Nephelin
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| Nephelin | |
| Nephelin-Kristall aus Rio de Janeiro | |
| Chemische Formel | (K,Na)AlSiO4 |
| Mineralklasse | Gerüstsilikat VIII/J.02-10 (nach Strunz) |
| Kristallsystem | Hexagonal |
| Kristallklasse | hexagonal-pyramidal |
| Farbe | farblos, weiß, grau, grün, gelb, braun |
| Strichfarbe | weiß |
| Mohshärte | 5,5 bis 6 |
| Dichte (g/cm³) | 2,7 |
| Glanz | Glasglanz bis Fettglanz |
| Transparenz | durchsichtig bis durchscheinend |
| Bruch | uneben bis muschelig |
| Spaltbarkeit | keine |
| Habitus | prismatische Kristalle, körnige, massige Aggregate |
| Häufige Kristallflächen | |
| Zwillingsbildung | pseudo-holoedrisch |
| Kristalloptik | |
| Doppelbrechung (optische Orientierung) |
Δ = 0.003 - 0.005 ; einachsig, negativ |
| Weitere Eigenschaften | |
| Ähnliche Minerale | Kalsilit, Kaliophilit |
| Besondere Kennzeichen | zersetzt wolkenartig sich in Salzsäure |
Nephelin (griechisch: nephele = Wolke) ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Silikate, genauer ein Gerüstsilikat. Es kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem mit der chemischen Formel (Na,K)AlSiO4 in verschiedenen Farben von weiß und grau über grün, rot und gelb bis braun. Nephelin kann ebenso farblos auftreten.
Das Mineral gehört zur Gruppe der Foide, was bedeutet, es ist verwandt mit den Alkali-Feldspäten, aber arm an Siliciumdioxid (SiO2).
Nephelin ist schwer von Quarz zu unterscheiden, zersetzt sich allerdings im Gegensatz zu diesem in starken Säuren wie Salzsäure, wobei sich die entstehende Kieselsäure wolkenartig niederschlägt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Bildung und Fundorte
Nephelin bildet sich magmatisch in alkalischen Gesteinen wie Syenit und Pegmatit, seltener in Basalt oder Gneis. Es ist zusammen mit Leucit und ähnlichen ein wichtiges, gesteinsbildendes Mineral.
Fundorte sind unter anderem Vesuv in Italien, Bancroft/Ontario und Québec in Kanada, auf der Kola-Halbinsel in der Russischen Föderation und am Katzenbuckel im Odenwald.
[Bearbeiten] Verwendung
Nephelin hat nur geringe Bedeutung als Aluminium-Erz oder Zusatzstoff in der Keramischen Industrie.
[Bearbeiten] Siehe auch
Systematik der Minerale, Liste der Minerale
[Bearbeiten] Literatur
- Paul Ramdohr, Hugo Strunz: Lehrbuch der Mineralogie (16. Aufl.), Ferdinand Enke Verlag (1978), ISBN 3-432-82986-8
- Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie, Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0

