Košice
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Košice
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| Wappen | Karte | |
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Basisdaten
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| Landschaftsverband (Kraj): | Košický kraj | |
| Bezirk (Okres): | Košice | |
| Region: | Košice | |
| Fläche: | 242,768 km² | |
| Einwohner: | 234 237 (31. Dezember 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 964,86 Einwohner je km² | |
| Höhe: | 210 Meter | |
| Postleitzahl: | 040 XX | |
| Telefonvorwahl: | 0 55 | |
| Geographische Lage: | 48° 43′ N, 21° 15′ O48.72027777777821.255833333333210Koordinaten: 48° 43′ 13″ N, 21° 15′ 21″ O | |
| Kfz-Kennzeichen: | KE | |
| Gemeindekennziffer: | 599981 | |
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Struktur
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| Gemeindeart: | Stadt | |
| Gliederung Stadtgebiet: | 4 Stadtbezirke mit 22 Stadtteilen | |
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Verwaltung (Stand: Dezember 2008)
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| Oberbürgermeister: | František Knapík | |
| Adresse: | Magistrát mesta Košice Trieda SNP 48/A 04011 Košice |
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| Webpräsenz: | www.kosice.sk | |
| Gemeindeinformation auf portal.gov.sk |
Statistikinformation auf statistics.sk |
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Košice (
Aussprache?/i: [ˈkɔʃɪʦɛ], deutsch Kaschau, ungarisch Kassa, romani Kasha, neulateinisch Cassovia) ist eine Stadt in der Ostslowakei, nahe der Grenze zu Ungarn am Fluss Hornád. Sie hat 234.237 Einwohner (2007)[1] und ist damit die zweitgrößte Stadt des Landes.
Košice ist Zentrum der Ostslowakei, Sitz eines Landschaftsverbands (Košický kraj) und eines Bezirks. Die Stadt ist griechisch-katholischer und evangelisch-reformierter Bischofssitz. Seit 1995 befindet sich hier auch der Sitz des römisch-katholischen Erzbistums in der Ostslowakei. Košice ist überdies Universitätsstadt, Sitz des Verfassungsgerichtes und ein Zentrum der slowakischen Minderheit der Roma.
Der Anteil der ungarischen Bevölkerung ist mit 3,8 Prozent höher als jener der zwei anderen Minderheiten. Dennoch gilt eher nicht Košice, sondern Komárno als Zentrum der ungarischen Minderheit.
Wie EU-Kulturkommissar Jan Figeľ mitteilte, darf sich die Stadt gemäß Wahl der internationalen Jury Europäische Kulturhauptstadt 2013 nennen. Denn neben slowakisch-sprachigen Bühnen gibt es dort auch ein Theater in Romani, der Sprache der Roma, und Aufführungen in der Sprache der ungarischen Minderheit.
Zudem besitzt die Stadt eine wichtige Funktion für den Ost-West-Verkehr, der Italien und Österreich mit der Ukraine und Russland verbindet.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Lage
Košice liegt im Kaschauer Kessel (Košická kotlina) am beiden Ufer des Hornád, bei den östlichen Ausläufern des Slowakischen Erzgebirge, bei den Einheiten Čierna hora (im Nordwesten) und Volovské vrchy (im Südwesten); an der östlichen Stadtgrenze fließt die Torysa, der Kessel wird im Osten von Slanské vrchy begrenzt. Die Stadt ist durch eine von Gemeinden mit der drittgrößten Stadt Prešov (36 km nördlich) verbunden und liegt etwa 400 km östlich der Hauptstadt Bratislava. Die Grenzen zu Ungarn, Ukraine und Polen sind 20, resp. 80 und 90 km entfernt. Die Stadtfläche bedeckt 242,77 km²; die höchste Stelle befindet sich im Nordwesten auf dem Hügel Vysoký vrch (wörtlich Hoher Hügel, 851 m ü. HN), der niedrigste Punkt liegt im Südosten auf 184 m ü. HN. Das Stadtzentrum liegt auf 208 m ü. HN.
[Bearbeiten] Klima
Bratislava liegt in der gemäßigten Zone und im Bereich des Kontinentalklimas mit vier ausgeprägten Jahreszeiten. Die Sommer sind in der Regel warm und trocken, die Winter kalt und feucht.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Klimawerte:
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Košice
Quelle: Klimadaten Košice
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[Bearbeiten] Geschichte
Die Gegend ist alter Siedlungsraum (Jungsteinzeit, Bronzezeit). Im 7. Jahrhundert siedelten Awaren, slawische Funde datieren ab den 8. Jahrhundert. Im 9. Jahrhundert war die Stadt Bestandteil des Neutraer Fürstentums und danach von Großmähren.
Gegen Ende des 11. Jahrhunderts wurde die Stadt in das Königreich Ungarn eingegliedert. Den Siedlungskern des heutigen Košice bildete eine slawische Siedlung in der heutigen Kováčska-Straße. Parallel zu dieser alten Siedlung, deren genauer Entstehungszeitpunkt unbekannt ist, gründeten deutsche Kolonisten am Anfang des 13. Jahrhunderts in der Nachbarschaft eine Handelssiedlung. Noch im 13. Jahrhundert verschmolzen die beiden Siedlungen und die so entstandene slawisch-deutsche Siedlung erhielt um 1248 als eine der ersten Städte im Königreich ihre ersten Stadtrechte. Kurz zuvor, aus dem Jahre 1230 stammt die erste schriftliche Erwähnung der Stadt (als villa Cassa).[2]
In den nachfolgenden Jahrhunderten war Kaschau eine der bedeutendsten und größten Städte des Königreichs Ungarn. Durch seine Lage an einem Handelsweg nach Polen und verschiedene Privilegien der Handel blühte und die Bedeutung wuchs. Die ersten Zunftregelungen sind im Jahr 1307 erwähnt. Nach der Niederlage der Amadé-Familie durch die Truppen des Karl I. in der Schlacht von Rozhanovce im Jahr 1312 wurden als Entgelt der Stadt mehrere Rechte entlehnt. Seit 1347 war es die zweite königliche freie Stadt im Königreich Ungarn nach der Hauptstadt Buda. Das Wappen ist seit 1369 in Gebrauch, womit ist es das älteste Wappen in Europa.[3] Im 14. und 15. Jahrhundert erreichte die Entfaltung der Stadt ihren Höhepunkt. Im 15. Jahrhundert spielte die Stadt eine wichtige Rolle in Pentapolitana - ein Städtebund aus den fünf Städten in der heutigen Ostslowakei - Košice, Prešov, Bardejov, Sabinov und Levoča. In der Hälfte des 15. Jahrhunderts geriet sie in die Gewalt Johann Giskras (Jan Jiskra). Sie war jedoch auch im 16. − 17. Jahrhundert eines der wichtigsten und größten Zentren.
In 16. Jahrhundert war die Stadt durch Kriege zwischen den Ferdinand I. und Johann Zápolya betroffen. Im 17. und 18. Jahrhundert war Kaschau Residenz von Franz II. Rákóczi (ungarisch Rákóczi Ferenc, slowakisch František Rákoci). Hier flammten auch die antihabsburgischen Aufstände am heftigsten auf. Eine Festung wurde 1670 von Habsburgen gebaut. In den 1670ern wurde es einige Male von Kuruzen belagert. 1682 wurde die Stadt von Imre Thököly erobert, es wurde jedoch 1685 zurückgenommen. Die Festung wurde im Jahr 1713 zerstört. Im 17. Jahrhundert war sie de facto Hauptstadt Oberungarns, was damals die Bezeichnung für die heutige Ostslowakei und Teile des heutigen Nordostungarns – und damit für die östliche Hälfte des damaligen Ungarns – war. (1563-1686 Sitz des „Kapitanat Oberungarn“, 1567-1848 Sitz der Zipser Kammer –- einer Zweigstelle für Oberungarn der obersten Finanzbehörde in Wien).
Am Anfang des 18. Jahrhundert wurden die Osmanen zurückgeschlagen, die Bedeutung der Stadt ging nieder, als neue Handelswege gingen der Stadt um. Die reiche mittelalterliche Stadt hat sich nach eine landwirtschaftliche Provinzstadt geändert.[4] Die Stadtmauern wurden größtenteils im 18. Jahrhundert abgerissen. 1802 wurde ein Bistum gegründet. Die ersten Fabriken wurden in den 1840er Jahre gegründet. Der Gegend der Stadt war ein Schauplatz mehreren Schlachten im Zuge der Revolutionen von 1848/49; die ungarische Armee hat die Stadt am 15. Februar 1849 erobert, sie wurde jedoch von den Russen am 24. Juni 1849 zurückgeschlagen. Die erste Bahnlinie wurde 1860 von Budapest/Miskolc aus gebaut. Kurz danach folgten die Linien nach Tschop, Prešov und Žilina.
Nach dem Zerfall Österreich-Ungarns fiel Kaschau am 29. Dezember 1918 fiel Kaschau an die Tschechoslowakei und war im Sommer 1919 kurze Zeit Sitz der „Slowakischen Räterepublik“. Die tschechoslowakische Herrschaft wurde durch den Vertrag von Trianon bestätigt. Nach dem Ersten Wiener Schiedsspruch gehörte Kaschau von 1938-1945 wiederum zu Ungarn. Während der ungarischen Herrschaft im Zweiter Weltkrieg war die Stadt am 26. Juni 1941 bombardiert. Als Folge erklärte die Regierung Ungarn Krieg an die Sowjetunion. 1945 wurde die Stadt von der Roten Armee erobert und war für kurze Zeit die Hauptstadt der Tschechoslowakei.
Unter der Herrschaft der Kommunistischen Partei, die im Februar 1948 an die Macht gelangte, wurden zahlreiche Plattenbausiedlungen gebaut und durch den Bau des Ostslowakischen Eisenwerks (heute U. S. Steel Košice) die Stadt wuchs schnell und war die fünftgrößte der Tschechoslowakei.
Seit dem 1. Januar 1993 ist die Stadt Teil der Slowakei.
[Bearbeiten] Name des Ortes
Der deutsche, ungarische und slowakische Name ist entweder vom Personennamen Koša oder vom slowakischen koša (etwa „Waldblöße“; stammt vom Verb kosiť „mähen“) abgeleitet.
[Bearbeiten] Bevölkerung
| Bevölkerungsentwicklung[5][6] | |||
|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner |
| 1480 | 10.000 | 1930 | 58.100 |
| 1800 | 6.000 | 1942 | 67.000 |
| 1820 | 8.700 | 1950 | 60.700 |
| 1846 | 13.700 | 1961 | 79.400 |
| 1869 | 21.700 | 1970 | 142.200 |
| 1890 | 28.900 | 1980 | 202.400 |
| 1910 | 44.200 | 1991 | 235.160 |
| 1921 | 52.900 | 2001 | 236.091 |
Laut der Volkszählung 2001 hatte die Stadt 236.091 Einwohner (für das Jahr 2007 lautet die Schätzung auf 234.237).[7] Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte betrug 972 Einw./km². Der bevölkerungsreichste der fünf Bezirke ist Košice II mit 79.850 Einwohnern, gefolgt von Košice I mit 68.262, Košice IV mit 57.236 und Košice III mit 30.745. Die größte Ethnie sind die Slowaken mit 210.340 Einwohnern (89,09 %), gefolgt von Magyaren mit 8.940 (3,79 %), Roma mit 5.055 (2,14 %) Tschechen mit 2.803 (1,19 %) und Russinen mit 1.279 (0,54 %). Weitere ethnische Gruppen sind Ukrainer (1.077 Einw.) und Deutschen (398 Einw.).[8][9]
Im Jahr 2001 waren 137.642 Einwohner (58,3 %) Römisch-Katholiken, 17.831 (7,5 %) Griechisch-Katholiken, 9.301 (3,9 %) Lutheraner, 6.286 Calvinisten, 3.412 Orthodoxe, 1.276 Zeugen Jehovas und 700 Apostoliker. 45.683 Einwohner (19,3 %) bezeichneten sich als Atheisten oder machten keine Angaben.[10]
Im folgenden werden jeweils nur offizielle (bis 1918 ungarische, dann tschechoslowakische, 2001 slowakische) Volkszählungsergebnisse verwendet.
Eine größere und dauerhafte ungarische Besiedlung erhielt die ursprünglich slowakisch-deutsche Stadt erst am Anfang des 16. Jahrhundert, als das heutige Ungarn von den Türken besetzt war und zahlreiche Ungarn in den Norden flüchteten. Den Zuzug der ungarischen Bevölkerung förderte auch die vorübergehende Besetzung der Stadt durch Johann Zapolya, der im Zuge der Thronkämpfe aus der Stadt, die den Gegenkönig Ferdinand von Habsburg unterstützte, die deutsche Bevölkerung verjagte und durch ungarische Bevölkerung ersetzte. Obwohl der Anteil der ungarischen Bevölkerung in den nachfolgenden Jahrhunderten sukzessive anstieg, lag bis ins frühe 19. Jahrhundert der Anteil der Ungarn unter dem Anteil der Slowaken. Weitere wichtige Volksgruppen waren Deutsche und Juden.
Von 1784 bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts halbierte sich die Zahl der Einwohner von 12.000 auf 6000. Die klare Mehrheit stellten Slowaken, erst zweiter Stelle kamen Ungarn. Im Zuge des Zeitalters der Nationalstaaten trat auch in Ungarn und in Košice offene Magyarisierung ein. In den Jahren um 1850 zählte Kaschau bereits 13.200 Einwohner, die Bedeutung der Stadt nahm zu und die Anzahl der Slowaken und Ungarn war ungefähr ausgeglichen. Noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts jedoch beschrieb der Deutsche Wilhelm Richter nach seiner Erkundungsreise durch das Königreich Ungarn Kaschau als eine Stadt, in der zumeist „Slawen und Deutsche, weniger Magyaren“ leben.
Nach dem Österreichisch-ungarischen Ausgleich von 1867 wurde die gezielte Magyarisierung intensiviert und innerhalb von 20 Jahren (1880 –- 1900) stieg nach ungarischen Angaben der Anteil der ungarischen Bevölkerung der Stadt von 41 % auf 67 % an, während der Anteil der Deutschen und Slowaken deutlich sank. Somit ist Košice (so wie viele andere Städte der südlichen Slowakei) erst nach 1880 infolge der Magyarisierung zu einer überwiegend ungarischen Stadt geworden.
Nach der Entstehung der Tschechoslowakei 1918 nahm der Anteil der Slowaken sukzessive wieder zu, weil viele Ungarn die Stadt verlassen mussten, ungarische Beamte und Lehrer durch tschechische (später slowakische) ersetzt wurden und viele Slowaken in die nunmehr größte Stadt im gesamten östlichen Teil der Tschechoslowakei zuwanderten. Dieser Prozess wurde nur kurz dadurch aufgehalten, dass Kaschau nach dem Ersten Wiener Schiedsspruch zwischen 1938-1945 noch einmal zu Ungarn gehörte und 1938 noch einmal 30000 Tschechen und Slowaken die Stadt verlassen mussten. Nach 1945 mussten wieder mehrere Tausend Ungarn die Stadt verlassen (siehe Ethnische Entwicklung der Slowakei) und der Anteil der übrig gebliebenen ungarischen Bevölkerung sank durch Zuzug slowakischer Bevölkerung aus den benachbarten eher armen Gebieten der Slowakei. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2001 gaben nur noch 3,8 % der Bevölkerung an, Ungarn zu sein.
Die Bevölkerungsentwicklung in den letzten 150 Jahren:
- 1850: ? % Slowaken, 39,71 % Ungarn, ? % Deutsche
- 1880: 42 % Slowaken, 41 % Ungarn, 17 % Deutsche.
- 1900: 23 % Slowaken, 67 % Ungarn, 9 % Deutsche
- 1910: ? % Slowaken, 75,4 % Ungarn, ? % Deutsche
- 1930: 60,2 % Slowaken/Tschechen, 16,4 % Ungarn, 4,7 % Deutsche, 8,1 % Juden
- 1950: 95 % Slowaken/Tschechen, ? % Ungarn, ? % Deutsche, 0 % Juden
- 1970: 95 % Slowaken/Tschechen, 3,9 % Ungarn, ? % Deutsche
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Das Stadtzentrum und die meisten historischen sind an oder um der Hauptstraße (Hlavná ulica). In der Stadt befindet sich das größte denkmalgeschützte Stadtgebiet der Slowakei.[11] Die Dominante der Stadt ist zweifellos der aus dem 15. Jahrhundert stammende Elisabeth-Dom, die größte Kirche der Slowakei. Die Henkersbastei und Mühlbastei sind die Reste der ehemaligen Stadtbefestigung. Andere historische Sehenswürdigkeiten sind die Michaels-Kapelle, der Urban-Turm, das alte Rathaus und das Bischofspalais. Es gibt auch einen Stadtpark zwischen der Hauptstraße und dem Bahnhof und ein Zoo im Stadtteil Kavečany
[Bearbeiten] Kultur
[Bearbeiten] Darstellende Kunst
Es gibt ein paar Theater in Košice. Der Staatstheater Košice (Štátne divadlo Košice) wurde im Jahr 1945 gegründet, unter dem Namen Ostslowakisches Theater. Er besteht aus drei Ensembles: Drama, Oper und Ballet. Andere Theater sind das Marionettentheater (Bábkové divadlo) und das Altstadt-Theater (Staromestské divadlo). Aufgrund der Präsenz der ungarischen Roma-Minderheiten auch das ungarische Thália und das erste professionell betriebene Romatheater (Theater Romathan) haben seinen Sitz hier. Von überregionaler Bedeutung ist auch das Staatliche Philharmonische Orchester Košice (Štátna filharmónia Košice, SFK) mit Sitz im Haus der Künste (Dom umenia), welches sich durch eine herausragende Akustik auszeichnet. Konzertreisen haben das Orchester in viele Länder der Welt geführt, Chefdirigent ist der aus Tschechien stammende Zbyněk Müller.
[Bearbeiten] Museen, Galerien
Das Ostslowakische Museum (Východoslovenské múzeum) ist das älteste Museum der Stadt, das wurde im Jahr 1872 als Oberungarisches Museum gegründet. Es umfasst neun Expositionen in der Stadt, einschließlich der Geschichte der Stadt auch dem Denkmal von Franz II. Rákóczi. Das im Jahr 1947 gegründete Slowakische Technische Museum umfasst ein Planetarium und ist das einzige Museum in der Slowakei, das sich mit der Geschichte der Wissenschaft und Technologie. Die Ostslowakische Galerie wurde 1951 als die erste regionale Galerie gegründet und ist auf die Kunst der heutige Ostslowakei spezialisiert.
[Bearbeiten] Sport
Der Košice-Marathon wird seit 1924 mit wenigen Unterbrechungen durchgeführt und ist damit der älteste Marathonlauf Europas und nach dem Boston-Marathon der zweitälteste der Welt. Er wird jährlich am ersten Oktobersonntag durchgeführt.
Der Fußballverein MFK Košice spielt in der höchsten slowakischen Liga, der Corgoň liga. Andere historisch bedeutende Fußballvereine sind 1. FC Košice, der erste slowakische Teilnehmer der UEFA Champions League und Lokomotíva Košice. Der Eishockeyklub HC Košice nimmt an der slowakischen Extralige teil und ist ein vierfacher slowakischer Meister. Er trägt seine Heimspiele in der Steel Aréna (Kapazität 8.340) aus. Ein anderer Verein in der Stadt ist der Basketballklub Maxima Broker Košice.
[Bearbeiten] Politik und Verwaltung
Die Stadt ist Sitz einen der acht Landschaftsverbände der Slowakei, den Košický kraj mit etwa 766.000 Einwohnern. Der Verfassungsgericht hat seinen Sitz in Košice und auch eine der Exposituren der Nationalbank der Slowakei hat seinen Platz hier. Außerdem befinden sich hier der Konsulat Ungarns.
Die Struktur der Stadtverwaltung besteht aus dem Oberbürgermeister (primátor), der Stadtvertretung (mestské zastupiteľstvo), dem Stadtrat (mestská rada), den Komissionen der Stadtvertretung (Komisie mestského zastupiteľstva) und dem Magistrat (Magistrát). Der Oberbürgermeister wird alle vier Jahre für eine vierjährige Amtszeit gewählt. Amtierender Oberbürgermeister ist František Knapík, der im Dezember 2006 als Kandidat der rechten KDH-SMK-SDKÚ–DS-Koalition gewählt wurde.[12]
Die Stadt unterteilt sich in 4 Stadtbezirke mit 22 Stadtteilen:
- Košice I mit den Stadtteilen Džungľa, Kavečany, Sever, Sídlisko Ťahanovce, Staré Mesto und Ťahanovce
- Košice II mit den Stadtteilen Lorinčík, Luník IX, Myslava, Pereš, Poľov, Sídlisko KVP, Šaca und Západ
- Košice III mit den Stadtteilen Dargovských Hrdinov und Košická Nová Ves
- Košice IV mit den Stadtteilen Barca, Juh, Krásna, Nad jazerom, Šebastovce und Vyšné Opátske
[Bearbeiten] Symbole
Die Symbole Košices sind das Wappen und die Flagge. Das Wappen ist seit 1369 ist in Gebrauch, als König Ludwig der Große der Stadt das Recht gewährte, ein eigenes Wappen zu führen. Das erste Wappen zeigte nur rot-weiße Streifen und drei Lilien im Hintergrund. Die heutige Form ist seit 1502 in Gebrauch (siehe oben).
Die Flagge besteht aus zwei gleich breiten, waagerechten Streifen, die obere ist gelb, die untere ist blau, mit dem Wappen in der Mitte.
[Bearbeiten] Partnerstädte
Die Stadt Košice unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
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[Bearbeiten] Wirtschaft
Košice ist das wirtschaftliche Zentrum der Ostslowakei. Die Stadt erwirtschaftet rund 9 % des slowakischen Bruttoinlandsprodukts (2005). Der größte Arbeitgeber in der Stadt ist das Eisenwerk U. S. Steel Košice mit rund 15.000 Beschäftigter. Weiter wichtige Zweite sind Maschinenbau, Lebensmittelindustrie, Dienst und Handel.[13]
[Bearbeiten] Bildung
Košice ist nach Bratislava die bedeutendste Universitätsstadt in der Slowakei mit mehreren Hochschulen mit zum Teil internationalem Ruf: die Pavol-Jozef-Šafárik-Universität Košice (7.868 Studenten), die Technische Universität Košice (15.321 Studenten), die Veterinärmedizinische Universität Košice (1.459 Studenten) sowie die Sicherheitsmanagementhochschule Košice (2.066 Studenten) und andere (Stand 2008).[14]
Es gibt 38 öffentliche, sechs private und drei konfessionelle Grundschulen mit insgesamt 20.158 Schülern. Das System der weiterführenden Schulen in der Stadt umfasst 20 Gymnasien mit 7.692 Studenten, 37 spezialisierenden weiterführenden Schulen mit 8.812 Studenten und 27 Berufsschulen mit 6.616 Studenten (Stand 2007).[15]
[Bearbeiten] Verkehr
[Bearbeiten] Straße
Košice liegt an der Europastraße 50, die aus Frankreich kommend durch die Ukraine ins russische Machatschkala (Dagestan) führt. Ferner endet in Košice die aus Richtung Split/Zagreb/Budapest kommende Europastraße 71. Eine direkte Autobahnverbindung Richtung Bratislava und Prag, die Autobahn D1, befindet sich im Bau bzw. ist teilweise fertiggestellt. Es ist geplant, diese über Michalovce bis zum slowakisch-ukrainischen Grenzübergang Vyšné Nemecké - Uschhorod fortzuführen.
[Bearbeiten] Eisenbahn
Der Hauptbahnhof Košice ist Endpunkt mehrerer EuroCity-, InterCity- und Expresszugverbindungen. Es bestehen unter anderem Direktverbindungen nach Wien (über Bratislava), Prag (teils als Autoreisezug), Budapest, Kiew, Lwiw, Krakau (Kraków), Cheb und Dresden.
Nahe Košice, in Haniska, endet die Breitspurstrecke Uschhorod–Košice, eine einspurige Eisenbahnlinie in russischer Breitspur (1524 mm) vom Grenzort Maťovské Vojkovce her. Am 7. Mai 2007 unterzeichneten die russische Eisenbahngesellschaft RŽD und das slowakische Ministerium für Transport, Post und Telekommunikation eine Absichtserklärung, die u.a. die Verlängerung dieser Strecke bis Bratislava vorsieht[16].
[Bearbeiten] Flugverkehr
Der internationale Flughafen Košice wurde 2006 privatisiert, wobei der neue Mehrheitseigentümer der Flughafen Wien-Schwechat wurde. Er befindet sich sechs Kilometer südlich der Stadt und bietet Linienflüge nach Bratislava, Prag, Wien, London-Luton und Manchester.
[Bearbeiten] Öffentlicher Personennahverkehr
Der ÖPNV wird durch die städtische Verkehrsgesellschaft Dopravný podnik mesta Košice (DPMK) betreibt. Das System ist der älteste in der heutigen Slowakei, als 1981 die erste (anfangs Pferde-)Straßenbahn eröffnet wurde. Sie wurde 1914 elektrifiziert. Das heutige Liniennetz besteht aus 40 Buslinien, zwei Obuslinien und 15 Straßenbahnlinien. Den Nachtverkehr übernehmen vier Buslinien.[17]
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
Prominente Persönlichkeiten der Stadt sind in der Liste der Persönlichkeiten aus Košice aufgeführt.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Statistisches Amt der Slowakei - Okresy
- ↑ Ein Artikel über die Geschichte der Košice (slowakisch)
- ↑ Geschichte der Stadt Košice auf der offiziellen Seite - 14. Jahrhundert (slowakisch)
- ↑ Geschichte der Stadt Košice auf der offiziellen Seite - 18. Jahrhundert (slowakisch)
- ↑ Historische demografische Daten – populstat.info
- ↑ Daten auf statistics.sk
- ↑ Statistisches Amt der Slowakei - Okresy (Stand 31. Dezember 2007)
- ↑ Zusammenfassung Volkszählung 2001 – Statistisches Amt der Slowakischen Republik
- ↑ Volkszählung 2001: Ständige Wohnbevölkerung nach Ethnie – Statistisches Amt der Slowakischen Republik
- ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Religion – Statistisches Amt der Slowakischen Republik
- ↑ Touristische Informationen zur Košice auf slovakia.travel
- ↑ Ergebnisse der Gemeindewahlen 2006 in Košice auf Pravda.sk (slowakisch)
- ↑ UrbanAudit - Košice (englisch)
- ↑ Liste der Hochschulen und Universitäten mit Daten von Ústav informácii a prognóz školstva (Institut der Informationen und Prognosen des Schulwesens)
- ↑ [1], [2], [3], [4], [5] Daten von Ústav informácii a prognóz školstva (Institut der Informationen und Prognosen des Schulwesens)
- ↑ http://www.eng.rzd.ru/news.html?action=view&nav_id=15&ti_id=2414
- ↑ MHD Košice – (siehe unter „Mapy a trasy“ > „Trasy liniek“)
[Bearbeiten] Weblinks
Džungľa – I | Kavečany – I | Sever – I | Sídlisko Ťahanovce – I | Staré Mesto – I (Altstadt) | Ťahanovce – I | Lorinčík – II | Luník IX – II | Myslava – II (Deutschendorf) | Pereš – II | Poľov – II | Sídlisko KVP – II | Šaca – II | Západ – II | Dargovských hrdinov – III | Košická Nová Ves – III (Neudorf) | Barca – IV | Juh – IV | Krásna – IV | Nad jazerom – IV | Šebastovce – IV (Schebesch) | Vyšné Opátske – IV

