Ill (Elsass)
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| Ill | |
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Die Ill in Straßburg vor der Paulskirche |
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| Daten | |
| Lage | Frankreich (Elsass) |
| Länge | 208 km |
| Quelle | Jura 47° 27′ 41″ N, 7° 15′ 59″ O47.4613887.2662658560 |
| Quellhöhe | etwa 560 m |
| Mündung | bei Offendorf in den Rhein48.7011111111117.9311111111111127Koordinaten: 48° 42′ 4″ N, 7° 55′ 52″ O 48° 42′ 4″ N, 7° 55′ 52″ O48.7011111111117.9311111111111127 |
| Mündungshöhe | 127 m |
| Höhenunterschied | ca. 433 m |
| Flusssystem | Rhein |
| Einzugsgebiet | 4760 km² |
| Linke Nebenflüsse | u.a. Largue, Doller, Thur, Lauch, Fecht, Giessen, Scheer, Andlau, Ehn, Breusch |
| Großstädte | Mülhausen, Straßburg |
| Mittelstädte | Colmar, Illkirch-Graffenstaden, Schiltigheim |
| Kleinstädte | Altkirch, Brunstatt, Illzach, Ensisheim, Schlettstadt, Benfeld, Erstein, Ostwald, Bischheim, Hœnheim |
Die Ill (in der Schriftart „Courier“: Ill; manchmal auch Jll geschrieben) ist ein linker Zufluss des Rheins und hat eine Länge von etwa 208 km. Sie fließt vollständig in der französischen Region Elsass und stellt deren Hauptfluss dar.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Die Quelle der Ill liegt im Jura (Pfirter Jura), unterhalb der sundgauischen Gemeinde Winkel. Kurz nach ihrem Ursprung fließt die Ill in Richtung Osten. Zwischen Raedersdorf und Oltingue, in der Nähe der Schweizer Grenze, wechselt der Bach seine Hauptrichtung und fließt bis Altkirch nach Nordwesten. Die Fließrichtung zwischen Altkirch und der Mündung ist überwiegend Nord-Nordost, zwischen dem Rhein im Osten und den Vogesen im Westen. Die Ill durchfließt nun die zentralen Bereiche des Elsass. In und unterhalb Straßburgs spalten sich dreimal auf kürzerer Strecke Nebenarme ab: im Bereich der Altstadt nördlich der Fossé du Faux-Rempart (Falschwallkanal oder Stadtgraben), unterhalb der Altstadt westlich die Aar und noch weiter illabwärts östlich, auf der Höhe von Straßburg-Robertsau, das Mühlwasser. Auf dem Gebiet der Gemeinde Offendorf mündet die Ill in den Rhein.
[Bearbeiten] Zuflüsse und Kanäle
Die wichtigsten Zuflüsse münden alle links und kommen mit Ausnahme der Larg, die wie die Ill im Jura entspringt, aus den Vogesen. Die Ill nimmt fast alle elsässischen Vogesenflüsse auf. Die wichtigsten Zuflüsse der Ill sind: Largue, Doller, Thur, Lauch, Fecht, Giessen, Scheer, Andlau, Ehn und Breusch (frz. la Bruche).
Zwei wichtige Kanäle kreuzen die Ill: bei Illfurth (oberhalb von Mülhausen) der durch die Burgundische Pforte ziehende Canal du Rhône au Rhin und in Straßburg, unterhalb der Altstadt, der nach Lothringen führende Canal de la Marne au Rhin.
[Bearbeiten] Städte
Viele wichtige elsässische Städte liegen an oder in unmittelbarer Nähe der Ill. Mit Mülhausen (frz. Mulhouse), Colmar und Straßburg (Strasbourg) drei der vier Groß- und Mittelstädte (ohne Haguenau) an der Ill, mit Altkirch und Schlettstadt (Sélestat) zwei der wichtigsten Kleinstädte. Auch Ensisheim, frühere Residenzstadt, liegt an der Ill.
[Bearbeiten] Sonstiges
- Zwischen Winkel und Ligsdorf fließt die Ill auf etwa 500 Meter unterirdisch. Grund ist die Versickerung im wasserdurchlässigen Juragestein.
- Am Kreuzungspunkt der Ill mit dem Marne-Rhein-Kanal in Straßburg befinden sich wichtige Gebäude der Europäischen Union, unter anderen das des europäischen Parlaments.
- Der Name der Ill findet sich in den Ortsnamen folgender Siedlungen: Illfurth, Illzach, Illhaeusern, Illkirch-Graffenstaden.
- Eine häufige Erklärung leitet den Namen Elsass von der Ill ab. Demzufolge bezeichneten sich jene Alemannen, die sich in der Völkerwanderungszeit rechts und links der Ill niederließen, als die Ill-Sassen, woraus der Landschaftsname entstanden sein soll.
- Auf Französisch ist der Flussname männlich.

