Geschlossene Gesellschaft

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Daten
Titel: Geschlossene Gesellschaft
Originaltitel: Huis clos
Originalsprache: Französisch
Autor: Jean-Paul Sartre
Erscheinungsjahr: 1944 in der Zeitschrift L’Arbalète
Uraufführung: 27. Mai 1944
Ort der Uraufführung: Théâtre du Vieux-Colombier in Paris
Personen
  • Joseph Garcin
  • Inès Serrano
  • Estelle Rigault
  • Diener
Garcin, Inès, Diener und Estelle (Szenenfoto einer Aufführung des Theatro Kefallinias in Athen, 2002)

Geschlossene Gesellschaft (frz. Huis clos) ist ein Drama des französischen Schriftstellers und Philosophen Jean-Paul Sartre. Es wurde 1944 uraufgeführt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei Menschen, die sich nach ihrem zeitlichen Tod in der „Hölle“ wiederfinden, zwei Frauen, die reiche Estelle und die Postangestellte Inès, sowie der Journalist Garcin, werden von einem geheimnisvollen Diener in einen Raum eingeschlossen, in dem sie, ohne Hoffnung auf ein Ende, sich gegenseitig als Peiniger und Opfer ausgeliefert sind.

Garcin hat seine Frau misshandelt und in entscheidenden Situationen feige versagt. Die lesbische und hochintellektuelle Inès hat die junge Florence verführt und so deren Ehemann, Inès' Cousin, entfremdet. Dieser wird daraufhin von einer Straßenbahn überfahren. Ob es sich um einen Unfall oder einen Selbstmord handelt oder ob Inès ihn vor den Zug gestoßen hat, wird aus Inès' Erzählung nicht eindeutig klar. Florence verzweifelt infolgedessen zutiefst und vergiftet sich selbst und Inès mit Gas. Die sinnlich verführerische Estelle hat ihr Kind ermordet und ihren Geliebten dazu getrieben, Selbstmord mithilfe einer Pistole zu begehen. Alle drei werden sich bewusst, dass sie sich in der Hölle befinden, und machen sich auf das Schlimmste gefasst, aber die erwartete Folter und die körperlichen Qualen stellen sich nicht ein; nur eine leichte Hitze ist zu verspüren.[1] Tastend versuchen sie voneinander den Grund für die Höllenfahrt zu erfahren, ohne jedoch ihre eigene Schuld zu offenbaren.

Erst allmählich wird allen klar, dass sie selbst zu ihren eigenen Folterknechten bestimmt sind, indem sie sich gegenseitig ihre Lebenslügen entreißen. Ein kurzes Aufflackern von Solidarität erlischt aus Angst und aus gegenseitigem Hass. Jeder ist dazu verdammt, die anderen beständig zu quälen und selbst von den anderen gequält zu werden. Die lesbische Inès verzehrt sich nach Estelle, die aber nichts von ihr wissen will und sich an Garcin heranmacht. Garcin wiederum lechzt nach der intellektuellen Anerkennung und Absolution durch Inès. So dürstet jeder nach der Hilfe eines der beiden anderen, verletzt diesen jedoch zugleich durch seine Annäherung. Sie können also weder voneinander lassen, noch voreinander fliehen. Nicht einmal töten können sie sich, sind sie doch bereits tot. Und so gilt auf ewig: „Die Hölle sind die anderen.“ Nacheinander proben alle den Ausbruch aus diesem Gefängnis, indem sie schreien oder an die Tür schlagen. Doch selbst als sich schließlich die Tür öffnet, erschrecken alle vor der vermeintlichen Falle der Freiheit, drängen sich wieder aneinander und niemand verlässt den Raum. Wenn Garcin am Ende die letzten Worte „also – machen wir weiter“ sagt, hat sich ihre Lage nicht verändert: Sie werden ihre Notgemeinschaft ewig aufrechterhalten müssen, ohne wirklich voranzukommen.[2][3]

Interpretation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Einakter Geschlossene Gesellschaft wird als „Drama der menschlichen Existenz“ gedeutet, in dem die Figur von Garcin für den Menschen im Allgemeinen stehe. Die einleitenden Worte („Da sind wir also“) beschreiben die „prinzipielle Seinslage“ des Menschen: die von Martin Heidegger so genannte „Geworfenheit“. Zu Recht bezeichne Garcin selbst sein Leben als schief, „weil die menschliche Existenz von Faktizität und Kontingenz belastet, auf der anderen Seite aber zur Freiheit verurteilt“ sei.[4] Man kann sich aber selbst belügen und „die ‚Unaufrichtigkeit‘ als dauerhafte Form leben, als einen konstanten Lebensstil pflegen, wie Garcin es sein Leben lang getan hat.“[5] „Die Hölle, das sind die anderen“, sagt Garcin, weil Selbsttäuschung und Unaufrichtigkeit aufgehoben sind.[6]

In der Kernaussage des Stückes übersetzt Sartre ein religiöses Motiv in die existentialistische Analyse der menschlichen Situation, deren grundsätzliche Ausweglosigkeit sich unter dem Blickpunkt der Ewigkeit erschließen soll. Die dramatische Analyse der menschlichen Beziehungen unter diesen Bedingungen zeigt deren Hoffnungslosigkeit: Liebe, Sexualität und Anerkennung als grundlegende Motive der zwischenmenschlichen Bemühung sind zum Scheitern verurteilt. Damit liefert Sartre in Huis clos das dramatische Gegenstück zum Negativismus der philosophischen Analyse der Intersubjektivität in Das Sein und das Nichts, in der er die Problematik der Existenz des „anderen“ am Phänomen des Blicks und des „Für-Andere-Seins“ zu erhellen versucht.

Sartre wählt „das Motiv des ,Schon tot', des Lebens post mortem, um so die Verstetigung der Rollenverkrustungen vorzuführen. Weil die drei Insassen tot sind, können sie dem Urteil, das sich die Andern – ihre Familien, ihre Partner –, also die Lebenden, von ihnen, den Toten, bilden, nicht durch weitere Handlungen entgehen.“ Somit gehört Geschlossene Gesellschaft zum von Sartre theorisierten Situationstheater, „das uns mit exzeptionellen Situationen wie Gefangenschaft, Unterdrückung, Folter konfrontiert und Widersprüche zwischen Existenz und Rolle transparent macht“.[7]

Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 1944 erschien das Stück in der Zeitschrift L'Arbalète unter dem Titel „Die Anderen“ („Les Autres“).[8] Der französische Originaltitel Huis clos wurde später von René-Jacques Chauffard, einem ehemaligen Schüler Sartres, der den Diener spielen sollte, vorgeschlagen.[9] Der französische Ausdruck „huis clos“ ist ein stehender Begriff für „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“. In den deutschen Übersetzungen lautet der Titel dagegen Bei geschlossenen Türen (Harry Kahn, 1949) bzw. Geschlossene Gesellschaft (Traugott König). Hans Mayer kritisierte, dass letzterer Titel nach „traulicher Gemeinschaft und gemütliche[m] Beisammensein“ klinge, was nichts mit dem Inhalt des Stückes zu tun habe.[10]

Konflikt mit Albert Camus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garcins Rolle hatte Sartre für den Schriftsteller und „notorischen Verführer“ Albert Camus ursprünglich geschrieben. Camus sollte auch die Regie führen. Während der Proben im Hotelzimmer Simone de Beauvoirs in Saint-Germain-des-Prés „beschränkte sich ihr Konflikt zunächst auf eine Frauengeschichte“. Als die Schauspielerin Olga Kosakiewicz am 10. Februar 1944 von der Gestapo verhaftet wurde, wollte Camus die Proben abbrechen. „Weil Sartre damit nicht einverstanden war, zog er sich zurück. Sartre suchte sich neue Darsteller und ließ das Werk so schnell wie möglich aufführen“. 1996 wurde diese Geschichte von Jean-François Prévand als Theaterstück (Camus, Sartre... und „Die Anderen“ ) inszeniert. Prévand stützte seine Dokumentation auf Angaben des Verlegers Marc Barbezat, dem Gatten der Schauspielerin Olga Kosakiewicz.[11]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl es sich bei Huis clos um das bekannteste und erfolgreichste Stück Sartres handelt, wird seine literarische Qualität manchmal in Zweifel gezogen. Patrice Pavis spricht in seinem Artikel „Thesenstück“ von der Frustration des Publikums, das wie ein Kind belehrt werde: Huis Clos sei ein Stück „für philosophisch fortgeschrittene Kinder“.[12] Die Pointierung des menschlichen Daseins durch Sartre als „Hölle“, empfand seinerzeit der christliche Philosoph Gabriel Marcel als literarisches Grand Guignol.[13] Marcel soll am Ende einer Aufführung gesagt haben: „Für mich, das Paradies, das sind die anderen“.[14] Der Résistance-Autor Jean Guéhenno lehnte das Stück 1944 im Tagebuch als ekelhaft ab.[15]

Die kollaborationistische Presse entrüstete sich über den Skandal, insbesondere über Inès' Homosexualität.[16] André Castelot in La Gerbe forderte das Verbot des Stückes, das „voller Immoralität“ gewesen wäre.[17] Problematisch ist jedoch die Frage, ob Geschlossene Gesellschaft als Widerstandsstück zu sehen ist.[18] Ein Stück, das unter dem traditionellen und klerikalen Vichy-Regime das Dogma der Hölle lächerlich mache, soll „ein politischer Akt“ gewesen sein.[19] Ingrid Galster interpretiert auch Huis clos als Antwort Sartres auf die Ausschließung Simone de Beauvoirs von der Universität im Juni 1943,[20] nachdem sie von der Mutter einer Schülerin wegen „Anstiftung zur Ausschweifung“ angeklagt wurde.[21] Zwar wurde es laut Galster nicht mit der Intention eines Widerstandes „zwischen den Zeilen“ verfaßt worden, aber das Publikum soll es als „pièce résistante“ aufgefaßt haben.[22]

Allerdings wurde Geschlossene Gesellschaft „von deutscher Seite nicht im Sinne eines politischen Widerstandes gedeutet und sogar gelobt. [...] Aus Prestigegründen begrüßte die Besatzungsmacht, daß im besetzten Paris Stücke von Anouilh, Claudel, Giraudoux, Sartre und Camus gespielt wurden.“[23] In der Pariser Zeitung bezeichnete der Feuilletonkorrespondent des Reich Albert Buesche die Uraufführung als „erstklassiges theatralisches Ereignis“[24] und sprach von der Vorsicht Sartres.[25] Der Kollaborations-Schriftsteller Robert Brasillach traute Sartre zu, ein „compagnon de nos dégoûts“ zu sein.[26] Claude Jamet (ebenfalls Kollaborateur) bewunderte die dramaturgische Intensität des Stückes und verglich Sartre mit Racine.[27] Andere Schriftsteller wie Henri-René Lenormand, Claude-Edmonde Magny, Charles Méré oder Maurice Rostand schrieben auch positive Kommentare.[28]

Nach der Befreiung von Paris im August 1944 feierten das junge Publikum und die Kritik das Stück enthusiastisch.[29] Georges Huisman begrüßte Sartres „Ideentheater“.[30] Aufgrund des Verbots der Darstellung von Homosexualität wurde 1946 in London nur eine von Peter Brook inszenierte Privataufführung möglich.[31] Der Kommunist Roger Garaudy bezichtigte 1945 Sartre der Schwarzmalerei und verwarf Huis Clos als demoralisierendes Spektakel.[32] Gabriel Marcel schrieb 1945, die Lebensvorstellung Sartres sei im Kontext des Wiederaufbaus unpatriotisch, weil er darin ein „luziferisches Prinzip“[33] und einen „moralischen Nihilismus“ erkenne.[34] 1953 lobte er aber die „seltene Qualität“ einer Aufführung.[35] Die Journalistin und Schriftstellerin Claude Sarraute lobte 1956 die Inszenierung von Michel Vitold für das Pariser Théâtre en Rond und verglich Sartres Stück mit Strindbergs Totentanz.[36] 1990 wurde Huis-clos ins Repertoire des Nationaltheaters Comédie Française aufgenommen.[37]

Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frankreich 1954 (Kino): Geschlossene Gesellschaft (Originaltitel: Huis clos), Regie: Jacqueline Audry, Darsteller: Arletty als Inès, Gaby Sylvia als Estelle, Franck Villard als Garcin, Yves Deniaud als Diener, Erstaufführung: 22. Dezember 1954, Dauer: 95 Minuten[38]
  • Bundesrepublik Deutschland 1959 (TV): Geschlossene Gesellschaft, Regie: Hans Schweikart, Darsteller: Brigitte Horney als Inès, Ursula Lingen als Estelle, Kurt Meisel als Garcin, Walter Ladengast als Diener, Produktion: Süddeutscher Rundfunk, Sendeanstalt: ARD, Erstsendung: 9. April 1959, Dauer: 68 Minuten
  • USA/Argentinien 1962 (Kino): No Exit. (Dt. Geschlossene Gesellschaft). Regie: Tad Danielewski, Buch: George Tabori; Kamera Ricardo Younis. Rollen: Viveca Lindfors, Rita Gam[39] Dauer: 85 Minuten, s/w
  • Frankreich 1965 (TV): Huis clos (keine deutsche Version), Regie: Michel Mitrani, Darsteller: Judith Magre als Inès, Evelyne Rey als Estelle, Michel Auclair als Garcin, René-Jean Chauffard als Diener, Produktion: ORTF, Erstsendung: 12. Oktober 1965, Dauer: 94 Minuten
  • Bundesrepublik Deutschland 1966 (TV): Geschlossene Gesellschaft, Regie: Franz Peter Wirth, Darsteller: Ursula Lingen als Inès, Andrea Dahmen als Estelle, Wolfgang Kieling als Garcin, Friedrich Maurer als Diener, Produktion: WDR, Sender: ARD, Erstsendung: 3. Mai 1966, Dauer: 81 Minuten
  • Frankreich 2005 (TV): Huis clos (keine deutsche Version), Regie: Jean-Louis Lorenzi, Darsteller: Claire Nebout als Inès, Claire Borotra als Estelle, François Marthouret als Garcin, Yves Le Moign als Diener, Erstsendung: 9. Mai 2005, Dauer: 82 Minuten

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellenangaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.lesekost.de/westeu/HHLWE06.htm
  2. http://odysseetheater.com/gesellschaft/gesellschaft.htm
  3. http://www.sartre-gesellschaft.de/geschlossene-gesellschaft.html
  4. Alfred Dandyk: Unaufrichtigkeit: Die existentielle Psychoanalyse Sartres im Kontext der Philosophiegeschichte. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2002, S. 40f.
  5. Ulrike Bardt: „Geschlossene Gesellschaft oder die ‚Moral in Situation‘.“ In: Ders. (Hrsg.): Jean-Paul Sartre: ein Philosoph des 21. Jahrhunderts? Darmstadt: Wiss. Buchges., 2008, S. 47.
  6. Gustav Jager: „Sisyphus und Homo faber.“ In: Fischer Kolleg Bd. 12. Religion/Philosophie. Hrsg. von Wolfgang Hinker, Frankfurt a. M. 1973, S. 106-124, hier 108.
  7. Michael Lommel: „Schon tot? Szenen des Blicks bei Sartre.“ In: Lommel, Michael/Maurer Queipo, Isabel/Rißler-Pipka, Nanette/Vf. (Hrsg.): Französische Theaterfilme – zwischen Surrealismus und Existentialismus, Bielefeld 2004, S. 180.
  8. Walter Mönch: Frankreichs Kultur. Tradition und Revolte. Von der Klassik bis zum Surrealismus, Berlin/New York (Walter de Gruyter) 1972, S. 751; Olivier Nafissi: „Éléments bio-bibliographiques“. In: Jean-Marc Mouillie (Hrsg.): Sartre et la phénomenologie, Fontenay-aux-roses: ENS Editions, 2000, S. 327; Christina Drobe: Menschsein als Selbst- und Fremdbestimmung, Berlin/Boston (Walter de Gruyter) 2016, S. 211.
  9. Simone de Beauvoir: In den besten Jahren. Zitiert nach Gérard Bonal: Saint-Germain-des-Prés, Paris 2008, S. 125.
  10. Hans Mayer: Anmerkungen zu Sartre. Neske, Pfullingen 1972, ISBN 3-7885-0028-X, S. 31.
  11. Jürg Altwegg: Die langen Schatten von Vichy. Frankreich, Deutschland und die Rückkehr des Verdrängten, München/Wien 1998, S. 46f. Vgl. hierzu Lou Marin: Ursprung der Revolte. Albert Camus und der Anarchismus, Heidelberg 1998, S. 51; Carole Seymour Jones: A Dangerous Liaison: A Revelatory New Biography of Simone De Beauvoir and Jean-Paul Sartre, New York: Overlook 2009, S. 280; David Ohana: Israel and its Mediterranean Identity, New York 2011, S. 137.
  12. Patrice Pavis: Dictionary of the Theatre: Terms, Concepts, and Analysis, trans. Christine Shantz, Toronto: University of Toronto Press, 1998, S. 402. Zitiert nach Lucia Theresia Heumann: Ethik und Ästhetik bei Fichte und Sartre. Eine vergleichende Studie. Amsterdam: Rodopi 2009, S. 196 Fn 183.
  13. Peter Knopp: Seit Jahren erfolgreich: «Geschlossene Gesellschaft». In: Peter Knopp/Vincent von Wroblewsky (Hrsg.): Jean-Paul Sartre. Carnets 2000. Berlin/Wien 2001,S. 193.
  14. René Habachi: Trois itinéraires — un carrefour: Gabriel Marcel, Maurice Zundel et Pierre Teilhard de Chardin. Québec: Presses de l'Univ. Laval, 1983, S. 23.
  15. Jean Guéhenno: Journal des années noires 1940-1944, Paris, Gallimard 2014 (1947), S. 433f. Vgl. Wolfgang Babilas: „Interpretation literarischer Texte des Widerstands“, in: Karl Kohut (Hrsg.): Literatur der Resistance und Kollaboration in Frankreich, Bd. III (Texte und Interpretationen), Tübingen 1984, S. 134.
  16. Bernd Krauss: Jean-Paul Sartre. Huis clos, Reclame Lektüreschlüssel, Stuttgart 2013, S. 58; Benedict O'Donohoe: Sartre's Theatre: Acts for Life, Oxford 2005, S. 73.
  17. André Castelot: „Le Théâtre. Huis clos et Le Souper interrompu au théâtre du Vieux-Colombier.“ In: La Gerbe, 8. Juni 1944. Zitiert nach Robert Wilcocks: Jean-Paul Sartre: A Bibliography of International Criticism, Edmonton: University of Alberta Press, 1975, S. 133.
  18. Kathrin Engel: Deutsche Kulturpolitik im besetzten Paris 1940–1944: Film und Theater, München 2003, S. 229f.; Serge Added: Le théâtre en France dans les années-Vichy, Paris 1992, S. 253-273.
  19. Jean-François Louette: „Huis clos et ses cibles (Claudel, Vichy).“ In: Cahiers de l'Association Internationale des Etudes françaises, n° 50, Mai 1998, S. 311-330, hier 326. Zitiert nach Jürg Altwegg: Die langen Schatten von Vichy. Frankreich, Deutschland und die Rückkehr des Verdrängten, München/Wien 1998, S. 52. Vgl. hierzu Ingrid Galster: „Le théâtre de Sartre devant la censure (1943-1944).“ In: Cahiers de l'Association internationale des études francaises, 2010, n°62, S. 395-418, hier 413.
  20. Ingrid Galster: „L'actualité de Huis clos en 1944 ou la revanche de l'anti-France“. In: Les Temps Modernes, Februar 1997. Zitiert nach Jürg Altwegg: Die langen Schatten von Vichy. Frankreich, Deutschland und die Rückkehr des Verdrängten, München/Wien 1998, S. 52.
  21. Ingrid Galster: „Le théâtre de Sartre devant la censure (1943-1944).“ In: Cahiers de l'Association internationale des études francaises, 2010, n°62, S. 395-418, hier 412.
  22. Ingrid Galster: Le théâtre de Jean-Paul Sartre devant ses premiers critiques, Tübingen 1986, S. 79, 240, 243. Zitiert nach Kathrin Engel: Deutsche Kulturpolitik im besetzten Paris 1940–1944: Film und Theater, München 2003, S. 229.
  23. Kathrin Engel: Deutsche Kulturpolitik im besetzten Paris 1940–1944: Film und Theater, München 2003, S. 229f.
  24. Pariser Zeitung, Wochenbeilage in französischer Sprache, 2. Juli 1944. Zitiert nach Wolfgang Babilas: „Interpretation literarischer Texte des Widerstands“, in: Karl Kohut (Hrsg.): Literatur der Resistance und Kollaboration in Frankreich, Bd. III (Texte und Interpretationen), Tübingen 1984, S. 134.
  25. Ingrid Galster: „Le théâtre de Sartre devant la censure (1943-1944).“ In: Cahiers de l'Association internationale des études francaises, 2010, n°62, S. 395-418, hier 416, Fn 80.
  26. Manfred Flügge: Jean Anouilhs „Antigone“. Symbolgestalt des französischen Dilemmas 1940-1944. Ein Beitrag zur Theatergeschichte, 3. Aufl. Rheinfelden und Berlin 1995, S. 225.
  27. Claude Jamet: «L'enfer selon saint Sartre». In: Germinal, 30. Juni l944. Zitiert nach Robert Wilcocks: Jean-Paul Sartre: A Bibliography of International Criticism, Edmonton: University of Alberta Press, 1975, S. 137.
  28. Robert Wilcocks: Jean-Paul Sartre: A Bibliography of International Criticism, Edmonton: University of Alberta Press, 1975, S. 139ff.
  29. Bernd Krauss: Jean-Paul Sartre. Huis clos, Reclame Lektüreschlüssel, Stuttgart 2013, S. 58. Vgl. Robert Wilcocks: Jean-Paul Sartre: A Bibliography of International Criticism, Edmonton: University of Alberta Press, 1975, S. 129ff.
  30. Georges Huismans: «La saison des reprises. Huis clos et Une balle perdue au Théâtre de la Potinière». In: La France au Combat, 26. September 1946. Zitiert nach Robert Wilcocks: Jean-Paul Sartre: A Bibliography of International Criticism, Edmonton: University of Alberta Press, 1975, S. 137; Patricia De Méo (Hrsg.): Perspectives sur Sartre et Beauvoir, Halifax: Dalhousie French Studies, 1986, S. 68.
  31. John London: Reception and Renewal in Modern Spanish Theatre 1939-1963, London 1997, S. 117; David Pattie: Modern British Playwriting: The 1950s: Voices, Documents, New Interpretations, London 2012, S. 39; Benedict O'Donohoe: Sartre's Theatre: Acts for Life, Oxford 2005, S. 74.
  32. Peter Weyland: Sartre, Aktualitât und literarische Form: 2 Studien zu « Huis Clos» und « L'Engrenage ». München 1979, S. 15.
  33. Gabriel Marcel: „‚Huis clos‘ et le visage infernal de l'expérience humaine“, in: Horizons, Nantes, 1945, N.1, S. 60-64. Zitiert nach Keith Gore: „Introduction“. In: Jean-Paul Sartre: Huis Clos. Introduction and Notes by Keith Gore. London: Routledge, 2000 (1987), S. 30f.
  34. Gabriel Marcel: Théâtre et religion. Lyon: E. Vitte, 1959, S. 47.
  35. Zitiert nach Robert Wilcocks: Jean-Paul Sartre: A Bibliography of International Criticism, Edmonton: University of Alberta Press, 1975, S. 140.
  36. Le Monde, 31. März 1956. Zitiert nach Keith Gore: „Introduction“. In: Jean-Paul Sartre: Huis Clos. Introduction and Notes by Keith Gore. London: Routledge, 2000 (1987), S. 32.
  37. Guy Dumur: „Huis clos pour l'éternité“. In: Le Nouvel Observateur, 26. April−2. Mai 1990, S. 163.
  38. Eine der 3 zum Weiterleben nach dem Tod Verurteilten ist die lesbische Inès. Sie ist das Opfer eines unvollendeten Suizid-Pakts, denn ihre Geliebte Florence hat überlebt. Inès schadet nur sich selbst. - Literatur: Elaine Burrows, in Frauen und Film, Nr. 28, S. 23f.
  39. Dieser Film zeichnet Inès als eine zu Recht schuldige Verführerin einer Frau, die eigentlich heterosexuell ist
  40. überwiegend der frz. Text, dazu zahlreiche frz. Worterklärungen unten auf der Seite. Ferner das Vorwort Sartres von 1965; Jugements et études, kurze Zitate von Lecherbonnier, s. o.; von Paul Surer: 50 ans de théâtre, Paris 1969; von René-Marill Albérès, Jean-Paul Sartre; und von Laurent Gagnebin, Connaître Sartre, 1972. Als Anhang: La doctrine existentialiste. (Auszüge von Sartre aus seinem diesbzgl. Hauptwerk). Alles in Frz. Auch als Audio-CD ISBN 978-3-12-598401-1. Vorherige Buchausgabe von 2008: ISBN 3-12-598403-3. Vorherige Ausgabe 2000: ISBN 3-12-598400-9
  41. in Franz. Enthält: Vorwort (Historische Situation). Mehrere repères, z.B. Sartre et Brecht. Er untersucht einzelne Begriffe, Personen bzw. Redewendungen aus dem Stück. Prolongements (Aufgaben). Zusätzlich: Beckett, Warten auf Godot 2 Seiten daraus zum Vgl.
  42. In Franz., im Text identisch mit der Balises-Ausgabe bei Nathan. Klett hat 2 Seiten dt. Vorwort von Hans-Georg Bläsi beigefügt. Aber die Anhänge sind verschieden. Nathan: Lexique; Vocabulaire (nur 1 Seite); Hauptpersonen & Orte 1 S.; Citations aus beiden Texten (2 S.) u. a., jugements critiques (von Sartre selbst; von Serreau, der das Stück 1957 aufgeführt hat; von Picon, erstmals deutsch in Lancelot (Zeitschrift aus Frankreich) Nr. 1, H. 1., 1946, S. 94 - 103); Index thematique, plans et sujets de travaux. Klett: Lexique (literarische Begriffe, identisch); sehr viele Annotations (33 Seiten), i.d. Regel Frz.-Frz., in kleinem Umfang Frz.-Dt.; Noms propres (etw. ausführlicher); Bibliographie (etw. verändert)
  43. zu den Unterschieden zwischen den beiden Ausg. siehe vorige Anm.
  44. Im 3. Kapitel behandelt Firges die Figur des "Anderen" in Huis clos. Literaturangaben zum Stück
  45. Verlagsseite Buch mit 21 Text-Seiten, in Frz., dort auch online kostenpflichtig lesbar sowie auf Amazon Kindle
  46. Alle Ausgaben sind in frz. Sprache
  47. Der System-Anbieter hat das sehr detaillierte Inhaltsverzeichnis und das Résumé online gestellt. Als Ausgabe für Deutschland lesbar, alternativ für Frankreich auf den Seiten des frz. Zweigs der Fa.
  48. Vorgänger-Ausgaben seit 1972 bis 1997 von Bernard Lecherbonnier, wechselnde ISBNs, ebd; die Ausgabe 1994 wurde auch beim Verlag Moritz Diesterweg in frz. Sprache verlegt unter der ISBN 3-425-04517-2
  49. auf den Verlagsseiten auch als kostenpfl. Download
  50. nur "Geschlossene Gesellschaft" unter dem vorgenannten anderen Titel "...Türen" sowie "Hände"
  51. nur "Fliegen; Türen; Hände"
  52. L'Engrenage in Deutsch: Im Räderwerk.
  53. Inhaltsangabe auf der Verlagsseite über die Suchfunktion
  54. Szenen-Ausschnitte, Inszenierung: Frédéric Ortiz, Théâtre Off, Marseille; Fernsehregie: Jean-Marie Perrochat. Insges. 30 Min. Ferner (Link unten): Interpretation des Dramas für Schulzwecke. Dort Links zu weit. Materialien, u. a. S.s Biographie, Gespräch mit ihm und de Beauvoir, zum Stück (Akte 1 und 3-4). Die Sendung ist auch auf separatem Datenträger erhältlich