Merenptah

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Namen von Merenptah

Büste Merenptahs; Louvre, Paris
Eigenname
Image:Hiero_Ca1.svg
U7 M12 C10 N35
R4
D2
Z1
Bild:Hiero_Ca2.svg
Image:Hiero_Ca1.svg
H6 X1
D42
U4 D2
Z1
R4
X1 Q3
V28 Q3
X1
U6
N35
Bild:Hiero_Ca2.svg
Merenptahhotephermaat
(Mer en Ptah hotep her maat)
Mrj n Ptḥ ḥtp ḥr m3ˁt
Den Ptah liebt, der mit der Maat zufrieden ist
Thronname
M23
X1
L2
X1
Image:Hiero_Ca1.svg
N5 E11 N35 C12 U6
Bild:Hiero_Ca2.svg
Ba-en-Re-meri-Amun
B3-n-Rˁ-mrj-Jmn
Ba-Seele des Re,
Geliebter des Amun
M23
X1
L2
X1
Image:Hiero_Ca1.svg
N5 E11 N35 R8 R8 R8 N36
Bild:Hiero_Ca2.svg
Ba-en-Re-meri-Amun-meri-neteru
B3-n-Rˁ-mrj-Jmn-mrj-nṯrw
Ba-Seele des Re, Geliebter des Amun, Geliebter der Götter
M23
X1
L2
X1
Image:Hiero_Ca1.svg
N5 G29 G7 Z7
Z7
Z7
Bild:Hiero_Ca2.svg
Ba-en-Re
B3-n-Rˁ
Ba-Seele des Re
griechisch
bei Manetho

Amenophat

Merenptah war der 4. König (Pharao) der altägyptischen 19. Dynastie (Neues Reich) und regierte von 1213 bis 1204 v. Chr.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Weitere Namen

  • Merneptah
  • Menepthah
  • Amenephthes
  • Amenopath
  • Amenephthês
  • Amenephtis
  • Amenopath
  • Amenôphis
  • Merneptah Ramses-Merenptah
  • Set(h)i-Merenptah

[Bearbeiten] Weitere Titel

  • Horusname: Der über die Maat jubelt u. a.
  • Nebtiname: Der (seine) Macht bis zu dem Land der Libyer wirken lässt. Variante: "Der erscheint wie Ptah inmitten von Hunderttausenden, um die vollkommenen Gesetze in den beiden Ländern festzusetzen; Groß an Kraft, reich an Sieg."
  • Goldname: Der Furcht einflößt und Ehrfurcht gebietet (freie Übertragung). Variante: "Der Ägypten stark macht, der die Neun Bogen [also die Feinde Ägyptens] niederwirft, um den Frieden der Götter in die beiden Länder zu geben."

[Bearbeiten] Familie und Herkunft

Merenptah war der dritte Sohn von Ramses II. und dessen Gemahlin Isisnofret (Isetnefret) und insgesamt der 13. Sohn dieses Königs. Er war mit seiner Schwester Isisnofret und Tachat verheiratet. Aus dieser Ehe sind zwei Söhne bezeugt: Sethi-Merenptah und Amenmesse, der ihm auf den Thron folgte.

Text der Siegesstele des Merenptah

[Bearbeiten] Regentschaft

Wegen der langen Regierungszeit seines Vaters waren seine älteren Brüder bereits gestorben und auch Merenptah war bereits hoch in den Sechzigern, als er am 19. Achet I (28. Juni 1213 v. Chr.)[2] den Thron bestieg.[3] Nach Manetho hat er 19 Jahre und 6 Monate regiert, jedoch ist das höchste belegte Datum seiner Regierungszeit 9 Jahre und 3 Monate.

[Bearbeiten] Außenpolitik

Merenptah musste während seiner Regierungszeit verschiedene Revolten niederschlagen, so in Syrien, Libyen und Nubien. Überliefert ist auch eine Getreidelieferung an den hethitischen König Suppiluliuma II., als in dessen Reich eine Hungersnot ausbrach.

Eine Siegesstele aus dem 5. Regierungsjahr des Merenptah, in der Literatur auch Israelstele genannt, ist die erste und einzige Erwähnung Israels in ägyptischen Texten: unter den zerstörten Städten Kanaans wird auch eine Menschengruppe namens "Israel" erwähnt, die vernichtet und deren Same ausgerottet worden sein soll.

[Bearbeiten] Das Grab

Sarkophag von Merenptah

Das Grab Merenptahs befindet sich im Tal der Könige (KV8), die Mumie wurde 1898 geborgen. Dieses Grab war das erste, welches komplett axial angelegt wurde. Diese Bauart wurde danach beibehalten.

Die Grabstätte war schon im Altertum offen, man fand darin nur zwei Sarkophage aus Granit und Reste eines weiteren aus Alabaster. Die Mumie wurde erst im Grab von Amenophis II. (KV35) gefunden, wo sie am Ende der 20. Dynastie versteckt wurde. Seine Mumie ist auch unter dem Namen Die weiße Mumie bekannt, weil sie eine weißliche Farbe besitzt. Ein weiterer Sarg von Merenptah wurde von Psusennes I. (21. Dynastie) usurpiert. Um die Herkunft dieses Sarges können sich die Ägyptologen nicht einigen. Es wird vermutet, dass er aus dem Kenotaph (Scheingrab) Merenptahs oder aus seinem richtigen Grab (KV8) im Tal der Könige stammt.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Hourig Sourouzian: Les monuments du roi Merenptah. Zabern, Mainz 1989. ISBN 3-8053-1053-6
  • A.P. Zivie: Quelques remarques sur un monument nouveau de Mérenptah. Göttinger Miszellen. Bd 18. Göttingen 1975, S.45-50.
  • U. Cruz-Uribe: On the wife of Merenptah. Göttinger Miszellen. Bd 24. Göttingen 1977, S.23-32.
  • Marianne Eaton-Krauss: Seti-Merenptah als Kronprinz Merenptahs. Göttinger Miszellen. Bd 50. Göttingen 1981, S.15-22.
  • Jan Assmann: Die Inschrift auf dem äußeren Sarkophagdeckel des Merenptah. Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo. Bd 28. Zabern, Mainz 1972, S.47-73.
  • Jan Assmann : Neith spricht als Mutter und Sarg. Interpretation und metrische Analyse der Sargdeckelinschrift des Merenptah. Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo. Bd 28. Zabern, Mainz 1972, S.115-139.
  • Horst Jaritz, Brigitte Dominicus, Hourig Sourouzian: Der Totentempel des Merenptah in Qurna. 2. Grabungsbericht (7. und 8. Kampagne). Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo. Bd 51. Zabern, Mainz 1995, S.57-83.
  • Horst Jaritz, Brigitte Dominicus, Uwe Minuch, Walter Niederberger, Anne Seiler: Der Totentempel des Merenptah in Qurna. 3. Grabungsbericht (9. und 10. Kampagne). Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo. Bd 52. Zabern, Mainz 1996, S. 201-232. ISBN 3-8053-1861-8
  • Horst Jaritz, Brigitte Dominicus, Walter Niederberger, Hourig Sourouzian, Laurent Stalder: Der Totentempel des Merenptah in Qurna. 4. Grabungsbericht. Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo. Bd 55. Zabern, Mainz 1999, S.13-62.
  • Horst Jaritz u.a.: Der Totentempel des Merenptah in Qurna. 5. Grabungsbericht. Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo. Bd 57. Zabern, Mainz 2001, S.141-170.
  • Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen, Artemis & Winkler, München 1997, ISBN 3-7608-1102-7, St. 159-162

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Merenptah – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. Datierung nach Schneider, Lexikon der Pharaonen, S. 319
  2. Umrechnung auf den heutigen gregorianischen Kalender. Der 19. Achet I 1213 v. Chr. entspricht dem 10. Juli 1213 v. Chr. im julianischen Kalender.
  3. Wolfgang Helck: Geschichte des alten Ägypten. Brill, Leiden 1981, ISBN 90-04-06497-4, S. 191.


Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen