Lubumbashi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Lubumbashi
Wappen von Lubumbashi
Basisdaten
Provinz: Katanga
Geografische Lage: 11° 40' 11" S, 27° 29' 0" O Koordinaten: 11° 40' 11" S, 27° 29' 0" O
Höhe: 1.000 m ü. NN
Fläche: 747 km²
Einwohner: 1.374.808 (1. Jänner 2005)
Bevölkerungsdichte: 1.840 Einwohner/km²
Politik
Bürgermeister Floribert Kaseba
Lubumbashi (Demokratische Republik Kongo)
DMS
Lubumbashi
Lubumbashi
Lubumbashi im Südosten der Dem. Republik Kongo
Stadtansicht Lubumbashis

Lubumbashi (bis 1966 Elisabethville) ist die Hauptstadt der rohstoffreichen Region Katanga und mit 1.374.808 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005) nach Kinshasa die zweitgrößte Stadt der Demokratischen Republik Kongo.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Stadt Elisabethville (flämisch Elisabethstad) wurde 1910 von den belgischen Kolonialherren gegründet.

Im Dezember 1941 war Elisabethville Schauplatz eines Streiks gegen die verschärften Arbeitsbedingungen in den Bergwerken wegen kriegswirtschaftlicher Erfordernisse. In der Sezessionszeit nach der Unabhängigkeit war es die Hauptstadt des kurzlebigen Staates Katanga. 1966 bekam die Stadt im Rahmen der von dem Diktator Mobutu ins Werk gesetzten Afrikanisierung den Namen Lubumbashi. Im kongolesischen Bürgerkrieg während der 1990er wurde Lubumbashi Kriegsschauplatz, im April 1997 eroberte die Alliance of Democratic Forces for the Liberation of Congo (ADFL) die Stadt. Der Rebellenführer Laurent-Désiré Kabila proklamierte sich am 17. Mai 1997, einen Tag nachdem die ADFL Mobutu gestürzt hatte, in Lubumbashi zum neuen Präsidenten des Landes. Von 1999 bis 2003 war Lubumbashi die legislative Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, ehe das Parlament wieder nach Kinshasa übersiedelte.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Verkehr

In Lubumbashi gibt es zwei Flughäfen, die Stadt liegt an der Eisenbahnlinie nach Ilebo, Kindu, Sakania und Kolwezi. Die Stadt ist ein Zentrum der Kupferherstellung. Auch andere Mineralien werden abgebaut, so z. B. Cobalt und Zink. Daneben gibt es Textil-, Ziegel- und Nahrungsmittelindustrie.

[Bearbeiten] Bildung

In Lubumbashi gibt es eine 1954/55 von den Belgiern gegründete Universität, die Université de Lubumbashi, die unter dem Akronym UNILU bekannt ist.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Neben der Universität und deren Bibliothek zählen ein botanischer Garten, ein Zoo und eine Brauerei zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. Das Nationalmuseum beherbergt archäologische und ethnologische Schaustücke aus der Region.

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge