Heiner Wittmann

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Heiner Wittmann (* 15. August 1955 in Köln) ist ein deutscher Romanist (Literatur- und Kulturwissenschaften), Historiker und Politikwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heiner Wittmann bestand 1974 am Schiller-Gymnasium in Köln das Abitur. Von 1976 bis 1978 studierte er in Paris Literaturwissenschaft, Geschichte, Politikwissenschaft an der Sorbonne Nouvelle (Paris III) und am Institut d’études politiques de Paris. Von 1978 bis 1984 war er an der Rheinischen Friedrichs-Wilhelm-Universität in Bonn eingeschrieben. Nach dem Ersten Staatsexamen 1984 und dem Zweiten Staatsexamen 1986 mit den Fächern Französisch und Geschichte wurde er 1987 promoviert. Das Thema der Dissertation bei Dirk Hoeges und Wolf-Dieter Lange galt der Ästhetik im Werk von Jean-Paul Sartre. Von 1988 bis 1991 war er Redakteur bei Dokumente. Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog in Bonn: Chefredakteur Ernst Weisenfeld. Seit 1988 ist er nacheinander in verschiedenen Verlagen der Klett Gruppe tätig. Von 1996 bis 2003 war er Lehrbeauftragter am Institut für Linguistik/Romanistik der Universität Stuttgart. Von 2011 bis 2015 war er Lehrbeauftragter am Institut für Romanische Literaturen der Universität Stuttgart.[1]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Werk[2] umfasst Untersuchungen zur Literatur und Geschichte des 19. und 20. Jahrhundert, sowie zu den deutsch-französischen Beziehungen[3] und dem Internet und dem Web 2.0. Seine Arbeiten galten vor allem der Rolle von Literatur und Kunst im politischen und gesellschaftlichen Kontext: Sartre und die Kunst. Die Porträtstudien von Tintoretto bis Flaubert, Albert Camus. Kunst und Moral und Aesthetics in Sartre and Camus. The Challenge of Freedom. Im Juni 2011 erinnerte er in einem Vortrag in der Sorbonne an Sartres Begründung der Rezeptionsästhetik, die Sartre 1947 in Was ist Literatur? dargelegt hatte.[4] 2013 erschien seine Studie über Napoleon III. und das Zweite Kaiserreich: Napoleon III. Macht und Kunst. Thema des Buches ist das Verhältnis der Künstler und Intellektuellen zum Regime des Zweiten Kaiserreichs Napoleons III.

Zu seinem Werk gehören zahlreiche Rezensionen,[5] Vorträge im In- und Ausland zur Literaturwissenschaft, zu den deutsch-französischen Beziehungen, zur Unterrichtsdidaktik, zum Einsatz des Computers im Fremdsprachenunterricht.[6] Mit den Vorträgen und Seminaren bei der Sommerakademie in Rinteln und durch Veröffentlichungen zum Web 2.0 hat er sich auch den Medienwissenschaften zugewandt.[7]

Seit 1996 betreibt er für den Ernst Klett Verlag einen meist zweisprachigen Blog[8] zu den deutsch-französischen Beziehungen, der französischen Literatur, Politik und Geschichte. Seit 1996 schreibt er einen Blog für den Verlag Klett Cotta,[9] wo er über neue Bücher und allgemeine Themen aus dem Buchmarkt berichtet, sowie einen Blog zur Kunst, Architektur und Kultur in Stuttgart.[10] Seit 2008 veröffentlichte er 110 Filme, Interviews und Gespräche mit Autoren, Politikern und Wissenschaftlern.[11]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mitglied des Vorstandes der Groupe d’Études Sartriennes
  • Mitglied des Vorstandes der Sartre-Gesellschaft

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien
  • Von Wols bis Tintoretto. Sartre zwischen Philosophie und Kunst , (Bonner Romanistische Arbeiten hg. von Wolf-Dieter Lange, Eberhard Leube und Heinz-Jürgen Wolf), Bonn 1987, ISBN 3-8204-1025-2.
  • Sartre und die Kunst. Die Porträtstudien von Tintoretto bis Flaubert. Tübingen 1996, ISBN 3-8233-5167-2.
  • Albert Camus. Kunst und Moral (= Dialoghi/Dialogues. Literatur und Kultur Italiens und Frankreichs, hg. von Dirk Hoeges, Band 6). Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-631-58693-8.
  • L'esthétique de Sartre. Artistes et intellectuels, traduit par J. Yacar et N. Weitemeier, L'Harmattan, Paris 2001, ISBN 2-7475-0849-8.
  • Aesthetics in Sartre and Camus. The Challenge of Freedom (= Dialoghi/Dialogues. Literatur und Kultur Italiens und Frankreichs, Band 13). Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-631-58693-8.
  • Napoleon III. Macht und Kunst. (= Dialoghi/Dialogues. Literatur und Kultur Italiens und Frankreichs, Band 17), Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-631-64209-2.
Herausgeberschaft
  • zusammen mit Christina Rohwetter, Marita Slavuljica, (Hrsg.): Literarische Autonomie und intellektuelles Engagement. Der Beitrag der französischen und italienischen Literatur zur europäischen Geschichte (15.–20. Jh.). Festschrift für Dirk Hoeges zum 60. Geburtstag. Peter Lang, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-631-52297-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitarbeiter am Institut für Romanische Literaturen der Universität Stuttgart
  2. Veröffentlichungen
  3. Deutsch-französische Beziehungen
  4. Appeler un chat un chat. Sartre et les lettres. In: Peter Knopp, Vincent von Wroblewsky (Hrsg.): Carnets Jean Paul Sartre. Reisende ohne Fahrschein, Reihe: Jahrbücher der Sartre-Gesellschaft e.V, Band 3, Peter Lang, Frankfurt am Main 2012, S. 191–198
  5. Dazu: Liste der Rezensionen
  6. Romanistik und Neue Medien. Vom Nutzen digitaler Informationen für das Studium und die Schule. In: Bulletin des Frankoromanistenverbandes, 1/2012, S. 22–35.
  7. Neue Medien
  8. Frankreich-Blog
  9. Blog Klett-Cotta
  10. Stuttgart Fotos
  11. Videokanal bei YouTube