Griffen

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Wappen Karte
Wappen von Griffen
Griffen (Österreich)
DEC
Griffen
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Kärnten
Politischer Bezirk Völkermarkt (VK)
Fläche 74,74 km²
Koordinaten 46° 42′ N, 14° 44′ O46.70444444444414.732777777778484Koordinaten: 46° 42′ 16″ N, 14° 43′ 58″ O
Höhe 484 m ü. A.
Einwohner 3625 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 49 Einwohner je km²
Postleitzahl 9112
Vorwahlen 0 42 33
Gemeindekennziffer 2 08 08
AT213
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Griffen 5
9112 Griffen
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Josef Müller (ÖVP)
Gemeinderat (2009)
(23 Mitglieder)
14 ÖVP, 4 SPÖ, 5 BZÖ

Griffen (slow. Grebinj) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Völkermarkt in Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Die Gemeinde liegt im Jauntal zwischen dem Klagenfurter Becken und dem Lavanttal.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Griffen ist in neun Katastralgemeinden gegliedert: Griffnerthal, Großenegg (Tolsti Vrh), Haberberg (Gabrje), Kaunz (Homec), Kleindörfl (Mala vas), Pustritz, St. Kollmann (Šentkolman), Wölfnitz (Golovica), Wriesen (Brezje).

Das Gemeindegebiet umfasst 35 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 2001):

Burgruine Griffen
Stift Griffen
Schloss Hirschenau bei Wallersdorf
  • Altenmarkt (154)
  • Enzelsdorf (199)
  • Erlach (68)
  • Gariusch (47)
  • Gletschach (49)
  • Griffen (899)
  • Griffnergemeinde (133)
  • Großenegg (75)
  • Grutschen (38)
  • Haberberg (109)
  • Kaunz (88)
  • Kleindörfl (39)
  • Klosterberg (3)
  • Langegg (66)
  • Lichtenwald (5)
  • Limberg (37)
  • Lind (124)
  • Obere Gemeinde (1)
  • Poppendorf (128)
  • Pustritz (238)
  • Rakounig (253)
  • Rausch (78)
  • Salzenberg (1)
  • Sankt Jakob (23)
  • Sankt Kollmann (90)
  • Sankt Leonhard an der Saualpe (12)
  • Schloßberg (166)
  • Stift Griffen (13)
  • Tschrietes (29)
  • Untergrafenbach (18)
  • Untergreutschach (161)
  • Unterrain (87)
  • Wölfnitz (34)
  • Wallersberg (147)
  • Wriesen (65)

[Bearbeiten] Geschichte

Urkundlich wurde Griffen erstmals 822 erwähnt. Der Ort entstand rund um die inzwischen verfallene Burg, die von Bamberger Bischöfen um 1100 errichtet und seither immer wieder erweitert wurde. Sie sicherte den wichtigen Übergang vom Klagenfurter Becken über den Griffnerberg ins Lavanttal. Griffen wurde 1237 erstmals ausdrücklich als Markt genannt und gehörte von 1007 bis 1759 zum Hochstift Bamberg.

Als politische Gemeinde wurde Griffen 1850 gegründet und 1858 durch Haberberg und Kaunz erweitert, zwischen 1869 und 1876 gehörte auch die Nachbargemeinde Ruden zum Gemeindegebiet. Bei der Gemeindereform 1973 wurden schließlich die Katastralgemeinden Wölfnitz und Pustritz eingemeindet.

Im Burgberg wurde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs eine Tropfsteinhöhle (Griffener Tropfsteinhöhle) entdeckt, die 1956 für die Allgemeinheit geöffnet wurde. Neben fossilen Tierknochen wurden hier auch steinzeitliche Werkzeuge gefunden, die belegen lassen, dass der Neandertaler in der Höhle schon vor 20.000 - 100.000 Jahren Unterschlupf gesucht hat.

Abseits des Ortes befindet sich das 1236 gegründete und 1786 aufgelassene Prämonstratenserstift Griffen.

[Bearbeiten] Bevölkerung

Nach der Volkszählung 2001 hat die Marktgemeinde Griffen 3.677 Einwohner, davon sind 96,4 % österreichische und 1,6 % bosnische Staatsbürger. 95,0 % der Bevölkerung als Umgangssprache Deutsch an, 1,3 % Slowenisch.

Zur römisch-katholischen Kirche bekennen sich 94,9 % der Gemeindebevölkerung, zur evangelischen Kirche und zum Islam jeweils 1,0 %, ohne religiöses Bekenntnis sind 1,7 %.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

In den Neunzigerjahren erregten Pläne des Künstlers Friedensreich Hundertwasser Aufsehen, den Hauptplatz in seinem Stil umzugestalten, welche dann aber aus Kostengründen nicht umgesetzt wurden.

[Bearbeiten] Musik

Trachtenkapelle Markt Griffen, gemischter Chor Griffen, diverse Dorfgemeinschaften und Feuerwehren Greutschach-Kaunz, Griffen, Pustritz-Langegg und Enzelsdorf,

[Bearbeiten] Bauwerke

[Bearbeiten] Naturdenkmäler

Grutschen mit Mostwanderweg
Gehöft am Mostwanderweg in Grutschen
Weiberwinkel in Grutschen

[Bearbeiten] Grutschen

Der Griffener Ortsteil liegt auf einem südlichen Ausläufer der Saualpe zwischen dem Granitztal im Osten und dem Wöfnitzbach im Westen. Weiter im Süden davon erhebt sich der Weißenegger Berg.

[Bearbeiten] Granitztaler Mostwanderweg

Von Sankt Martin im Granitztal (Marktgemeinde Sankt Paul im Lavanttal) ausgehend führt eine der drei Varianten dieses Weges über die Grutschen. Jedes Jahr am 1. Mai veranstaltet man die Granitztaler Blütenwanderung.

[Bearbeiten] Weiberwinkel auf der Grutschen

Folgende Legende erzählt man an dieser Waldlichtung: „Vor vielen vielen Jahren gingen in der Nacht vom Faschingdienstag auf den Aschermittwoch zwei Mädchen vom Tanze nach Hause. Eine war fröhlich und sang, die Andere war nachdenklich und betete. Als sich die Wege der Beiden trennten, lauerte bereits ein Furcht erregender Geselle auf das singende Mädchen. Der Wegelagerer überfiel das ahnungslose Geschöpf und nach kurzem Widerstand musste es in dieser Nacht sein Leben lassen.

Nachträglich erfuhr man, dass der Überfall aufgrund einer verschmähten Liebe erfolgte. Lange sah man noch Spuren dieser Begebenheit. Aber auch andere Überfälle fanden hier statt. So wurde z.B. der Bauer J. Baumgartner vulgo Themel zirka 1900 hier überfallen. Sein Hund rettete ihm das Leben.“

Heute steht dort eine Waldkapelle, die im Jahre 2001 vom Landwirt und Maurer Gerhard Karisch errichtet wurde.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 23 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:[1]

Direkt gewählter Bürgermeister ist Josef Müller (ÖVP).[2]

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen von Griffen zeigt „In Gold eine schwarze, blutig abgeschnittene Greifenkralle.“ Die Führung eines Marktsiegels in Griffen ist seit 1592 überliefert, ohne dass dafür bisher eine Verleihung oder Bestätigung nachweisbar ist. Aufgrund der Ähnlichkeit mit dem Wappen von Villach geht eine Vermutung zur Entstehung des Motivs dahin, dass die Bamberger Bischöfe nach der Gründung des Stifts Griffen im 13. Jahrhundert eine Stadtgründung anstrebten; das ab 1236 bestehende Prämonstrantenserstift führte im Wappen einen Greifen. Die Greifenklaue kann aber auch als eine Anspielung auf den Ortsnamen gedeutet werden (Greif heißt im Mittelhochdeutschen grife), auch wenn die tatsächliche Entstehung des Namens andere Wurzeln hat, und auf eine vorslawische Bezeichnung für eine Flussmündung zurückgeht.

Das Wappen wurde der Gemeinde am 20. November 1969 bestätigt und gleichzeitig eine Fahne verliehen, die die Farben Schwarz-Gelb-Rot mit eingearbeitetem Wappen zeigt.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

  • Der Schriftsteller Peter Handke wurde in Altenmarkt geboren.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Amt der Kärntner Landesregierung, abgerufen 18. März 2009.
  2. Amt der Kärntner Landesregierung, abgerufen 18. März 2009.

[Bearbeiten] Weblinks

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