Otto Modersohn

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Stehend: Otto Modersohn, Fritz Mackensen, Heinrich Vogeler; sitzend: Fritz Overbeck, Hermann Allmers, Carl Vinnen, 1895

Friedrich Wilhelm Otto Modersohn (* 22. Februar 1865 in Soest, Westfalen; † 10. März 1943 in Rotenburg (Wümme)) war ein deutscher Maler.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

1884 begann Otto Modersohn ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, 1888 wechselte er zur Kunstakademie Karlsruhe.

Im Juli 1889 traf er mit Fritz Mackensen und Hans am Ende in Worpswede zusammen, wo sie die Künstlerkolonie Worpswede gründeten.

1897 heiratete er Helene Schröder, die ihm 1898 eine Tochter (Elsbeth, † 1984) gebar. 1899 verließ Modersohn die Künstlervereinigung. Seine Frau starb 1900, aber schon ein Jahr später heiratete er die Malerin Paula Becker.

Grabstelle Otto Modersohn

Nach vorübergehender Trennung kehrten sie 1907 zusammen nach Worpswede zurück, wo im selben Jahr ihre Tochter Mathilde („Tille“ † 1998) geboren wurde. Paula Modersohn-Becker starb kurz nach der Geburt ihrer Tochter Mathilde an einer Embolie.

1908 zog Modersohn ins benachbarte Fischerhude und heiratete 1909 seine dritte Frau, Louise Breling (1883–1950), mit der er zwei Söhne hatte (Ulrich, 1913–1943 und Christian, * 1916).

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden seine Werke von den Machthabern hoch geschätzt, im Gegensatz zu denen von Paula Modersohn-Becker. So war Modersohn 1937 auf der ersten Großen Deutschen Kunstausstellung im Münchner Haus der Deutschen Kunst vertreten. 1940 erhielt er die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft. Ein Jahr vor seinem Tod wurde er 1942 zum Professor ernannt.[1]

[Bearbeiten] Werk

In seiner Jugend bevorzugte Modersohn Landschaftsbilder in der Tradition des Barbizonkreises. Auf seinen Umzug nach Worpswede folgt ca. 1890 ein Wandel zu einer eher expressionistischen Farbwahl. Seine bevorzugten Motive blieben Landschaften, zum Beispiel das Teufelsmoor.

Mit dem Umzug nach Fischerhude und dem Tod seiner zweiten Frau gingen erneut Änderungen seines Stils einher; die Farben wurden dunkler, die Darstellung schroffer.

Im Modersohn-Museum in Fischerhude befindet sich eine umfangreiche Ausstellung seiner Werke.

[Bearbeiten] Literatur

  • Marina Bohlmann-Modersohn: Otto Modersohn - Leben und Werk. Gesellschaft Otto Modersohn Museum. eV., Fischerhude 2005. ISBN 3-929250-05-5
  • Christian Modersohn: Das Erbe meines Vaters - Zwei Leben für die Kunst. Otto Modersohn Museum (Hrsg.), Fischerhude 2005. (Hörbuch, Autobiografie und Biografie des Vaters Otto Modersohn.) ISBN 3-929250-06-3

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 413.
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