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Namibische Rugby-Union-Nationalmannschaft

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Namibia
Spitzname(n) Welwitschias
Verband Namibia Rugby Union (NRU)
Nationalstadion Hage-Geingob-Stadion, Windhoek
Trainer Sudafrika Allister Coetzee (seit 2021)
Kapitän Johan Deysel
WR-Kürzel NAM
WR-Rang 22. (60,56 Punkte)
(Stand: 18. März 2024)
[1]
Heim
Auswärts
Meiste Länderspiele
Eugene Jantjies (70)[2]
Meiste erzielte Punkte
Theuns Kotzé (430)[3]
Meiste erzielte Versuche
JC Greyling (29)[4]
Erstes Länderspiel
Südwestafrika 0:9 British and Irish Lions
(5. Juli 1955)
Namibia Namibia 33:18 Simbabwe Simbabwe
(21. März 1990)
Höchster Sieg
Namibia Namibia 118:0 Tunesien Tunesien
(23. Juni 2018)
Höchste Niederlage
Australien Australien 142:0 Namibia Namibia
(25. Oktober 2003)
Weltmeisterschaft
Teilnahmen: 7/10
Bestes Ergebnis: Gruppenvierter (2019)

Die namibische Rugby-Union-Nationalmannschaft ist die Nationalmannschaft Namibias in der Sportart Rugby Union und repräsentiert das Land bei allen Länderspielen (Test Matches) der Männer. Sie trägt den Spitznamen Welwitschias, nach der Welwitschie. Die organisatorische Verantwortung trägt der im Jahr 1990 gegründete Verband Namibia Rugby Union (NRU). Vom Weltverband World Rugby wird Namibia in die zweite Stärkeklasse (second tier) eingeteilt. Das Team gilt als die zweitbeste Nationalmannschaft Afrikas nach den Springboks aus Südafrika.

Der Rugby-Union-Sport in Namibia geht auf die Besetzung des damaligen Südwestafrikas durch Südafrika zurück und ist seitdem stark vom südlichen Nachbarn beeinflusst worden. Ab 1954 spielte die Auswahl Südwestafrikas in der südafrikanischen Meisterschaft Currie Cup und ab 1955 empfing sie in der Hauptstadt Windhoek wiederholt Nationalmannschaften, die auf Südafrika-Tour waren. Das erste Test Match trug sie 1990 unmittelbar nach der Unabhängigkeit der Republik Namibia aus. Bisher nahm Namibia an sieben Weltmeisterschaften teil, bei der die Mannschaft jeweils in der Vorrunde ausschied. Seit 2000 nimmt Namibia auch an der jährlichen Afrikameisterschaft teil und ist mit neun Titeln Rekordsieger des Turniers.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früheres Logo der Namibia Rugby Union

Verantwortlich für die Organisation von Rugby Union in Namibia ist der Verband Namibia Rugby Union (NRU). Er wurde 1990 als Nachfolger des Regionalverbands South West Africa Rugby Football Union gegründet und im selben Jahr Vollmitglied des International Rugby Football Board (IRFB, heute World Rugby).[5] Die NRU ist außerdem seit 1990 Mitglied des vier Jahre zuvor gegründeten Kontinentalverbands Rugby Africa.[6] Seit August 2018 ist Rugby eine der Nationalsportarten Namibias.[7]

Die höchste Rugby-Union-Liga Namibias ist die Rugby Premier League (RPL) mit acht Mannschaften.[8] Ein Großteil der für die Nationalmannschaft antretenden Spieler speist sich seitdem aus dieser Liga, weitere Spieler sind vor allem in Südafrika und Frankreich tätig.

Neben der eigentlichen Nationalmannschaft ruft die Namibia Rugby Union weitere Auswahlmannschaften zusammen. Wie andere Rugbynationen verfügt Namibia über eine U-20-Nationalmannschaft, die an den entsprechenden Weltmeisterschaften teilnimmt.[9] Hinzu kommt Namibia Sevens, die Nationalmannschaft für Siebener-Rugby. Kinder und Jugendliche werden bereits in der Schule an den Rugbysport herangeführt und je nach Interesse und Talent beginnt dann die Ausbildung.[10]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einführung und Verbreitung von Rugby[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Kolonie Deutsch-Südwestafrika war der Rugbysport völlig unbekannt. Nach der Kapitulation der deutschen Schutztruppe im Juli 1915 übernahm die Südafrikanische Union die Verwaltung, ab 1919 als Schutzmacht eines Völkerbund-Mandats. Noch während des Ersten Weltkriegs trafen sich 1916 in der Hauptstadt Windhoek neun Südafrikaner, um einen Regionalverband zu gründen, die Damaraland Rugby Football Union. Im selben Jahr folgten die Gründung des ersten Vereins und das erste dokumentierte Spiel, das mangels Rugbybällen mit einem Fußball ausgetragen werden musste. Das erste bekannte Spielfeld befand sich zwischen dem Bahnhofsgelände und der Kaiserstraße (heutige Independence Avenue).[11] Organisatorisch unterstand der Regionalverband dem South African Rugby Board, dem Vorgänger der heutigen South African Rugby Union.[12]

1925, 1929 und 1951 tourte eine von der Damaraland Rugby Football Union zusammengestellte Auswahlmannschaft durch das eigentliche Südafrika. Die erste südafrikanische Mannschaft zu Besuch in Windhoek waren 1938 die Ikeys der Universität Kapstadt. 1952 benannte sich der Regionalverband in South West Africa Rugby Football Union (SWARFU) um und organisierte im selben Jahr eine weitere Südafrika-Tour. Bisher hatte es in ganz Südwestafrika kein eigentliches Rugbyfeld mit Rasen gegeben. Dies änderte sich 1954, als die Stadtverwaltung von Windhoek eine entsprechende Fläche zur Verfügung stellte. Ebenfalls 1954 begann die Auswahl der SWARFU an der südafrikanischen Meisterschaft, dem Currie Cup, teilzunehmen. Diese Integration in den nationalen Spielbetrieb bedeutete, dass Südwestafrika nun auch für ausländische Mannschaften als Gegner interessant war. Das erste „Länderspiel“ fand am 5. Juli 1955 statt, als die British Lions während ihrer 24 Spiele umfassenden Südafrika-Tour einen Abstecher nach Windhoek machten.[11] Die Auswahl der vier britischen Home Nations setzte sich vor rund 5000 Zuschauern mit 9:0 durch.[13] Regelmäßige Tour-Besuche gab es in der Folge nicht nur durch die Lions, sondern auch durch Australien, Frankreich, Neuseeland und Rhodesien. Die bemerkenswertesten Ergebnisse waren zwei Unentschieden: ein 14:14 gegen die Australier am 27. Juli 1961 und ein 13:13 gegen die Franzosen am 7. Juni 1975.[14][15]

Zeit der Apartheid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Südafrika 1961 das Commonwealth of Nations verlassen hatte, begann es Südwestafrika als integralen Bestandteil seines Staatsgebiets zu betrachten. Die Vereinten Nationen entzogen Südafrika das Mandat, was die Regierung jedoch ignorierte. Mit der faktischen Annexion führte sie die rassistischen Apartheid-Gesetze, die eine strikte Trennung der südafrikanischen Bevölkerungsgruppen in „Weiße“ und „Nichtweiße“ gesetzlich verankerte, auch in Südwestafrika ein. Dadurch wurden „Nichtweiße“ vom Sportgeschehen weitgehend ausgeschlossen.[16] Ein Jahr zuvor hatte die People’s Liberation Army of Namibia, ein bewaffneter Flügel der SWAPO, den Namibischen Befreiungskampf begonnen. Südwestafrikanische Rebellen hießen den Boykott des Apartheidregimes willkommen und unterstützten ausdrücklich Protestbewegungen in anderen Ländern. Die Unterzeichnung der Gleneagles-Vereinbarung durch 33 Commonwealth-Mitgliedstaaten am 15. Juni 1977 verschärfte die sportliche Isolierung Südafrikas weiter. Sie sah die systematische Abkopplung des Landes von der Sportwelt des Commonwealth vor, um auf diese Weise gegen die Apartheidpolitik vorzugehen. Die Vereinbarung enthielt auch Sanktionsmöglichkeiten für Mitglieder, die sich gegen diese Vereinbarung verhalten würden und das Abkommen sprach sich für den Ausschluss nachweislich rassistisch orientierter Vereinigungen im internationalen Sportgeschehen aus.[17][18]

Da Südwestafrika ab 1961 faktisch als fünfte Provinz Südafrikas verwaltet wurde, galten die Boykottmaßnahmen gleichermaßen für das örtliche Rugby. Ab 1977 empfing Südwestafrika keinen einzigen internationalen Besuch mehr. Die Auswahl der SWARFU konnte nur noch zwei Touren durch südamerikanische Länder durchführen. Die erste führte 1983 nach Chile und Uruguay (je eine Niederlage und ein Sieg), die zweite 1988 nach Chile und Paraguay (zwei Siege).[19][20] Im Currie Cup spielte Südwestafrika während dieser Zeit überwiegend in der zweiten oder dritten Division. 1987 gelang mit einem 24:12-Finalsieg über das Team von Western Transvaal der Aufstieg in die erste Division.[21] Am Ende der darauf folgenden Saison 1988 belegte Südwestafrika den dritten Platz hinter Northern Transvaal und Western Province, gleichbedeutend mit dem besten Ergebnis überhaupt.[22] Nach Abschluss der Saison 1989, die Südwestafrika auf Platz 6 beendete, zog die SWARFU ihre Mannschaft aus dem Wettbewerb zurück. Sie begründete dies mit der Ungewissheit angesichts der bevorstehenden Unabhängigkeit Namibias.[23]

Nach der Unabhängigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Inkrafttreten der Verfassung war die Republik Namibia ab dem 21. März 1990 ein unabhängiger Staat. Noch am selben Tag löste der neue nationale Verband Namibia Rugby Union (NRU) die SWARFU ab und trat umgehend dem International Rugby Football Board (IRFB, heute World Rugby) bei.[12] Ebenfalls am Unabhängigkeitstag fand in Windhoek das erste Test Match statt, bei dem die Namibier Simbabwe mit 33:18 schlugen.[24] Dies war jedoch zu spät, um noch an der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1991 teilnehmen zu können. Allerdings gelang es dem Verband, mehrere namhafte Gegner nach Namibia einzuladen, zumal die Mannschaft, die in der Vorsaison an der südafrikanischen Meisterschaft teilgenommen hatte, noch weitgehend intakt war. Im Juni 1990 war Wales zu Gast und konnte sich in zwei Test Matches jeweils nur knapp gegen die Gastgeber durchsetzen. Das erste Auswärtsspiel der Namibier im Mai 1991 gegen Portugal endete mit einem 34:12-Sieg. Im Juni 1991 war Italien als Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft ebenfalls zu Gast in Namibia, wobei dem Gastgeber in den beiden Test Matches zwei Siege gelangen. Dies war überraschend, da die Italiener als weitaus stärker eingeschätzt worden waren.[25] Eine noch größere Überraschung gelang den Namibiern einen Monat später, als sie Irland in zwei weiteren Test Matches schlugen.[26]

Zwar empfing Namibia im Juni 1993 nochmals Wales, doch aufgrund von Rücktritten mehrerer Schlüsselspieler der Currie-Cup-Ära oder deren Verpflichtung durch finanzkräftige englische Rugby-League-Vereine war die Nationalmannschaft für europäische Spitzenteams nicht mehr interessant und musste zunehmend mit weniger attraktiven Gegnern vorliebnehmen. Ab Juli 1993 nahmen die Namibier erstmals an einer WM-Qualifikation teil. Mit hohen Siegen gegen Arabien, Kenia und Simbabwe beendeten sie die in Nairobi ausgetragene erste Runde souverän an der Spitze. In der zweiten Runde, die im Juli 1994 in Casablanca ausgetragen wurde, siegten sie zwar erneut gegen Simbabwe, mussten jedoch gegen die Elfenbeinküste eine knappe 12:13-Niederlage und gegen Gastgeber Marokko ein 16:16-Unentschieden hinnehmen. Sie belegten den zweiten Platz und verpassten somit die Weltmeisterschaft 1995.[27][28] 1996 stand kein einziges Test Match auf dem Programm, 1997 nur zwei (darunter ein Heimspiel gegen die durch Afrika tourende Mannschaft Tongas).

Im April 1998 stieg Namibia in Runde 3 der WM-Qualifikation ein. Nach einer Auswärtsniederlage gegen Tunesien folgte ein Heimsieg über Simbabwe. Alle drei beteiligten Mannschaften standen am Ende mit je einem Sieg und einer Niederlage zu Buche, wobei Gruppensieger Simbabwe und das zweitplatzierte Namibia aufgrund des besseren Punkteverhältnisses in Runde 4 vorstießen, während Tunesien das Nachsehen hatte. Im September 1998 qualifizierte sich Namibia in der marokkanischen Hauptstadt Rabat mit Siegen über die Elfenbeinküste, Marokko und Simbabwe für die Weltmeisterschaft 1999.[29] Die WM-Teilnahme schien zunächst gefährdet zu sein, da die Sportkommission der namibischen Regierung der Nationalmannschaft die Teilnahme an einem Vorbereitungsturnier in Südafrika untersagte und damit drohte, ihr die Startberechtigung für die Weltmeisterschaft zu entziehen. Dies folgte auf die Kritik „nichtweißer“ Rugbyvereine, wonach die NRU rassistische Neigungen gezeigt habe.[30] Nach Zusicherungen des Verbandes nahm die Nationalmannschaft doch noch an der Weltmeisterschaft 1999 teil, die in den Ländern der damaligen Five Nations stattfand. Dort erlitt sie deutliche Niederlagen gegen Fidschi (18:67), Frankreich (13:47) und Kanada (11:72). Einziger Lichtblick des Turniers war ein früher Versuch gegen Frankreich, der dem Team bis zur 27. Spielminute einen ausgeglichenen Spielstand bescherte.[31]

Im neuen Jahrtausend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Namibier nahmen 2000 an der ersten Ausgabe der Afrikameisterschaft teil. Sie verpassten den Einzug ins Finale,[32] ebenso bei der Afrikameisterschaft 2001.[33] Die Afrikameisterschaft 2002 diente gleichzeitig als WM-Qualifikation. Im zweiteiligen Finale gegen Tunesien stand es nach dem Hinspiel in Windhoek und dem Auswärtsspiel in Tunis 33:33 unentschieden; aufgrund der höheren Anzahl erzielter Versuche sicherte sich Namibia den ersten Afrikameistertitel und qualifizierte sich für die Weltmeisterschaft 2003.[34] Als WM-Vorbereitung diente ein Teil der Afrikameisterschaft 2003. Als Gruppenerster zog Namibia ins Halbfinale ein und schlug in diesem Uganda deutlich.[35] Unterbrochen wurde der Wettbewerb durch die in Australien stattfinde Weltmeisterschaft. Wie erwartet blieb Namibia in der Vorrunde chancenlos und verlor jeweils deutlich gegen Argentinien (14:67), Irland (7:64), Australien (0:142) und Rumänien (7:37).[36] Gegen den Gastgeber schonten die Namibier mehrere Stammspieler im Hinblick auf das Rumänien-Spiel, was mitentscheidend für eine Blamage von historischem Ausmaß war. Während Namibia die höchste Niederlage einer Mannschaft in der WM-Geschichte erlitt, erzielten die Australier neue Rekorde bezüglich Punktedifferenz und erzielter Versuche.[37] Rudie van Vuuren, der acht Monate zuvor mit der namibischen Cricket-Nationalmannschaft am Cricket World Cup 2003 in Südafrika teilgenommen hatte, wurde der erste Sportler, der im selben Jahr in zwei verschiedenen Sportarten bei Weltmeisterschaften auflief.[38]

Vier Monate später trug Namibia im Februar 2004 noch das Finale der Afrikameisterschaft aus und verlor in Casablanca mit 7:27 gegen Marokko.[35] Die Revanche gelang noch im selben Jahr im Rahmen der Afrikameisterschaft 2004. Nach Siegen über Sambia und Kenia in der Vorrunde setzten sich die Namibier im Halbfinale gegen Simbabwe durch. Im Finale standen sie in Windhoek erneut Marokko gegenüber, gewannen das Spiel mit 39:22 und holten sich ihren zweiten Afrikameistertitel.[39] Enttäuschend verlief hingegen die Afrikameisterschaft 2005. Nach zwei Siegen über die Elfenbeinküste und Madagaskar in der Vorrunde scheiterten die Namibier im Halbfinale auswärts an Marokko mit 0:49.[40] Die Afrikameisterschaft 2006 wiederum war Teil der WM-Qualifikation. In der Vorrunde gewann Namibia beide Heimspiele gegen Tunesien und Kenia, musste aber gegen diese Mannschaften jeweils eine Auswärtsniederlage hinnehmen. Alle drei Teams wiesen am Ende gleich viele Tabellenpunkte auf, doch Namibia belegte aufgrund der besten Punktedifferenz den ersten Platz und zog ins Halbfinale ein. Mit dem 27:9-Auswärtssieg über Marokko qualifizierten sie sich zum dritten Mal in Folge für eine Weltmeisterschaft. Im Finale zuhause in Windhoek standen sie der südafrikanischen Amateurauswahl gegenüber und unterlagen dieser knapp mit 27:29.[41]

Krisen und sporadische Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Enttäuschend verlief die Afrikameisterschaft 2007, als die Namibier den zweiten Platz ihrer Gruppe belegten und bereits nach der Vorrunde ausschieden.[42] Im selben Jahr nahmen sie erstmals auch am Nations Cup teil. Bei diesem Turnier verloren sie alle drei Spiele und belegten den letzten Platz.[43] Vor der Weltmeisterschaft 2007 in Frankreich war Namibia von allen Teilnehmern in der Weltrangliste am niedrigsten klassiert und der Mannschaft wurden keinerlei Chancen im ersten Spiel gegen Irland eingeräumt. Es gelang ihr jedoch, zwei Versuche zu legen und mit 17:32 die bisher knappste Niederlage bei einer Endrunde zu erzielen. Darauf folgten deutliche Niederlagen gegen Frankreich (10:87) und Argentinien (3:63). Im Spiel gegen Georgien, bei dem man sich am ehesten Chancen auf einen Sieg erhofft hatte, erlitt Namibia eine 0:30-Niederlage und schied erneut sieglos aus dem Turnier aus.[44]

Namibia gegen Samoa bei der WM 2011

Nach insgesamt neun Niederlagen in Folge (der bis heute längsten Negativserie) fand Namibia bei der Afrikameisterschaft 2008/09 wieder in die Erfolgsspur zurück. Die Mannschaft stieß bis ins zweiteilige Finale vor, erneut hieß der Gegner Tunesien. Sowohl das Hinspiel auswärts als auch das Rückspiel zuhause endete mit Siegen, womit sie sich sowohl den dritten Afrikameistertitel als auch die nächste WM-Teilnahme sicherte.[45] Nach dreijähriger Abwesenheit erhielt sie eine Einladung für den Nations Cup 2010. Bei diesem erwiesen sich die Namibier als Überraschung des Turniers, indem sie zuerst Gastgeber Rumänien und anschließend die schottischen Reserven schlugen. Die Entscheidung um den Turniersieg fiel im dritten Spiel gegen Georgien, das die Namibier mit 21:16 für sich entschieden. Gemessen an der Spielstärke der beteiligten Teams ist dieser Erfolg der bis heute bedeutendste.[46][47] Hingegen misslang die Titelverteidigung mit Platz vier beim Nations Cup 2011 gründlich.[48]

Bei der Weltmeisterschaft 2011 in Neuseeland konnten die Namibier wie erwartet keine Akzente setzen. Gegen Fidschi hielten sie zwar eine Zeitlang recht gut mit, mussten sich aber letztlich mit 25:49 geschlagen geben. Ähnlich verlief das Spiel gegen Samoa, das mit 12:49 verloren ging. Völlig chancenlos war Namibia in den Spielen gegen Südafrika (0:87) und Wales (7:81). Mit diesen Ergebnissen war Namibia die schlechteste aller 20 teilnehmenden Mannschaften. Ein Trost war, dass Theuns Kotzé (der erst drei Monate zuvor debütiert hatte) zu Namibias bestem Skorer bei einer Weltmeisterschaft avancierte.[49] Zudem wurde Mannschaftskapitän Jacques Burger vom Rugby News Service des IRB zu einem der fünf besten Spieler des Turniers gekürt: Er sei „durchgängig ein hell scheinendes Licht in seiner Mannschaft“ gewesen, da er auch bei stetig anwachsendem Punktestand des Gegners weiterhin unermüdlich Tackles ausgeführt und Ballwechsel in Gedrängen erzwungen habe.[50]

Da die Namibier 2010 und 2011 auf eine Teilnahme bei den Afrikameisterschaften verzichtet hatten, waren sie mittlerweile in die zweite Division relegiert worden. Bei der Ausgabe 2012 strebten sie in der madagassischen Hauptstadt Antananarivo den sofortigen Wiederaufstieg an, doch das Finale vor über 35.000 Zuschauern gegen Gastgeber Madagaskar verlief nicht wunschgemäß. Nach der regulären Spielzeit stand es unentschieden 43:43, kurz vor Ende der Verlängerung 54:50 für Namibia. In der letzten Minute gelang den Madagassen ein Versuch mit Erhöhung zum 54:57-Endstand und verwehrten den Namibiern in einem der punktereichsten Länderspiele der Geschichte den sicher geglaubten Aufstieg.[51] Bei der Afrikameisterschaft 2013 nahm Namibia einen neuen Anlauf und setzte sich im Finale gegen Tunesien mit 45:13 durch. Somit kehrte die Mannschaft nach vier Jahren in die höchste Spielklasse zurück.[52]

Siegesserie bei Afrikameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namibia bei der WM 2015
Die namibische Mannschaft gegen Italien bei der WM 2019

Bei der Afrikameisterschaft 2014 hatten drei Teams am Ende gleich viele Tabellenpunkte, doch Namibia wies die beste Punktedifferenz auf und holte damit zum vierten Mal den Meistertitel. Mit diesem Erfolg war auch ihre fünfte Teilnahme an einer WM-Endrunde gesichert.[53] Mit drei Niederlagen belegten die Namibier beim Nations Cup 2015 den letzten Platz.[54] Bei der Afrikameisterschaft 2015 errangen sie mit zum Teil deutlichen Siegen den fünften kontinentalen Meistertitel.[55] Bisher waren zahlreiche Trainerwechsel ein prägendes Merkmal der Nationalmannschaft gewesen, entsprechend fehlte die Kontinuität bei ihrer langfristigen Entwicklung. Im November 2014 gab die NRU die Verpflichtung des früheren walisischen Nationalspielers Phil Davies bekannt. Er war zunächst als technischer Berater tätig und übernahm kurz vor der Weltmeisterschaft 2015 in England das Amt des Nationaltrainers.[56] Dort unterlagen die Namibier dem späteren Weltmeister Neuseeland (14:58), Tonga (21:35), Georgien (16:17) und Argentinien (19:64). Die Niederlage gegen die Georgier war die bisher mit Abstand knappste bei einer Weltmeisterschaft. Auch wenn sie wieder den letzten Platz in ihrer Gruppe belegten, so holten die Namibier einen defensiven Bonustabellenpunkt (für eine Niederlage mit weniger als sieben Spielpunkten Unterschied).[57]

Beim Nations Cup 2016 feierten die Namibier ihren ersten Sieg über Spanien und behaupteten sich im Spiel um den dritten Platz gegen die italienischen Reserven.[58] Wie schon im Jahr zuvor gelang bei der Afrikameisterschaft 2016 erneut die Titelverteidigung.[59] Bei der Afrikameisterschaft 2017 wurde Namibia seiner Favoritenrolle erneut vollauf gerecht, bezwang die übrigen Teilnehmer zum Teil sehr deutlich und entschied das Turnier zum siebten Mal für sich.[60] Ähnlich dominant traten die Namibier auch bei der Afrikameisterschaft 2018 in Erscheinung, die gleichzeitig als WM-Qualifikation zählte. Am Ende des Turniers standen fünf Siege, der achte kontinentale Meistertitel und zum sechsten Mal in Folge ein WM-Startplatz zu Buche.[61] Trotz einem Sieg über Uruguay belegte Namibia beim Nations Cup 2019 den letzten Platz.[62] Bei der anschließenden Weltmeisterschaft 2019 in Japan gehörte Eugene Jantjies als erster namibischer Spieler überhaupt zum insgesamt vierten Mal dem WM-Kader an.[63] In der Vorrunde unterlag seine Mannschaft Italien (22:47), dem späteren Weltmeister Südafrika (3:57) und Neuseeland (9:71). Gegen Italien gelang es zumindest, drei Versuche zu erzielen. Das vierte Vorrundenspiel gegen Kanada konnte wegen der Verwüstungen des Taifuns Hagibis nicht ausgetragen werden und wurde als 0:0-Unentschieden gewertet.[64]

Wegen der COVID-19-Pandemie konnte 2020 kein einziges Spiel ausgetragen werden. Auf den zurückgetretenen Davies folgte im März 2020 Johan Diergaardt als Nationaltrainer. Er sollte eigentlich bis 2023 im Amt bleiben,[65] gab aber bereits am 9. Dezember überraschend seinen sofortigen Rücktritt bekannt. Er begründete dies damit, dass der Verband seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen sei und sich nicht um das Wohl der Spieler gekümmert habe.[66] Seit Juni 2021 ist der ehemalige Nationaltrainer Südafrikas, Allister Coetzee, für die Mannschaft zuständig. Unter seiner Führung nahmen die Namibier nach dreijähriger Pause an der Afrikameisterschaft 2021/22 teil, die sich über zwei Jahre erstreckte. Trotz einer überraschenden Niederlage gegen die Elfenbeinküste zogen sie in die K.-o.-Phase ein, die aus epidemiologischen Gründen im Südfrankreich stattfand. Dort gewannen sie das Finale gegen Kenia und qualifizierten sich mit dem neunten kontinentalen Meistertitel für die Weltmeisterschaft 2023.[67] Bei der Vorrunde in Frankreich erlitten die Namibier teils deutliche Niederlagen gegen Italien (8:52), Neuseeland (3:71), Frankreich (0:96) und Uruguay (26:36).[68]

Trikot, Logo und Spitzname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Welwitschia, Namensgeber der Nationalmannschaft

Namibia spielt traditionell in dunkelblauen Trikots mit weißen und roten Farbakzenten, weißen Hosen und blauen Socken. Das Auswärtstrikot ist weiß mit blauen Farbakzenten, blauen Hosen und weißen Socken.

Aktueller Trikotausrüster der namibischen Nationalmannschaft ist der neuseeländische Sportartikelhersteller Canterbury of New Zealand, Trikotsponsor ist die namibische Brauerei Namibia Breweries.[69] Auf den Trikots erscheint das Verbandslogo auf der rechten Seite, das Ausrüsterlogo links und das Sponsorenlogo in der Mitte.

Das Logo des Namibia Rugby Union zeigt einen stilisierten Schreiseeadler, das Wappentier Namibias. Der Spitzname der Nationalmannschaft lautet Welwitschias, abgeleitet von der gleichnamigen Nationalpflanze Namibias.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hage-Geingob-Stadion in Windhoek, Heimstadion der Nationalmannschaft

Das Heimstadion der namibischen Nationalmannschaft ist das Hage-Geingob-Stadion (bis 2018 South West Stadium).[70] Es steht in der Hauptstadt Windhoek, ist nach Staatspräsident Hage Geingob benannt und besitzt eine Kapazität von 10.000 Zuschauern. Von wenigen Ausnahmen abgesehen wurden hier bisher sämtliche Heimspiele ausgetragen.

Test Matches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namibias Position in der World-Rugby-Weltrangliste seit dem 10. Oktober 2003

Namibia hat 97 seiner bisher 169 Test Matches gewonnen, was einer Gewinnquote von 57,40 % entspricht. Die Statistik der Test Matches von Namibia gegen alle Nationen, alphabetisch geordnet, ist wie folgt (Stand 9. Oktober 2023):[71]

Land Spiele Gewonnen Unent-
schieden
Verloren % Siege
Arabien 1 1 0 0 100,00
Argentinien Argentinien 3 0 0 3 0,00
Australien Australien 1 0 0 1 0,00
Botswana Botswana 2 2 0 0 0,00
Burkina Faso Burkina Faso 1 1 0 0 100,00
Chile Chile 1 1 0 0 100,00
Deutschland Deutschland 3 3 0 0 100,00
Elfenbeinküste Elfenbeinküste 6 3 1 2 50,00
Fidschi Fidschi 2 0 0 2 0,00
Frankreich Frankreich 3 0 0 3 0,00
Georgien Georgien 5 1 0 4 20,00
Hongkong Hongkong 1 1 0 0 100,00
IrlandIrland Irland 4 2 0 2 50,00
Italien Italien 5 2 0 3 40,00
Kanada Kanada 3 1 0 2 33,00
Kenia Kenia 13 11 0 2 86,62
Madagaskar Madagaskar 5 4 0 1 80,00
Marokko Marokko 8 5 1 2 62,50
Neuseeland Neuseeland 3 0 0 3 0,00
Portugal Portugal 8 6 0 2 75,00
Rumänien Rumänien 6 1 0 5 16,67
Russland Russland 7 2 0 5 28,57
Sambia Sambia 2 2 0 0 100,00
Samoa Samoa 2 0 0 2 0,00
Senegal Senegal 4 4 0 0 100,00
Simbabwe Simbabwe 32 30 0 2 93,75
Spanien Spanien 7 1 0 6 14,00
Sudafrika Südafrika 3 0 0 3 0,00
Tonga Tonga 2 0 0 2 0,00
Tunesien Tunesien 11 8 0 3 72,72
Uganda Uganda 5 4 0 1 80,00
Uruguay Uruguay 6 1 0 5 16,67
Wales Wales 4 0 0 4 0,00
Gesamt 169 97 2 70 57,40

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WM-Teilnahme 2015 (gegen Neuseeland)

Die namibische Nationalmannschaft nahm bisher an sieben Weltmeisterschaften teil. Sie war bisher bei allen Weltmeisterschaften nach der World-Rugby-Weltrangliste am niedrigsten eingestuft, gewann kein Spiel und war folglich bei allen Teilnahmen jeweils Gruppenletzter. Die erfolgreichste WM-Teilnahme war 2015, als Namibia erstmals zur Halbzeit (6:0 gegen Georgien) führte und einem Sieg (Endstand gegen Georgien 16 zu 17) nahe war. Zudem gewann die Mannschaft erstmals einen Tabellenpunkt und wurde schließlich Drittletzte des Turniers (vor Uruguay und den USA). Bei der WM 2023 führte Namibia gegen Uruguay zur Halbzeit mit 20:12, unterlag aber mit 26:36.

Jahr Resultat Spiele Siege Unent. Ndlg. +/- Punkte
1987 Nicht startberechtigt (de facto Teil Südafrikas)
1991 Nicht teilgenommen
1995 Nicht qualifiziert (2. Qualifikationsrunde)
1999 Vorrunde 3 0 0 3 42:186 0
2003 Vorrunde 4 0 0 4 28:310 0
2007 Vorrunde 4 0 0 4 30:212 0
2011 Vorrunde 4 0 0 4 44:266 0
2015 Vorrunde 4 0 0 4 70:174 1
2019 Vorrunde 4 0 1 3 34:175 2
2023 Vorrunde 4 0 0 4 37:255 0
2027 noch ausstehend
2031 noch ausstehend

Afrikameisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namibia nimmt seit 2000 an der jährlichen Afrikameisterschaft teil und ist mit neun Erfolgen Rekordmeister.

Nations Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2007 nahm Namibia an sieben Austragungen des Nations Cup teil. Bei diesem Turnier treffen Nationalmannschaften der zweiten Stärkeklasse und Reserve-Nationalmannschaften der ersten Stärkeklasse aufeinander. Bisher konnten die Namibier das Turnier einmal für sich entscheiden.

  • Turniersiege (1): 2010

Weitere Test Matches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der spät erlangten Unabhängigkeit unternahm Namibia während der Amateurära nur wenige Touren nach alter Tradition, da sie um das Jahr 2000 zum Erliegen kamen. Heute stehen für Test Matches gegen Teams der nördlichen Hemisphäre jedes Jahr zwei Zeitfenster zur Verfügung: Bei den Mid-year Internationals im Juni kommen Teams aus Europa nach Namibia, bei den End-of-year Internationals im November reisen die Namibier nach Europa. Im Gegensatz zu den meisten anderen Rugbynationen spielt Namibia dabei jedoch um keine Trophäen gegen seine Gegner.

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Spieler bildeten den Kader für die Weltmeisterschaft 2023:[72]

Hintermannschaft
Spieler Position Verein Länderspiele
Oela Blaauw Gedrängehalb Universität Johannesburg 00
Damian Stevens Gedrängehalb New Orleans Gold 34
Jacques Theron Gedrängehalb Wanderers 01
Cliven Loubser Verbinder Utah Warriors 15
Tiaan Swanepoel Verbinder Lions 02
André van den Berg Verbinder Wanderers 02
Danco Burger Innendreiviertel Wanderers 03
Johan Deysel (C)ein weißes C in blauem Kreis Innendreiviertel Colomiers Rugby 33
Le Roux Malan Innendreiviertel New England Free Jacks 02
JC Greyling Außendreiviertel Wanderers 40
Alcino Izaacs Außendreiviertel Universität von Namibia 00
Gerswin Mouton Außendreiviertel Witwatersrand-Universität 02
Chad Plato Schlussmann Kudus 04
Divan Rossouw Schlussmann Krasny Jar Krasnojarsk 04
Stürmer
Spieler Position Verein Länderspiele
Louis van der Westhuizen Hakler Cheetahs 27
Torsten van Jaarsveld Hakler Aviron Bayonnais 19
Jason Benade Pfeiler Universität von Namibia 11
Aranos Coetzee Pfeiler Cheetahs 28
Desiderius Sethie Pfeiler Universität von Namibia 15
Casper Viviers Pfeiler RC Baulois 39
Tiaan de Klerk Zweite-Reihe-Stürmer Mogliano Rugby 01
Adriaan Ludick Zweite-Reihe-Stürmer USA Limoges 07
Mahepisa Tjeriko Zweite-Reihe-Stürmer Universität von Namibia 11
Tjiuee Uanivi Zweite-Reihe-Stürmer US Montauban 33
PJ van Lill Zweite-Reihe-Stürmer Capbreton Hossegor Rugby 59
Adriaan Booysen Flügelstürmer Dallas Jackals 24
Wian Conradie Flügelstürmer New England Free Jacks 26
Prince ǃGaoseb Flügelstürmer Tel Aviv Heat 10
Richard Hardwick Flügelstürmer Melbourne Rebels 01
Max Katjijeko Flügelstürmer Tel Aviv Heat 20
Johan Retief Flügelstürmer Griquas 19

Bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisher ist noch kein namibischer Spieler in die World Rugby Hall of Fame aufgenommen worden. Zu den international bekanntesten und erfolgreichsten Spielern gehören der langjährige Kapitän Jacques Burger sowie Eugene Jantjies und Theuns Kotzé. Zudem ist es nicht unüblich, dass in Namibia geborene Spieler für Südafrika antreten. Das bekannteste Beispiel dafür ist Percy Montgomery, der 2007 Weltmeister wurde. Es kommt aber auch vor, dass Südafrikaner für Namibia spielen.

Spielerstatistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jacques Burger (2010)
Chrysander Botha (2015)
JC Greyling (2015)
Eugene Jantjies (2015)

Nachfolgend sind die wichtigsten Statistiken aufgelistet, die Spieler Namibias betreffen. Die mit * markierten Spieler sind noch aktiv und können sich weiter verbessern.

(Stand: Oktober 2023)

Meiste Spiele im Nationalteam[73]
Rang Name Zeitraum Spiele
01 Eugene Jantjies 2006–2019 70
02 PJ van Lill * 2006–2023 63
03 Chrysander Botha 2008–2018 55
04 Tinus du Plessis 2006–2016 52
05 Darryl de la Harpe 2010–2019 50
06 Johnny Redelinghuys 2006–2015 49
07 JC Greyling * 2014–2023 46
08 Johan Tromp 2012–2021 46
09 Rohan Kitshoff 2010–2019 45
10 Casper Viviers * 2010–2023 42
Meiste Spiele als Kapitän[74]
Rang Name Zeitraum Spiele
01 Gerhard Mans 1990–1994 26
02 Johan Deysel * 2018–2023 19
03 Jacques Burger 2007–2015 17
04 PJ van Lill 2012–2021 14
05 Corne Powell 2002–2007 13
06 Rohan Kitshoff 2014–2017 12
07 Kees Lensing 2006–2009 12
08 Quinn Hough 1997–1999 11
09 Jacques Nieuwenhuis 2008–2011 06
10 Sean Furter 2003–2004 04
Meiste erzielte Punkte[75]
Rang Name Zeitraum Punkte
01 Theuns Kotzé 2011–2017 430
02 Jaco Coetzee 1990–1995 335
03 Cliven Loubser * 2017–2023 218
04 Chrysander Botha 2008–2018 209
05 Mot Schreuder 2002–2007 158
06 JC Greyling * 2014–2023 145
07 Rudie van Vuuren 1997–2003 120
08 Gerhard Mans 1990–1994 114
09 Rohan Kitshoff 2010–2019 110
10 Eden Meyer 1991–1996 102
Meiste erzielte Versuche[76]
Rang Name Zeitraum Versuche
01 JC Greyling * 2014–2023 29
02 Chrysander Botha 2008–2018 28
03 Gerhard Mans 1990–1994 26
04 Rohan Kitshoff 2010–2019 22
05 Eden Meyer 1991–1996 22
06 Johann Tromp 2012–2021 21
07 Wian Conradie * 2015–2023 14
08 Melrick Africa 2003–2007 12
09 Johan Deysel * 2013–2023 12
10 Louis van der Westhuizen * 2013–2023 12

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allister Coetzee (2018)

Folgende Personen waren Trainer der namibischen Nationalmannschaft:

Name Jahre
Sudafrika Rudy Joubert 1999
Namibia Sarel Losper 2000
Namibia Henry Pretorius 2000–2001
Neuseeland David Waterston 2002–2003
Namibia Danie Vermeulen 2004–2005
Namibia Christo Alexander 2005
Namibia Johan Venter 2006–2007
Namibia Hakkies Husselman 2007
Sudafrika John Williams 2008–2009
Namibia Johan Diergaardt 2009–2011
Namibia Danie Vermeulen 2012–2015
Wales Phil Davies 2015–2019
Namibia Johan Diergaardt 2020
Sudafrika Allister Coetzee seit 2021

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Huw Richards: A Game for Hooligans: The History of Rugby Union. Mainstream Publishing, Edinburgh 2007, ISBN 978-1-84596-255-5.
  • Richard Bath: The Complete Book of Rugby. Seven Oaks, 1997, ISBN 1-86200-013-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Namibische Rugby-Union-Nationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. World Rugby Rankings. world.rugby, 18. März 2024, abgerufen am 19. März 2024.
  2. Most matches. ESPN, abgerufen am 10. Oktober 2023 (englisch).
  3. Most points. ESPN, abgerufen am 10. Oktober 2023 (englisch).
  4. Most tries. ESPN, abgerufen am 10. Oktober 2023 (englisch).
  5. Namibia. World Rugby, abgerufen am 30. Juli 2023 (englisch).
  6. Rugby Africa Unions. Rugby Africa, 2020, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  7. Cabinet approves categorisation of sports codes. Namibia Press Agency, 2. August 2018.
  8. FNB Rugby. Rugby Premier League, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  9. World Rugby U20 Championship. World Rugby, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  10. Honours and Timeline. Namibia Rugby, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. Oktober 2022; abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/rugby.my.na
  11. a b History. Namibia Rugby – 1916 to present, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  12. a b Bath: Complete Book of Rugby. S. 71.
  13. South West Africa 0 – British Isles 9. Namibia Rugby – 1916 to present, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  14. South West Africa 14 – Australia 14. Namibia Rugby – 1916 to present, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  15. South West Africa 13 – France 13. Namibia Rugby – 1916 to present, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  16. Abdul Minty: International Boycott of Apartheid Sport. In: United Nations Unit on Apartheid. April 1971.
  17. From Montreal to Gleneagles. In: New Zealand History. Minister for Culture & Heritage, 11. April 2014, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  18. SAIRR: A Survey of Race Relations in South Africa 1977. Johannesburg 1978, S. 563–564.
  19. 1983. Namibia Rugby – 1916 to present, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  20. 1988. Namibia Rugby – 1916 to present, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  21. Currie Cup Division B 1987. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  22. Currie Cup Division A 1988. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  23. SWA uit Raadskompetisies. Die Burger, 8. Dezember 1989, archiviert vom Original am 15. Oktober 2013; abgerufen am 15. Oktober 2013 (Afrikaans).
  24. Namibia (24) 33 – 18 (6) Zimbabwe (FT). ESPN, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  25. Vivian Jenkins: Rothmans Rugby Yearbook 1990–91. Queen Anne Press, Royal Tunbridge Wells 1991, ISBN 0-356-19162-1.
  26. Gavin Mairs: My Namibia nightmare. Belfast Telegraph, 4. Juli 2008, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  27. Bath: Complete Book of Rugby. S. 72.
  28. Richards: A Game for Hooligans: The History of Rugby Union. S. 279.
  29. 1999 Rugby World Cup – African qualifiers. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  30. Chris Hewett: Rugby Union: England bucks the global growth trend. The Independent, 29. April 1999, archiviert vom Original am 16. November 2019; abgerufen am 16. November 2019 (englisch).
  31. Rugby World Cup 1999: Overview. rugbyworldcup.com, 2019, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  32. 2000 African Championship. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  33. 2001 African Championship. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  34. 2002 Africa Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  35. a b 2003 Africa Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  36. Rugby World Cup 2003: Overview. rugbyworldcup.com, 2019, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  37. Stuart Watt: Wallabies 142, Namibia 0. Australian Broadcasting Corporation, 25. Oktober 2003, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  38. Alex Gibbons: The ten greatest sporting all-rounders. The Guardian, 9. Januar 2005, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  39. 2004 Africa Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  40. 2005 Africa Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  41. 2006 Africa Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  42. 2007 Africa Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  43. 2007 Nations Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  44. Rugby World Cup 2007: Overview. rugbyworldcup.com, 2019, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  45. 2008–09 Africa Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  46. 2010 Nations Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  47. Namibia clinch Nations Cup crown. ESPN, 20. Juni 2010, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  48. 2011 Nations Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  49. Rugby World Cup 2011: Overview. rugbyworldcup.com, 2019, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  50. Top five players of RWC 2011. rugbyworldcup.com, 24. Oktober 2011, archiviert vom Original am 12. November 2014; abgerufen am 12. November 2014 (englisch).
  51. Madagascar beat Namibia 57–54. The Namibian, 9. Juli 2012, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  52. 2013 Africa Cup – Division 1B. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  53. 2014 Africa Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  54. 2015 Nations Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  55. 2015 Africa Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  56. Phil Davies: A man with a long-term plan for Namibian rugby. World Rugby, 3. Juli 2015, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  57. Rugby World Cup 2015: Overview. rugbyworldcup.com, 2019, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  58. 2016 Nations Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  59. 2016 Africa Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  60. 2017 Africa Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  61. 2018 Africa Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  62. 2019 Nations Cup. rugbyarchive.net, 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  63. David van der Sandt: Namibia Team Guide. The Guardian, 12. September 2019, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  64. RWC 2019 pools. Rugby World Cup, 10. Oktober 2019, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  65. NRU reappoints Diergaardt as head coach. Namibia Press Agency, 5. März 2020.
  66. Diergaardt quits Welwitschias. The Namibian, 16. Dezember 2020, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  67. Namibia win Rugby Africa Cup to secure place at Rugby World Cup 2023. rugbyworldcup.com, 10. Juli 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  68. Namibia: Rugby World Cup 2023 review. rugbyworldcup.com, 6. Oktober 2023, abgerufen am 10. Oktober 2023 (englisch).
  69. Namibia Breweries renews rugby sponsorship. The Namibian, 1. Juni 2022, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  70. Musa Zimunya: Hage Geingob stadium gets facelift. Namibia Daily News, 27. April 2018, abgerufen am 25. Oktober 2022 (englisch).
  71. International Rugby Union Statistics – Namibia. ESPN, abgerufen am 10. Oktober 2023 (englisch).
  72. Coetzee picks 39-year-old lock in Namibia Rugby World Cup squad. News24, 21. August 2023, abgerufen am 28. August 2023 (englisch).
  73. Total matches played (descending). ESPN, abgerufen am 10. Oktober 2023 (englisch).
  74. Total matches played as captain (descending). ESPN, abgerufen am 10. Oktober 2023 (englisch).
  75. Total points scored (descending). ESPN, abgerufen am 10. Oktober 2023 (englisch).
  76. Total tries scored (descending). ESPN, abgerufen am 10. Oktober 2023 (englisch).