Nutztier
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dieser Artikel wurde aufgrund von formalen und/oder inhaltlichen Mängeln in der Qualitätssicherung Biologie zur Verbesserung eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Biologie-Artikel auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Bitte hilf mit, diesen Artikel zu verbessern! Artikel, die nicht signifikant verbessert werden, können gegebenenfalls gelöscht werden.
Lies dazu auch die näheren Informationen in den Mindestanforderungen an Kurzartikel der Biologie.
| Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (Literatur, Webseiten oder Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung. |
Der Begriff Nutztiere beinhaltet alle Tierarten, die der Mensch zu seinem Nutzen hält und vermehrt. Durch die Haltung der Tiere wird eine künstliche Selektion bewirkt, durch die aus älteren Nutztierarten gezielt verschiedene Haustier- und Heimtier-Rassen entstanden (Züchtung). Gleichfalls reicht die Isolation der Tiere von freilebenden Artgenossen aber auch schon aus, um eine natürliche Selektion auszulösen. Die meisten domestizierten Nutztiere werden in der Landwirtschaft als Vieh bezeichnet.
Landwirtschaftliche Nutztiere liefern Nahrungsmittel, wie beispielsweise Fleisch, Milch, Blut oder Eier, ferner Arbeitskraft und tierische Rohstoffe (Naturdarm, Gelatine, Lab, Fett, Leder, Felle, Haare, Wolle, Federn und Horn).
Auch Heimtiere können als Nutztiere betrachtet werden, da sie ihren Besitzern Freude, also einen persönlichen Nutzen bringen. Gleiches gilt auch für Zoo- und Zirkustiere. Bedrohte Tierarten werden dabei durch Erhaltungszucht vor dem Aussterben bewahrt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Nutzungsarten
[Bearbeiten] Nahrungsmittelgewinnung
Dabei kann der Körper direkt als Nahrungsmittel verwendet werden (Schlachttier), aber auch das Produkt des Tieres genutzt werden (Milchkuh, Honigbiene)
In Europa:
- Rind
- Wasserbüffel
- Schwein
- Schaf
- Ziege
- Rentier
- Pferd
- Kaninchen
- Geflügel (Ente, Gans, Huhn, Pute, neuerdings auch der Afrikanischer Strauß)
- Fische (Forelle, Karpfen, Lachs, Doraden)
- Honigbiene
- die Milbenart Tyroglyphus casei, die bei der Herstellung von Milbenkäse verwendet wird.
- Weinbergschnecke
- Frösche
Außerhalb Europas zusätzlich:
- Gayal, Balirind
- Yak
- Kamele (Dromedar, Lama)
- Meerschweinchen
- Hund
- Reptilien und Amphibien (Leguane, Wasserschildkröten, Krokodile, Frösche)
[Bearbeiten] Zug-, Last- und Reittiere
Zug- und Lasttiere dienen der Arbeitserleichterung des Menschen. Dabei ist zu beachten, dass die Zugleistung physikalisch bedingt immer um ein Vielfaches höher ist als die jeweilige Tragleistung. Durch die technologische Entwicklung in der Land- und Forstwirtschaft werden in Mitteleuropa zunehmend Maschinen eingesetzt. Zugtiere haben heute nur noch in Entwicklungsländern, sowie der Forstwirtschaft eine Bedeutung. Dieser Trend wird durch Verteuerung fossiler Treibstoffe derzeit umgekehrt, was aus Sicht des Tierschutzes kritisch zu bewerten ist. Siehe auch: Geschichte des Transportwesens im Altertum Reittiere werden in Europa nur selten zur Reise genutz, sondern eher im Rennsport, Polizeireiterstaffeln und auf Turnieren.
Beispiele:
- Hauspferd
- Maultier und Maulesel
- Hausesel
- Hausrind (Wasserbüffel, Yak, Gayal, Balirind)
- Kamele (Dromedar, Lama, Trampeltier)
- Rentier
- Asiatischer Elefant
- Haushund mit Travois oder Hundeschlitten
- Afrikanischer Strauß
[Bearbeiten] Herstellung von Kleidung
Für die Herstellung von Kleidung müssen die Tiere nicht zwangsläufig getötet werden. Hier wäre die Wolle von Schafen zu nennen oder alle Nutztierarten, deren Felle bei der Schlachtung anfallen. Dem gegenüber stehen Tierarten, die ausschließlich zur herstellung von Kleidung gehalten werden und ausschließlich für deren Herstellung getötet werden (Seidenraupe).
[Bearbeiten] Pelztiere
Die Bezeichnung Pelztiere wird im Sprachgebrauch meist auf Tiere angewendet, die der ausschließlichen Gewinnung von Pelzen dienen. Auch die Felle von Nutztieren der Fleischgewinnung, hauptsächlich von Schafen (siehe Pelzarten: Lamm und Schaf), gefolgt von Kaninchen, Kälbern, Ziege (siehe Ziegenfell) und Fohlen (siehe Fohlenfell), stellen einen wesentlichen Anteil der Pelzverarbeitung.
Beispiele für Tiere, die zumindest zeitweilig für Pelzzwecke gezüchtet wurden (alphabetisch):
[Bearbeiten] Tiere zur Jagd
Bei der Jagd werden häufig Jagdtiere genutzt, die dabei unterschiedliche Aufgaben wie das Treiben (Jagdhunde) oder das Erlegen der Beute selbst übernehmen (Jagdfalke).
Beispiele:
[Bearbeiten] Neuartige Tiernutzung
Die vorstehende Einteilung orientiert sich stark an der Entwicklung der menschlichen Zivilisation. In der jüngeren Vergangenheit sind weitere Nutzungen von Tieren hinzugekommen, die sich in diese historische Gliederung nicht einordnen lassen.
Beispiele:
- Blindenhund
- Spürhunde, der Rettungshund, der bei der Suche nach vermissten oder verschütteten Personen eingesetzt wird, der Sprengstoffspürhund und der Suchtmittelspürhund
- Riesenhamsterratte zum Aufspüren von Minen
- Versuchstiere in der Forschung
- Haustiere in der tiergestützten Therapie (pet-facilitated therapy), beispielsweise Reittherapie
- transgene Tiere zur Gewinnung von Arzneimitteln
- Pferde, Schafe, Kaninchen oder Lama zur Gewinnung von Serum und Antikörpern
- Giftschlangen, deren Gift zur Arzneimittel - und Antiserum-Gewinnung gemolken wird
[Bearbeiten] Literatur
- Helmut Hemmer: Neumühle-Riswicker Hirsche - Erste planmäßige Zucht einer neuen Nutztierform. Naturwissenschaftliche Rundschau 58(5), S. 255 - 261 (2005), ISSN 0028-1050
- Siegfried Legel: Nutztiere der Tropen und Subtropen Bände 1-3, Hirzel Verlag 1990, ISBN 978-3-7776-0521-0
[Bearbeiten] Siehe auch
- Arbeitstier
- Liste gefährdeter Nutztierrassen
- Geflügelpest
- Haustiere
- Maul- und Klauenseuche
- Tierhaltung
- Tierschutz
- Vieh
[Bearbeiten] Weblinks

