Mel Brooks

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Mel Brooks im Februar 1984
Mel Brooks mit Anne Bancroft auf der Emmy-Verleihung 1997

Mel Brooks (* 28. Juni 1926 in Brooklyn, New York City, New York als Melvin Kaminsky) ist ein US-amerikanischer Komiker und Regisseur. Bekannt ist er insbesondere für seine filmischen Parodien auf kommerziell erfolgreiche Filme. Er machte sich jedoch auch mit Parodien auf das deutsche nationalsozialistische Regime, besonders Adolf Hitler, einen Namen; Brooks selbst ist Jude. Mel Brooks Vater, Maximilian, war Deutscher aus Danzig.[1][2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Brooks Karriere begann nach dem Zweiten Weltkrieg als Stand-Up-Comedian. Er wurde von dem Komiker und Fernsehstar Sid Caesar entdeckt und als Sketch-Schreiber für Caesar engagiert. Während dieser Zeit lernte Brooks auch Carl Reiner kennen, mit dem er zusammen ab 1961 mehrere Comedy-Schallplatten aufnahm. 1965 schuf er zusammen mit Buck Henry die Fernsehserie Mini-Max. Der Erfolg dieser Reihe ermöglichte es Brooks, einen Produzenten für seinen ersten Spielfilm Frühling für Hitler (The Producers, 1968) zu finden. Trotz der gewagten Thematik – ein abgehalfterter jüdischer Broadway-Produzent versucht einen Betrug mit einem Musical über Adolf Hitler – wurde der Film ein Überraschungserfolg, der Brooks einen Oscar für das beste Originaldrehbuch einbrachte. Im Jahre 2001 hatte eine Musicalversion von The Producers am New Yorker Broadway Premiere und gewann 12 Tonys. Eine Verfilmung des Musicals wurde Ende 2005 veröffentlicht.

Nach dem Erfolg von The Producers wandte Brooks sich mit Die 12 Stühle einem traditionellen Komödienstoff zu, bevor er sich 1974 als Regisseur von Der wilde wilde Westen (Blazing Saddles) und Frankenstein Junior (Young Frankenstein) als Spezialist für Genre-Parodien bewies. Als debiler Gouverneur in Der wilde wilde Westen trat Brooks auch erstmals in einer größeren Rolle als Schauspieler in Erscheinung. In den folgenden Filmen trat Brooks dann häufiger als Hauptdarsteller, Regisseur und Drehbuchautor auf. Seine Filme parodierten Hitchcock-Filme (Höhenkoller), Science-Fiction (Spaceballs) oder das Revival der Robin-Hood-Filme (Robin Hood – Helden in Strumpfhosen) der frühen 1990er. Nebenher trat Brooks aber auch als Produzent von für ihn untypischen Filmen wie Der Elefantenmensch von David Lynch auf.

Seit dem bescheidenen Erfolg seiner Dracula-Parodie Dracula – Tot aber glücklich im Jahre 1995 wurde es ruhiger um Brooks. Er trat nur noch in kleineren Gastrollen wie in der Fernsehserie Verrückt nach dir auf, bis er dann Hollywood mit dem Erfolg der Musicalversion von The Producers überraschte.

Im Oktober 2007 hatte ein weiteres Musical von Mel Brooks, diesmal basierend auf seiner Horrorfilmparodie Frankenstein Junior, Premiere am Broadway. Die Kritiken waren allerdings zwiespältig, Young Frankenstein konnte nicht an den Erfolg von The Producers heranreichen.

Von 2007-2008 produzierte er die Zeichentrickserie Spaceballs: The Animated Series mit und führte bei einigen Episoden Regie. President Skroob erhielt in der Zeichentrickversion auch seine Stimme. Der Erfolg hielt sich allerdings in Grenzen.

Mel Brooks war 41 Jahre lang mit der Schauspielerin Anne Bancroft verheiratet, die am 6. Juni 2005 nach einer Krebserkrankung verstarb. Für beide war es die zweite Ehe.

Anfang März 2009 erhielt Brooks in Anerkennung an seine Verdienste vom Club der Berliner Filmjournalisten den Ernst-Lubitsch-Preis zugesprochen.[3]

[Bearbeiten] Filmografie

[Bearbeiten] Filme als Regisseur

[Bearbeiten] Filme als Darsteller

[Bearbeiten] Filme als Produzent

[Bearbeiten] Filme als Autor

[Bearbeiten] Musicals

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Mel Brooks ist einer von insgesamt nur neun Künstlern, welche mit jedem der vier wichtigsten Auszeichnungen in der (US-)Unterhaltungsbranche (Grammy, Oscar, Tony, und Emmy) geehrt wurden.

1968 : Bestes Original Drehbuch für The Producers (Frühling für Hitler)

1997 / 1998 / 1999: Für seine Gastauftritte in der Comedy Serie - Mad About You (Verrückt nach Dir)

1998 / 2002 : Bestes Comedy Album - The 2000 Year Old Man In The Year 2000 und zwei Preise für 'The Producers' (Video und Musical-Album)

2001 : Drei Preise für The Producers (Buch, Original Score, Bestes Musical)

2009: Ehren-Ernst-Lubitsch-Preis - für sein Musical The Producers - Frühling für Hitler

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Synchronstimme

In den deutschen Versionen seiner Filme wird Brooks häufig von Wolfgang Völz synchronisiert. Völz wurde von Brooks selbst als sein Synchronsprecher ausgesucht.

[Bearbeiten] Weblinks

Wikiquote Wikiquote: Mel Brooks – Zitate

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.jewish-theatre.com/visitor/article_display.aspx?articleID=970
  2. http://www.monstersandcritics.de/artikel/200919/article_137001.php/Mel-Brooks-Berliner-werden-The-Producers-verstehen
  3. vgl. dpa: Mel Brooks erhält den Ernst-Lubitsch-Preis. In: Berliner Zeitung, 7. März 2009, Ausg. 56, S. 29
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