Hartmut Steinecke

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Hartmut Steinecke (* 12. März 1940 in Nürnberg) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und Hochschullehrer.

Wissenschaftliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steinecke studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Saarbrücken und Bonn, wo er 1966 mit einer Dissertation über Hermann Broch den Doktorgrad erwarb. Nach seiner Promotion war er von 1967 bis 1973 wissenschaftlicher Assistent am Germanistischen Seminar der Bonner Universität, wo er sich 1973 mit einer Arbeit über Romantheorie und Romankritik in Deutschland habilitierte. 1974 wurde er Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Paderborn. Dort lehrte er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2005.

1992 gründete er in Paderborn das Jenny Aloni-Archiv. Im Jahr 2002 wurde Steinecke in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Zwischen 1966 und 2008 war er wiederholt Visiting Professor an verschiedenen nordamerikanischen Hochschulen.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Broch und der polyhistorische Roman. Studien zur Theorie und Technik eines Romantyps der Moderne. Bonn 1968 (Diss. Bonn 1966)
  • Romantheorie und Romankritik in Deutschland. Die Entwicklung des Gattungsverständnisses von der Scott-Rezeption bis zum programmatischen Realismus. 2 Bde. Stuttgart 1975–1976. (Habilschr. Bonn 1973)
  • Romanpoetik von Goethe bis Thomas Mann. Entwicklungen und Probleme der „demokratischen Kunstform“ in Deutschland. München 1987. ISBN 3-7705-2436-5.
  • Erfahrung und Erfindung. Interpretationen zum deutschen Roman vom Barock bis zur Moderne. Heidelberg 1992. ISBN 3-8253-4545-9.
  • Unterhaltsamkeit und Artistik. Neue Schreibarten in der deutschen Literatur von Hoffmann bis Heine. Bielefeld 1998. ISBN 3-503-03795-0.
  • Von Lenau bis Broch. Studien zur österreichischen Literatur - von außen betrachtet. Tübingen / Basel 2002. ISBN 3-7720-2886-1.
  • Die Kunst der Fantasie. E.T.A. Hoffmanns Leben und Werk. Frankfurt am Main / Leipzig 2004. ISBN 3-458-17202-5.
  • „Um zu erleben, was Geschichte ist, muss man Jude sein“. Jenni Aloni - eine deutsch-jüdische Schriftstellerin. Aisthesis, Bielefeld 2017. ISBN 978-3-8498-1227-0

Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Literaturkritik des Jungen Deutschland : Entwicklungen - Tendenzen - Texte. Berlin 1982. ISBN 3-503-01682-1.
  • Jenny Aloni: Gesammelte Werke in Einzelausgaben. Bd. 1–10. Paderborn 1990–1997.
  • Heine und die Nachwelt. Geschichte seiner Wirkung in den deutschsprachigen Ländern. Bd. 1–3. Berlin 2006–2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]