Lyon
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| Lyon | ||
|---|---|---|
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| Wahlspruch Avant, avant, Lion le melhor. |
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| Region | Rhône-Alpes (Präfektur) | |
| Département | Rhône | |
| Arrondissement | Lyon | |
| Kanton | Chef-lieu von 14 Kantonen | |
| Koordinaten | 45° 46′ N, 4° 51′ O45.7597222222224.8422222222222173Koordinaten: 45° 46′ N, 4° 51′ O | |
| Höhe | 162 bis 312 m | |
| Fläche – Unité urbaine |
47,78 km² 954,19 km² |
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| Einwohner – mit Hauptwohnsitz – Unité urbaine – Bevölkerungsdichte – Unité urbaine |
(2006) 472 305 Einwohner 1 348 832 Einwohner 9885 Einw./km² 1414 Einw./km² |
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| Postleitzahl | 69001–69009 | |
| INSEE-Code | 69123 | |
| UN/LOCODE | FR LIO | |
| Website | www.lyon.fr | |
| Stadtgliederung | 9 Arrondissements | |
Lyon?/i [ljɔ̃] (deutsch veraltet: Leyden, lat. Lugdunum) ist die Hauptstadt der Region Rhône-Alpes und des Départements Rhône im Osten Frankreichs.
Die Stadt liegt am Zusammenfluss der Rhône und der Saône. Mit circa 466.400 Einwohnern ist sie nach Paris und Marseille die drittgrößte Stadt des Landes. Der rund 1,3 Millionen Einwohner zählende Ballungsraum ist der zweitgrößte Frankreichs nach der Île-de-France, dem Großraum Paris mit ca. 11,5 Millionen Einwohnern. Um diese Position streiten sich allerdings seit vielen Jahren die Städte Lyon und Marseille.
Die Altstadt Lyons wurde 1998 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Lyon ist ein Bistum der römisch-katholischen Kirche – Bischofssitz ist die Kathedrale Saint-Jean in der Altstadt. Markanter ist jedoch die Basilika Notre-Dame de Fourvière. 1871 auf der Spitze des gleichnamigen Hügels errichtet, überragt sie die gesamte Stadt.
Die Lyoner Gastronomie genießt einen exquisiten Ruf: Die gepriesene Vielfalt der traditionellen Küche findet in der seltenen Kombination aus Alpen-Nähe und schiffbaren Zugang zum Mittelmeer ihren Ursprung. Nördlich und südlich der Stadt schließen sich die Weinanbaugebiete Beaujolais bzw. Côtes du Rhône an. Historisch ist die Stadt eng mit den canuts, den Seidenwebern, verknüpft, deren Handwerk während der industriellen Revolution die treibende Wirtschaftskraft war. Darüber hinaus ist Lyon als Stadt des Lichtes bekannt, dem zu Ehren jährlich am 8. Dezember die Fête des Lumières gefeiert wird.
Lyon ist die Heimatstadt des Physikers André Marie Ampère, des Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry, des Koches von Weltruhm Paul Bocuse sowie der Wegbereiter des modernen Kinos, den Gebrüdern Lumière.
Lyon ist Sitz der internationalen Polizeibehörde Interpol und der Internationalen Agentur für Krebsforschung (International Agency for Research on Cancer, kurz: IARC).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Antike und Mittelalter
Lyon wurde 43 v. Chr. von den Römern unter dem Namen Lugdunum (Hügel des Lichts oder Hügel der Raben: die Etymologie ist nach wie vor umstritten) als Verwaltungszentrum Galliens gegründet; vorher bestand jedoch bereits eine keltische Siedlung. Diese Rolle hatte die Stadt über drei Jahrhunderte inne, bevor ihre Bedeutung im Zuge des Untergangs des Römischen Reiches zurückging.
Im Jahr 177 wurde hier die Märtyrerin Blandina verbrannt, die man später zur Stadtpatronin von Lyon machte. In der Spätantike bestand hier eine „Hochschule“, an der unter anderem auch Sidonius Apollinaris studierte; auch war Lyon frühzeitig Bistum bzw. Erzbistum. 461 fiel die Stadt an die Burgunden und blieb bis zur fränkischen Eroberung 534 Königsresidenz. Die Stadt wurde 725 von den Arabern, die aus Spanien kommend ins Frankenreich einfielen, verwüstet. Erst im 11. Jahrhundert erlangte Lyon wieder größere überregionale Bedeutung, als die römisch-katholische Kirche der Stadt den Hauptsitz über Gallien (Primat des Gaules) zusprach, den sie noch heute besitzt. Der Erzbischof von Lyon, der traditionell zum Kardinal erhoben wird, ist nach wie vor der Primas der katholischen Kirche in Frankreich.
Die Stadt fiel 1032, wie auch das gesamte Königreich Arelat, an das Heilige Römische Reich. In der Renaissance erlebte Lyon aufgrund des Seidenhandels einen erneuten Entwicklungsschub. 1348 wütete jedoch die Pest auch in Lyon, welches 1310 von französischen Truppen besetzt worden war.
[Bearbeiten] Neuzeit
Während der Französischen Revolution war Lyon das Hauptwiderstandszentrum gegen den Nationalkonvent im südlichen Frankreich. Die Stadt war nicht nur ein Refugium für die Girondisten, die sich von den übrigen Jakobinern abgespalten hatten, sondern auch für Royalisten. Nachdem hier die jakobinische Stadtverwaltung verjagt worden war, entschloss sich der Nationalkonvent zu einem militärischen Vorgehen gegen die abtrünnige Stadt. Am 9. Oktober 1793 wurde Lyon nach 66 Tagen Belagerung von den Truppen des Nationalkonvents erobert. Unter Vorsitz der Konventsmitglieder Collot d'Herbois und Fouché folgte in den folgenden sechs Monaten ein blutiges Strafgericht, dem insgesamt 1.962 Stadtbewohner zum Opfer fielen. Schließlich ordnete der Nationalkonvent sogar an, dass die Häuser aller „Gegner der Revolution“ abzureißen seien.[1] Lyon sollte zu einer „Ville sans Nom“ („Stadt ohne Name“) werden. Betroffen waren von dieser Maßnahme vor allem die Gebäude an der Place Bellecour, die allerdings unter Napoléon Bonaparte wieder aufgebaut wurden.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Lyon zu einer bedeutenden Industriestadt, blieb aber auch weiterhin ein Zentrum der Seidenindustrie. In den Jahren 1831 und 1834 erlebte die Stadt zwei große Revolten der Seidenweber (französisch: Canuts), die vom französischen Militär niedergeschlagen wurden und jeweils hunderte Todesopfer forderten.
Zur Zeit der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg war Lyon ein Mittelpunkt der Résistance.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Lyon ist eines der ältesten Zentren der französischen Fayence-Herstellung. Seit 1512 wird hier Fayence gefertigt, anfangs wohl von italienischen Einwanderern. Die Erzeugnisse des späten 16. Jahrhunderts erinnern an zeitgenössische Majoliken aus Urbino.
Das bekannteste Unternehmen aus Lyon ist wohl die Großbank Crédit Lyonnais, deren Hauptsitz sich in einem markanten Hochhaus namens Tour du Crédit Lyonnais im Osten der Stadt befindet. Das Gebäude wird wegen seiner Form Crayon (Bleistift) genannt.
Daneben ist Lyon ein wichtiger Standort des Pharma-Unternehmens sanofi-aventis – vormals Aventis –, dessen Vorläufer Rhône-Poulenc seinen Hauptsitz in Lyon hatte. In der Stadt befindet sich die europäische Hauptgeschäftsstelle von Bayer CropScience.
Außerdem haben in Lyon der paneuropäische Fernsehsender Euronews und das Montanunternehmen Gindre Duchavany sowie der Softwarehersteller Cegid ihren Hauptsitz.
Ferner existieren Raffinerien und weitere Industrie.
[Bearbeiten] Verkehr
Lyon ist Frankreichs zweitgrößter Eisenbahnknotenpunkt mit den Bahnhöfen Perrache und Part-Dieu sowie dem Rangierbahnhof Sibelin. 1981 war Lyon die erste Stadt, die mit Paris durch den TGV verbunden wurde. Die wichtige TGV-Linie von Paris nach Marseille führt über den ebenfalls architektonisch bedeutsamen Bahnhof Lyon-Saint-Exupéry TGV. Lyon verfügt über eine Verladestelle[2] für Autoreisezüge.
Die vielbefahrene Nord-Süd-Verbindung Autoroute du Soleil unterquert Lyon an der Westseite der Altstadt, daher kennen viele die Stadt nur aus der Tunnelperspektive.
Der internationale Flughafen Lyons liegt in Satolas, etwa 25 km östlich der Stadt. Er ist nach Antoine de Saint-Exupéry benannt.
Die Métro von Lyon umfasst vier Linien, von denen eine fahrerlos (Linie D) und eine mit Zahnradbetrieb (Linie C) unterwegs sind. Daneben gibt es noch zwei Drahtseilbahnlinien (funiculaire) auf dem Fourvière-Hügel. Wegen des Seils haben sie den Spitznamen ficelle (Bindfaden). Als Erweiterung des bestehenden Bus- und Oberleitungsbus-Netzes wurde zu Beginn des Jahrtausends eine Tram erbaut. Seit einiger Zeit gibt es als Ergänzung zum klassischen ÖPNV ein System von Leihfahrrädern (Velo’v). Die Stationen sind über die ganze Stadt verteilt, in der ersten halben Stunde sind die Fahrräder kostenlos. Das Velo’v Lyons ist als Vorbild für das 2007 in Paris eingeführte System Vélib zu sehen.
[Bearbeiten] Kultur
Neben zahlreichen Theatern und Kinos bietet Lyon auch ein Opernhaus (Opéra national de Lyon), das überregionale Bedeutung hat und dessen Architektur als Meisterwerk des Architekten Jean Nouvel gilt.
Lyon ist insbesondere bekannt für sein Marionettentheater, das sich um die stadtgeschichtlich geprägte Figur des Guignol rankt.
Lyon zählt an die 30 Museen – wie zum Beispiel das Musée des Confluences und das Musée des Beaux-Arts –, 15 stadteigene Bibliotheken, ein Nationalorchester (Orchestre national de Lyon), ein Nationalkonservatorium sowie zahlreiche bedeutende Chöre, und gilt zudem als das gastronomische Zentrum Frankreichs.
Ein Lyoner Straßenname dürfte weltweit wohl einmalig sein: die Straße des ersten Films. Die Straße liegt im 8. Arrondissement und befindet sich an der Stelle, an der die Brüder Lumière 1895 den vermutlich ersten Film der Welt gedreht haben. Heute kann man in dieser Straße ein Museum zur Geschichte des Films im ehemaligen Wohnhaus der Familie Lumière besichtigen. In unmittelbarer Nähe wurde für das Institut Lumière (Lichtinstitut) ein modernes Kino erbaut, an der Stelle der ehemaligen Chemiefabrik der Gebrüder.
Eine weitere kulturelle Besonderheit ist das Maison de la Danse (Tanzhaus). Dieses bietet ein vollständig auf Tanz in all seinen Formen ausgerichtetes Programm an, von klassischem Ballett über modernen Tango bis zu experimentellem Tanztheater. Alle zwei Jahre organisiert das Maison de la Danse eine jeweils unter einem anderen Thema stehende Biennale, die die gesamte Stadt im September zwei Wochen lang in eine gigantische Tanzbühne verwandelt.
Am linken Saône-Ufer, nördlich des Stadtzentrums, befinden sich die Subsistances. Es handelt sich hierbei um einen in einem alten Konvent untergebrachten Kulturkomplex, der sich den aktuellen Ausdrucksformen artistischer Kreation widmet, wie Tanz, Theater, neue Zirkusformen, Video und Computerperformances.
Der Zoo von Lyon befindet sich im Parc de la Tête d’or (Park des goldenen Kopfes), wo es auch einen See und einen botanischen Garten gibt. Auf dem Fourvière-Hügel im Westen der Stadt befindet sich ein Theater aus der Römerzeit, das auch heute noch für Aufführungen, vor allem in den Sommermonaten, genutzt wird sowie ein Odeon. Auf dem Croix-Rousse-Hügel dagegen stößt man auf die Reste des römischen Amphitheaters. Ein bemerkenswertes Bauwerk in Lyon ist der für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Tour métallique de Fourvière (Metallturm von Fourvière).
[Bearbeiten] Universitäten
Zum Verbund der Universität Lyon gehören:
- Université Claude Bernard Lyon 1
- Université Lumière Lyon 2
- Université Jean Moulin Lyon 3
- Université Catholique de Lyon
- École normale supérieure Lettres et sciences humaines
- Institut d’Etudes Politiques (Sciences-Po) de Lyon
- Ecole nationale supérieure des sciences de l’information et des bibliothèques
- Ecole Nationale des Beaux-Arts de Lyon
- Ecole de commerce européenne de Lyon (ECE Lyon)
- Ecole supérieure de commerce de Lyon (IDRAC Lyon)
- École normale supérieure de Lyon
- Ecole de Management de Lyon
- Ecole Centrale de Lyon
- Institut National des Sciences Appliquées de Lyon
- École Supérieure Chimie Physique Électronique de Lyon (CPE Lyon)
- Ecole nationale supérieure d’Architecture de Lyon
[Bearbeiten] Sport
In Lyon ist der Fußball-Club Olympique Lyon zu Hause, der von 2002 bis 2008 als erste Mannschaft sieben nationale Meisterschaften in Folge gewann. 2008 gelang zudem das erste Mal in der Vereinsgeschichte der Gewinn des Doubles (Meisterschaft und Coupe de France) durch einen 1:0-Sieg n.V. gegen Paris St. Germain. Den entscheidenden Treffer erzielte Sidney Govou. Dem Klub Olympique de Marseille, der von 1989 bis 1993 fünf Spielzeiten in Folge auf Platz 1 der Ligue 1 abgeschlossen hat, wurde der 1993 errungene Titel im Zuge der Affäre VA-OM aberkannt. Das Heimstadion ist das Stade Gerland, das offiziell Stade Municipal de Gerland heißt und im 7. Arrondissement an der Avenue Jean Jaurès liegt. Allerdings plant der Verein einen Neubau in Pusignan oder Vénissieux.
Der Verein Lyon Olympique Universitaire spielt Rugby Union in der zweiten Profiliga Pro D2.
[Bearbeiten] Lyoner Küche
Lyon wird in Frankreich "la ville de gueule" genannt, was mit Gaumenstadt zu übertragen ist und auf ihren Status als Hauptstadt kulinarischer Gaumenfreuden hinweist.
Die Lyoner Küche ist eine einfache aber feine Küche und beruht auf den berühmten regionalen Produkten (Appellation d’Origine Contrôlée, abgekürzt: AOC) wie, Geflügel aus Bourg-en-Bresse (Bressehuhn), aus den klaren Flüssen der Alpen Forellen, aus den vielen Seen Hecht, Saibling, Felchen, Aal und Flusskrebse, die berühmten Karpfen aus der Dombes, Früchte aus den Monts Lyonnais und dem Rhônetal, Gemüse aus dem Flachland des Departement Ain, die Artischocke aus Vaulx-en-Velin, Käse aus der Dauphiné und dem Ardèche, Wein aus dem Beaujolais, aus den Region Côtes du Rhône, Bugey und dem Burgund.
Aus der Region Rhône-Alpes kommen auch viele weltbekannte Käse, darunter der Tomme de Savoie (ein milder Weichkäse) und der Beaufort (der Gruyère aus Savoyen), die Bergkäse Chevrotin des Alpes, Reblochon und Dauphinois, der Vacherin de Chambéry (ein cremiger Käse, der mit einem Löffel gegessen wird), die Blauschimmelkäse Bleu de Bresse und Bleu de Gex und der Ziegenkäse Chevretons du Beaujolais. Aus der Region kommen nicht weniger als 17 Mineralquellen, das bekannteste Mineralwasser der ist sicher Evian. Der Chartreuse, ein Kräuterlikör, den Kartäusermönche der Großen Kartause bei Grenoble herstellen, stammt aus der Region.
Großen Küchenchefs, wie Paul Bocuse, Pierre Orsi, Alain Chapel, Georges Blanc, Jean-Paul Lacombe, Guy Lassausaie oder Christian Têtedoie und auch der Gründer der Restaurantkritik, Jean Anthelme Brillat-Savarin haben zum guten Ruf der Lyoner Gastronomie beigetragen. Sie stehen in der gastronomischen Tradition der „Mères Lyonnaises“ (den Müttern von Lyon). Diese standen zuerst im Dienst großer Familien der Bourgeoisie und machten sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts selbstständig. Zu ihren Kunden gehörten Handwerkergesellen, die durch Frankreich reisten. Paul Bocuse hat seine Karriere am Küchenherd der Mère Brazier begonnen, Georges Blanc ist ein direkte Nachfahre der Mère Blanc - andere berühmten Mères Lyonnaises sind: La Mère Vittet, la Mère Guy, la Mère Fillioux (Lehrmeisterin von Mère Brazier), la Mère Poupon, la Mère Brigousse, la Mère Léa und la Grande Marcelle.
Berühmte Gerichte, die in den typischen „Bouchons“, kleinen Restaurants in Lyon mit traditioneller Küche sind: Saladier lyonnais (ein Salat aus Schafsfüßen, Heringsfilets, Geflügelleber und hartgekochten Eiern), das Gratin dauphinois, die Pommes Dauphines, die Lyoner Quiche, gebratenen Froschschenkeln, Poularde demi-deuil (Hähnchen mit Trüffeln unter der Haut), Poularde mit Flusskrebse und Morcheln, Coq au vin (Hahn in Wein geschmort), Tripes à la lyonnaise (Rindermagen und ausgelösten Rinderfüssen in Tomaten- Weissweinsauce), Quenelles (Fischklößchen, meist aus Hecht) an Sauce Nantua, Andouillette à la lyonnaise (Wurst aus Schweineinnereien und Kalbfleisch), Rosette de Lyon (eine luftgetrocknete, salamiartige Wurst), Rochen, Kaninchen mit Kastanien, Cardons à la moelle (Lauch mit Knochenmark), Cervelas Lyonnais (Brioche gefüllt mit einer Mischung aus Wurst, Trüffel und Pistazienkernen), Croquette de Valence (Crèpe gefüllt mit Schinken, Wildgeflügel und Pilzen), Walnuss-Torte, karamelisierte Äpfel und Bugnes de Lyon (Mini-Beignets mit Zitronenaroma).
[Bearbeiten] Verwaltung
Lyon ist Hauptort der Communauté Urbaine du Grand Lyon, dem mit 1.452.952 Einwohnern (Stand 2007) zweitgrößten Ballungsraum Frankreichs.
Gemeinden
- Albigny-sur-Saône
- Bron
- Cailloux-sur-Fontaines
- Caluire-et-Cuire
- Champagne-au-Mont-d'Or
- Charbonnières-les-Bains
- Charly
- Chassieu
- Collonges-au-Mont-d'Or
- Corbas
- Couzon-au-Mont-d'Or
- Craponne
- Curis-au-Mont-d'Or
- Dardilly
- Décines-Charpieu
- Écully
- Feyzin
- Fleurieu-sur-Saône
- Fontaines-Saint-Martin
- Fontaines-sur-Saône
- Francheville
- Genay
- Givors
- Grigny (Rhône)|Grigny
- Irigny
- Jonage
- Limonest
- Lyon
- Marcy-l'Étoile
- Meyzieu
- Mions
- Montanay
- La Mulatière
- Neuville-sur-Saône
- Oullins
- Pierre-Bénite
- Poleymieux-au-Mont-d'Or
- Rochetaillée-sur-Saône
- Rillieux-la-Pape
- Saint-Cyr-au-Mont-d'Or
- Saint-Didier-au-Mont-d'Or
- Sainte-Foy-lès-Lyon
- Saint-Fons
- Saint-Genis-Laval
- Saint-Genis-les-Ollières
- Saint-Germain-au-Mont-d'Or
- Saint-Priest
- Saint-Romain-au-Mont-d'Or
- Sathonay-Camp
- Sathonay-Village
- Solaize
- Tassin-la-Demi-Lune
- La Tour-de-Salvagny
- Vaulx-en-Velin
- Vénissieux
- Vernaison
- Villeurbanne
[Bearbeiten] Stadtviertel
Lyon ist seit der Eingemeindung umliegender Gemeinden im Jahr 1852 in neun städtische Arrondissements unterteilt. Die Organisation der Stadtverwaltung ist der von Paris und Marseille vergleichbar. Die Nummer des Arrondissements entspricht der letzten Stelle des Code Postal.
- 1. Arrondissement: Pentes de la Croix-Rousse, Terreaux, Saint-Vincent
- 2. Arrondissement: Cordeliers, Bellecour, Ainay, Confluent
- 3. Arrondissement: La Part-Dieu, La Villette, Montchat, La Guillotière
- 4. Arrondissement: La Croix-Rousse, Serin
- 5. Arrondissement: Saint-Jean-Saint-Paul – Saint-Georges, Saint-Just, Fourvière, Le Point-du-Jour, Ménival, Champvert, La Sarra, Saint-Irénée
- 6. Arrondissement: Les Brotteaux, Bellecombe, Tête d’Or
- 7. Arrondissement: La Guillotière, Gerland, La Mouche
- 8. Arrondissement: Monplaisir, Le Bachut, Mermoz, Les États-Unis, Le Grand Trou, Laënnec
- 9. Arrondissement: Vaise, La Duchère, Saint-Rambert-l’Île-Barbe
[Bearbeiten] Kantone
Lyon ist der Hauptort von 14 Kantonen, die teilweise mit den städtischen Arrondissements zusammenfallen, teilweise diese weiter unterteilen. (Stand der Einwohnerzahlen: Zählung 1999)
- Der Kanton Lyon-I besteht aus dem 2. Arrondissement (27.977 Einwohner).
- Der Kanton Lyon-II besteht aus dem 1. Arrondissement (26.868 Einwohner).
- Der Kanton Lyon-III besteht aus dem 4. Arrondissement (33.797 Einwohner).
- Der Kanton Lyon-IV besteht aus dem 9. Arrondissement (47.030 Einwohner).
- Der Kanton Lyon-V besteht aus dem 5. Arrondissement (46.985 Einwohner).
- Der Kanton Lyon-VI besteht aus einem Teil des 6. Arrondissements (23.061 Einwohner).
- Der Kanton Lyon-VII besteht aus einem Teil des 6. Arrondissements (25.106 Einwohner).
- Der Kanton Lyon-VIII besteht aus einem Teil des 3. Arrondissements (30.467 Einwohner).
- Der Kanton Lyon-IX besteht aus einem Teil des 7. Arrondissements (35.481 Einwohner).
- Der Kanton Lyon-X besteht aus einem Teil des 7. Arrondissements (26.262 Einwohner).
- Der Kanton Lyon-XI besteht aus einem Teil des 3. Arrondissements (29.250 Einwohner).
- Der Kanton Lyon-XII besteht aus einem Teil des 8. Arrondissements (34.071 Einwohner).
- Der Kanton Lyon-XIII besteht aus einem Teil des 3. Arrondissements (22.851 Einwohner).
- Der Kanton Lyon-XIV besteht aus einem Teil des 8. Arrondissements (36.246 Einwohner).
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Lyon unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften.
Birmingham, Großbritannien, seit 1951
Yokohama, Japan, seit 1959
Frankfurt am Main, Deutschland, seit 1960
Mailand, Italien, seit 1966
St. Louis, USA, seit 1975
Beerscheba, Israel, seit 1980
Leipzig, Deutschland, seit 1981 sogenannter „Pacte d’amitié“ – Städtefreundschaft
Guangzhou, Volksrepublik China, seit 1988
Montreal, Kanada, seit 1989
Łódź, Polen, seit 1992
Craiova, Rumänien
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Éric Abidal (* 1979), Fußballspieler
- Pierre-Laurent Aimard (* 1957), Pianist
- Clodius Albinus, römischer Gegenkaiser 195–197
- André Marie Ampère (1775-1836), Mathematiker und Physiker
- Sidonius Apollinaris (um 430- nach 479), Schriftsteller und Bischof von Clermont-Ferrand, heilig gesprochen
- Raymond Aubrac (* 1914), Bauingenieur und führendes Mitglied der Résistance
- Bernhard Ayglerius (* 13. Jahrhundert; † 1282), Abt und Schriftsteller
- Azouz Begag (* 1957), Schriftsteller, Soziologe und seit Juni 2005 beigestellter Minister zur Förderung der Chancengleichheit
- Karim Benzema (* 1987), Fußballnationalspieler
- Pierre Bertaux (1907-1987), Germanist
- Claudius Blanc (1854-1900), Komponist
- Dominique Blanc (* 1959), Schauspielerin
- Marc Bloch (1886-1944), Historiker
- Paul Bocuse (* 1926), 3-Sterne-Koch
- René Bonnière (* 1928), französisch-kanadischer Regisseur
- Eugénie Brazier, erste weibliche 3-Sterne-Köchin in Guide Michelin, Lehrmeisterin von Bocuse
- Sylvain Calzati (* 1979), Radfahrer beim Rennstall Ag2r Prévoyance
- Marie-Gabrielle Capet (1761-1818), Malerin des Klassizismus
- Caracalla (188-217), römischer Kaiser
- Constantius von Lyon (um 420 - um 494), Redner, Dichter und Priester
- Alexis Carrel (1873-1944), französischer Chirurg und Nobelpreisträger
- Boniface de Castellane (1788-1862), General und Marschall von Frankreich
- Eugène Chaboud (1907-1983), Formel-1- und Sportwagenrennfahrer
- Jean Chacornac (1823-1873), Astronom
- Yves Chaland (1957-1990), Zeichner und Comicbuchautor
- Chrodechild (um 474-544), Frau von König Chlodwig I.
- Jean-Paul Civeyrac (* 1964), Filmregisseur
- Claudius (10 v.Chr. - 54 n.Chr.), römischer Kaiser
- Laurent Clerc (1785-1868), historische Figur in der Geschichte des Taubseinswesens der USA
- Guillaume Coustou d. Ä. (1677-1746), Maler und Bildhauer
- Nicolas Coustou (1658-1733), Bildhauer, Bruder von Guillaume Coustou
- Antoine Coysevox (1640-1720), Bildhauer
- Claude Delangle, Saxophonist
- Philibert Delorme (um 1510-1570), Architekt der Renaissance
- Jacques Deray (1929-2003), französischer Regisseur
- Gérard Desargues (1591-1661), Mathematiker
- Savitri Devi (1905-1982), eigentl. Maximiani Portas, Philosophin und neonazistische Schriftstellerin
- Dominique di Piazza (* 1959), Jazzbassist
- Youri Djorkaeff (* 1968), Fußballspieler
- Raymond Domenech (* 1952), Fußballspieler und Nationaltrainer der französischen Fußballnationalmannschaft
- Ernst Friedrich Dürre (1834-1905), deutscher Hüttenkundler und Rektor der RWTH Aachen
- Jules Favre (1809-1880), Politiker
- Henri Frenay (1905-1988), Politiker und Mitglied der Résistance
- Tony Garnier (1869-1968), Architekt
- Walter Gieseking (1895-1956), deutscher Pianist und Komponist
- Michèle Girardon (1938-1975), Schauspielerin
- Robert Giscard (1923-1993), Arzt und einer der ersten sieben Brüder der Communauté de Taizé
- Ludovic Giuly (* 1976), Fußballspieler
- Pierre de Gondi (1533–1616), Bischof und Kardinal italienischer Abstammung
- Henri Antoine Grouès, genannt Abbé Pierre (1912-2007), Priester und Gründer der Emmaus-Gemeinde
- Pernette du Guillet (um 1520-1545), Dichterin
- Hector Guimard (1867-1942), Architekt
- Lucile Hadzihalilovic (* 1961), Regisseurin
- Maurice Herzog (* 1919), Bergsteiger und Politiker
- Irenäus von Lyon (um 135-202), Kirchenvater, war Bischof in Lugdunum in Gallien
- Joseph-Marie Jacquard (1752-1834), Erfinder, entwickelte den Webstuhl entscheidend weiter
- Raphaël Jacquelin (* 1974), Profigolfer
- Louis Janmot (1814-1892) Maler und Dichter.
- Pauline Marie Jaricot (1799-1862), Gründerin des Werkes der Glaubensverbreitung
- Jean Michel Jarre (* 1948), Vertreter der Elektronischen Musik
- Maurice Jarre (1924-2009), Komponist
- Marie Ennemond Camille Jordan (1838-1922), Mathematiker
- Antoine Laurent de Jussieu (1748-1836), Botaniker
- Allan Kardec (1804-1969), Pseudonym des Begründers des Spiritismus, Hippolyte Léon Denizard Rivail
- Salim Kechiouche (* 1979), Schauspieler
- Louise Labé, (1524-1566), Dichterin
- Pierre-François Lacenaire (1808-1836), Dichter, Verbrecher und Mörder
- Gérard Larrousse (* 1940), ehemaliger Sportwagen- und Formel-1-Rennfahrer und -Teamchef
- Jean-Marie Leclair (1697-1764), Komponist und Geiger des Barock
- André Manoukian (* 1957), Jazzpianist, Komponist, Arrangeur und Produzent
- Louis Marchand (1669-1732), Organist und Cembalist
- Jean Martinon (1910-1976), Dirigent, Komponist und Violinist
- Stefan Meller (* 1942), ehemaliger Außenminister Polens
- André Morellet (1727-1819), Ökonom und Schriftsteller
- Thierry Noir (* 1958), Maler
- Olivier Panis (* 1966), ehemaliger Formel 1-Rennfahrer
- Claude Paris (1808-1866), Komponist
- Gwendal Peizerat (* 1972), Eistänzer und Olympiasieger
- Dominique Perben (* 1945), Politiker
- Adolphe Perraud (1828-1906), Geistlicher, Bischof von Autun, Kardinal und Mitglied der Académie Française
- Louis Antoine Ranvier (1835-1922), Anatom
- Julie Récamier (1777-1849), Salondame
- Abbé François Rozier (1734-1793), Botaniker und Agrarwissenschaftler
- Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), Dichter und Flugzeugpilot
- Valentine de Saint-Point (1875-1953), Dichterin und Futuristin
- Jean-Baptiste Say (1767-1832), Ökonom und Geschäftsmann
- Éric-Emmanuel Schmitt (* 1960), Schriftsteller
- Maurice Scève (um 1500- um 1560), Dichter und Schriftsteller
- Louis Sclavis (* 1953), Klarinettist, Saxophonist, Komponist und Bandleader
- Josephin Soulary (1815-1891), Dichter
- Louis-Gabriel Suchet (1770-1826), Marschall, Herzog von Albufera
- Bertrand Tavernier (* 1941), Filmemacher
- Sylvie Testud (* 1971), Schauspielerin
- Jean-Claude Trichet (* 1942), Finanzexperte und Präsident der Europäischen Zentralbank
- Petrus Valdes († vor 1218), Kaufmann, Wanderprediger und Begründer der Waldenser
- Charles-Marie Widor (1844-1937), Organist, Komponist und Lehrer
[Bearbeiten] Literatur
- C. Beaulieu: Histoire de Lyon depuis les Gaulois jusqu'à nos jours. Lyon 1837 (Digitalisat)
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website der Stadt Lyon
- Webseite des Großraums Lyon
- toolyon.com und lyon.cityannuaire.com, Verzeichnisdienste
- Artikel Lyon im Historischen Lexikon der Schweiz
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Ernst Schulin: Die Französische Revolution. 4., überarbeitete Aufl., C.H.Beck, München 2004, S. 219 und 226f., ISBN 3-406-51262-3.
- ↑ Terminalbeschreibungen SNCF Autoreisezug (Pdf-Datei)
Einzelbauwerke: Kathedrale von Amiens | Kathedrale von Bourges | Kathedrale von Chartres | Pont du Gard | Kirche von Saint-Savin
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Naturerbe: Kap Girolata, Kap Porto, Calanche und der Naturpark Scandola auf Korsika | Lagunen von Neukaledonien

