Nephelin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Nephelin
Nephelin-Kristall aus Rio de Janeiro
Chemische Formel (K,Na)AlSiO4
Mineralklasse Gerüstsilikat
VIII/J.02-10 (nach Strunz)
Kristallsystem Hexagonal
Kristallklasse hexagonal-pyramidal
Farbe farblos, weiß, grau, grün, gelb, braun
Strichfarbe weiß
Mohshärte 5,5 bis 6
Dichte (g/cm³) 2,7
Glanz Glasglanz bis Fettglanz
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch uneben bis muschelig
Spaltbarkeit keine
Habitus prismatische Kristalle, körnige, massige Aggregate
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung pseudo-holoedrisch
Kristalloptik
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ = 0.003 - 0.005 ; einachsig, negativ
Weitere Eigenschaften
Ähnliche Minerale Kalsilit, Kaliophilit
Besondere Kennzeichen zersetzt wolkenartig sich in Salzsäure

Nephelin (griechisch: nephele = Wolke) ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Silikate, genauer ein Gerüstsilikat. Es kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem mit der chemischen Formel (Na,K)AlSiO4 in verschiedenen Farben von weiß und grau über grün, rot und gelb bis braun. Nephelin kann ebenso farblos auftreten.

Das Mineral gehört zur Gruppe der Foide, was bedeutet, es ist verwandt mit den Alkali-Feldspäten, aber arm an Siliciumdioxid (SiO2).

Nephelin ist schwer von Quarz zu unterscheiden, zersetzt sich allerdings im Gegensatz zu diesem in starken Säuren wie Salzsäure, wobei sich die entstehende Kieselsäure wolkenartig niederschlägt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bildung und Fundorte

Nephelin bildet sich magmatisch in alkalischen Gesteinen wie Syenit und Pegmatit, seltener in Basalt oder Gneis. Es ist zusammen mit Leucit und ähnlichen ein wichtiges, gesteinsbildendes Mineral.

Fundorte sind unter anderem Vesuv in Italien, Bancroft/Ontario und Québec in Kanada, auf der Kola-Halbinsel in der Russischen Föderation und am Katzenbuckel im Odenwald.

[Bearbeiten] Verwendung

Nephelin hat nur geringe Bedeutung als Aluminium-Erz oder Zusatzstoff in der Keramischen Industrie.

[Bearbeiten] Siehe auch

Systematik der Minerale, Liste der Minerale

[Bearbeiten] Literatur

  • Paul Ramdohr, Hugo Strunz: Lehrbuch der Mineralogie (16. Aufl.), Ferdinand Enke Verlag (1978), ISBN 3-432-82986-8
  • Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie, Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen