierten die NEOS. Alle weiteren Fraktionen erlangten zusammen eineinhalb Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,97 Prozent.

Landtag Steiermark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landtagswahl 2019[35]
(55,80 % Wahlbeteiligung)
 %
40
30
20
10
0
39,42 %
(+13,36 %p)
28,39 %
(−7,94 %p)
13,32 %
(−11,07 %p)
9,79 %
(+4,78 %p)
4,78 %
(+0,58 %p)
4,31 %
(+2,18 %p)
2015

2019


Bei der steirischen Landtagswahl 2019 gewann die ÖVP in Frohnleiten die Stimmenmehrheit. Dahinter lagen SPÖ und FPÖ. Die Grünen landeten auf dem vierten Rang, schnitten aber schlechter ab als im bundesweiten Ergebnis. Am fünften Platz folgen die NEOS.

Bundespräsident[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundespräsidentenwahl 2016 – Erster Wahlgang
(61,5 % Wahlbeteiligung, 1,4 % Ungültige Stimmen)
38,4 %
13,2 %
21,6 %
16,2 %
8,7 %
1,8 %
Hofer Van der Bellen Griss Hundstorfer Khol Lugner
Ergebnis der
wiederholten
Stichwahl
2016
46,8 %
53,2 %
Van der
Bellen
Hofer

Im ersten Wahlgang der Bundespräsidentenwahl 2016 erreichte Norbert Hofer den ersten Platz in Frohnleiten. Irmgard Griss konnte in Frohnleiten besonders gut abschneiden, denn sie ließ Rudolf Hundstorfer und Alexander Van der Bellen hinter sich. In Frohnleiten konnte Hundstorfer sogar Van der Bellen überholen, welcher mit rund 13 % sehr schlecht abschnitt. Andreas Khol schnitt ebenso schlechter ab als im bundesweiten Ergebnis. Richard Lugner erreichte 1,8 %.[36]
Bei der endgültigen Wahl zum Bundespräsidenten der Republik Österreich gewann in Frohnleiten Norbert Hofer mit rund 53 % vor Alexander Van der Bellen, welcher 46,8 % erreichte.[37]

Bei der Bundespräsidentenwahl 2022 entfielen auf die einzelnen Wahlwerber: Alexander Van der Bellen 52,0 %, Walter Rosenkranz 18,1 %, Tassilo Wallentin 12,4 %, Gerald Grosz 7,4 %, Dominik Wlazny 7,1 %, Michael Brunner 1,6 % und Heinrich Staudinger 1,4 % der Stimmen.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1932–1938 Dr. Franz Ammann
  • 1938–1939 Alois Haas
  • 1939–1944 Karl Gollesch
  • 1944–1945 Franz Erblehner
  • 1945–1946 Dr. Franz Ammann
  • 1946–1952 Wilhelm Scheucher
  • 1952–1955 Karl Derler sen.
  • 1955–1977 Wolfgang Fürstenberg
  • 1977–2004 Peter Gottlieb (SPÖ)
  • 2004–2005 Wolfgang Thomann (SPÖ)
  • 2005–2007 Manfred Grundauer (SPÖ)
  • 2007–2013 Johann Ussar (SPÖ)
  • 2013–2015 Jörg Kurasch (SPÖ)
  • seit 2015 Johannes Wagner (ÖVP)

Peter Gottlieb galt mit seinen 27 Jahren im Amt des Bürgermeisters als „Wunder-Bürgermeister“. Er ließ die Frohnleitner Mülldeponie errichten, dadurch wurde die Gemeinde schnell sehr wohlhabend. Es begann der Ausbau der Infrastruktur mit Sporthalle, einer Tiefgarage und einem neuen Hauptplatz.[38][39]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutschland Schnaittach, Deutschland, seit 1996. Die Partnerschaft zwischen Frohnleiten und Schnaittach besteht aufgrund von überlebenden Kriegsgefangenen. Die Städtepartnerschaft, im Sinne eines friedlichen Europa, wird durch Veranstaltungen der beiden Freiwilligen Feuerwehren gepflegt.[40]

Weiters hat Frohnleiten mit folgenden europäischen Gemeinden eine Kooperation:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Vorgängergemeinden hatten je ein Gemeindewappen. Wegen der Gemeindezusammenlegung verloren diese mit 1. Jänner 2015 ihre offizielle Gültigkeit.

Die Verleihung des Gemeindewappens für Frohnleiten erfolgte mit Wirkung vom 1. August 1985.
Die Blasonierung (Wappenbeschreibung) lautet:

„In rotem Schild ein wasserfarbener Fluss, der die unterhalben Schildränder füllt und über den im Schildfuß eine silberne Brücke zu einem silbernen Turm führt; dieser mit geschindeltem hohen Pultdach, einem Zinnenkranz von vier Zinnen, darin schwarze Schlüssellochscharten, das Tor geöffnet mit einem sich vor schwarzem Grund hebenden silbernen Fallgitter, darüber zwei schwarze Öffnungen in Form von Schlüssellochscharten.“

Die Neuverleihung desselben Gemeindewappens für die Fusionsgemeinde erfolgte mit Wirkung vom 1. September 2015.[41]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die in der Stadt gewirkt haben oder wohnten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ferruccio Busoni (1866–1924) italienischer Pianist, Komponist, Dirigent, Librettist, Essayist und Musikpädagoge. 1885 war er kurze Zeit in Leipzig und Berlin, anschließend in Frohnleiten, wo erste Entwürfe seiner unvollendeten Oper Sigune entstanden.
  • Austin Egen (1897–1941), Pianist, Sänger und Komponist, lebte und starb in Frohnleiten
  • Alfons Hochhauser (1906–1981), österreichischer Aussteiger und Abenteurer, in Frohnleiten aufgewachsen, langjähriger Mitarbeiter von Hans Hass
  • Madame d’Ora (eigentlich Dora Kallmus, 1881–1963), österreichische Fotografin, verbrachte ihre letzten Lebensjahre und verstarb in Frohnleiten
  • Franz Mayr von Melnhof (1854–1893), Industrieller

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Zeiller: Fronleiten. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Provinciarum Austriacarum. Austria, Styria, Carinthia, Carniolia, Tyrolis … (= Topographia Germaniae. Band 10). 3. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1679, S. 18 (Volltext [Wikisource]).
  • Othmar Pickl: Frohnleiten. 1956.
  • Othmar Pickl: 700 Jahre Frohnleiten. 1996.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Frohnleiten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Regionalinformation, Stichtag 31. Dezember 2016, abgerufen am 19. Februar 2017
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2023 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2023), (ODS, 500 KB)
  3. Stadtgemeinde Frohnleiten – Stadtgemeinde Frohnleiten. In: www.frohnleiten.org. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. September 2017; abgerufen am 15. Januar 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.frohnleiten.org
  4. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 16. Dezember 1991 über die Vereinigung der Marktgemeinde Frohnleiten und der Gemeinde Rothleiten (politischer Bezirk Graz-Umgebung). Steiermärkisches Landesgesetzblatt, ausgegeben 30. Dezember 1991, Nr. 111/1991, 28. Stück, ZDB-ID 705127-x. S. 266.
  5. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 21. November 2013 über die Vereinigung der Stadtgemeinde Frohnleiten und der Gemeinden Röthelstein und Schrems bei Frohnleiten, alle politischer Bezirk Graz-Umgebung. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 6. Dezember 2013. Nr. 152, 35. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 682.
  6. Stadtjournal Ausgabe Juli/August 2012, Seite 5
  7. Kleine Zeitung, Print, 24. August 2018
  8. Susanne Sievers, Otto Helmut Urban, Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z. Mitteilungen der prähistorischen Kommission im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S. 572 f.
  9. LGBl. Nr. 58/2001 Stück 21, abgerufen am 7. September 2018.
  10. Nach Brückeneinsturz: S35 am Mittwoch wieder frei. In: kurier.at. 24. Februar 2015, abgerufen am 22. Dezember 2017.
  11. Didi Hubmann: Bevölkerungsstatistik: Graz wird "überrannt" - alle Zuwachsraten. In: kleinezeitung.at. 21. Februar 2015, abgerufen am 25. Februar 2024.
  12. Lucia Schnabl: Im Norden regiert die Ab-, im Süden die Zuwanderung - Graz. In: meinbezirk.at. 7. Februar 2014, abgerufen am 25. Februar 2024.
  13. SABRINA LUTTENBERGER: Älteste Gemeinde Frohnleiten vs jüngste Gemeinde Dobl. In: kleinezeitung.at. 17. August 2013, abgerufen am 25. Februar 2024.
  14. Matzig, Bachmann: Häuser des Jahres. Callwey-Verlag 2011.
  15. Radiosendung Diagonal auf Ö1 vom 11. November 2006
  16. blumenbuero.or.at
  17. Homepage der Faustballer
  18. panthers-frohnleiten.at
  19. Bahnhof Frohnleiten feierlich eröffnet. In: ÖBB-Presse. 18. Oktober 2019, abgerufen am 15. Januar 2020.
  20. 80 Mio. Euro für neuen Bahnhof Frohnleiten. In: steiermark.orf.at. 16. Juni 2016, abgerufen am 14. November 2018.
  21. Katharina Grasser: Moderner Bahnhof für Frohnleiten - Graz-Umgebung. In: meinbezirk.at. 14. Juli 2015, abgerufen am 25. Februar 2024.
  22. Robert Preis: Mit Umfrage: Gustmobil-Bilanz: Von der Hochzeit bis zur Einkaufstour. In: kleinezeitung.at. 6. August 2017, abgerufen am 25. Februar 2024.
  23. GUST-Mobil startet in Graz-Umgebung. In: steiermark.orf.at. 14. Juni 2017, abgerufen am 22. Oktober 2017.
  24. frohnleiten.com
  25. Schuldenreport: So steht es um die Finanzen von Frohnleiten. In: kleinezeitung.at. 18. Dezember 2015, abgerufen am 25. Februar 2024.
  26. wir-frohnleitner.at
  27. frohnleiten.org
  28. Nina Schemmerl: Frohnleitner Bildungszentrum: Zentrale Schlüssel für die Zukunft - Graz-Umgebung. In: meinbezirk.at. 28. September 2016, abgerufen am 25. Februar 2024.
  29. orf.at
  30. Jakob Traby: Steirisches Nachspiel - Wahlergebnis in fünf Gemeinden beeinsprucht. In: krone.at. 4. Juli 2020, abgerufen am 29. Februar 2024.
  31. Nina Schemmerl: Frischer Wind in GU-Nord: NEOS vertreten - Graz-Umgebung. In: meinbezirk.at. 3. März 2020, abgerufen am 25. Februar 2024.
  32. Frohnleiten Skyline: GR Wahl 2020 Frohnleiten Statements auf YouTube, 1. Juli 2020, abgerufen am 25. Februar 2024 (Laufzeit: 25:31 min).
  33. orf.at
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  36. bundeswahlen.gv.at
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  38. Wieder Wechsel: Ussar wird Bürgermeister. In: oesterreich.orf.at. 19. September 2007, abgerufen am 28. Oktober 2018.
  39. Österreich: Wie im Märchen. In: Der Spiegel. Nr. 19, 1992 (online).
  40. rena eichberger: Schlechte Zeiten, gute Zeiten - Graz-Umgebung. In: meinbezirk.at. 24. August 2016, abgerufen am 25. Februar 2024.
  41. 60. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 6. August 2015 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Stadtgemeinde Frohnleiten (politischer Bezirk Graz-Umgebung), abgerufen am 12. August 2015