Neu Fahrland

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Neu Fahrland ist ein Ortsteil von Potsdam. Bis 2003 gehörte die Gemeinde zum Amt Fahrland (Landkreis Potsdam-Mittelmark). Im Zusammenhang mit der Brandenburgischen Gemeindegebietsreform wurde Neu Fahrland nach Potsdam eingemeindet: Im Gegensatz zu anderen Gemeinden stimmten bei einem Bürgerentscheid am 27. Januar 2002 mehr als zwei Drittel (67,7 %) der zur Wahl gegangenen Wahlberechtigten für die Eingliederung der Gemeinde Neu Fahrland in die Landeshauptstadt Potsdam.

Das Kfz-Kennzeichen lautet P, die Vorwahl ist vorerst noch 033208.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neu-Fahrland liegt im Norden von Potsdam und wird von der B 2 durchschnitten. Der Ortsteil grenzt im Norden an die Potsdamer Ortsteile Fahrland und Krampnitz. Im Uhrzeigersinn wird der Ortsteil im Osten durch den Krampnitzsee und den Lehnitzsee begrenzt, im Süden durch den Jungfernsee, den Sacrow-Paretzer Kanal und den Weißen See, im Westen durch den Fahrlander See und stellt somit einen fast vollständig vom Wasser umschlossenen „Fünf-Seen-Ortsteil“ dar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neu Fahrland war eine Gemeinde des Kreises Osthavelland. Am 1. April 1939 wurde der Ort in den Stadtkreis Potsdam umgegliedert. Am 25. Juli 1952 wurde er aus Potsdam ausgegliedert und somit wieder selbständig. Am 26. Oktober 2003 wurde Neu Fahrland wiederum nach Potsdam eingemeindet.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die starke Bautätigkeit nach 1990 ist die Bevölkerungszahl von etwa 900 im Jahre 1990 auf 1380 im Jahre 2005 angestiegen.

Fünf Buslinien verbinden den Ort in 15 Minuten mit Potsdam, in 30 Minuten mit Berlin-Spandau und dem Umland.

Neu Fahrland ist über den westlichen Berliner Autobahnring der A 10 an das Autobahnnetz angebunden. Die Entfernung des Ortes zur Abfahrt Potsdam Nord beträgt ungefähr 9 km.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mit der Ausgabe Juli/August 2009 eingestellte Zeitschrift „Der Neu Fahrländer Landbote“ mit Beiträgen aus dem Ort und der Region erschien alle zwei Monate und ging ab Oktober 2009 in der Regionalzeitschrift „Heveller“ auf.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Neu Fahrland wurde im Jahr 2003 in die Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam eingemeindet. Seitdem lautet die offizielle Bezeichnung: 14476 Potsdam Ortsteil (OT) Neu Fahrland. Der 2008 gewählte Ortsbeirat ist ehrenamtlich tätig und hat derzeit einen Ortsvorsteher und vier Ortsbeiratsmitglieder. Die Adresse lautet: Ortsbeirat Neu Fahrland, Am Kirchberg 50, 14476 Potsdam OT Neu Fahrland

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindertagesstätte „Kinderland“ mit integrierter Gemeindenutzung. 70 bis 90 Kinder können ganztägig betreut werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nedlitzer Fährgut

Klinik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Heinrich-Heine-Reha-Fachklinik existiert seit 1952, wurde 1994 neu errichtet und 2012 erweitert.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kirchberg ist ein Waldgebiet mit ausgebauten und markierten Wanderwegen. Erdgeschichtlich stellt er den Rest einer eiszeitlichen Endmoräne dar. Er ist die höchste Erhebung im Nahbereich: 85 m ü. NN, das sind hier ca. 35 m sichtbare Höhe, da der Fuß des Hügels auf einer Höhe von etwa 50 m ü. NN liegt. Einen Aussichtspunkt gibt es wieder seit 2005.

Kultur und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Möglichkeiten der Freizeitgestaltung bietet der Kultur- und Sportclub 2000 mit verschiedenen Abteilungen, die Freiwillige Feuerwehr, ein Senioren- und Behindertenclub, die Kita Kinderland mit eigenem Förderverein und ein Anglerverein.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hinz, Ursula und andere: Neu Fahrland – Von den Wenden bis zur Wende. Neu Fahrland 2003
  • Gemeinde Neu Fahrland (Hrsg.): Der Neu Fahrländer Landbote. Im August 2009 eingestellt, dafür ab Oktober 2009 die Regionalzeitschrift Heveller

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]