Liz Mohn

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Liz (Elisabeth) Mohn geb. Beckmann (* 21. Juni 1941 in Wiedenbrück) repräsentiert gemeinsam mit ihrem Ehemann Reinhard Mohn die fünfte Generation der Eigentümerfamilien Bertelsmann/Mohn an der Spitze der Bertelsmann AG, des fünftgrößten Medienkonzerns weltweit.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Zunächst arbeitete Liz Mohn, gelernte Zahnarzthelferin[1], als Telefonistin im Bertelsmann-Konzern, bevor sie die Geliebte und Lebensgefährtin Reinhard Mohns wurde. Später ging sie eine Scheinehe mit dem Bertelsmann-Kinderbuchlektor Joachim Scholz ein und wurde erst danach (1982) Mohns zweite Ehefrau[2]. Reinhard und Liz Mohn haben drei gemeinsame Kinder: Brigitte Mohn, Christoph Mohn und Andreas Mohn, die lange Zeit Herrn Scholz zugeschrieben wurden.

Während sich Reinhard Mohn langsam aus dem aktiven Geschäftsleben zurückzieht, wächst Liz Mohn eine immer wichtigere Rolle in der Gesellschafterversammlung (BVG) und der Bertelsmann-Stiftung zu, die 76,9 % des Aktienkapitals der Bertelsmann AG kontrolliert. Im Vorstand der Bertelsmann Stiftung verantwortet sie offiziell den Bereich Kultur. Der Tagesspiegel kritisiert, dass Liz Mohn tatsächlich sowohl in der Bertelsmann-Stiftung, als auch in der Bertelsmann AG „das Sagen habe“ und ihre daraus entstehende Macht nutze, um die Politik nach ihren Vorstellungen zu beeinflussen.[3]

Weiterhin ist sie Gründerin und Präsidentin der 1993 entstandenen „Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe“, die sich mit Prävention und Früherkennung von Schlaganfällen sowie der Behandlung und Rehabilitation Betroffener durch Aufklärung und Verbesserung diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten beschäftigt. Auslöser dafür war, dass ihr jüngster Sohn im Alter von 15 Jahren eine vorübergehende halbseitige Lähmung erlitt und sie sich daher zum ersten Mal mit dem Thema „Schlaganfall“ auseinandersetzte.

2008 ließ sie über die Bertelsmann Stiftung die Studie „Null Bock auf Familie? Der schwierige Weg junger Männer in die Vaterschaft“ veröffentlichen, die von ihr mit den Worten "Die Gesellschaft braucht neue Väter, keine 'zweiten Mütter'" kommentiert wird.

[Bearbeiten] Politische Einflußnahme

2004 sprach sie sich vehement für Angela Merkel als Kanzlerin aus, mit der sie in Freundschaft verbunden ist und die sie aktiv über ihre Firmenkontakte (RTL Group (90,4% Anteil), Gruner + Jahr (74,9% Anteil) etc.) unterstützt. Sie hat sich damit von dem politisch eher neutralen Kurs ihres Mannes Reinhard Mohn abgewandt und gehört damit neben Friede Springer zu den aktiven Unterstützerinnen der Kanzlerin aus der Medienwelt. Ihre Macht durch die Konzernunternehmen, u.a. auch durch Tochterunternehmen wie Arvato versuche sie dazu auszunutzen, ihre neoliberale Wirtschaftspolitik durchzusetzen und Bürgerrechte zu bescheiden.[4] Ihr Einfluß über Arvato reiche bis zur Manipulationsmöglichkeit des Internets, wobei die Co-Autorin ihres Buches "Familie gewinnt", Frau Ursula von der Leyen, mit dem Zugangserschwerungsgesetz den Weg zur Sperrung kritischer Webseiten freigemacht habe.[5]

[Bearbeiten] Auszeichnungen

1996 erhielt Liz Mohn den Europäischen Stifterpreis und im selben Jahr das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse sowie den Charity-Bambi. Der Club of Rome nahm sie 1999 als erstes weibliches Mitglied aus Deutschland auf. 2003 wurde sie mit dem Verdienstorden des Landes Berlin ausgezeichnet.

[Bearbeiten] Veröffentlichungen

[Bearbeiten] Literatur

  • Thomas Schuler: Die Mohns - Vom Provinzbuchhändler zum Weltkonzern. Die Familie hinter Bertelsmann. Campus Verlag, 2004, ISBN 3593373076

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. [1] Stern:Bertelsmann bleibt fest in Familienhand, abgerufen am 27. Juni 2009]
  2. [2] Focus-online: Konzerne: „Reinhard kann jetzt nicht“, abgerufen am 23. Juni 2009
  3. [3] Der Tagesspiegel: Macht ohne Mandat, abgerufen am 23. Juni 2009
  4. [4] Duckhome: Die Krake Mohn/Bertelsmann, abgerufen am 27. Juni 2009
  5. [5] worldpress.com, Infoportal Net News: Mohn/Bertelsmann verkauft die Manipulation des Internets, abgerufen am 27. Juni 2009
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