Jens Beutel
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Jens Beutel (SPD) (* 12. Juli 1946 in Lünen) ist ein deutscher Politiker. Er ist seit 1997 Oberbürgermeister von Mainz.
[Bearbeiten] Biographie
1968 begann Jens Beutel in Mainz das Studium der Rechtswissenschaften und trat in die SPD ein. 1974 bis 1989 war er Mitglied im Ortsbeirat des Ortsteils Mainz-Mombach.
1976 brachte den Abschluss des Jura-Studiums (Zweites juristisches Staatsexamen), und Beutel wurde Richter am Landgericht Frankenthal, dann in Koblenz und Mainz. Schwerpunkte sind Zivilrecht, Handelsrecht und Strafrecht. Später wurde er Vorsitzender Richter am Landgericht Mainz (Jugend- und Jugendschutzkammer). In dieser Funktion war er auch Vorsitzender Richter im ersten der sogenannten Wormser Prozesse, in denen es um den angeblichen massenhaften sexuellen Missbrauch von Kindern in der Stadt Worms ging. Seine mündliche Urteilsbegründung in diesem ersten Prozess steht im Widerspruch zu der schriftlichen Begründung des Urteils und den in den anderen beiden Prozessen erfolgten Freisprüchen und ist daher sehr umstritten.[1]
Im Jahr 1989 wurde Beutel in den Mainzer Stadtrat gewählt, wo er 1995 Fraktionsvorsitzender wurde. 1996 kandidierte er erstmalig für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt und gewann in der Stichwahl gegen den CDU-Kandidaten Norbert Schüler. 1997 trat er sein Amt an. Im Jahr 2004 wurde er im ersten Wahlgang für weitere acht Jahre gewählt, seine zweite Amtszeit begann 2005.
Zu seinen Hobbys gehört das Schachspiel. Er spielte in der Oberliga, war zweimal Rheinhessen-Meister und mehrfach Stadtmeister von Mainz. Seit 2001 ist er Schirmherr des jährlich stattfindenden Turniers Chess Classic Mainz.[2]
Er ist Aufsichtsratsvorsitzender der Mainzer Wohnbau GmbH und der Stadtwerke Mainz AG, seit 2009 Aufsichtsratsvorsitzender der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden[3] und Präsident der Internationale Gutenberg-Gesellschaft.
Am 16. Juni 2009 wurde durch Medienberichte bekannt, dass gegen Beutel ein Ermittlungsverfahren wegen Untreue und Vorteilsnahme im Zusammenhang mit der prekären Finanzsituation der Mainzer Wohnbau GmbH eingeleitet worden ist.[4] [5]
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Gisela Friedrichsen: „Ausgestanden ist die Sache nicht“, Der Spiegel 9/2005, 28. Februar 2005, S. 50–56
- ↑ Hartmut Metz: Jens Beutel stählt die Gegner für Platz zwei (Interview), Chess Tigers Schach-Förderverein 1999 e. V., 11. Juli 2006
- ↑ http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=4984030/tsl9ws/index.html
- ↑ Untreue-Ermittlungen gegen Mainzer OB Beutel auf swr.de vom 16. Juni 2009
- ↑ Durchsuchung bei SPD OB in Mainz bei OnlinePresse.info vom 16. Juni 2009
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Jens Beutel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Persönliche Homepage
- Homepage der Stadt
in chronologischer Reihenfolge seit 1800
Franz Konrad Macké | Franz Freiherr Gedult von Jungenfeld | Franz Konrad Macké | Stephan Metz | Johann Baptist Heinrich | Stephan Metz | Nikolaus Nack | Karl Schmitz | Franz Schott | Karl Racké | Carl Wallau | Alexis Dumont | Georg Oechsner | Heinrich Gassner | Karl Göttelmann | Karl Külb | Wilhelm Ehrhard | Philipp Wilhelm Jung (kommissarisch) | Robert Barth | Heinrich Ritter | Rudolph Walther | Emil Kraus | Franz Stein | Jakob „Jockel“ Fuchs | Herman-Hartmut Weyel | Jens Beutel
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Beutel, Jens |
| KURZBESCHREIBUNG | Oberbürgermeister von Mainz |
| GEBURTSDATUM | 12. Juli 1946 |
| GEBURTSORT | Lünen, Nordrhein-Westfalen |

