Mittelfranken
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| Mittelfranken | |||
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| Staat: | Deutschland | ||
| Bundesland: | Bayern | ||
| Verwaltungssitz: | Ansbach | ||
| Größte Städte: | 1. Nürnberg 2. Fürth 3. Erlangen 4. Ansbach |
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| Fläche: | 7.244,85 km² | ||
| Einwohner: | 1.712.622 (31.12.2006) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 236 Einwohner je km² | ||
| Bezirkstagspräsident: | Richard Bartsch (CSU) | ||
| Regierungspräsident: | Thomas Bauer | ||
| Webpräsenz: | |||
Lage in Bayern und Deutschland |
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Mittelfranken ist in Bayern sowohl ein Bezirk als auch ein Regierungsbezirk.
Die Bezirke sind in Bayern Selbstverwaltungskörperschaften, zu denen sich mehrere Kreise zusammengeschlossen haben. Die Kreise eines Bezirks gehören jeweils zu einem gleichnamigen Regierungsbezirk, dem Zuständigkeitsgebiet der Bezirksregierung (oft nur kurz Regierung) als staatlicher Mittelbehörde. Anders als bei den Landratsämtern, die gleichzeitig staatliche und kommunale Behörde sind („Janusköpfigkeit“), existieren hierfür in Bayern mit den Bezirksverwaltungen und den Regierungen getrennte Behörden.
Mittelfranken liegt im Nordwesten des Freistaates und grenzt an Baden-Württemberg sowie an die bayerischen Regierungsbezirke Oberbayern, Oberfranken, Unterfranken, Schwaben und Oberpfalz.
Verwaltungssitz des Bezirks und gleichzeitig Regierungssitz des Regierungsbezirks ist Ansbach.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Gliederung
Der Regierungsbezirk Mittelfranken umfasst fünf kreisfreie Städte und sieben Landkreise:
[Bearbeiten] Kreisfreie Städte |
[Bearbeiten] Landkreise |
Anmerkungen:
- Der Landkreis Erlangen-Höchstadt hieß in der Übergangszeit vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 1973 Landkreis Erlangen.
- Der Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim hieß in der Übergangszeit vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 1973 Landkreis Neustadt an der Aisch.
- Der Landkreis Nürnberger Land hieß in der Übergangszeit vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 1973 Landkreis Lauf an der Pegnitz.
- Der Landkreis Roth hieß in der Übergangszeit vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 1973 Landkreis Roth bei Nürnberg.
- Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hieß in der Übergangszeit vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 1973 Landkreis Weißenburg in Bayern.
[Bearbeiten] Vor der Kreisreform
Vor der Kreisgebietsreform am 1. Juli 1972 hatte der Regierungsbezirk sieben kreisfreie Städte und 17 Landkreise:
[Bearbeiten] Kreisfreie Städte
- Eichstätt
- Erlangen
- Fürth
- Nürnberg
- Rothenburg ob der Tauber
- Schwabach
- Weißenburg in Bayern
[Bearbeiten] Landkreise
- Landkreis Ansbach
- Landkreis Dinkelsbühl
- Landkreis Eichstätt (heute Regierungsbezirk Oberbayern)
- Landkreis Erlangen
- Landkreis Feuchtwangen
- Landkreis Fürth
- Landkreis Gunzenhausen
- Landkreis Hersbruck
- Landkreis Hilpoltstein
- Landkreis Lauf an der Pegnitz
- Landkreis Neustadt an der Aisch
- Landkreis Nürnberg
- Landkreis Rothenburg ob der Tauber
- Landkreis Scheinfeld
- Landkreis Schwabach
- Landkreis Uffenheim
- Landkreis Weißenburg in Bayern
Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Regierungsbezirke Mittelfranken und Oberfranken gemeinsam verwaltet.
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Weitere Städte über 10.000 Einwohnern (ohne kreisfreie Städte)
[Bearbeiten] Gewässer
In Mittelfranken gibt es zahlreiche Gewässer, die vielfältig genutzt werden und vor allem für Teichwirtschaft und Tourismus von großer Bedeutung sind.
[Bearbeiten] Flüsse
[Bearbeiten] Seen
Neben zahlreichen Fischteichen, die oftmals in Bachläufe eingegliedert sind, ist vor allem auf das Fränkische Seenland mit folgenden größeren Seen hinzuweisen:
[Bearbeiten] Berge
Die Fränkische Alb breitet sich unregelmäßig über weite Teile des östlichen Mittelfranken aus. Der höchste Berg ist der 689 m hohe Hesselberg am südwestlichen Rand der Alb. Bedeutend ist auch der Moritzberg unweit von Nürnberg.
[Bearbeiten] Geschichte
Siehe auch Geschichte Frankens
Mit dem Übergang mittelfränkischer Gebiete, insbesondere des Fürstentums Ansbach und der Reichsstadt Nürnberg an das neue Königreich Bayern in napoleonischer Zeit entstand der Rezatkreis mit Ansbach als Hauptstadt. Den Namen Mittelfranken trägt der Regierungsbezirk seit dem 1. Januar 1838 in Anlehnung an das Herzogtum Franken in dessen ehemaligem Ostteil er liegt.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Während Westmittelfranken eher ländlich geprägt ist, konzentriert sich die Industrie im Ostteil Mittelfrankens und hier hauptsächlich im Städteverbund Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach. Gemessen am BIP gehört Mittelfranken zu den wohlhabenderen Regionen der EU mit einem Index von 137,2 (EU27: 100, Deutschland: 115,8) (2004).
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[Bearbeiten] Verkehr
[Bearbeiten] Luftverkehr
- Flughafen Nürnberg, Verbindungen zu den wichtigsten deutschen und europäischen Flughäfen, Drehkreuz für Air Berlin
[Bearbeiten] Bahnstrecken
- Nürnberg–Treuchtlingen–Augsburg
- Nürnberg–Bamberg (weiter nach Lichtenfels, Leipzig und Berlin)
- Nürnberg–Ansbach–Crailsheim (weiter nach Stuttgart)
- Nürnberg–Pegnitz (weiter nach Bayreuth bzw. Cheb)
- Nürnberg–Regensburg (weiter nach Passau und Wien)
- Nürnberg–Schwandorf (weiter nach Furth im Wald und Prag)
- Nürnberg–Würzburg (weiter nach Frankfurt am Main)
- Nürnberg–Ingolstadt–München (ICE-Neubaustrecke Nürnberg–Ingolstadt entlang der Autobahn 9)
[Bearbeiten] Öffentlicher Personennahverkehr
Der gesamte ÖPNV in Mittelfranken kann dank des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg mit nur einer Fahrkarte genutzt werden. Freizeitlinien ergänzen das Verkehrsangebot am Wochenende und in den Sommerferien. Auf der Schiene bestehen überwiegend gute Verbindungen, während das Busangebot außerhalb der Spitzenzeiten besonders auf dem Land oft nur Minimalanforderungen gerecht wird.
[Bearbeiten] Fernstraßen
- A 3 (Frankfurt/Main)–Würzburg–Nürnberg−(Passau–Wien)
- A 6 (Heilbronn)–Ansbach–Nürnberg–(Amberg–Waidhaus–Pilsen)
- A 7 (Hamburg–Würzburg)–Rothenburg ob der Tauber–(Ulm–Füssen)
- A 9 (Berlin)–Nürnberg–(München)
- A 73 Nürnberg–Fürth–Erlangen–(Bamberg–Coburg–Erfurt)
- B 2 (Augsburg)–Weißenburg–Nürnberg–(Bayreuth–Hof)
- B 4 Nürnberg–Erlangen–(Bamberg–Coburg–Erfurt)
- B 8 (Würzburg)–Neustadt/Aisch–Fürth–Nürnberg–(Regensburg)
- B 13 (Würzburg)–Uffenheim–Ansbach–Gunzenhausen–(München–Sylvensteinstausee)
- B 14 (Stuttgart)–Feuchtwangen–Ansbach–Nürnberg–Hersbruck–(Weiden-Waidhaus–Tschechische Republik)
- B 25 Feuchtwangen–Dinkelsbühl–(Nördlingen–Donauwörth)
- B 466 (Nördlingen)–Gunzenhausen–Schwabach–Nürnberg–(A 6,B 2)
- B 470
[Bearbeiten] Wasserstraßen
- Der Main-Donau-Kanal führt über Bamberg, Erlangen, Fürth, Nürnberg weiter nach Kelheim und mündet dort in die Donau. Er ist ein Teil der direkten Wasserstraße von der Nordsee bis ins Schwarze Meer.
[Bearbeiten] Regierungsbezirk
Die Regierungspräsidenten (bis 1837 Generalkommissäre) des Regierungsbezirks Mittelfranken waren:
- 1806–1808 Friedrich Karl Graf von Thürheim
- 1808–1809 Max Freiherr von Lerchenfeld
- 1809 Friedrich Karl Graf von Thürheim
- 1810–1817 Ernst Friedrich Freiherr von Dörnberg
- 1817–1826 Karl Josef Graf von Drechsel
- 1826–1832 Arnold von Mieg
- 1832–1838 Franz Joseph Edler von Stichaner
- 1838–1840 Friedrich Karl Reichsgraf von Giech
- 1840–1847 Ferdinand Joseph Anton Freiherr von Andrian-Werburg
- 1847–1849 Karl Freiherr von Welden
- 1849–1854 Bernhard Benjamin Friedrich Ritter von Volz
- 1854–1863 Max von Gutschneider
- 1863–1866 Wilhelm Johann Nepomuk Freiherr von Pechmann
- 1866–1879 Gottfried Ritter von Feder
- 1879–1889 Hugo Freiherr von Hermann
- 1889–1897 Julius Ritter von Zenetti
- 1897–1902 Karl Ritter von Schelling
- 1902–1909 Ludwig Freiherr von Welser
- 1909–1922 Julius Ritter von Blaul
- 1922–1928 Ludwig Huber
- 1928–1933 Gustav Rohmer
- 1933–1934 Hans Georg Hofmann
- 1934–1944 Hans Dippold
- 1944–1945 Heinrich Detleff von Kalben
- 1945 Ernst Reichard
- 1945–1958 Hans Schregle
- 1958–1975 Karl Burkhardt
- 1975–1995 Heinrich von Mosch
- 1995–2007 Karl Inhofer
- 2008– Thomas Bauer
[Bearbeiten] Bezirk
[Bearbeiten] Einrichtungen
Der Bezirk Mittelfranken ist Träger psychiatrischer und neurologischer Fachkrankenhäuser, von Spezialkliniken, Fach- und Sonderschulen (z. B. für Gehörlose und -geschädigte, Blinde) und Freilichtmuseen (in Bad Windsheim). Der Bezirk Mittelfranken ist außerdem Träger des Berufsbildungswerks für Gehörlose und des Berufsausbildungswerk Mittelfranken für Lernbeeinträchtigte.
Der Bezirk Mittelfranken verleiht jährlich den mit 10.000 Euro dotierten Wolfram-von-Eschenbach-Preis, so z. B. 2004 an den Publizisten Karlheinz Deschner.
[Bearbeiten] Wappen
[Bearbeiten] Blasonierung
Gespalten und vorne geteilt; vorne oben geviert von Silber und Schwarz, unten in Rot drei silberne Spitzen; hinten in Gold am Spalt ein rotbewehrter schwarzer Adler.
[Bearbeiten] Entstehungsgeschichte
Die Vierung von Silber und Schwarz vorne oben steht für die hohenzollerischen Besitzungen um Ansbach, die silbernen Spitzen in Rot darunter stehen für die historische Region Franken (sog. Fränkischer Rechen) insgesamt. Der Adler in Gold stammt aus dem Wappen der Freien Reichsstadt Nürnberg.
[Bearbeiten] Bezirkstag
[Bearbeiten] Zusammensetzung
Stand nach der jeweiligen Wahl.
| Wahl | CSU | SPD | FW | Grüne | FDP | Die Linke | REP | NPD | GDP¹ | BP | KPD | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008 | 12 | 7 | 3 | 2 | 1 | 1 | 26 | |||||
| 2003 | 15 | 7 | 1 | 2 | 25 | |||||||
| 1998 | 13 | 11 | 1 | 2 | 1 | 0 | 28 | |||||
| 1994 | 14 | 11 | 2 | 1 | 28 | |||||||
| 1990 | 14 | 9 | 2 | 2 | 1 | 28 | ||||||
| 1986 | 15 | 9 | 2 | 1 | 1 | 28 | ||||||
| 1982 | 15 | 11 | 1 | 1 | 28 | |||||||
| 1978 | 15 | 11 | 2 | 28 | ||||||||
| 1974 | 16 | 11 | 2 | 29 | ||||||||
| 1970 | 14 | 11 | 3 | 1 | 29 | |||||||
| 1966 | 12 | 12 | 2 | 3 | 29 | |||||||
| 1962 | 13 | 11 | 3 | 1 | 28 | |||||||
| 1958 | 12 | 12 | 3 | 1 | 28 | |||||||
| 1954 | 10 | 10 | 4 | 2 | 1 | 1 | 28 |
¹ 1954 und 1958 GB/BHE
[Bearbeiten] Bezirkstagspräsident
Seit 2003 ist Richard Bartsch (CSU) Bezirkstagspräsident. Sein Stellvertreter in dieser Wahlperiode war Alexander Küßwetter (CSU). Franz Schmidhammer (CSU) und Fritz Körber (SPD) fungierten als weitere Stellvertreter des Bezirkstagspräsidenten.
2008 wurde Richard Bartsch als Bezirkstagspräsident wiedergewählt. Karin Knorr (FW) [1] wurde zur Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten gewählt. Norbert Dünkel [2] (CSU) und Alexander Küßwetter [3] (CSU) wurden zu den beiden weiteren Vertretern des Bezirkstagspräsidenten bestimmt.
[Bearbeiten] Partnerschaft
Der Bezirk Mittelfranken schloss 1981 als erste Region in Bayern eine Partnerschaft mit dem Département Haute-Vienne in Frankreich; in den Jahren danach folgten entsprechende Vereinbarungen mit den beiden Nachbardépartements Creuse und Corrèze. Dies mündete 1995 in eine Partnerschaft zwischen der (Gesamt-)Region Limousin und dem Bezirk Mittelfranken.
Seit dem Jahr 2000 unterhält der Bezirk Mittelfranken eine Regionalpartnerschaft mit der Woiwodschaft Pommern (polnisch Województwo pomorskie) in Polen und seit 2001 gibt es eine triregionale Partnerschaft zwischen allen drei Regionen.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ http://www.bezirk-mittelfranken.de/index.php?content=bz.bezirkstag.gremium.1
- ↑ http://www.bezirksrat-duenkel.de/
- ↑ http://www.csu-bezirkstag-mfr.de/bezirksraete.htm
[Bearbeiten] Literatur
- Dehio: Bayern I: Franken. 2. Aufl., München 1999, ISBN 3-422-03051-4
- Georg Stolz, Michael Jeiter: Franken: Die Region 7.. München 1989 (= Ein DKV-Bildhandbuch) ISBN 3-422-03012-3
- Ralf Nestmeyer: Franken. Ein Reisehandbuch. Michael-Müller-Verlag, Erlangen, 4. Auflage 2007, ISBN 978-3-89953-278-4
[Bearbeiten] Weblinks
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