Herbert Kapfer (Journalist)

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Herbert Kapfer (* 2. März 1954 in Ingolstadt) ist ein deutscher Autor, Herausgeber und Hörspielleiter.

Herbert Kapfer

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1972 bis 1974 absolvierte Herbert Kapfer eine journalistische Ausbildung am Münchner Presselehrinstitut. Ab 1970 veröffentlichte er Gedichte und Kurzprosa in subkulturellen und literarischen Zeitschriften, ab 1971 schrieb und produzierte er Sendungen für den Bayerischen Rundfunk, zunächst für den Jugendfunk (für Pop Sunday und Zündfunk), ab 1975 auch für die Sendereihen In die Nacht gesprochen und Land und Leute. Er veröffentlichte in dieser Zeit journalistische Beiträge für die Münchner alternative Stadtzeitung Blatt; verfasste ab 1980 Kurzhörspiele, die im BR produziert wurden. Er war 1978 Mitbegründer und bis 1983 Texter und Musiker der bairischen akustischen Band Dullijöh. 1988 wurde er Dramaturg und 1991 Chefdramaturg der Hörspielabteilung des Bayerischen Rundfunks. Seit 1996 ist er Leiter der Abteilung Hörspiel und Medienkunst im Bayerischen Rundfunk. Kapfer war Initiator und Leiter des nach zwei Veranstaltungen (1999 und 2002) eingestellten Festivals intermedium[1]. Er ist Begründer der Reihe intermedium records, in der seit 2000 über 60 künstlerische CD-Editionen erschienen sind. Kapfer ist Herausgeber zahlreicher Werke Richard Huelsenbecks[2] und Mitherausgeber von Briefeditionen, u.a. zu Franz Pfemfert.[3] Er publiziert(e) zu den Themen Dada, Exilliteratur und Mediengeschichte. Seit 2001 ist er Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Dach über dem Kopf. BR 1980.
  • Der Meßfehler. BR 1981.
  • Weg vom Fenster. BR 1982.
  • Zacherls Brot und Frieden. BR 1983.
  • Beat. (Gemeinsam mit Karl Bruckmaier, Carl-Ludwig Reichert). BR 1989
  • The Beat goes on. (Gemeinsam mit Karl Bruckmaier, Carl-Ludwig Reichert). BR 1989.
  • eurohymne. (Gemeinsam mit Ulrich Bassenge). BR 1990
  • kennen sie mich herren. eine werkstattsendung zu ernst jandl und ernst kölz. (Gemeinsam mit Mira Alexandra Schnoor). BR 1990
  • Harte Schnitte, ungezähmte Worte, Stimmen hört jeder. (BR 1991)
  • dr. huelsenbecks mentale heilmethode. (Gemeinsam mit Regina Moths, Peter Blegvad, John Greaves). BR/SWR/SR 1992.
  • Abrechnung in Mexico-City. Franz Pfemfert im Exil. BR 1999
  • Alles Lalula. (Gemeinsam mit Wolfgang Hörner). BR/LIDO 2003.
  • Medien-Meditation. BR 2004.
  • Der Privatroman 'Neid'. 36 Antworten von Elfriede Jelinek auf Fragen von Herbert Kapfer. (Gemeinsam mit Elfriede Jelinek). BR Hörspiel und Medienkunst 2011.[4]
  • Weiter in die Nacht. Terminkalender 1937-1939. Textcollage nach Hannah Höch. Komposition und Realisation: Helga Pogatschar. BR 2014.

Hörbuch-Editionen als Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ZKM, intermedium
  2. Oliver Ruf: Rezension: Richard Huelsenbeck: Dada-Logik 1913-1972. Hrsg. und kommentiert von Herbert Kapfer. In: Stadt Pirmasens in Verbindung mit der Hugo-Ball-Gesellschaft. Redaktion: Eckhard Faul (Hrsg.): Hugo-Ball-Almanach. Studien und Texte zu Dada. Neue Folge, Nr. 4. edition text+kritik, München 2013, ISBN 978-3-86916-246-1, S. 269–271.
  3. Herrmann Weber: Pfemfert, Plättner und Hoelz. Neue biographische Untersuchungen zu "Sozialrebellen". In: Deutschland Archiv. Zeitschrift für das vereinigte Deutschland. Nr. 3. Leske + Budrich, 2001, ISSN 0012-1428, S. 485–487.
  4. BR Hörspiel Pool - Jelinek/Kapfer, Der Privatroman Neid - 36 Antworten
  5. Deutscher Hörbuchpreis 2005
  6. Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2014
  7. Deutscher Hörbuchpreis 2016