GAGFAH

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GAGFAH S.A.
Logo der GAGFAH
Unternehmensform Société Anonyme
ISIN LU0269583422
Gründung 1918
Unternehmenssitz Luxemburg
Unternehmensleitung

William Joseph Brennan (CEO)

Mitarbeiter

1390 (31. Dezember 2008)

Umsatz

1.210 Mio. € (2008)

Branche Immobilienunternehmen
Website

GAGFAH S.A.

Die GAGFAH ist mit einem Bestand von rund 170.000 Mietwohnungen und 20.000 für Dritte verwalteten Wohnungen das größte an der deutschen Börse notierte Immobilienunternehmen. Hauptsitz des in Deutschland als GmbH geführten Unternehmens ist Essen. Hauptaktionär ist das Investmentunternehmen Fortress Investment Group LLC mit einem Aktienanteil von rund 60 %. Chief Executive Officer (CEO) ist seit dem 7. April 2009 William Joseph Brennan. Die GAGFAH GROUP erzielt den Großteil ihrer Einnahmen aus der Vermietung und Bewirtschaftung ihres bundesweiten Wohnungsbestandes.

Der Name GAGFAH war ursprünglich ein Acronym und stand für „Gemeinnützige Aktien-Gesellschaft für Angestellten-Heimstätten“. Mit der Änderung der Gesellschaftsform im Jahre 2004 und der damit verbundenen Aufhebung der Gemeinnützigkeit ist GAGFAH nur noch die Markenbezeichnung des Unternehmens.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Börsengang

Für den Börsengang wurde die GAGFAH als Société Anonyme (S.A.), eine Aktiengesellschaft nach luxemburgischen Recht, gegründet. Die Geschäftstätigkeit bezieht sich auf Kauf und Bewirtschaftung von Wohnimmobilienportfolios.

Während des Börsenganges (IPO) lief die Zeichnungsfrist vom 10. bis 18. Oktober 2006 bei einer Bookbuildingspanne von 17,00 bis 19,00 Euro. Die Erstnotiz erfolgte am 19. Oktober 2006 zu einem Eröffnungskurs von 19,00 Euro. (WKN A0LBDT; Symbol GFJ; ISIN LU0269583422)

[Bearbeiten] Portfolio

Die GAGFAH GROUP ist Eigentümerin eines geografisch diversifizierten Wohnimmobilienportfolios welches sich über ganz Deutschland erstreckt. Im Jahre 2008 befanden sich Mietwohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von ca. 10.000.000 m² im Eigentum der GAGFAH GROUP. Der Großteil des Gebäudebestandes wurde zwischen 1950 und 1979 errichtet. Die durchschnittliche Mietdauer liegt bei über 11 Jahren. Die Vermietungsquote beträgt rund 96%. Die durchschnittliche Wohnfläche pro Mieteinheit beträgt 60 m². Das Portfolio ist auf über 350 Städte und Standorte in ganz Deutschland aufgeteilt. Größte Standorte waren am 31. März 2009 Dresden (40.575 Wohnungen), Berlin (29.016 Wohnungen) und Hamburg (9.842 Wohnungen).

[Bearbeiten] Sozialchartas

In sogenannten Sozial-Chartas werden Mieterschutzregeln festgeschrieben. Diese werden vom Deutsche Mieterbund kritisch beurteilt: „Die hier vereinbarten Schutzrechte für Mieter sind weitgehend wertlos. Sie sind eher geeignet, Mietern und Kommunalpolitikern Sand in die Augen zu streuen.“

[Bearbeiten] Geschichte

Die GAGFAH wurde am 14. August 1918 in Berlin gegründet. Sie war bereits in der Anfangszeit eine der größten Wohnungsbaugesellschaften. 1924-1956 war der Architekt Arnold Knoblauch Vorstandsvorsitzender. Von August 2006 bis April 2009 war Burkhard Ulrich Drescher, ehemals Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen, Vorsitzender der Geschäftsführung der GAGFAH GROUP (CEO = Chief Executive Officer), Vorsitzender der Geschäftsführung der GmbH und Mitglied des Verwaltungsrates. Sein Nachfolger, der ursprünglich erst im August 2009 das Amt antreten sollte, ist William Joseph Brennan.[1]

Im Juli 2004 verkaufte die damalige Bundesversicherungsanstalt für Angestellte ihre in der GAGFAH gebündelten 81.000 Wohnungen an 147 Standorten in Deutschland, davon allein rund 24.000 in Berlin, im Rahmen einer Privatisierung an die US-amerikanische Firma Fortress für rund 3,5 Milliarden Euro. Zur Immobiliengruppe der Fortress zählt mittlerweile neben der GAGFAH auch die NILEG Immobilien Holding (Hannover).

Im April 2006 wurde die WOBA Dresden mit ca. 48.000 Wohnungen und ca. 1.320 Gewerbeeinheiten übernommen.

Im Mai 2007 kaufte die GAGFAH für 80,7 Millionen Euro weitere 920 Wohnungen und 71 Gewerbeobjekten, darunter rund 500 Wohnungen aus einem Paketverkauf der VGH Versicherungen, die damit Bestände der Landschaftlichen Brandkasse auflöste.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. GAGFAH: Vorstandschef wechselt sofort, 06. April 2009
  • Günther Schulz, Die Angestellten seit dem 19. Jahrhundert. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2000
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