Hox-Gen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Hox-Gen ist häufiger Bestandteil von homöotischen Genen. Diese sind regulative Gene, deren Genprodukte, die Homöobox-Proteine Hox, die Aktivität anderer, funktionell zusammenhängender Gene im Verlauf der Individualentwicklung (Morphogenese) steuern. [1]

Charakteristischer Bestandteil eines Hox-Gens ist die Homöobox, ein mit etwa 180 Basenpaaren relativ kurzer DNA-Abschnitt, der bei verschiedenen Tiergruppen und Hox-Genen weitgehend gleich ist. Die Aufgaben dieser Hox-Gene sind für die Individualentwicklung so bedeutend, dass Mutationen in diesem Bereich zumeist zu schwersten Missbildungen führen oder tödlich sind.

Dies lässt die Folgerung zu, dass die Hox-Gene während der Evolution vieler Tiergruppen in hohem Maße bewahrt worden sind (Konservierung), weil sie als regulative Gene von grundlegender Bedeutung sind.[2] Außerdem sind sie ein wichtiger Beleg dafür, dass sich Gliederfüßer (Insekten u.a.) sowie Wirbeltiere aus einer gemeinsamen Stammgruppe entwickelten. Siehe: Bilateralia.[3]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Purves, Sadava, Orians, Heller: Biologie; Heidelberg: Elesevier Verlag, 2006; S. 506
  2. D. Futuyama: Evolution; München: Elsevier Verlag, 2007; S. 477
  3. Wehner, Gehring: Zoologie; Stuttgart 200724; S. 250 ff.
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen